#16

Re: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 08:56
von shogun • 6 Beiträge
Mich würde mal interessieren, warum die soo lange zurückliegenden Mordfälle, (20 Jahre und noch länger) erst jetzt bei XY... behandelt werden und nicht (wie früher üblich) schon ca. 1 Jahr nach der Tat. Das gab's zu Ede's Zeit nicht. Weiß jemand, warum die Kripo nicht schon längst XY... als Fahndungsmittel eingesetzt hat. Da ist doch das Erinnerungsvermögen noch viel greifbarer. Wer weiß schon, was er vor 20 Jahren gesehen hat.
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#17

Re[2]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 10:42
von Jiri Brei • 514 Beiträge
shogun>Mich würde mal interessieren, warum die soo lange zurückliegenden Mordfälle, (20 Jahre und noch länger) erst jetzt bei XY... behandelt werden und nicht (wie früher üblich) schon ca. 1 Jahr nach der Tat. Das gab's zu Ede's Zeit nicht. Weiß jemand, warum die Kripo nicht schon längst XY... als Fahndungsmittel eingesetzt hat. Da ist doch das Erinnerungsvermögen noch viel greifbarer. Wer weiß schon, was er vor 20 Jahren gesehen hat.

Uralt-Fälle gab es auch bei EZ schon. Nicht oft, zugegeben, aber man hatte es zwei, drei Mal versucht, allerdings ohne (bekannten) Erfolg.
Der neue Ansatz beruht wohl weniger auf das Auffinden von neuen (unbeteiligten) Zeugen, als vielmehr auf die Ansprache von Mitwissern, die aufgrund der mittlerweile vergangenen Zeit ein anderes Verhältnis zur Tat bzw. Täter haben, als zur Tatzeit. In der Vergangenheit wurden diese FF sehr emotional ausgelegt, dies hat gestern weitgehend gefehlt.

JB
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#18

Re: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 10:57
von shogun • 6 Beiträge
ok, gut; dann bleibt jedoch trotzdem die entscheidende Frage: Warum wendet sich die zuständige Kripo erst heute (20 J. später) an Xy , die Fernsehfandung und nicht wie "üblich" ca. 1 Jahr nach der Tat. Die Chancen, den Fall zu klären, wäre doch deutlich besser als sooooo lange zu warten.
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#19

Re[2]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 11:35
von Oma Thürmann • 705 Beiträge
Punker>Grauenvoll, aus meiner Sicht, die katastrophalen „Spannungsmusiken“, die sich durch die gesamten FFe hinziehen. Ich begreife einfach nicht, dass man es nicht fertig bringt einmal unverwechselbare Spannungsmusiken für die Sendung auszuwählen.
Punker> Am Anfang (beim Beginn der jeweiligen FFe) wird man doch deutlich an Handy-Klingeltöne oder Kaufhaus-Berieselungsmusik erinnert. Das ist völlig einfallslos und wenig orginell. Gerade zu billig und ‚XY-unwürdig‘.

Du sprichst mir aus der Seele, Punker! Wenn zu Weihnachten dieser Mann mit dem Bart käme und ich brav gewesen wäre und mir etwas wünschen dürfte - das wäre es: Schluss mit der gestaltlosen musikalischen Komplettuntermalung!
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#20

Re: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 12:32
von LD-X 733 • 98 Beiträge
Schön, wie an der Schweriner Tankstelle die feuchten Träume einer, ähm, im Bundestag vertretenen Partei wahr geworden sind: Literpreis 500,0, getankt 50,00, Preis 250,00...
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#21

Re[2]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 13:01
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
shogun>ok, gut; dann bleibt jedoch trotzdem die entscheidende Frage: Warum wendet sich die zuständige Kripo erst heute (20 J. später) an Xy , die Fernsehfandung und nicht wie "üblich" ca. 1 Jahr nach der Tat. Die Chancen, den Fall zu klären, wäre doch deutlich besser als sooooo lange zu warten.

weil die sogenannten Anschlußtaten spätestens nach 20 Jahren verjährt sind. Solch ein Fahndungsaufruf richtet sich idR auch an mögliche Mttäter, die damals bei der Tat dabei waren oder im Anschluß der Tat geholfen haben. Wenn sich solche Leute jetzt der Polizei anvertrauen, müssen sie nicht mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.

Im Fall Antje wäre eine Vergewaltigung jetzt verjährt- war im Fall Antje daher nur eine Vergewaltigung geplant und hat ein Mittäter die Nerven verloren und deshalb das Mädchen ermordet, wäre das Tötungsdelikt dem anderen Täter nicht anzulasten- und wie gesagt die eigentliche Vergewatligung jetzt verjährt.
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#22

Re[3]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 14:25
von Jiri Brei • 514 Beiträge
Danke Bastian für die nochmalige Erklärung. Ich hatte dies etwas verklausuliert, weil nicht nur auf die Verjährung abzielend, formuliert:

JB>Der neue Ansatz beruht wohl weniger auf das Auffinden von neuen (unbeteiligten) Zeugen, als vielmehr auf die Ansprache von Mitwissern, die aufgrund der mittlerweile vergangenen Zeit ein anderes Verhältnis zur Tat bzw. Täter haben, als zur Tatzeit.

Neben der Verjährung kommen aber weniger starke Beziehungen zwischen (Haupt)täter und Mitwisser in Frage (zerbrochene Freundschaften, Scheidung etc.).
Ein weiterer Ansatz bietet sich, wenn die Polizei für dringend Verdächtige entsprechende Überwachungsmaßnahmen genehmigt bekommen hat und deren Verhalten nach der Sendung dann beobachtet

Dennoch vertrete ich auch eher die Auffassung, dass die Fälle möglichst schnell in XY auftauchen sollten und nicht nach Jahrzehnten.

JB
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#23

Re[2]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 15:04
von HartmannDirk • 9 Beiträge
bd-vogel>....und eine eher ärgerliche Tonpanne zu Beginn des Fahndungsgesprächs zum Münchner Doppelmord (FF 2), als eine halbe Minute lang nur Gemurmel (der Techniker/aus dem Regieraum?) zu hören war. (Wurde das bei der nächtlichen Wiederholung der Sendung eigentlich korrigiert?)

bd-vogel>Bernhard.

Nein, wurde nicht korrigiert. Die Wdh. entsprach 1:1 dem Ton der Originalsendung.
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#24

Re[4]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 15:28
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
JB>Dennoch vertrete ich auch eher die Auffassung, dass die Fälle möglichst schnell in XY auftauchen sollten und nicht nach Jahrzehnten.

Sehe ich genauso. Aber eine stärkere Konzentration auf zeitnahe Mord- oder Vermisstenfälle würde in der Sendung zu Lasten von Überfällen, Vergewaltigungen oder Betrügereien gehen. Offenbar ist die xy-Redaktion oder das ZDF davon überzeugt, dass nur eine gewisse deliktische Breite eine gute Zuschauerquote bringt.
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#25

Re: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 16:12
von Punker • 321 Beiträge
Aktenzeichen XY“ erfolgreichste Sendung


Rudi Cerne war am Mittwochabend Quotenkönig. Seine Verbrecherfahndung mit „Aktenzeichen XY“ bescherte dem ZDF 5,49 Millionen Zuschauer. Das entspricht einem Marktanteil von 17,2 Prozent.
Cerne stellte in der Sendung ab 20.15 Uhr unter anderem die Ermittlungen zum Bombenfund am Bonner Hauptbahnhof vor, hinter dem die Polizei einen versuchten Anschlag vermutet.

Auf Platz zwei in der Zuschauergunst lag in der Primetime die ARD mit der Komödie „Das Millionen Rennen“. 5,13 Millionen (16,0 Prozent) schauten sich Axel Prahl als Taubenzüchter an. Mit einigem Abstand folgte RTL mit der Reihe „Raus aus den Schulden“, die 3,63 Millionen (11,6 Prozent) erreichte.

Vox zeigte die Krimiserie „Rizzoli and Isles“, das lockte 2,54 Millionen (7,9 Prozent) vor die Bildschirme. Die Wiederholung der US-Tragikomödie „Forrest Gump“ verfolgten 1,78 Millionen Menschen (6,4 Prozent). Bei ProSieben lief die Arztserie „Grey´s Anatomy“ und erreichte 1,61 Millionen Zuschauer (5,0 Prozent). Die RTL II-Reihe „Teenager in Not“ schalteten 1,02 Millionen (3,2 Prozent) ein.

In der Jahresgesamtwertung nach Marktanteilen steht derzeit das ZDF mit 12,6 Prozent vor dem Vorjahressieger RTL (12,4 Prozent). Die ARD folgt knapp dahinter mit 12,3 Prozent. Hinter den Top drei liegt Sat.1 (9,5 Prozent). Mit etwas Abstand folgen ProSieben (5,9 Prozent), Vox (5,8 Prozent), RTL II (4,0 Prozent), Kabel eins (3,9 Prozent) sowie Super RTL (2,1 Prozent).
In der für die Privatsender wichtigen werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen führt weiter RTL recht deutlich mit 16,0 Prozent vor ProSieben (11,3 Prozent) und Sat.1 (9,9 Prozent). Dahinter folgt Vox mit 7,7 Prozent vor der ARD (7,0 Prozent) und dem ZDF (6,8 Prozent) sowie RTL II (6,4 Prozent), Kabel eins (5,6 Prozent) und Super RTL (2,2 Prozent).


quelle: http://www.focus.de/kultur/kino_tv/medien-aktenzeichen-xy-erfolgreichste-sendung_aid_881090.html
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#26

Re: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 16:23
von Punker • 321 Beiträge
Ergänzend der guten Aussagen von Jiri Brei und bastian zu den sogenannten cold case -Fällen und den Gründen für die jetzige Veröffentlichungen will ich noch die Fortschritte in der Forschung in den Raum werfen, die als Beweise meist sehr sicher sind:

-Die DNA-Spuren können heute (und damals nicht so gut) verwertet werden. Dadurch können schon einige (etwa damals Verdächtige) bei negativen Test ausgeschlossen werden.

-Des weiteren kann man bei (z.B.) unbekannten Leichen heute viel genauer bestimmen, wo sie gelebt haben.

-Die DNA-Datenbank lässt (eventuell) Rückschlüsse auf andere Verbrechen des/der Täter zu.
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#27

Re: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 13.12.2012 19:53
von HartmannDirk • 9 Beiträge
Das ist alles richtig und schlüssig, was ihr zu den cold cases schreibt.

Dennoch sollte ein alter Fall nicht nur der "Deliktbreite" wegen in die Sendung genommen werden, sondern auch mal konkretere Fahndungsansätze präsentiert werden, als nur Zeit und Ort und die Suche nach Zeugen.

Speziell im Fall des bosnischen Autohändlers sehe ich die Ausstrahlung mehr als "Druckmittel" oder "Erinnerungshilfe" für entsprechende Bekannte, denn als Suche nach neuen Zeugen.

Letztlich spielt hier Kommissar Zufall immer auch eine größere Rolle, jedoch fällt auch mir auf, dass die konkreten Hinweise und spezifischen Fragen zu den ermordeten Personen bei der aktuellen Sendung sehr dürftig waren.

Das könnte auch als Hauptgrund in Frage kommen, weshalb sie damals bei EZ nicht in die Sendung genommen wurde:
Ohne wirkliche "heiße" Spuren hätte man früher einen Fall nicht "einfach mal so" in die Sendung genommen. Zumindest eine Spur musste die Polizei schon verfolgen.

Im Doppelmord-Fall von München fragt man sich natürlich:
Inwieweit wurden die "Geschäftspartner" untersucht? Welche Verbindungen wurden dabei festgestellt, insbesondere bei solchen, die regelmäßiger Kontakt zu dem Autohändler hatten? Klar, die Polizei will Antworten auf Fragen haben, als selbst Infos zu geben, aber hier gäbe es sicher auch noch einige Präzisionen zum Opferumfeld zu machen, um auch gezielt Druck auf bestimmte Personenkreise auszuüben.
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#28

Re[2]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 14.12.2012 02:34
von TomRai62 • 55 Beiträge
Hallo zusammen,

HartmannDirk>Im Doppelmord-Fall von München fragt man sich natürlich:
HartmannDirk>Inwieweit wurden die "Geschäftspartner" untersucht? Welche Verbindungen wurden dabei festgestellt, insbesondere bei solchen, die regelmäßiger Kontakt zu dem Autohändler hatten? Klar, die Polizei will Antworten auf Fragen haben, als selbst Infos zu geben, aber hier gäbe es sicher auch noch einige Präzisionen zum Opferumfeld zu machen, um auch gezielt Druck auf bestimmte Personenkreise auszuüben.

Ich darf mal wieder mutmaßen:

Vielleicht sind das auch Personenkreise auf die sich nicht so leicht Druck machen läßt.
Es war von größeren Geldzahlungen des bosnischen Autohändlers Vito die Rede. Zahlungen
für was? Der damalige Zeitpunkt (Ende 1990) läßt für mich den kurz bevorstehenden Ausbruch
des Jugoslawien-Kriegs (Frühjahr 91) als mögliches Motiv zu. Gewalttätige Landsleute die
Herrn Vito als Geldgeber für die allgemeine Mobilmachung brauchten.
Dann die eiskalte Hinrichtung. Militärs haben sowas drauf ...
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#29

Re[3]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 14.12.2012 10:12
von Jiri Brei • 514 Beiträge
TomRai62>Dann die eiskalte Hinrichtung. Militärs haben sowas drauf ...


Militärs haben es nicht nötig mit 60 Jahre alten Pistolen und selbstgedrehten Patronenhülsen die Gefahr von Ladehemmungen und Pistolenexplosionen zu risikieren.
(Übrigens auch ein Schludrigkeitsfehler: Im Film wurde gezeigt, dass die Hülsen abgedreht wurden. Im Studio ist dann von "schleifen" die Rede, was etwas ganz anderes ist).

Ich denke, in diesem Fall gibt es nur noch einen Ansatzpunkt und das ist die Pistole. Entweder meldet sich jemand, der die Patronen seinerzeit angefertigt hat (verjährt) oder der heutige (neue?) Besitzer der Waffe meldet sich, um das heisse (Schieß)eisen los zu werden.

JB
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#30

Re[4]: Sendung vom 12.12.2012

in XY-Hauptsendungen 14.12.2012 16:02
von TomRai62 • 55 Beiträge
TomRai62>>Dann die eiskalte Hinrichtung. Militärs haben sowas drauf ...


JB>Militärs haben es nicht nötig mit 60 Jahre alten Pistolen und selbstgedrehten Patronenhülsen die Gefahr von Ladehemmungen und Pistolenexplosionen zu risikieren.
JB>(Übrigens auch ein Schludrigkeitsfehler: Im Film wurde gezeigt, dass die Hülsen abgedreht wurden. Im Studio ist dann von "schleifen" die Rede, was etwas ganz anderes ist).

Hmm ...
Übertragen auf die bosnische Armee damals ...?? Wenn du dich da auskennst, ich lasse mich
ja gern belehren. Aber es war ein Bürgerkrieg, das Land war wirtschaftlich am Boden.
(Hyperinflation) Ich denke man kann davon ausgehen daß das Geld eher knapp war.
Meistens ist in solchen Situationen improvisieren durchaus angesagt. Ich kann mich noch gut
an Fernsehberichte erinnern, daß die damals teilweise aus uralten Flinten geschossen haben.

Gruss,
Tom
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