#106

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 14.06.2010 22:43
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Man sucht laut Heidenheimer Zeitung weiter nach einem Maulwurf in den eigenen Reihen:


14.06.10 21:48
Fall Bögerl: Gibt es eine undichte Stelle bei der Polizei?

Weil Medien im Fall Bögerl über Dinge berichteten, die eigentlich nur die Polizei wissen konnte, vermuten die Ermittler eine undichte Stelle in den eigenen Reihen. Presse-Staatsanwalt Armin Burger bestätigte am Montag, dass „von Amts wegen ein Ermittlungsvorgang wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses“ eingeleitet worden ist. Im Zuge der Ermittlungen war immer wieder auffällig geworden, dass überregionale Magazine und Boulevardblätter über Informationen verfügten, die nur polizeiintern verwendet werden durften. So wurde schon die genaue Höhe der Lösegeldsumme genannt, bevor vonseiten der Polizei oder Staatsanwaltschaft dazu Aussagen gemacht wurden. Ebenso verhielt es sich bei der im Auto von Maria Bögerl entdeckten Blutspur. Nachdem die Leiche von Maria Bögerl gefunden wurde, kam an die Öffentlichkeit, dass das Lösegeld zu spät am vereinbarten Ort bei der Autobahn bei Nietheim hinterlegt worden war. Diesen Fehler räumte die Polizei mittlerweile ein, ohne jedoch jemals zu bestätigen, wie viel zu spät das Geld deponiert wurde.

Ebenso an die Öffentlichkeit gelangt ist, dass der Ehemann des Opfers, Thomas Bögerl, selbst mit der Beschaffung des Lösegelds beschäftigt gewesen sei. Und dass der Entführer eine besondere Stückelung gefordert hatte. Jüngste unbestätigte Medienberichte handeln davon, dass bei der Obduktion der Leiche DNA-Spuren zum Täter führen könnten. Dabei liegt den Ermittlern vor Ort noch gar kein Obduktionsbericht vor.

Ob Staatsanwaltschaft oder Kripo bereits einen Verdacht hegen, wo die undichte Stelle liegen könnte, dazu wollte sich Staatsanwalt Burger nicht äußern. „Wir haben Kenntnis davon erlangt, dass möglicherweise ein derartiger Straftatbestand vorliegen könnte“, hält sich Burger zurück. Dass sich die Ermittler derart bedeckt halten, begründet Burger ebenso wie die Polizei mit dem „Stichwort Täterwissen“.

Nun hat auch noch das Innenministerium ein Wort mitzusprechen: Das muss nämlich die Staatsanwaltschaft ermächtigen, nach dem Ermittlungsvorgang tatsächlich auch ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Im Strafgesetzbuch heißt es: „Wer ein Geheimnis, das ihm als Amtsträger, (. . .) anvertraut worden oder sonst bekanntgeworden ist, unbefugt offenbart und dadurch wichtige öffentliche Interessen gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Quelle: http://www.hz-online.de/nc/nachrichten/lokales/nachrichten/detail-news/archive/2010/june/article/fall-boegerl-interne-ermittlungen-wegen-verletzung-des-dienstgeheimnisses.html
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#107

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 14.06.2010 22:54
von bd-vogel • 570 Beiträge
Sehr aufschlußreicher Bericht, danke für den Link!

Bernhard.
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#108

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 15.06.2010 13:56
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Schwäbische Zeitung von heute:


Ministerium gibt grünes Licht für interne Ermittlungen

Das Innenministerium gibt grünes Licht: Die Ellwanger Staatsanwaltschaft darf im Mordfall Bögerl intern ermitteln.

(Aalen/Ellwangen/gäss) Aus den polizeilichen Ermittlungen im Mordfall Bögerl sollen Interna an die Öffentlichkeit geraten sein. Zum Beispiel die Höhe des geforderten Lösegelds. Wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses wird nun die Ellwanger Staatsanwaltschaft aktiv, sie darf gegen die undichte Stelle ermitteln. „Wir werden die Genehmigung erteilen“, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums auf Nachfrage der Aalener Nachrichten.

(Erschienen: 15.06.2010 14:10)

Quelle: http://www.schwaebische.de/lokales/aalen-ellwangen/aalen_artikel,-Ministerium-gibt-gruenes-Licht-fuer-interne-Ermittlungen-_arid,4113970.html
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#109

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 15.06.2010 13:58
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Wenn der Fall nicht bald geklärt wird und das mit den tatsächlichen bzw. angeblichen Polizeipannen so weiter geht, werden sicher bald die ersten Stimmen laut, die einen Untersuchungsausschuß zu diesem Fall im Stuttgarter Landtag fordern werden.
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#110

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 15.06.2010 14:30
von Astrid • 149 Beiträge
xyzuschauerseit72>Wenn der Fall nicht bald geklärt wird und das mit den tatsächlichen bzw. angeblichen Polizeipannen so weiter geht, werden sicher bald die ersten Stimmen laut, die einen Untersuchungsausschuß zu diesem Fall im Stuttgarter Landtag fordern werden.

"alles liest sich so als ob die Polizei aus Springfield unter Chief Clancy Wiggum sich im Einsatz befand "
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#111

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 16.06.2010 11:34
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Wie es einem so ergehen kann, wenn man einem Phantombild ähnlich sieht:

http://www.derwesten.de/staedte/unna/Ein-Gesicht-wie-ein-Phantombild-id3114369.html
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#112

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 16.06.2010 12:08
von Astrid • 149 Beiträge
xyzuschauerseit72>Wie es einem so ergehen kann, wenn man einem Phantombild ähnlich sieht:

xyzuschauerseit72>http://www.derwesten.de/staedte/unna/Ein-Gesicht-wie-ein-Phantombild-id3114369.html

Das ist die Crux mit den Phantombildern....
Thomas S. sollte zum Frisör gehen um seine Ruhe zu haben, die Haare werden ja wieder nachwachsen
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#113

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 16.06.2010 17:36
von bd-vogel • 570 Beiträge
Ist ja irre, der sieht ja wirklich genauso aus... wie Astrid schon schrieb, das illustriert perfekt die Nachteile einer Phantombildfahndung.
Der ehemalige Münchner MoKo-Chef Wilfling hat in seinem neuen Buch ("Abgründe"; siehe hier im Forum bei der Bücherkiste) auch ein paar lesenswerte Bemerkungen zu dieser generellen Problematik und rät im Prinzip dazu, Phantombilder eher spät zu veröffentlichen. (Im Fall Bögerl war aber sicher jetzt dieser Punkt erreicht.)

Bernhard.
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#114

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 17.06.2010 01:31
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
xyzuschauerseit72>Wie es einem so ergehen kann, wenn man einem Phantombild ähnlich sieht:

xyzuschauerseit72>http://www.derwesten.de/staedte/unna/Ein-Gesicht-wie-ein-Phantombild-id3114369.html

das Ding passt aber auch wie die Faust auf´s Auge. Eins der besten Phantombilder, die ich je gesehen habe (wenn es der Richtige gewesen wäre)
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#115

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 19.06.2010 08:28
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Heidenheims Polizeichef Volker Lück in der Heidenheimer Zeitung zum aktuellen Stand der Ermittlungen:


Spurensuche: Fotos und Videos statt Ratschläge von Hellsehern

Seit fünf Wochen hält ein spektakulärer Kriminalfall den Landkreis Heidenheim in Atem, in dem sich nach wie vor keine Lösung abzeichnet. Noch immer sucht die Polizei mit großem Einsatz den Entführer und Mörder von Maria Bögerl, ohne Licht am Ende des Tunnel zu sehen. Vom „Tatort“ oder anderen Fernseh-Kriminalformaten ist man anderes gewohnt: Innerhalb von 90 Minuten ist der Täter verhaftet, ungelöst bleibt so gut wie nichts, und monatelange Ermittlungen sind nicht wirklich fernsehtauglich. In der Realität sieht das oft anders aus: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Mordkommission nach fünf Wochen noch keine Lösung hat“, sagt der Heidenheimer Polizeichef Volker Lück. Nach wie vor arbeiten über 80 Kriminalbeamte in der Soko „Flagge“. Die Polizisten sind aus dem ganzen Regierungsbezirk Stuttgart nach Heidenheim beordert worden, zudem arbeiten die Heidenheimer Kriminalpolizisten beinahe ausschließlich an diesem Fall.

Seit dem 17. Mai geht die Sonderkommission den Hinweisen aus der Bevölkerung nach, die sich mittlerweile auf über 4000 belaufen. Einer von ihnen könnte die entscheidende Spur beinhalten – deshalb müssen alle Hinweise sorgfältig strukturiert abgearbeitet werden. Auch die Zusammenführung der Ermittlungsergebnisse ist entscheidend für die kriminalistische Arbeit, und hier gibt es dann tatsächlich eine „Pinnwand“, auf der wichtige Ergebnisse gesammelt werden sowie man es im Film sieht.

Hellseher und
gute Ratschläge

„Jeder Hinweis muss ernst genommen werden“, sagt Lück, jedoch werden die Dienste von Hellsehern oder Anrufern, die der Polizei nur Ratschläge für die Ermittlungen geben wollen, mit anderer Priorität behandelt als solche, die beispielsweise Fotos aus der Zeit rund um die Entführung vom Kloster Neresheim anbieten oder Hinweise auf den per Phantombild gesuchten „Zopfmann“ geben. Insgesamt haben sich laut Polizeisprecher Horst Baur aus den Hinweisen über 2600 Spuren ergeben, von denen die Soko bislang rund die Hälfte abgearbeitet hat. Damit hat die Soko „Flagge“ schon jetzt genauso viele Spuren zu bearbeiten wie die Soko „Parkplatz“ im Heilbronner Polizistenmord nach einem Jahr vermeldet hat.

Nach wie vor warten die Ermittler auf Gutachten, in denen das Spurmaterial ausgewertet wird, das unter anderem an der Leiche und im Auto von Maria Bögerl gefunden wurde. Sie erwarten sich davon beispielsweise Erkenntnisse über den Todeszeitpunkt und die Liegezeit der Toten im Wald bei Nietheim. Während das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ bereits am vergangenen Wochenende vermeldet hatte, an der Leiche seien fremde DNS-Spuren gefunden worden und die Polizei könne nun Massengentests durchführen, sehen sich die Ermittler davon noch weit entfernt: „Zunächst müssen alle gefundenen DNS-Spuren abgeglichen werden mit den Menschen, die zuvor Kontakt mit Maria Bögerl hatten oder in ihrem Auto saßen. Das könnte genauso die Nachbarin sein wie die Frau aus der Reinigung. Erst wenn eine Spur übrig bleibt, die niemandem zugeordnet werden kann, weist diese womöglich auf den Täter hin“, sagt Volker Lück.

„Das tut uns
ausgesprochen Leid“

Um einiges besser wäre die Spurenlage sicherlich, hätte die Polizei das tote Entführungsopfer bereits am 15. Mai gefunden. An diesem Tag durchsuchten Polizisten das Waldstück, in dem der Hund eines Spaziergängers die Leiche am 3. Juni aufstöberte. Gewissheit gibt es noch nicht, aber die Polizei kann nicht ausschließen, dass die Leiche zum Zeitpunkt der Suche bereits dort lag. Warum der Körper der Frau, der mit einem Haufen Reisig bedeckt unter einem Baum lag, von den Polizeibeamten nicht entdeckt wurde, lässt sich nun nicht mehr nachvollziehen. Dies müsse sich die Polizei als Fehler an die Fahnen heften, sagt Lück: „Das tut uns ausgesprochen Leid, dass wir die Ungewissheit über das Schicksal von Frau Bögerl nicht früher beenden konnten.“
Ebenfalls nicht zufrieden ist der Heidenheimer Polizeichef damit, dass das Lösegeld viel später abgelegt wurde als vom Täter gefordert war. Eine nachvollziehbare Erklärung für die Schwierigkeiten, die 300 000 Euro in der gewünschten Stückelung rechtzeitig zu beschaffen, gibt es indes nicht – die Polizeiführung begründet dies damit, dass mit der Erklärung zuviel Täterwissen verbunden sei. „Eine Aufarbeitung wird stattfinden, aber nicht jetzt im laufenden Verfahren“, verspricht Lück.

Differenzen zwischen der Polizei und dem Ehemann Thomas Bögerl, wie sie verschiedene Medien festgestellt haben wollen, weist die Polizei von sich. „Es hat nie eine Schuldzuweisung von uns an Herrn Bögerl gegeben“, sagt Volker Lück. Der Chef der Heidenheimer Kreissparkasse habe keineswegs darauf bestanden, das Lösegeld zu beschaffen, sondern er habe es angeboten – und die Polizei nahm das Angebot an.

Kein Hinweis auf
eine Beziehungstat

Nach wie vor erzeugt die magere Faktenlage einen immensen Sog an Spekulationen über den Täter und Gerüchten, die weit in das Privatleben der Familie Bögerl hineinreichen. Für die Polizei weist indes nichts auf eine Beziehungstat hin: „Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund für die Beteiligung eines Familienmitglieds“, sagt Volker Lück, nachdem im persönlichen Umfeld von Maria Bögerl selbstverständlich auch ermittelt wurde.

Extrem ungewöhnlich ist für den leitenden Polizeidirektor die Tatsache, dass der Täter überhaupt keine Verhandlungen zugelassen habe und die von ihm geforderte Summe vergleichsweise sehr gering gewesen sei. Trotzdem gilt das Geld als Motiv des Täters, etwas anders scheint nicht plausibel.

Mit den Ermittlungen nach einem Informanten, der polizeiinternes Wissen an die Medien weitergegeben hat (wir berichteten), hat der Kriminalfall einen Nebenschauplatz bekommen, der den Heidenheimer Polizeichef ebenso persönlich belastet wie die Art und Weise der Berichterstattung vor allem in einer Boulevard-Zeitung und einem überregionalen Magazin. Darin war von einem „Polizeiskandal“ ebenso die Rede wie von einer „instinktlosen Konfrontation“ der Heidenheimer Polizei mit Thomas Bögerl.

Auch wenn durch solche Berichte der Anschein erweckt wird, die Heidenheimer Polizei wäre mit dem Fall überfordert, stellt Lück klar, dass sofort eine Beratergruppe des Landeskriminalamtes alarmiert wurde, die den Entführungsfall von Anfang an begleitet habe. Darin finden sich Experten, die Erfahrungen mit solchen außergewöhnlichen Kriminalfällen mitbringen. Die Entscheidungen jedoch – und auch daran lässt Lück keinen Zweifel – fällt immer der Chef der Heidenheimer Polizeidirektion selbst.

Quelle: http://www.hz-online.de/nc/nachrichten/lokales/nachrichten/detail-news/archive/2010/june/article/spurensuche-fotos-und-videos-statt-ratschlaege-von-hellsehern.html
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#116

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 19.06.2010 09:21
von Rickybaby1977 • 299 Beiträge
xyzuschauerseit72> Darin finden sich Experten, die Erfahrungen mit solchen außergewöhnlichen Kriminalfällen mitbringen.

Sicher. Geldübergabe vermasselt. An der Leiche vorbeigelaufen, ohne sie zu bemerken. Polizei, die sich anscheinend selbst für so unfähig hält, dass sie lieber bei Geldübergabe Anghörige schickt, als selber tätig zu werden.Leute in den eigenen Reihen, die so käuflich sind, dass sie ihr Wissen an die Presse verkaufen. (Und diese offensichtlich noch immer nicht enttarnt!) Alles Experten! Gute Güte - da kann einem ja wirklich nur Angst und Bange werden. Da meint man wirklich für einen Moment, man wäre in einer Folge mit den gelben Bewohnern von Springfield in der Polizeistation gelandet. Mich erinnert das an Rainman in der Szene, wo er vor dem Buick steht und breit grinsend feststellt:

"Ich bin ein ausgezeichneter Fahrer!" Na klar doch!

Um wieviel mehr muß die Familie leiden, wenn sie feststellt, dass sie auf so eine Soko angewiesen ist, die ganz offensichtlich an allen Ecken und Enden völlig überlastet ist und mit dem Fall absolut überfordert. Wobei ich ja der Meinung bin, dass das gar nicht der Kern des Problems ist, sondern vielmehr die Unfähigkeit, in so einer Situation frühzeitig um kompetente Hilfe von außen zu bitten. Das ist doch der Vorwurf, den die Kripo sich meiner Meinung nach gefallen lassen muß.
Am schlimmsten, fast sarkastisch finde ich unter diesen Bedingungen die Bemerkung des Leiters: "Es tut uns leid..." Wie oberfächlich muß man eigentlich gestrickt sein, um bei einem solchen Versagen auf solche Banalitäten zurückzugreifen? Schlimm.
Bin mal sehr gespannt, wie sich der Ehemann in Zukunft über die Zusammenarbeit mit der Polizei äußern wird. Ich kann nur hoffen, dass er sich von nichts und niemandem den Mund verbieten lassen wird...

Gruß, Ricky
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#117

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 19.06.2010 09:42
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Zum Witwer zwei Bemerkungen von mir:

Der Mann wird mittlerweile wohl zunehmend von Gewissensbissen geplagt, keinen Alleingang gewagt, sondern sofort die Polizei eingeschaltet zu haben. Hier liegt der größte "Fehler" in diesem Fall.

Solange man den/die Täter nicht hat, wird der Witwer sich wohl öffentlich zurückhalten. Aber dann wird er sicherlich selbst oder über einen Anwalt das Verhalten der Polizei kritisch unter die Lupe nehmen und sich deutlich äußern.
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#118

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 19.06.2010 09:56
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
xyzuschauerseit72>Ich selbst würde das wohl von der Höhe des geforderten Lösegeldes abhängig machen. Wenn die Summe in der mir zur Verfügung stehenden Zeit halbwegs auftreibbar erscheint, würde ich wohl erstmal einen Alleingang machen ohne Einschaltung der Polizei, ohne Info an meine Kinder und auch ohne einen privaten Vetrauten/Vermittler.

xyzuschauerseit72>Ich will den Herrn B. nicht kritisieren, aber in diesem Fall habe ich den Eindruck, dass die Chance auf eine glückliche Heimkehr seiner Frau größer gewesen wäre, wenn der Ehemann zunächst mal einen kompletten Alleingang gemacht hätte anstatt Hinz und Kunz zu informieren.

Ergänzend sei noch angemerkt: Wenn ich wg. der geforderten Stückelung Probleme hätte, hätte ich dem Täter eine Teilzahlung an die Fahne gelegt mit einem Zettel drin: Brauche noch x Stunden, bis das Geld (nicht registriert, privat beschafft) komplett ist, dann lege ich den Rest hier ab. Aber zuvor rufen Sie und meine Frau mich bitte nochmals an. Polizei wie besprochen nicht eingeschaltet!
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#119

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 20.06.2010 09:10
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Die Stuttgarter Zeitung spekuliert in ihrer heutigen Ausgabe dem offenbar immer noch nicht ermittelten polizeiinternen Maulwurf hinterher. Dieser kann zur Heidenheimer Polizei gehören, aber ebenso gut auch im LKA oder im Innenministerium sitzen. Man darf gespannt sein, was es hierzu noch an Entwicklungen geben wird.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2529816_0_9223_-polizeipannen-manches-ist-schwer-begreiflich.html?_skip=0
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#120

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 21.06.2010 01:56
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
xyzuschauerseit72>Die Stuttgarter Zeitung spekuliert in ihrer heutigen Ausgabe dem offenbar immer noch nicht ermittelten polizeiinternen Maulwurf hinterher. Dieser kann zur Heidenheimer Polizei gehören, aber ebenso gut auch im LKA oder im Innenministerium sitzen. Man darf gespannt sein, was es hierzu noch an Entwicklungen geben wird.

xyzuschauerseit72>http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2529816_0_9223_-polizeipannen-manches-ist-schwer-begreiflich.html?_skip=0

Ein Maulwurf im LKA oder Ministerium kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Bin ja mal gespannt. Informaten sind von der Pressefreiheit nicht geschützt, müssen also idR preisgegeben werden.

Die Kritik, die die Polizei jetzt (in anderen Fällen) aber einstecken muss, finde ich übertrieben, gerade im Bezug auf den Taximörder von Konstanz und Singen. Das der gleiche Täter 24 Stunden später wieder ein Verbrechen verübt, war mE nicht voraussehbar und auch nicht ersichtlich.

Im Entführungsfall Bögerl wurden schlimme Fehler gemacht auf Seiten der Polizei. Kritik wurde in diesem Forum zu Recht geäußert. Aber Verbrechen werden immer noch durch die Täter begangen....
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