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Sendung vom 15.11.2007

in XY-Hauptsendungen 05.02.2008 18:18
von bdvogel (gelöscht)
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Übernahme aus dem alten Forum.
Bernhard.

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Erster Eindruck der aktuellen Ausgabe
von Lemmy am Donnerstag 15. November 2007, 22:51


FF1: Brutale Vorgehensweise des Täters. Höhepunkt für mich: Wie es mir in den letzten Ausgaben öfters aufgefallen ist, auch diesmal wieder ein kleiner Aufschrecker à la "Shining" (Jack Nicholson zieht Blatt Papier aus der Schreibmaschine), als plötzlich ein Ball auf das Opfer geschossen wird. Auch wenn es nur ein kleiner Effekt ist, ist es ein Anzeichen darauf, dass wieder ein wenig auf Spannung gesetzt wird. Ansonsten kein besonders außergewöhnlicher Fall.


FF2: Schockierend und traurig! Starke Leistung der Schauspieler (besonders des kleinen Jungen und des Vaters!). Hat mich mitgerissen, sehr ergreifend! Als ich den potenziellen Täter auf dem Fahrrad sah, musste ich sofort an den Akazien Weg denken und auch die Waldszene erinnerte an die Ammersee Kiste. Woran die Mutter nun gestorben ist, wurde ja nicht gesagt. Unheimlicher und definitiv bester FF der Sendung.

FF3: Ein Fall, bei dem Rudi Cerne mal wieder einen klassisches Sport Intro bringen konnte. Mittler schon eines seiner Markenzeichen.

FF4: Kurios. Eine Frau (obwohl die Fotos auf der Überwachungskamera eher auf Mann schließen). Cleverer Filialleiter, der einen weiteren Überfall verhindern konnte.

FF5: Bei kurzen grauen Haaren und einem Bart ist es hier auch erstaunlich, warum die Polizei mittlerweile einen Frau als Täter nicht ausschließt.Sie kennen Roswita als freundliche, ausgeglichene und stets zu einem Scherz aufgelegte Kollegin. Seit ihrem Urlaub ist sie wie ausgewechselt.

Lemmy

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Meffert am Donnerstag 15. November 2007, 23:20


Hallo,

Der FF1 war mal wieder vom Opfer zugelabert. Bei FF2 stimme ich Lemmy bei der Leistung der Schauspieler von Vater und sohn voll zu. Den Film selber fand ich irgendwie "unfertig", will sagen, daß Fakten und Fragen fehlten. An die hochkarätigen Fälle Akazienweg und der Ammersee-Kiste, der besonders durch die detailliert geschilderte "Vorarbeit" des Täters schockt, habe ich nicht wirklich gedacht. Warum wurde der geheimnisvolle Fahrradfahrer nur nebnsächlich erwähnt?
Zum Konsum von FF3 und folgenden kam es nicht mehr. Bei Herrn Meffert klingelte es an der Tür und unangemeldeter Besuch kam rein, allerdings netterer als im FF1. Ich habe von der heutigen Sendung wohl nicht wirklich viel verpasst...."mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit"...
Meffert

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Bernhard am Donnerstag 15. November 2007, 23:28


Hallo allerseits,

hier meine Eindrücke von der heutigen XY-Sendung – bei der ich häufiger dachte: „Na bitte, es geht doch!“

Zu Dokuzwecken zunächst die von RC bekanntgegebenen Infos zu zurückliegenden Fällen:

31.3.2000 FF2 (Kripo Baden-Baden) Mord an Gerty von Pagenhardt UPDATE (Teilklärung?)Nach 11 Jahren konnte inzwischen ein Tatverdächtiger ermittelt werden, der in U-Haft sitzt und schweigt. Sein Bild wird in der Sendung gezeigt, verbunden mit der Frage, wer ihn kennt und weitere Aussagen über ihn machen kann. Schon in den ersten Zuschauerreaktionen am Ende der Sendung deutet ein Studiobeamter an, daß sich hier neue Erkenntnisse ergeben haben.

11.1.2007 FF3 (Kripo Stuttgart) Mord an Rentner GEKLÄRT
Mit Hilfe der am Tatort sichergestellten DNA-Spuren ist es den Beamten gelungen, die Täter zu überführen: Ihnen war eine Speichelprobe entnommen worden, nachdem sie als mehrfache Tankbetrüger der Polizei ins Netz gegangen waren.

19.4.2007 FF2 (Kripo Postdam) Mord an Helga Dieckmann GEKLÄRT
Ein dringend der Tat Verdächtiger konnte eine Woche vor der heutigen Sendungen festgenommen werden.

27.9.2007 FF3 (Kripo Krefeld) Überfall auf Juwelier/Verschwundenes Auto GEKLÄRT
In dem von den Tätern am Tatort zurückgelassenen, Jahre zuvor in Aachen entwendeten VW-Bus hatte die Polizei DNA-Spuren sicherstellen können. Mit ihrer Hilfe konnte einer Bande, die bei einem erneuten Überfall in Neuss verhaftet wurde, die Tat in Krefeld nachgewiesen werden.

Die Fälle von heute:

FF1 (Kripo Bonn) Überfall an der Haustür/Stundenwinkeluhr (Sprecher: Michael)
Insgesamt ein schwacher FF (sicher der schwächste der heutigen Sendung) und auch recht kurz (5 min.), dazu noch mit Aussagen ermittelnder Beamter und des Opfers selbst. In unserm XY-Sinne nennenswert nur die Fahndung am Schluß, nach der ausführlich gezeigten markanten seltenen Uhr, die dem Opfer gestohlen wurde („eine sogenannte Stundenwinkeluhr, Marke Longines, Modell Charles Lindbergh“)
Mein Fazit: Ein halber Stern für das Wort „Stundenwinkeluhr“

Jetzt aber:

FF2 (Kripo Rostock) Mord an Christin Malchow / Unheimlicher Radfahrer (Sprecher: Michael)
Ums neu(prinzen)deutsch zu sagen: WOW! Dieser FF versammelt wirklich fast alle klassischen Zutaten und ist rundrum gelungen! Lupenreiner FF ohne jede Zeugen/Beamtenaussagen, mit guten Sprechertexten und noch besserem Spannungsaufbau...

Zu Beginn werden recht kurz das spätere Opfer, ihre Arbeitsstelle im Krankenhaus und ihre Lebensumstände vorgestellt, dann geht’s schon zum Tattag, an dem „alles ist wie sonst, mit einer Ausnahme“, daß die junge Mutter nämlich an diesem Tag ihren Sohn mit dem Fahrrad aus dem Kindergarten im Nachbardorf abholt und für die Heimfahrt eine Abkürzung „durch ein einsames Waldgebiet“ einschlägt...

Dann ein klassisch-vorausdeutendes Spannungsmoment, gut inszeniert und mit klasse Michael-Text: „Zur selben Zeit fällt ein Radfahrer auf, den die Kripo später für eine Schlüsselfigur halten wird“
Dazu fährt der unheimliche ganz in schwarz gekleidete Radfahrer durchs Bild und biegt in den Wald ab. Man sieht Mutter & Sohn auf dem Waldweg radeln, dann fast sowas wie eine Wischblende (hier eher „Linsennebel“)...

Und eine unheimliche Szene im Wald: „15 Minuten später kommt ein Mopedfahrer an der Stelle im Wald vorbei“ und findet das verletzte und verstörte Kind, ohne Fahrrad und ohne Mutter. Von der Tat wurde nichts gezeigt, aber dem Zuschauer wird durch das Vorangegangene, vor allem durch die Radfahrerszene, suggeriert, daß etwas schlimmes passiert sein muß... die herbeigerufenen Beamten finden dann nac kurzer Suche in der Nähe des Waldwegs die Fahrräder und dann die am Boden liegende Mutter im Gehölz (Spannungsmusik!)... „Sie lebt“ und wird in dasselbe Krankenhaus gebracht, in dem sie arbeitet.

Der zweite Teil des FF beschäftigt sich dann mit dem am Krankenbett seines Sohnes wachenden Vater und mit den Versuchen der Kripo, von dem Jungen Aussagen zum Tatgeschehen zu bekommen, der sich aber nur sehr lückenhaft erinnern kann.

Fürs XY-Witzbuch der Dialog der Polizeipsychologin mit dem Kind: „Na, Du hast da aber eine schöne gelbe Ente!“ – „Wieso, das is doch ein Elefant!“ – „Jaha, ich hab ja auch nur einen Witz gemacht“. LOL!

Am Ende dieser emotionalen Sequenzen dann der bittere Schluß: Der ermittelnde Beamte muß dem Vater mitteilen, daß seine Frau ihren Verletzungen erlegen ist.

Im Studio bei Rudi Cerne dann ein junger, recht bestürzt wirkender Beamter der Kripo, der u.a. darüber informiert, daß bereits DNA-Reihenuntersuchungen laufen. Um weitere Zeugen zu finden, werden gute (und auch ausreichend lange eingeblendete) Übersichtskarten gezeigt, ebenso ein Phantombild des unheimlichen Radfahrers.

Mein Fazit: Drei Sterne schon nach alten Maßstäben, fürs „neue“ XY wäre sogar ein Zusatzsternchen nicht verkehrt – ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren mal einen so wirklich rundrum guten FF gesehen zu haben. Wenn mans nicht wüßte, würde man den glatt mindestens 10 Jahre früher datieren, oder? Glückwunsch an die FF-Macher von FF2 und den Skriptor von Michaels Texten!

FF3 (Kripo Montabaur) Raubüberfall auf Ehepaar/Motocross, Team „Sarholz“ (Sprecher: Michael)
Die Motocross-Szene bei XY mit Ausschnitten aus einem Rennen (gabs sowas früher schonmal?), denn das spätere Opfer betreut eines der erfolgreichsten Teams dieser Sportart. Die Darstellung des Überfalls im Heim des Ehepaars wird leider von Opferaussagen unterbrochen, ist aber insgesamt doch recht eindrücklich ausgefallen, vor allem die Brutalität der Täter und die schier unendliche Länge der Tat kommen ganz gut rüber, finde ich.

Details am Rande: Als die Täter der Frau die Ringe von den Fingern ziehen wollen und dabei Probleme haben, blitzt kurz der Gedanke an den „Daumen“-Fall auf (FF3 vom 7.4.1989), hier geht’s aber gottseidank anders weiter...
Zynisch die Bemerkung des Täters zum mitgezerrten Opfer: „Bring uns zu Träsorr, danach Du kannst särr lange ausruhen...“
Zynisch auch der Schluß: Das herzkranke Opfer ringt nach Luft, und einer der Täter macht daraufhin freundlicherweise das Fenster auf...

Sehr „prinzig“ Cernes Schlußbemerkung zur Fahndung: „Wär ja schön, wenn einer hier anriefe und sagt ‚Ich weiß, wer’s ist!’“. Ach ja, das wäre schön!

Mein Fazit: Hmmh – 1 Stern oder 2?

FF4 (LKA Saarbrücken) Bankraubserie / Perückenfrau, Farbsprüher (Sprecher: Michael)
Die bei XY haben bestimmt hier im Forum die tolle Clipcollage von Tobias zu XY-Banküberfällen gesehen, oder? Jedenfalls servieren sie uns hier einen solide-spannend gemachten Banküberfall-FF – die Taten wurden begangen von einer Frau. Obwohl – „eine Frau? So ganz sicher kann man sich da gar nicht sein...“ , wie Rudi den FF einleitet.

Nur an einer Stelle wird der FF (überflüssigerweise) von einer Beamtenaussage unterbrochen, ansonsten ist er flott inszeniert, besonders die Täterin wird einprägsam dargestellt („Vite, vite, zum Trèsore!“ ). Michael hat ein paar gute Texte vor allem bei der Schilderung des dritten (aufgrund der Wachsamkeit der Zeugen gescheiterten) Überfalls.

Was für die Spruchsammlung ist auf jeden Fall der Dialog am Anfang, als die Mitarbeiter der ersten Filiale den Defekt an ihrer Überwachungskamera untersuchen wollen: „Wackel doch mal mit dem Kabel, vielleicht ists ein Wackelkontakt!“ – kannste gleich schonmal rausschnipseln für die nächste Collage, Tobias.

Ermittelnde Beamtin im Studio bei der Fahndung nach dem Täterauto mit Lothringer Kennzeichen (57): „Solche Kennzeichen werden in Frankreich für das Départment Lothringen verausgabt“. Hui, da hat sich der Beamtenchinese aber sprachlich verausgabt...

Mein Fazit: Zwei bis drei Sterne.

FF5 (Kripo Krefeld) Überfall auf Gastwirtin / Wasserwaage (Sprecher: Michael)
Der FF (in dem das Opfer ausführlich zu Wort kommt – was aber gar nicht so sehr stört, weil es sich um eine rheinische Wirtsmama par excellence handelt) beginnt mit der Szene, in der das Opfer von der Nachbarin entdeckt wird, die die Hilfeschreie gehört hat. Erst ganz am Ende des FF wird klar, daß der Täter erst Sekunden zuvor über den Balkon geflüchtet ist.

Dazwischen gibt’s Aufklärung darüber, was Gastwirte vormittags so machen (Michael: „Ihr Lokal öffnet sie erst am Nachmittag, vormittags kümmert sie sich um ihre Hunde“), und Kopfschütteln beim Zuschauer über das leichtsinnige Schlüsseldepot im frei zugänglichen Blumenkasten. Der Täter schlägt mit einer Uralt-Wasserwaage aus Holz zu – vorher hat er die in der Wohnung gebliebenen beiden Zamperl mit einer „Buh! Das Schloßgespenst!“-Bewegung zum Schweigen gebracht...naja *lol*

Mein Fazit: Nicht ganz zwei Sterne, aber etwas mehr als einer *g*

Soweit wie gehabt meine ersten Eindrücke direkt nach der Sendung. Bin auf Eure Meinungen gespannt!

Viele Grüße,
Bernhard.

PS: Nicht zu vergessen - ganz zu Beginn der Sendung sind zu Rudis Hinweis auf die erste XY-Sendung von vor 40 Jahren kurz wenige Sekunden des alten/ersten Schwarzweiß-XY-Vorspanns zu sehen.

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von azXY am Donnerstag 15. November 2007, 23:52


Ich weiss leider immer noch nicht WIESO ...WARUM.....AUS WELCHEM GRUND, dem kleinen und der Mutter dieses angetan wurde.
Als der Fall im Studio besprochen wurde, musste ich leider kurz aufs Klo und als ich wiederkam, war schon eine anderes Thema dran.

P.S. Wurde die Mutter des kleinen vergewaltigt oder ausgeraubt?Das Motiv liegt völlig im dunkeln

azXY

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Bernhard am Freitag 16. November 2007, 00:01


Über die Motive der Täter in FF2 scheint auch die Kripo zu rätseln. Zu den Tatumständen gab es nur die Bemerkung, ein sexueller Hintergrund könne nach Lage der Dinge "nicht ausgeschlossen werden". Das klingt alles sehr danach, als würden hier aus fahndungstaktischen Gründen noch Infos unter Verschluß gehalten...

Hier die Fahndungsseite der Kripo Rostock:
http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=4084&Itemid=134

Bernhard.

PS: Ohne zu googeln, hatte ich eben erst mal "www.kripo-rostock.de" eingegeben - da gibts zwar auch Fahndungen, aber wohl nicht die der Kripo (sind Domains mit "kripo" nicht gesperrt?)

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von azXY am Freitag 16. November 2007, 00:06


Bernhard hat geschrieben:
Über die Motive der Täter in FF2 scheint auch die Kripo zu rätseln. Zu den Tatumständen gab es nur die Bemerkung, ein sexueller Hintergrund könne nach Lage der Dinge "nicht ausgeschlossen werden". Das klingt alles sehr danach, als würden hier aus fahndungstaktischen Gründen noch Infos unter Verschluß gehalten...


Das dachte ich im ersten Moment auch das hier in diesem Fall mit der Mutter und dem kleinen in Rostock vieles verschwiegen wurde. Es muss einen Grund dafür geben den nur die Polizei kennt.

Auf jeden Fall hab ich mir schon eine eigene Meinung zu dem oder den Täter/n gebildet, möchte es aber nicht öffentlich schreiben. In meinen Augen sind es solche......

Danke übrigends für den link. Das Motiv liegt völlig im dunkeln.

azXY

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Bernhard am Freitag 16. November 2007, 00:07


Hier die ersten Zuschauerreaktionen von http://www.e110.de :

Der Mord an der 36-jährigen Mutter, die gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn im Wald angegriffen worden war, hatte die Zuschauer zutiefst erschüttert. Die Kripo Rostock hofft, dem Mörder mit der Ausstrahlung des Falls bei XY einen Schritt näher gekommen zu sein. "Wenn wir den Radfahrer finden, wird sich zeigen, ob er tatsächlich als Täter in Frage kommt. Möglicherweise könnte er aber auch ein wichtiger Zeuge sein", so KHK Peter Ernst.

Ein positives Fazit zog auch Kriminaloberkommissarin Jeanette Düpré. Sie hatte nach einer mysteriösen Bankräuberin gefahndet, die seit zwei Jahren mit einem Komplizen das Saarland unsicher macht. Eine Anruferin war sich sicher, die Täterin auf den Überwachungsvideos erkannt zu haben. Auch beim LKA in Saarbrücken gingen bis spät am Abend weitere Hinweise ein.

Ein weiterer viel versprechender Hinweis ging im Mordfall Gerty Freifrau von Pagenhardt ein. Der Anrufer kannte den gezeigten Tatverdächtigen und könnte der Kripo Rastatt/Baden-Baden wertvolle Informationen über den Mann liefern. ***

http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=65&id=84961

Bernhard.

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von xydgbl am Freitag 16. November 2007, 02:04


wen der rostocker fall interessiert, der klickt auf diesen link:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek
dann gibt man oben rechts in die suchmaske das wort "kröpelin" ein, dann findet man einige filmische beiträge zu dem fall.

ich schließe mich an: es wurden - wohl aus "ermittlungstaktischen gründen" - in der sendung KEINE angaben zu tatwaffe gemacht, um kein täterwissen an die öffentlichkeit gelangen zu lassen.
trotzdem meine ich mich zu erinnern, relativ kurz nach der tat einen bericht gelesen zu haben, in dem die tatwaffe genannt wurde...

edit:
ich hab das jetzt gefunden: dort ist die rede von einem ast als TW.
http://www.ndr1radiomv.de/kroepelinmord4.html"

xydgbl

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Heimo am Freitag 16. November 2007, 10:07


Den Rostocker Fall fand ich auch interessant. Ich habe bereits vorher mich über den Fall informiert und war sehr gespannt auf den Fall. Dies Verfilmung war um Längen besser als die anderen, weil viele Zutaten, die früher die XY Fälle ausmachten, in dem Fall zu finden waren. Überschwänglich werde ich nicht. Persönich fand ich den Dong-Fall und den Graeff-Fall besser verfilmt (auch das Remake von dem Schürmann-Fall war gelungener). Abewr schlecht war der Fall nicht.

Gut fand ich auch die Banküberfälle inszeniert. Ich fand, dass die Frau besonders häßlich verkörpert wurde.

Auch die Entwicklungen im Falle von Gerty von Pagenhardt beobachtete ich sehr interessiert.

Vom Rest war ich nicht so angetan. Die Wirtshausfrau hätte man rauslassen können. Sie mag zwar ein Original sein, aber mir wäre Brennicke lieber gewesen als die Dame. Die Einspielungen der Wirtsfrau lenkten vom Inhalt ab.

Die anderen beiden Fällen fand ich nicht so stark (wegen der Zeugeneinspielungen). Im Falle der Motorradhändler war das hin und wieder noch zweckmäßig, im ersten Filmfall bedauerlich. Ich dachte aber auch an den Daumen-Fall.

Heimo

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von blofeld am Freitag 16. November 2007, 11:27


Zu Ede und Kurt Grimm-Zeiten hätte man selbst mit den dürftigen Fakten des Rostocker Falles, die man dem Publikum (evtl. ermittlungstaktisch) präsentiert hat, noch einen gruseligeren Filmfall gemacht.

Unser guter "Sartory" von den "Rosenheim-Cops" spielte den Ehemann u. Vater sehr überzeugend.

Die Bank-Lady evtl. ein Transvestit?

Auch irgendwie unheimlich, daß der Überfall mit der Wasserwaage vermutlich von einer Frau begangen wurde.

blofeld

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Joerg am Freitag 16. November 2007, 12:28


Absoluter Höhepunkt war der Mordfall in Rostock. Wenn man dann noch die Möglichkeit gehabt hätte, die Tat filmisch –zumindest ansatzweise- darzustellen, wäre es die absolute Krönung gewesen.

Die Filmfälle 1 – hier wurde von den Tätern wohl irrtümlich vorausgesetzt, dass es sich bei dem Opfer um einen zweiten Dietmar Hopp handelt – und 5 – mit der eventuell bärtigen Täterin – waren eigentlich nur reine Lückenfüller mit unwichtigen Zeugenaussagen.

Die beiden restlichen Filmfälle 3 und 4 waren guter Durchschnitt. Leider wurde auch hier die Qualität durch Zeugenaussagen nach unten gezogen.

Im 3. Filmfall hätte es mich bei der Brutalität der Täter nicht gewundert, wenn es zu einer Wiederholung des Daumenring-Falls gekommen wäre.

Die Banküberfallserie hatte für mich etwas den touch der 70er-Jahre Banküberfälle. Die Tresore ließen sich recht schnell öffnen. Diese hatten wohl tatsächlich den Sicherheitsstand der 70er. Merkwürdig fand ich vor dem ersten Überfall den Anruf aus der Hauptzentrale, dass die Überwachungskamera kein Bild hergibt. Man hätte doch erkennen müssen, dass das Objektiv voll gesprüht wurde.
Amüsant fand ich nach dem 4. Filmfall, wie auch nach dem 5. Filmfall die aufkommenden Zweifel, ob der Täter/ die Täterin männlich, weiblich, irgendwas dazwischen oder vielleicht auch Transen sind.

Joerg

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Smartthias am Freitag 16. November 2007, 18:28


Mein Eindrücke decken sich im Wesentlichen mit den bereits hier angeführten. Ich möchte daher Einzelheiten erwähnen, die mir (auch über die Filmfälle hinaus) aufgefallen sind.

Die Erinnerung an 40 Jahre XY war eher lieblos an den Anfang der Sendung gepresst, hätte man ebenso gut weglassen können, zumal die eher ausführliche Rückschau nur ein paar Folgen vorher (400.) lief. Auch die Zahlen (1595 Fälle etc.) wurden mal kurz erwähnt, aber eher wie eine Pflicht präasentiert, weil man halt zum 40. was sagen muss.

Als der erste FF begann, war ich ziemlich genervt, nicht nur von dieser Trainer-Stimme ("will mehr davon sehen...", "du wirkst immer noch steif" (Das sagt er zu einem ca. 40-Jährigen!)), und als dann als erster Kommentator das Opfer zu Wort kam (hat mich übrigens auch an Dietmar Hopp erinnert, der es sich auch nicht hätte nehmen lassen, etwas zu sagen;-)), dachte ich: "Och Mensch!!! Net schon wieder!!!"

Nun gut, mein Eindruck verflüchtigte sich im Laufe des zweiten Filmfalls, allerdings nicht gleich am Beginn; da wurde das spätere Opfer wieder von einer übertrieben sympathischen Seite gezeigt, und v.a. die Szene im Wohnzimmer mit Ehemann schrammte stark am Kitsch vorbei, wobei ich die Aufnahmeperspektive (von oben, ohne dass man den Ehemann zunächst erkennen konnte) gut fand. Aber spätestens als der Radfahrer (in seiner schwarzen Kluft und seiner Mimik hervorragend unheimlich inszeniert) ins Bild fuhr, stellte sich Spannung ein, die auch im weiteren Verlauf der Sendung kaum abnahm. Ein sehr guter Film, mit über 10 Minuten auch ungewöhnlich lang für heutige XY-Zeiten, mit stillen und bedrückenden Momenten, die Trauer des Vaters meiner Meinung nach aber wieder zu lang und zu soap-haft.

Zu FF3 möchte ich sagen, dass die Szene mit dem Kreuz an der Halskette, die der Täter dem Opfer umlegen wollte, sehr mysteriös war. Auch dieser Fall war spannend inszeniert, trotz Zeugenaussagen.

FF4 dann eher skurril und ein wenig auch zum Schmunzeln, v.a. in der ersten Szene, als der männlich Bankangestellte seine weibliche Kollegin tatsächlich auf einen Hocker komplimentierte und bequem im Stuhl sitzend die telefonische Verbindung aufrecht hielt. Die "Emanzipation" kam hier eher durch die Täterin zur Geltung. Witzig übrigens, wie die Kommissarin im Studio Rudi mit "Herr Tscherne" ansprach.

Der letzte FF... ja, war in Ordnung, durch den "Original"-Typ der Wirtin störten die Interviews kaum. Für mich war erschreckend, wie selbstverständlich das Opfer (auch nach dem Überfall) von seinen Lebensgewohnheiten (Schlüssel im Blumentopf, Geld mit nach Hause nehmen, Balkontür offen lassen) berichtete.

Insgesamt war die gestrige Sendung für mich, erst recht im Kontrast zu der vorangegangenen, sehr gut. Bemerkenswert ist, dass es keinen der herkömmlichen Studiofälle gab und dass drei von fünf Filmfällen einen Überfall auf ein Opfer in dessen eigener Wohnung thematisierten. Auch weitere Parallelen ("Filmriss" in FF1 und FF2, Sport in FF1 und FF3, evtl. weibliche Täter in FF 4 und FF5) fielen auf, aber das kann auch an der hohen Zahl an Filmfällen liegen.

Rudi wirkte meiner Ansicht nach auch etwas nervös, zumindest hat er sich diesmal relativ oft versprochen... aber bei so viel Sport und weiblichen Tätern kann man das verstehen ;-)

Smartthias

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von 960196 am Sonntag 18. November 2007, 04:34


Fuer alle Verpasser, VPS-Enttaeuschten oder sonstwie Verhinderten:
**Hinweis auf y*utubE editiert**

960196

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Mercutio am Sonntag 18. November 2007, 21:25


Vielen Dank fürs Hochladen der Fälle, leider habe ich die Sendung wegen des Bahnstreiks im TV verpaßt.

FF1 ist von ständigem Gequatsche des Beamten und des Opfers unterbrochen, außerdem viel zu kurz und ohne jede "Stimmung".

FF2 fand ich schon besser, jedenfalls mal ohne Interviews. Der Fall an sich zeigt allerdings so gut wie nichts vom eigentlichen Tatgeschehen, nichtmal eine ansatzweise Rekonstruktion, was die Ermittlungen bisher wahrscheinlich auch noch nicht zulassen. Irgendwie steht bei dem FF die Darstellung von Trauer und menschlicher Tragödie in der Familie im Mittelpunkt, nicht so sehr die Tat an sich.

FF3 war bis auf die Interviews ganz gut gemacht, ebenso FF4 und 5, für heutige Verhältnisse solider Durchschnitt.

Was ich noch immer nicht verstehe: Welchen konkreten Sinn mag es für die Macher von XY haben jeden Filmfall mit Zeugen- Beamten- und Opfergequatschen zu "verzieren"?

Es wäre echt schön, wenn man statt fünf schlechten bis mittelmäßigen FF mal lieber nur drei pro Sendung, dafür aber längere und qualitiativ gute FF bringen würden.
Mercutio

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Smartthias am Montag 19. November 2007, 17:12


Ich bin ohnehin gespannt, wie sehr sich die Verlängerung der Sendung auf die Gestaltung der Filmfälle auswirkt. Werden dann gar 8 oder 9 Fälle pro Sendung gezeigt? Oder werden ab sofort dann nicht mehr nur Kommissare, sondern auch Opfer und Zeugen zu einer Gesprächsrunde eingeladen (dann könnte man aber zumindest die Filmfälle unzerstückelt lassen...)? Auf jeden Fall wird es schwierig sein, wenn der Inhalt der Sendung genau wie ihre Länge um 50 % zunimmt, denn es ist mitunter schon recht anstrengend, die ständigen Sprünge und Wechsel mehr als 60 Minuten am Stück zu verarbeiten...

Vielleicht werden aber auch nur noch 5 Fimfälle im Stil des FF2 aus der letzten Folge gezeigt, mit anschließende Interviews und im Wechsel mit je zwqei Studiofällen... das Schema könnte dann allenfalls noch durch den XY-Preis durchbrochen werden...Und dann das Unfassbare!Smartthias

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Mercutio am Dienstag 20. November 2007, 01:26


Wie wäre es denn mit vier FF a 15 - 20 Minuten, so richtig gute Kurzfilme wie sie früher waren, ohne Zeugen, Beamte etc. dazwischen. Es muß doch möglich sein dafür einen fähigen Regisseur zu finden (vielleicht einen von ZDF-Krimis wie "Der Alte" etc.?). Nach jedem Filmfall dann ein kleiner "Vortrag" des zuständigen Beamten zum Fall und anschließend 3 Studiofälle zwischen den Filmfällen.

Meint ihr das wäre umsetzbar? Ich verstehe wirklich nicht, warum die XY-Redaktion das ganze Format so verstümmelt hat, man sollte sich doch am Publikum und dessen Wünschen orientieren.
Mercutio

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von azXY am Dienstag 20. November 2007, 03:00


Mercutio hat geschrieben:
Ich verstehe wirklich nicht, warum die XY-Redaktion das ganze Format so verstümmelt hat, man sollte sich doch am Publikum und dessen Wünschen orientieren.

Ich denke mal das die XY-Redaktion sich an das halten muss, was der ZDF vorschreibt.
azXY

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Re: Sendung vom 15.11.2007
von Williboy1974 am Freitag 30. November 2007, 14:37


57 ist allerdings nicht Department Lothringen bzw. Lorraine, sondern Department Moselle in Frankreich, an der Grenze zu D und Luxemburg. Das Saarland grenzt ein ganzes Stück ans Department Moselle.
Lothringen selbst ist genauergesagt etwas größer als nur das Dep. Moselle.
Zahlendreher 75 ist das Stadtgebiet von Paris.

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