#91

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 09.06.2010 17:28
von Heimo • 1.262 Beiträge
xyzuschauerseit72>Doch doch, das mit den Rücklagen sollte sich ruhig weiter rumsprechen, und auch, dass es sich bei diesen Geldern immer um registrierte Scheine handelt.
xyzuschauerseit72>Deswegen machen Entführungen für Täter nur Sinn, wenn sie ohne vorherige Polizeieinschaltung privat beschafftes sauberes Geld bekommen. Und genau daran scheitert es ja oft (inkl. toten Opfern).

Eine Entführung macht Sinn, wenn der Täter möglichst schnell nach der Entführung an sein Geld kommt. Andernfalls muss er damit rechnen, dass die Polizei sich auf die Geldübergabe gründlich vorbereiten kann, je länger der Zeitraum zwischen Entführung und Geldübergabe dauert.

Ich halte das in diesem Fall sogar für eklatant, da der Entführer vor allen Dingen wegen der offensichtlich geringen Planung von einer schnellen Geldübergabe abhängig war. Da diese nicht rechtzeitig erfolgte, kam er vermutlich in den Zugzwang, die Mängel in der Planung seiner Tatbegehung zu erkennen. Aus bisher nicht geklärten Gründen sah er sich genötigt, das Opfer zu töten (vielleicht wegen der Gefahr des Erkanntwerdens/Frust/Wehrhaftigkeit des Opfers?)
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#92

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 09.06.2010 21:33
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
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#93

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 10.06.2010 02:10
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
die Fahndung lief heute nochmal über den Schirm. Ich fand, es wurde kaum auf das Phantombild eingegangen. Hr. Bögerl hatte gesagt, der Mann sei mittleren Alters. Dann eine Überraschung für mch: Der Beamte spricht von einem älteren Täter wegen der Wortwahl " machen Sie keine Sperenzchen“. Ein Zeichen, dass Mann vom Phantombild wirklich nur als Zeuge gesucht wird? Naja...

Ich weiß zwar nicht, wie die Polizei Heidenheim "älteren Alters" definiert, aber ich war der Überzeugung, dass Profil des Mannes vom Phantombild könnte zu diesem Fall passen.

25-35 Jahre, Einzeltäter, mittelprächtige Intelligenz, aus der Region, keine große kriminelle Vergangenheit, Geldprobleme wegen Arbeitslosigkeit oder Geringverdiener, Familienvater. So sieht für mch der Täter der Entführung aus
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#94

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 10.06.2010 10:18
von Joerg • 161 Beiträge
Es ist ja auch noch eine offene Frage, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Es sieht zwar nach einem Einzeltäter aus. Es könnte sich ja um einen dominanten Vater, der im Hintergrund die Fäden spinnt und den Anruf getätigt hat, sowie um seinen Sohn (der vom Phantombild), der zu allem Ja und Amen sagt und die Drecksarbeit erledigt, handeln. Beispiel die Entführung und Ermordung von Jakub Fiszman.
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#95

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 10.06.2010 11:02
von Bernadette • 6 Beiträge
Hier ein Artikel des SPIEGEL, der all die verwirrenden Fragen rund um den Fall Bögerl gut auf den Punkt bringt:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,699786,00.html
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#96

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 10.06.2010 20:26
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Auch nach der gestrigen XY-Sendung ist die Polizei noch nicht weitergekommen bei der Suche nach dem "Zopfzeugen". Erstmals äußerte sich die Polizei heute zu einer möglichen Beteiligung der Familie an der Tat. Zitat aus der Presse:

Die Polizei ermittele „in alle Richtungen“, so Polizeisprecher Baur. Seine Kollegen hätten Thomas Bögerl und seine Kinder Carina und Christoph mehrfach zu der Entführung vernommen. „Derzeit gibt es aber keinerlei Hinweise auf eine aktive Beteiligung der Familie an der Tat.“

Quelle: http://www.schwaebische-post.de/493913/
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#97

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 11.06.2010 02:06
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Joerg>Es ist ja auch noch eine offene Frage, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. Es sieht zwar nach einem Einzeltäter aus. Es könnte sich ja um einen dominanten Vater, der im Hintergrund die Fäden spinnt und den Anruf getätigt hat, sowie um seinen Sohn (der vom Phantombild), der zu allem Ja und Amen sagt und die Drecksarbeit erledigt, handeln. Beispiel die Entführung und Ermordung von Jakub Fiszman.

Natürlich, meine Angaben sind reine Spekulationen. Natürlich können es ja zwei Täter sein. Die Tabegehung schließt die eine oder andere Möglichkeit nicht aus. Ich bin mir aber sicher, dass die Tötung von Maria Bögerl nicht geplant war. Ziel war, das Geld zu kassieren und das Opfer dann irgendwo mit einem Zeitvorsprung für eine Flucht freizulassen. Für eine Tötung eines Menschen bedarf es jedoch einer hohen kriminellen Energie und der oder die Täter waren keine "Profis". Bei mehreren Täter entstehen dann Konflikte, dh es könnte durchaus sein, dass einer mit der Tötung nicht einverstanden war. Der Todeszeitpunkt ist enorm wichtig für diesen Fall, es würde eine gewisse Persönlichkeitsstruktur des/der Täter zeigen. Bei mehreren Täter wäre Bögerl nicht sofort nach der Geldübergabe gestorben, da bei weiteren Tätern evt. die Habgier- sprich das Geld- im Vordergrund gestanden hätte.

Aber wie gesagt: reine Spekulation. Schlauer sind wir erst, wenn der Täter gefaßt ist. Und das hoffe ich - auch für die Familie- wirklich sehr, dass dies zeitnah geschieht.
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#98

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 11.06.2010 02:24
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Bernadette>Hier ein Artikel des SPIEGEL, der all die verwirrenden Fragen rund um den Fall Bögerl gut auf den Punkt bringt:

Bernadette>http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,699786,00.html

danke für den Link, Bernadette. Bestimmt wurden Fehler der Polizei in diesem Fall gemacht. Aber ich gehe aufgrund der kleinen Stückelung davon aus, dass weder die Familie noch die Polizei in der Lage waren, die Summe aufzubringen. Dies spricht um so mehr für Anfänger auf seiten der Täter und evt. fehlendes Verhandlungsgeschick im Bezug auf die Familie Bögerl. Geht ihr mal zu Bank und wechselt einen 500 Euro Schein in 5- Euro Scheine. Das dauert. Und eine so geringe Lösegeldforderung spricht für eine Stückelung in kleinen Scheinen. Ziel wäre es hier gewesen, einen weitern Zeitraum für die Geldbeschaffung zu vereinbaren. Und wirkliche Profis wissen das und sorgen dann für evt. für andere Vorkehrungen bzgl. der Fahndungsmaßnahmen.

Obwohl ich immer noch glaube, dass sich Täter und Opfer in diesem Fall- zumindest indirekt- gekannt haben.Auch bei einer erfolgreichen Geldübergabe hätten die Täter das Opfer evt. umbringen müssen, um einen Fahndungserfolg zu verhindern.
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#99

Re[3]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 12.06.2010 09:30
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
bastian2410>Obwohl ich immer noch glaube, dass sich Täter und Opfer in diesem Fall- zumindest indirekt- gekannt haben.Auch bei einer erfolgreichen Geldübergabe hätten die Täter das Opfer evt. umbringen müssen, um einen Fahndungserfolg zu verhindern.

Durchaus möglich, dass das "Todesurteil" für die Frau von Anfang an feststand, zumal anzunehmen ist, dass der Täter unmaskiert an der Tür geklingelt hat und wohl auch unmaskiert mit dem Auto der Frau gefahren ist.
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#100

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 12.06.2010 09:36
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Wir sprachen ja schon über die "kreative Informationsbeschaffung" der BILD-Zeitung. Hierzu ein Zitat aus der Heidenheimer Zeitung vom 11.06.10:

Extrem verärgert ist man in den Kreisen der Heidenheimer Ermittler darüber, dass Polizeiakten womöglich aus den eigenen Reihen an Journalisten weitergegeben wurden. Ein juristisches Nachspiel dazu scheint zu erwarten zu sein. Die moralische Frage, ob er nun durch seine Arbeit Polizeiskandale aufdeckt und einem öffentlichen Anspruch auf Information dient, oder ob manche Veröffentlichungen gar die Arbeit der Polizei behindern oder zunichte machen, darf sich jeder Medienvertreter selbst stellen.

Quelle: http://www.hz-online.de/nc/nachrichten/lokales/nachrichten/detail-news/archive/2010/june/article/spekulationen-mehr-fragen-als-antworten-im-fall-boegerl.html
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#101

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 12.06.2010 09:41
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
In der Sparkassenszene befürchtet man Nachahmetaten. Hierzu die STUTTGARTER ZEITUNG vom 12.06.2010:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2522146_0_9223_-bei-sparkassenchefs-geht-die-furcht-um.html
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#102

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 12.06.2010 10:42
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Man hat laut Medienberichten Fremd-DNA an der Leiche gefunden:



Mordfall Maria Bögerl
Ermittler finden fremde DNA-Spuren
zuletzt aktualisiert: 12.06.2010 - 11:12

Hamburg/München (RPO). Es gibt eine neue Spur im Fall der entführten und getöteten Bankersfrau Maria Bögerl. An der Leiche haben Ermittler fremde DNA-Spuren gefunden. Über den genauen Todeszeitpunkt herrscht nach wie vor Unklarheit, wie verschiedene Nachrichtenmagazine übereinstimmend berichten.

Mithilfe der DNA-Spuren könnten den Berichten zufolge bei der Suche nach dem Mörder der Frau später Massentests durchgeführt werden. Dies berichten die Nachrichtenmagazine "Focus" und "Spiegel".

Die Todesumstände der entführten Bankiersfrau aus Heidenheim sind auch nach der Obduktion ihrer Leiche weitgehend unklar. Das Untersuchungsergebnis gebe keinen Aufschluss darüber, wann Maria Bögerl mit mehreren Messerstichen getötet wurde, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" am Samstag.

Weitere Gutachten sollten nun klären, wie lange die Leiche an dem Ort lag, bevor sie von einem Spaziergänger gefunden wurde. Dem Bericht zufolge stellten die Ermittler bei ihren Untersuchungen am Opfer fremde DNA-Spuren sicher. Diese würden nun vom Landeskriminalamt in Stuttgart ausgewertet.

Mit Hilfe von Insekten-Experten soll noch der genaue Zeitpunkt des Todes rekonstruiert werden, wie das Magazin "Spiegel" berichtet. Die Polizei vermutet, dass der Täter aus der Region stamme, heißt es in dem Bericht weiter. Er verfüge über gute Ortskenntnisse, habe bei seinem Erpresseranruf mit schwäbischem Dialekt gesprochen und lokale Redewendungen gebraucht.

Die entführte Maria Bögerl war am 3. Juni erstochen in einem Waldstück entdeckt worden. Der Hund eines Spaziergängers hatte die Leiche gefunden. Die 54-Jährige war am 12. Mai aus ihrer Wohnung entführt worden. Kurz darauf erhielt ihr Mann, der Vorstandsvorsitzender einer örtlichen Bank ist, per Telefon eine Lösegeldforderung über 300.000 Euro. Die geplante Geldübergabe platzte. Daraufhin meldeten sich die Entführer nicht mehr.

Quelle: http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Ermittler-finden-fremde-DNA-Spuren_aid_868417.html
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#103

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 12.06.2010 12:10
von Blättel • 10 Beiträge
Der Entführer soll am Telefon gesagt haben: "Machen Sie keine Sperenzle". Mal davon abgesehen, dass ich mich bei süddt. Mundarten nicht so gut auskenne, hört sich das natürlich stark nach einem einheimischen Dialekt an. Welche Schlüsse lässt das zu? Würde ich mich als Täter, der natürlich weitgehend unerkannt bleiben möchte, in so einer Form verraten? Nein, wahrscheinlich würde ich am Telefon berlinern oder osteuropäischen Akzent sprechen, in der Hoffnung Nebelkerzen zünden zu können.

Meiner Meinung nach riecht das 1.) nach einem Amateur, ganz klar und 2.) könnte man vielleicht tatsächlich eine Verbiundung vermuten. Denn mit bekannten Menschen, redet man bekanntlich eher Mundart. Nun wurden auch noch DNA-Spuren gesichert. Ich hoffe, diese Tat löst sich wirklich bald auf!
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#104

Re[2]: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 12.06.2010 14:09
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
xyzuschauerseit72>Man hat laut Medienberichten Fremd-DNA an der Leiche gefunden

Die Polizei dementiert:


Polizei: Keine neuen Hinweise nach Mord an Maria Bögerl

(Heidenheim/dpa) Die Ermittlungen um den Tod der entführten Heidenheimer Bankiersfrau Maria Bögerl haben nach Angaben der Polizei bislang keine neuen Hinweise auf den Täter gebracht.

Derzeit werde untersucht, ob man an der Leiche Spuren des Täters finden könne, sagte Polizeisprecher Horst Baur am Samstag in Heidenheim. Auch die Obduktion habe bislang keine Ergebnisse gebracht. Berichte der Nachrichtenmagazine „Der Spiegel“ und „Focus“, wonach bei den Ermittlungen fremde DNA-Spuren gesichert wurden, bezeichnete Baur als falsch.

(Erschienen: 12.06.2010 14:15)


Quelle: http://www.schwaebische.de/lokales/aalen-ellwangen/aalen_artikel,-Polizei-Keine-neuen-Hinweise-nach-Mord-an-Maria-Boegerl-_arid,4112462.html
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#105

Re: Entführung Maria Bögerl / Studiofall vom 19.05.2010

in Studiofälle 14.06.2010 17:36
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
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