#1

Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 10.12.2008 21:13
von XY-Webmaster • 300 Beiträge
Mord mit vielen Fragezeichen
Spätschicht in einer Schweizer Tankstelle. Die Frau des Pächters hat den Dienst übernommen. Gegen Mitternacht macht sie Feierabend und will den Kassenraum schließen. Da steht ihr plötzlich ein Mann mit einem Messer gegenüber und sticht wie von Sinnen auf die 28-Jährige ein. Dann verschwindet er, ohne etwas aus dem Verkaufsraum mitzunehmen. Die Kripo rätselt: Was steckt hinter diesem Mord?

Bankräuber baldowern Privatleben aus
Die Serie reißt nicht ab. Schon fünf Mal hat ein Gangstertrio Banken und Postfilialen in Österreich überfallen. Besonders alarmierend: Die Täter werden immer dreister, baldowern die Tatorte immer detaillierter aus. Dabei machen sie sogar vor dem Privatleben der Angestellten nicht Halt.

Überfall nach Anpfiff
Fußball-Europameisterschaft - Schweden trifft auf Griechenland. Nicht nur die Fans im Salzburger Stadion und an den Fernsehschirmen sehnen den Anpfiff herbei - sondern auch ein Mann in Krefeld. Für ihn bedeutet der Anstoß auf dem Rasen den Startschuss für einen brutalen Überfall.

Schock beim Joggen
Sommer 2008. Für eine 22-jährige Frau wendet sich beruflich alles zum Besten: Sie bekommt ihren Traumjob, sieht beruhigt in die Zukunft. Das Glück währt jedoch nur bis zu jenem Tag, als sie beim Joggen auf einen brutalen Sextäter trifft.

Letztes Lebenszeichen über Funk
Eine Taxifahrerin springt für einen Kollegen ein und übernimmt dessen Nachtschicht. Kurz nach drei meldet sie der Zentrale, dass sie einen Fahrgast aufgenommen hat. Danach ist Funkstille, die Kollegin meldet sich nicht mehr. Stunden später wird sie gefunden - tot am Flussufer; ihr Taxi ist verschwunden.

Quelle: ZDF
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#2

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 11.12.2008 23:21
von Peter Poppy Köhler • 244 Beiträge
Ein Schweizer, zwei österreichische Fälle...
Jetzt fehlen nur noch die entsprechenden Schaltungen in die Aufnahmestudios, dann hätten wir unser XY (fast) wieder.
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#3

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 13.01.2009 18:19
von Heimo • 1.422 Beiträge
Die Sendung ist nochmals abgeändert worden:

Mord mit vielen Fragezeichen KAPO Zürich
Spätschicht in einer Schweizer Tankstelle. Die Frau des Pächters hat den Dienst übernommen. Gegen Mitternacht macht sie Feierabend und will den Kassenraum schließen. Da steht ihr plötzlich ein Mann mit einem Messer gegenüber und sticht wie von Sinnen auf die 28-Jährige ein. Dann verschwindet er, ohne etwas aus dem Verkaufsraum mitzunehmen. Die Kripo rätselt: Was steckt hinter diesem Mord?

Bankräuber baldowern Privatleben aus BKA Wien
Die Serie reißt nicht ab. Schon fünf Mal hat ein Gangstertrio Banken und Postfilialen in Österreich überfallen. Besonders alarmierend: Die Täter werden immer dreister, baldowern die Tatorte immer detaillierter aus. Dabei machen sie sogar vor dem Privatleben der Angestellten nicht Halt.

Tatort Villa Kripo Kleve
Eigentlich ist der Juwelier längst im Ruhestand - doch auch im Alter kann er es nicht lassen. In seiner großen Villa hat er nur die teuersten und exquisitesten Schmuckstücke ausgestellt und bedient auch weiterhin anspruchsvolle Kunden. Doch dann werden vier Kriminelle auf ihn aufmerksam. Wenig später wird dem Juwelier eine alte Gewohnheit zum Verhängnis ...

Künstler angepumpt, dann ausgenommen Kripo Hamburg
Ein Künstler lernt einen jungen Mann kennen. Es entwickelt sich eine Freundschaft, in deren Verlauf sich der Jüngere immer wieder Geld leiht. Als der Künstler einen Teil seines Geldes zurückfordert, zeigt der vermeintliche Freund sein wahres Gesicht ...

Schock beim Joggen Kripo Bad Homburg
Sommer 2008. Für eine 22-jährige Frau wendet sich beruflich alles zum Besten: Sie bekommt ihren Traumjob, sieht beruhigt in die Zukunft. Das Glück währt jedoch nur bis zu jenem Tag, als sie beim Joggen auf einen brutalen Sextäter trifft ...

Letztes Lebenszeichen über Funk Kripo Koblenz
Eine Taxifahrerin springt für einen Kollegen ein und übernimmt dessen Nachtschicht. Kurz nach drei meldet sie der Zentrale, dass sie einen Fahrgast aufgenommen hat. Danach ist Funkstille, die Kollegin meldet sich nicht mehr. Stunden später wird sie gefunden - tot am Flussufer; ihr Taxi ist verschwunden.
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#4

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 14.01.2009 20:55
von bdvogel (gelöscht)
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Das war also der Start ins XY-Jahr 2009... hmmh

Erstes spontanes Fazit nach Gucken und Mitschreiben: Eigentlich gar kein inhaltlich wirklich spektakulärer Fall dabei, aber zumindest bei den ersten FF überwiegend solide Inszenierung (durchgängige Sprechertexte) machten es anschaulich... in der zweiten Hälfte dann aber gings doch streckenweise reichlich bergab.

Mehrkannichaberjetztimmomentnichtschreibenweilesklingeltschonwiederdastelefon
undichmußjamitdemtempodermoderneschritthaltenalsodeswegenjetztnurnochdie
vorbemerkungdaßheutejamalwiederextremgehecheltwurde.
AberistjaklarkenndasichmußjetztauchaufhörenderPCwartetschonaufsgewohnteausführliche
reviewschreibenalsobisnachherdannundbleibensiesicher...

Also: Ausführliches Review folgt wie gewohnt in ein paar Stunden!

Bernhard.
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#5

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 15.01.2009 06:56
von bdvogel (gelöscht)
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Liebe XY-Freunde,

ein neues XY-Jahr beginnt, das achte im „neuen Konzept“ mit Rudi Cerne als Moderator im „Aktuellen Fallstudio“ – und das „moderne“ XY wäre nicht „modern“, wenn es nicht abermals aus diesem Anlaß eine Änderung im Sendekonzept gäbe: Nun soll es also zwölf Ausgaben à 90 Minuten pro Jahr geben. (Auch wenn das in der heutigen Anmoderation gar nicht erwähnt wurde – oder hab ich da was verpaßt? Da kam mir ein Anruf dazwischen, so daß ich eventuell nicht alles mitbekommen habe). Es interessiert also die Frage: Wie wird sich das auf die einzelnen Sendungen auswirken?

Nach der tollen August-Sendung 2008, und einigen weiteren kleinen „Aufwärtstendenzen“ gerade in der Dezember-Sendung 2008, konnte das Fazit für das vergangene XY-Jahr 2008 ja ein wenig hoffnungsvoll ausfallen – ließen manche Sendungen und manche FF-Inszenierungen doch erkennen, daß es auch anders geht als zu tiefsten Soapzeiten...

Die heutige Januar-Sendung 2009 nun hat diesen Aufwärtstrend nicht widerlegt... es war allerdings streckenweise ein „mixed bag“, wie der Engländer (oder der Ami) so schön sagt: Die Mehrheit der FF, obschon inhaltlich eher unspektakulär, hatten eine recht solide Erzählstruktur (allerdings war besonders der letzte FF ein harter Ausreißer nach unten), und einige der konkreten Fahndungsansätze waren gut präsentiert (andere wiederum aber miserabel).

Davon, daß man 2009 180 Minuten mehr Zeit hat, allerdings war wenig bis gar nix zu spüren – recht gehetzt wirkte das ganze streckenweise mal wieder. Und ob die Rückkehr der TOP(f)-Fahndung eine gute Nachricht ist?

Eine sehr gute Nachricht ist aber in jedem Falle, daß sämtliche FF erneut komplett auf „Originalaussagen“-Einblendungen verzichteten! Diese positive Tendenz bestärkt sich also – das kann man sicher nur uneingeschränkt begrüßen!

Aber schauen wir uns die Sendung wie gehabt mal en detail an... „jetzt auch im Internet“, denn, wie Rudi leicht gehetzt ganz am Schluß der Sendung noch bemerkt, kann man die Fälle ab sofort auch in der ZDF-Mediathek abrufen! Und das ist WIRKLICH mal ein echter moderner Fortschritt....!


REVIEW: XY-SENDUNG VOM 14.1.2009
Filmregie: Wilhelm Engelhardt; Studioregie: Alfons Schön


Noch vor der inzwischen üblichen Vorschau auf die FF der ersten Sendungshälfte gibt Rudi gleich nach dem Vorspann einen ersten (wie sich herausstellt, aber auch den einzigen) Fahndungserfolg seit der letzten Sendung bekannt, der hier im Forum ja auch schon erwähnt worden ist:

GEKLÄRT: 10.12.2008 Studiofall 5 (Kripo Dortmund) Unbekannter Bankräuber

Der unbekannte Bankräuber, der unmaskiert schnieke-gestylt für die Überwachungskameras einer Dortmunder Filiale posiert hatte, konnte bereits 10 Stunden nach der Dezember-Sendung aufgrund von Zuschauerhinweisen festgenommen werden. In seiner Wohnung fand die Polizei weiteres Beweismaterial; inzwischen hat er die Tat gestanden.

„Heute“, so Rudi in seiner Anmoderation zur Sendung, käme XY „übrigens auch mit (Film-)Fällen aus Österreich und der Schweiz“. Das war über drei Jahrzehnte hinweg das Schlüsselkonzept von XY – daß man heute extra erwähnen muß, macht eine rückblickende Kritik an der Entwicklung der Sendung seit 2002 unvermeidlich, deren „Modernisierungskonzept“ nacheinander die Beteiligung des ORF und des Schweizer Fernsehens zum Opfer gefallen sind. Was früher Normalität war, ist heute eine gesonderte Bemerkung wert... ist das Fortschritt? Wohl kaum. Das durch den Wegfall der ORF- und SRG-Beteiligung verschenkte Fahndungspotential läßt sich auch durch warme Worte kaum auffangen.... Wie drückte es Stephan Schifferer in der Jubiläumssendung 2007 so treffend und prägnant aus: „Die Sendung fehlt in der Schweiz“, und in Österreich wohl genauso. Schade um das (jedenfalls aus Zuschauersicht) grundlos verschenkte Zimmermannsche Grundkonzept.

FF1 (Kantonspolizei Zürich) Tankstellen-Mord an Yasemine Yelocagi (Sprecher: Michael)

Der FF beginnt mit „heimeliger Familienwelt“, Vati, Mutti und die beiden kleinen Töchter. Mutti (das spätere Opfer) macht sich bereit, zu einem Elternabend zu gehen, die lieben Kleinen skandieren „Du mußt nicht gehen! Du mußt nicht gehen!“, Mutti sagt „doch ich muß“. Naja...

In der folgenden Passage zeigt solide FF-Erzähltechnik ihre Stärken: Prägnante Michael-Texte erläutern den „Background“ des Familienglücks. Die Frau stammt aus Deutschland, ist in der Nähe von Ulm aufgewachsen und hat dort eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert, bevor sie 2003 zu ihrem Ehemann in die Schweiz zog. Dieser betreibt dort im Zürcher Stadtteil Seebach eine kleine Tankstelle, in der auch seine Frau regelmäßig arbeitet. An diesem verhängnisvollen Abend löst sie dort gegen 22 Uhr ihren Schwager ab, um bis Geschäftsschluß um Mitternacht Dienst zu tun. „wie immer arbeitet sie allein“. Gekrönt wird diese gut gemachte Erzählpassage von Michaels Satz: „Die Frau ist bei den Kunden sehr beliebt“
Das man DAS im Jahre XY-2009 nochmal hören darf!!!

Gut in Szene gesetzt ist dann auch ein unheimliche Kapuzenmann, der kurz vor Ladenschluß den Verkaufsraum betritt und sprachlos eine Kleinigkeit kauft, wenige Minuten später nochmal wiederkommt um wiederum sprachlos noch eine Kleinigkeit zu kaufen... da ahnt der Zuschauer, daß in den nächsten Minuten etwas passieren wird.

Recht deplaziert (vor allem im Gegensatz zu Schweizer Fällen aus früheren Sendungsepochen) wirkt aber die „hochdeutsche Szenerie“ der Tankstelle: Die Frau verabschiedet den Kunden mit „...und vier (Franken) zurück, tschüs!“ (Zumindest Schweizer Grußfloskeln benutzen doch wohl alle in der Schweiz arbeitenden Leute, oder? Mit „tschüs!“ käme man da wohl nicht weit... )

--Aside: Und was ist mit dem Zigarettenregal im Hintergrund? Mir kam es auf die Schnelle so vor, als stünden da „deutsche“ Schachteln im Regal (Marken, die in der Schweiz andere Verpackungen haben, auch wenn die PallMall ostenstativ mit dem Sticker „4.00“ versehen sind, was ja wohl Sfr bedeuten soll)... vielleicht kann einer unserer eidgenössischen Zuschauer da nochmal genau hinsehen. Lucky Strike/Prince sind doch in CH noch Softpack, oder? Und Prince im „Bigpack“ hab ich in CH noch nie gesichtet? Eventuell ein Fall für den FF-Fehler-Thread?--

Während die Frau dann die Tageseinnahmen zählt (über 2000 Franken), kehrt der Mann (diesmal maskiert) erneut zurück und bedroht die Frau („wir haben schon geschlossen...“) mit einem Messer. Dann Schnitt – also Filmschnitt , denn was jetzt in der Tankstelle passiert, erfährt der Zuschauer zunächst nicht. (Guter Spannungsfaktor!!)
Stattdessen Michael: „Die Kantonspolizei Zürich kann später rekonstruieren, daß sich der Täter exakt 35 Sekunden in der Tankstelle aufgehalten hat“. Dazu wird eine Zeugin eingeblendet, die aus dem Fenster eines benachbarten Hauses den Mann weglaufen sieht. Das „Tatmesser“ ( – von einer Tat war ja bislang nix gezeigt) wirft er einige Straßenzüge weiter weg – Blutflecken sind erkennbar...

Die nächste Szenenfolge schildert, wie der Mann des Opfers zur Tankstelle gerufen wird, dort aber vom Notfallpersonal nicht vorgelassen wird, dazu Michaels nüchtern-grausiger Kommentar: „Der Täter hat wie im Blutrausch auf sie eingestochen. Geld hat er nicht mitgenommen“. Dazu werden nur die Füße des Opfers eingeblendet.

Am Schluß aber ein Rückfall in Soap-Kitsch, zum Glück nur recht kurz: Der Mann kehrt nach Hause zurück und betrachtet dort zum Kitschmusik-Audiobackground Zeichnungen seiner Kinder, die „Mami“ darstellen ... überflüssige Szene, wird aber m.E. aufgewogen dadurch, daß man auf eine Wackelcam-Blutspritz-Darstellung der eigentlichen Tat zugunsten eines Sprechertextes verzichtet hat.

In der anschließenden Studiofahndung geht es vor allem um die Frage, ob das Opfer den Täter vielleicht gekannt hat, da es sich offenbar nicht um einen Raubüberfall handelte. In diesem Zusammenhang interessieren sich die Ermittler vor allem für den persönlichen Bekanntenkreis des Opfers, auch aus ihrer länger zurückliegenden Zeit in Deutschland. Vom Täter selbst gibt es nur ein sehr schlechtes Foto der Überwachungskamera, auf dem eigentlich gar nix zu erkennen ist (warum zeigt man es dann überhaupt?), hier wird mithilfe einer Schaufensterpuppe nach seiner Bekleidung gefahndet, und nach der Herkunft des aufgefundenen Tatmessers. Gut und detailliert-übersichtlich gemacht sind diesmal die eingeblendeten Karten, die die Lage des Tatorts und des Waffenfundes illustrieren, verstärkt um einen kurzen Filmeinspieler mit Schwenks vom Originaltatort.

Fazit: Solide erzählter Filmfall, gute Sprechertexte (allein für „sehr beliebt“ gibt’s nach heutigen Maßstäben schon einen Extrapunkt ) mit indirekter Darstellung des blutigen Tatgeschehens – das sind schon drei Punkte, wenn auch eher mit einer kleinen Tendenz nach unten gen zweieinhalb, weil das authentische (Schweizer) Lokalkolorit völlig fehlt.

Studiofall 1 (Kripo Lörrach) Vermißtenfall Lidia Hosp

Ein ganz aktueller Fall (Rudi: „wir schmeißen unsere Sendung dafür halbwegs um“ oder so ähnlich... naja), der erst im Laufe des Sendetags zur Redaktion gelangt ist: Seit fünf Tagen wird eine Zeitungsausträgerin aus Rheinfelden (Baden) vermißt, die im Ortsteil Beuggen frühmorgens ihre Arbeit erledigte, danach aber mitsamt ihrem Auto und ihrem seither ausgeschalteten Handy verschwunden ist.

FF2 (Kripo Hamburg) Falscher Toni in St.Pauli (Sprecher: Michael)

„Von Regine bekomme ich jetzt ein Handy“, leitet Rudi den nächsten Fall ein, und macht mit dem Handy dann ein Foto „von unserem Guido“ (dem Kameramann), das er hinterher kurz in die andere Kamera hält. Genau so ein Handy-Cam-Foto spiele im nächsten Fall nämlich eine entscheidende Rolle...

Der nächste FF spielt im Hamburger Stadtteil Sankt Pauli, „ganz in der Nähe der berühmt-berüchtigten Reeperbahn“, wie Michael es formuliert. Dort lernt ein Mann - den der FF, passend zur zuständigen Polizeiwache , „David“ nennt - in seinem Stammcafé „Kietz Coffee Lounge“ (gemeint ist wohl der „Kiez Coffee-Shop“ direkt auf der Reeperbahn) einen Südländer kennen, und zwar durch ein Mißgeschick, als er ihm versehentlich Kaffee übers Hemd schüttet. ("Schönes Hemd!" - "War's mal!" ) „Eine folgenschwere Begegnung“, wie Michael sogleich feststellt.

„Zwischen den beiden Männern entwickelt sich in den kommenden Wochen eine Freundschaft“ (Michael). David ist Künstler, und darf im FF ein kurzes Zauberkunstückchen vorführen – aus Zollstab mach Rotes Tuch , bevor der neue Freund anklingelt. Man teilt die Begeisterung für den Fußball („hast Du das Spiel gegen Kaiserslautern gesehen? ... Erst 2:0 für Pauli, und dann lassen die sich noch drei Eier reinknallen!“) und trifft sich regelmäßig.

Soweit, so neigungsträchtig (recht angenehm, daß der FF selbst das allenfalls zwischen den "Zeilen" leicht suggeriert, ohne daß mit einem gesprochenen Wort darauf eingegangen würde) – aber Davids Bekanntschaft hat sozusagen einen Haken: Der Mann, der sich „Toni José“ nennt und angibt, arbeitslos zu sein, leiht sich immer wieder kleinere Geldbeträge, doch mit der Rückzahlung hapert es, immer neue Ausreden. Als David von ihm einmal mit seiner Handycam ein Foto schießt, reagiert er erschrocken bis ärgerlich... begleitet von Michaels wiederum sehr guten zusammenfassenden Texten wird dem Zuschauer da sehr gut klargemacht, von wo der Wind schon bald wehen wird.

Durchgängige Michael-Texte begleiten dann auch die folgenden Szenen, in denen geschildert wird, wie David allmählich mißtrauisch wird und mal sein Geld wiedersehen will. Zum ersten Termin (Michael: „...verläuft anders als geplant“ ) erscheint „Toni“ vor der Wohnungstür in Begleitung eines zweiten Mannes – dem Gläubiger kommt die Situation durch den Türspion aber so unheimlich vor (sehr gut inszeniert!), daß er die beiden Männer trotz Ausreden („ich will Dir doch nur meinen Cousin vorstellen“) nicht einläßt und darauf besteht, beim zweiten Mal solle „Toni“ bitte allein kommen.

Zum zweiten Termin verspätet sich der Mann dann und als er endlich (allein) kommt, serviert er eine neue Ausrede, warum er das Geld nicht dabeihabe („wurde beim Schwarzfahren erwischt und mußte 60 Euro zahlen“). Allerspätestens jetzt ahnt man, wie es kommen muß – unvermittelt entpuppt sich „Toni José“ als brutaler Täter, der seinen Freund mit einem Revolvergriff niederschlägt und die Herausgabe seines Handys fordert, auf dem jenes Foto drauf ist. Während das verletzte Opfer auf dem Sofa liegt, versucht der Täter auch noch den Fernseher zu klauen, und bedroht erneut das Opfer mit der Pistole („jetzt bist Du tot!!!“ ), aber in einem unbeobachteten Moment gelingt dem Opfer die Flucht aus der Wohnung (Täterkommentar: „Oh, shit!“ ).

Was der Täter nicht wußte: Das Opfer hatte sich das mit dem Handy geschossene Foto schon auf seinen Laptop geladen, so daß die Kripo nun mithilfe dieses Fotos nach dem Mann fahnden kann. Das steht dementsprechend dann auch im Mittelpunkt der Studiofahndung. Gräßliches Undeutsch/Neudeutsch gibt’s dazu von Rudi („sie haben sich auch SMS-en geschrieben“... SMS-en? Was soll das sein ??? ), als darauf hingewiesen wird, daß der Täter sein Handy unter einem Falschnamen registriert hatte, so daß diese Spur nicht weiterführt.

Fazit: Ein recht spannend und unterhaltsam inszenierter Fall mit guten Sprechertexten, schnörkellos erzählt, sogar leicht sarkastisch (durch das, was nicht gesagt wird – der Sprechertext verzichtet auf moralisch-belehrende Anmerkungen bezüglich "Kneipenfreundschaften" usw.). Die Chancen zur Aufklärung stehen dank des „Klarfotos“ wohl auch nicht schlecht... und drei Punkte für den FF sind sicher drin (grad wegen des konsequenten Sprechertexteinsatzes, der hier sehr gut ausfällt).

Ob allerdings „der Hamburger“ wirklich sein Bier daheim aus Henkelglaskrügen trinkt, sei mal mit Verweis auf die Bierkugel dahingestellt...

Studiofall 2 (Kripo Neuss) Unbekannter Bankräuber

Einen Glatzenmann (siehe oben) hat man ja beim letzten Mal gleich erwischt – wie wirds diesmal ausgehen? Ein ebenfalls haarloser sonnenbebrillter Täter überfiel in Neuss eine Sparkasse; der dabei entstandene Überwachungskamera-Spielfilm wird ausschnittsweise gezeigt. Nach der Tat flüchtete der Täter offenbar zunächst in die Neusser Bahnhofsgaststätte („Zur Drehscheibe“ ---> XY-Kneipenlexikon-Eintrag! ) und wechselte vorher seine Jacke.

Studiofall 3 (LKA Brandenburg) Serieneinbrecher Ruslan Tronciu

Gefahndet wird nach einem gebürtigen Moldawier, dem eine Serie von Einbrüchen zur Last gelegt wird.
Ganz schlecht gemachte Studiofahndung – zum Fahndungsfoto wird der Name nicht eingeblendet, die von Rudi durchgehechelte Personenbeschreibung wird nicht in Schrift eingeblendet, selbst in der knappen Fallbeschreibung auf der XY-Seite des ZDF stehen mehr Infos... und schwupps ists schon wieder vorbei. Was soll das?

FF3 (BKA Wien) Österreichische “Dalton-Bande” (Bankräubertrio) (Sprecher: Michael)

Das Trio, drei Männer zueinander abgestufter Körpergröße, werde mit den „Daltons“ aus der Comic-Serie „Lucky Luke“ verglichen, so Rudi, und dazu wird im Studiobildschirm einleitend eine entsprechende Karikatur eingeblendet. Nett gemeinter Gag, aber leider komplett daneben – denn die Daltons sind bei Lucky Luke natürlich, genau wie das Original (die Bande der Dalton-Brüder trieb Ende des 19. Jahrhunderts im noch etwas Wilden Westen ihr Unwesen) gar kein Trio, sondern ein Quartett...! Peinlich!

Recht merkwürdig beginnt auch der FF selbst – die ersten Überfälle, verübt im Großraum Wien bzw. im Raum Wels, werden in jeweils nur wenige Sekunden dauernden „Momentrekonstruktionen“ oder teils auch Überwachungskamera-Sequenzen eingeblendet. Immerhin wird das Ganze von konzisen Michael-Texten erläutert, die den „Fortschritt“ der Täter bei der Tatausübung illustrieren sollen: Beim ersten Mal erwischten sie ein Security-Pack (lustig die krue Filmszene: Männer spazieren mit Tasche ruhig am Gehweg, Farbbombe explodiert, Mäner gucken kurz & stellen die Tasche ab und spazieren seelenruhig weiter, tralalala ), beim zweiten Mal ließen sie es liegen. Vom dritten Überfall gibt es recht gute Überwachungskamera-Bilder.
Michael rettet ein wenig von den flüchtigen Bilderschnipseln dieser Szenen, aber denselben Text hätte man auch beispielsweise während einer länger in Szene gesetzten Anfahrt der Täter zum vierten oder fünften Überfall erzählen können....

Auch der vierte Überfall wird nur sehr kurz filmisch in Szene gesetzt, mit einem der dicksten Filmfehler seit langem: Gleich zweimal (nämlich als die Täter in das Gebäude, das ja in Österreich liegen soll, hineinstürmen, und erneut, als sie wieder herausstürmen) fährt auf der Bahnstrecke im Hintergrund eine deutsche rot-weiße, wohl Münchner S-Bahn vorbei! Bei so direktem handwerklichem Murks fragt man sich schon, wie sorgfältig da inszeniert wird... Bahnstrecke im Hintergrund, falls auf Originaltatort auch zutreffend, ist ja OK, aber dann doch bitte abwarten, bis die Piefke-Kutschen vorbeigerauscht sind )

Im eigentlichen Fokus des FF steht dann die fünfte Tat, in deren Rahmen Michael auch kurz eine Bankangestellte portraitiert, die später im Mittelpunkt des Geschehens stehen wird. Denn diesmal haben die Täter sich ausführlicher vorbereitet: Sie verfolgen die Angestellte bis nach Hause, erkunden so ihren Wohnort und gewinnen Erkenntnisse über ihre Familienverhältnisse, wohl weil sie beobachten, wie sie von ihrer Tochter Besuch bekommt. (Auch eher peinlich, wie in diesen Szenen die offensichtlich allesamt nichtösterreichischen Schauspieler ein paar „Ösi-Floskeln“ einzubauen versuchen... hört sogar der Piefke, daß das nicht authentisch ist )

Am Tag des Überfalls warten sie dann, bis die Angestellte morgens die Türen der Bankfiliale aufsperrt, bedrohen sie und ihre Kollegen dann mit ihren Waffen und setzen die Frau zusätzlich unter Druck mit in gebrochenem Deutsch gehaltenen Bemerkungen wie „wissen alles von Dir! Du aufspärrän!“ . Wiederum, so Michael, lassen sie an der Kasse „das Security-Pack links liegen“ (Frage nebenher: Sind die Dinger denn so einfach zu erkennen? ) und fordern stattdessen von der verängstigten Frau „wo ist grroßäß Träsorrr? Aufspärrän, dänk an Tochtärrr!“ Die Spannungsmusik dazu kommt vom Xylophon.

Diese Szenen, die nicht mehr mit Sprechertext unterlegt sind, sind durchaus in der stets leicht (ob bewußt oder unbewußt) humorvollen XY-Tradition von Banküberfallschilderungen gehalten; dazu tragen außer den genannten Sätzen im osteuropäischen Akzent auch die lustigen Täterbärte bei, die sich irgendwo zwischen „ich war mal ein Rocker“ und „Jesus Christ Super(spitzbart)star-Zweitausgabe“ bewegen . Diesmal erbeuten die Täter an die 430.000 Euro.

In die anschließende Studiofahndung fließt auch ein erneuter Überfall mit ein, den dieselben Täter im Dezember 2008 begangen haben und bei dem sie – so ein Pech auch – wieder mal ein Security-Pack erwischten. Neben den Fahndungsfotos aus den diversen Überwachungskameras wird auch anhand der zurückgelassenen Taschen aus den beiden Security-Pack-Fällen nach den Tätern gesucht. Aber es gibt KEINERLEI Karten- oder Übersichtsmaterial zu den einzelnen Tatorten, nichtmal im Internet...

Fazit: Hmmh... Eröffnungsgag mißlungen, erstes FF-Szenengeschnipsel ausschließlich dank Michaels Sprechertext gerettet, dicker Filmschnitzer mit der S-Bahn, kein Lokalkolorit. Andererseits äääh andärrerseits „netter“ Überfall, fast schon zu klischeehaft („Du aufspärrän!“). Aber war der FF wirklich nötig? (Statt reiner Fotofahndung mit ordentlichem Kartenmaterial?) Anderthalb Punkte.

Kurz vor neun – da weiß man, was die Uhr geschlagen hat, Alfred Hettmer muß ran. So peinlich wie heute wars aber selten, nichtmal eine halbe Minute hat er Zeit. ErsteHinweisezumMordmesserundauchzudenanderenFällenaberdazuinderKürzederZeitjetztnixgenaueres – Rudi stimmt zu denndietelefoneklingelnschonwieder (GÄHN! ) und schwupps ists vorbei, bevor man Supercalifragilisticexpialigetisch gesagt hat. Zum wiederholten Mal stellt sich die Frage: Was soll das bloß bringen!??!?

FF4 (Kripo Koblenz) Taximord an Michaela Schellenbach (Sprecher: Michael)

Wie in den vergangenen Sendungen, so wird auch diesmal wieder ein bereits länger zurückliegender Fall als FF aufgegriffen, nämlich der Mord an einer Andernacher Taxlerin im Jahre 2000.

Die Eröffnungsszene erinnert ein wenig an die von FF1 – wieder das kleine Familienglück, denn das spätere Opfer ist Mutter von zwei Kindern. Ihr Mann betreibt in Andernach (am Rhein, ca. 20km nördlich von Koblenz) ein kleines Taxiunternehmen, in dem auch die Frau immer mal wieder aushilft. An diesem verhängnisvollen Abend springt sie für einen kurzfristig ausgefallenen Kollegen ein und übernimmt ebenfalls Dienst in der Nachtschicht. Kleiner Eintrag fürs „XY-Witzbuch“ aus der gemeinsamen Warterunde in der Taxizentrale: „Warum sind Frauenwitze so kurz? Damit auch Männer sie verstehen!“. Hmjah

Die Frau nimmt auch betrunken-benebelte Fahrgäste mit – das illustriert eine für sich genommen ganz witzige Szene, in der nach Mitternacht ein schwerzüngiger XY-Pseudohippie zusteigt („das war’s, eijeijei...“ ), während Michael die Szene dafür nutzt, die Sicherheitsvorkehrungen im Taxi zu erläutern („die Kamera ist allerdings defekt“).

Um 3:20 Uhr dann nimmt die Frau mit ihrem Taxi beim Andernacher Tanzlokal „Bäckerjungenstube“ (---> Eintrag ins XY-Kneipenlexikon! ) einen männlichen Fahrgast auf, der nach Namedy gebracht werden will, eine Ortschaft nur wenige Kilometer nördlich von Andernach ebenfalls am Rhein gelegen. Sie gibt das Fahrziel der Zentrale durch; ihr Mann ist derweil auch noch unterwegs auf Fahrt. Der FF blendet die von der Digitaluhr in der Zentrale angezeigte Uhrzeit (3:20) ein, und die einsetzende Spannungsmusik ist eigentlich auch ganz ordentlich, reicht jedenfalls dafür, daß dem Zuschauer nun „unheilvolles“ schwant, spätestens als sich „15 Minuten später“ die Frau nicht mehr auf den Funknachfrageruf der Zentrale meldet...

Dann aber wird das Spannungsmoment zwar ansatzweise ausgebaut (Sprechertexte!), aber gleichzeitig auch reichlich verschenkt – denn noch dichter als in den Eröffnungssequenzen von FF3 kommen jetzt Szeneneinblendungen von jeweils nur sehr kurzer Dauer, die folgendes parallelsetzen:
Frau wird per Funk gerufen // Taxi parkt auf einer Wiese bei einem Gewässer // Keine Antwort auf Funkruf // Wimmernde Frau wird zu Boden gezerrt und gefesselt // Aufruf, alle Taxler in der Gegend mögen nach Namedy fahren, „auch die Polizei wird eingeschaltet“ (Michael) // angedeuteter Hieb gegen das Opfer // Töchter erwachen zuhause wie aus einem Alptraum (völlig überflüssige Szene) // „Ein Zeuge macht bei Sinzig am Rhein eine wichtige Beobachtung“ (im Prinzip spannender Michaeltext, die zugehörige Szene aber ist so kurz, daß niemand mitkriegen kann, was denn nun genau beobachtet wurde) // Täter werfen Opfer ins Wasser // weitere Suche // Streife findet etwas im Wasser treibend // „Die Suche nach Michaela kann beendet werden“ (Taxifunkmeldung) // Ehemann soll zur Polizei kommen // „Auf der Polizeiwache erfährt der Mann die schreckliche Wahrheit“ (Michael) – dazu aber keine Polizeiwachenszene // Wagen des Opfers wird am Stadtrand von Sinzig gefunden // Mann kommt nach Hause und nimmt seine Töchter in den Arm („Wo ist Mama?...Papa?...Papa, was ist denn?“).

Der chronologische Ansatz ist m.E. grundsätzlich zu loben, auch seine konstante Begleitung durch Sprechertext ist klasse. Aber, gerade bei einem länger zurückliegenden Fall wie diesem: Ist es da richtig, so eine kleinteilige Szenenfolge zu machen? Zumal, wenn auch noch rein Rührseliges, völlig Tatunrelebantes (Töchter-Erwachen) dazugemixt wird... denn wie will man damit markante Situationen be möglichen Zeugen in Erinnerung rufen? Hmmh...

Da fällt die rein filmtechnische Peinlichkeit, daß die „Tatszenen“ - wie sogar in den kurzen Sequenzen sofort erkennbar – an einem müde dahinschwappenden Teich aufgenommen worden sein müssen, der nie und nimmer einen Fluß darstellen kann, geschweige denn einen so großen wie den Rhein, beinahe schon gar nicht mehr ins Gewicht.

Dabei bieten sich doch in der chronologischen Entwicklung des Falls eine ganze Reihe von Elementen, die sich leicht hätten zu längeren Szenen ausbauen lassen (beispielsweise die Sinziger Zeugenbeobachtung) – und wann, wenn nicht bei einem Jahre zurückliegenden Fall, sollte man sich denn Zeit für einen längeren FF nehmen?? Da wirkt es schon ein wenig symbolisch, daß es zu Beginn der Studiofahndung einen kleinen MAZ-Hänger gibt – für ein paar Sekunden erstarrt das Fernsehbild ohne Ton...

Eher kümmerlich präsentieren sich die Fahndungsansätze: Der Täter könne inzwischen „eine Wesensänderung“ durchgemacht haben, die inzwischen „seinem Umfeld“ aufgefallen sein könnte. Ah ja, Motivlage? „Völlig unklar“. KONKRETE Ansätze ganz grundlegender Natur, nämlich simple Informationen zur genauen Umgebung des Tatorts und des Auffindeorts, werden hingegen mit viel zu knapp eingeblendeten und zudem ungenauen Karten durchgehechelt. Wie will man da weitere Zeugen finden, die sich an eine Nacht vor mehr als 8 Jahren erinnern sollen? Selbst zu der im FF kurz erwähnten „wichtigen Zeugenbeobachtung“ gibt’s keinerlei Erläuterungen mehr – was genau wurde denn damals eigentlich beoabchtet???
Immerhin gibt’s eine DNA-Spur, und das aufgefundene Tatmesser („NATO Military“).

Fazit: Der FF erzählt stringent chronologisch – keine Selbstverständlichkeit mit Blick auf viele FF vergangener Sendungen, und der damit verfolgte Ansatz ist sicher der richtige. Aber er verfällt dabei grad im wichtigsten Teil in ein Tempo, dem vielleicht nicht alle Zuschauer gewachsen sind. Die Fahndung wird ebenso „durchgezogen“ – so muß das verschenkte Zeit bleiben. Es gibt aber trotzdem satte zweieinhalb Punkte , mit leichter Tendenz nach oben, weil man konsequent vermieden hat, hier Originalaussagen einzubauen, und auf Michael-Texte setzte. Ich könnte mir sogar vorstellen, daß grad der zweite Teil des FF ursprünglich länger geplant war und man da kurzfristig noch dran rumgeschnippelt hat... wäre die zweite Hälfte des FF ähnlich detailliert ausgefallen wie die erste, hätte das locker auch ein Super-Dreipunktefall werden können. Trotz (oder gerade wegen) „Rheinteich“!

Studiofall 4 “TOP-Fahndung” (LKA Hamburg) Fahndung nach Alexander Scholl

Der Gesuchte hat mit Scheinfirmen, betrügerischen Exportgeschäften und anderen Tricks bislang einen Schaden von 50 Millionen(!) Euro verursacht. Nach dem Wirtschaftsbetrüger, der sich „vermutlich ins Ausland“ (nähere Angaben werden nicht gemacht) abgesetzt hat, wird mithilfe eines Fotos gefahndet. Hinweise/Fotomontagen, wie er sein Aussehen inzwischen verändert haben könnte, fehlen.

Klare Fahndungssache für XY, keine Frage – aber "TOP"?

Als nächstes der „XY-Update“-Block, diesmal zu zwei Fällen:

UPDATE: 3.9.2008 FF1 (LKA Düsseldorf) Pink-Panther-Bande um Alkesander Nikolic

Zwar ist der gesuchte „Kopf“ der Bande nach wie vor flüchtig, aber nach der September-Sendung 2008 konnte einer der Komplizen bei einer zufälligen Polizeikontrolle in Monaco festgenommen werden. Auch gab es konkrete Hinweise eines XY-Zuschauers auf ein weiteres Bandenmitglied, so daß von letzterem nun ein besseres/neueres Foto sowie der „Klarname“ vorliegen. Beides wird zu Fahndungszwecken nun ausgestrahlt.

UPDATE: 30.4.2008 FF5 (Kripo Düsseldorf) Serien-Bankräuber für die neue Fahndung zuständig: Kripo Mainz

Der in der April-Sendung 2008 gesuchte Mann, der bei bis dahin zehn Banküberfällen jeweils Überfalltexte in Zettelform vorgelegt hatte, hat nach der XY-Ausstrahlung zwei weitere ähnlich aufgezogene Überfälle verübt; beim letzten kurz vor Weihnachten 2008 konnte er in Mainz auch erneut fotografiert werden. Mithilfe des neuen Fotos wird erneut nach ihm gefahndet; zuständig dafür, so RC, sei jetzt die Kripo Mainz.

FF5 (Kripo Kleve) Raubüberfall auf Juweliers-Ehepaar („Kleine Stradivari“) (Sprecher: Michael)

„Das sind die Klänge einer Stradivari“, bemerkt RC zur Einleitung, während aus dem Hintergrund eine Geige erklingt und auch auf dem Studiobildschirm eine bespielte Violine eingeblendet wird. Eine echte Stradivari sei Millionen wert – im nächsten Fall aber ginge es um eine kleine Nachbildung aus purem Gold...

Ein älteres Juweliersehepaar bewohnt am Stadtrand von Kleve eine feudale Gründerzeit-Villa, in der sie auch besonders kostbare Stücke in auf mehrere Räume verteilten Vitrinen aufbewahren und trotz ihres hohen Alters – der Mann ist mittlerweile 83 und „denkt nicht an Ruhestand“ (schöner Michael-Satz) – nach wie vor ihrem Geschäft nachgehen. Gute Michael-Texte erläutern auch die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen, die das Paar an der Haustür angebracht hat.

Das Paar empfängt (zu passenden Violinklängen) einen Stammkunden aus Holland, der ein Geschenk für seine Frau sucht und sich verschiedene Stücke zeigen läßt, darunter eine als Goldbrosche gefertigte „Mini-Stradivari“. Zu dem Stück erläutert der Juwelier, ein Kunde habe sie vor 14-15 Jahren anfertigen lassen, „er wollte sie seinem Freund schenken, einem Musiker, aber sie ist nie abgeholt worden“. Woraus der Holländer schließt: „Vielleich is die Freundschaft zerbroche?“

Nette Szene – die spannungstechnisch geschickt kurz unterbrochen wird, denn ungefähr zu dieser Zeit wird hinter der Villa von Unbekannten ein VW Passat abgestellt, der kurz zuvor gestohlen worden ist, wie Michael unheilsschwanger bemerkt.

Nachdem der Holländer als letzter Privatkunde an diesem Abend gegangen ist, erwartet das Paar eigentlich noch ihren Sohn zum Abendessen – der aber ist in seinem eigenen Juweliergeschäft noch beschäftigt. So will der alte Herr dann später am Abend doch schonmal das Gartentor verschließen gehen, der Sohn habe ja einen Schlüssel (für eine vom Innern des Hauses zu bedienende Schließanlage hatte es offenbar nicht gereicht, wäre eigentlich einen anschließenden Vorbeugungstip wert gewesen) – er ahnt nicht, daß vier maskierte Täter inzwischen auf sein Grundstück vorgedrungen sind (letztere Szene wird auch mit recht ansprechender Spannungsmusik unterlegt). Als er die Haustür aufschließt, wird er von den Tätern überfallen, und – so Michael – „für das Ehepaar beginnt ein langes Martyrium“.

Das „Martyrium“ wird dann im FF recht detailliert geschildert: Die Opfer werden gefesselt und mehrfach bedroht, während die Täter sich daranmachen, die Vitrinen zu plündern und immer wieder nach einem gar nicht vorhandenen Tresor zu fragen. Zwischendurch blendet der FF ein, wie der Sohn des Ehepaars spätabends endlich Feierabend macht (parallel dazu sucht der überfallene Mann nach einer Finte, um seine Fesseln abgenommen zu bekommen, doch die Täter fallen nicht darauf herein) und zwar noch bei seinen Eltern vorbeifährt, aber doch nicht mehr stören möchte, weil es schon so spät geworden ist... „Fast wäre er dabei den bewaffneten Tätern begegnet“, die nach mehr als zwei Stunden mit einem Sack wertvoller Beute mit dem zuvor geparkten Passat das Weite suchen.

Der Mann kann sich aus den Klebebandfesseln rasch befreien und ruft die Polizei – und läßt seine Ehefrau („hältst Du’s noch nen Moment aus?“) aber erstmal in gefesseltem Zustand zurück : Motiv klar „geklaut“ aus 3.9.2008 FF5 (Siehe Review zur damaligen Sendung „Hallo Tschüß!“), aber trotzdem auch diesmal wieder witzig...

In der anschließenden Studiofahndung geht es um den gestohlenen Passat, der später einige Straßen weiter aufgefunden wurde, sowie um markante Stücke aus der Beute, darunter eben jene goldene „Mini-Stradivari“ und eine – auf jeden Fall einen Eintrag ins XY-Lexikon wert – Armbanduhr mit einem Zifferblatt aus Eisvogelfedern(!!!).

Spannungstechnisch gut aufgebaut und immer wieder mit passenden Michael-Texten unterlegt, präsentiert sich der FF als sehr solide & gelungen, obwohl die Tat selber nichts allzu spektakuläres oder geheimnisvolles bietet. Gediegene Szenerie, kein Szenengehetze – macht drei Punkte!

Und fürs Kuriositätenkabinett: Die Schauspielerin, die die Rolle der alten Dame verkörpert, kann allenfalls halb so alt gewesen sein wie das tatsächliche Opfer, sonst hätte man sie nicht so ostentativ mit Maskenbildner-Gesichtsfalten überziehen müssen, das wirkt grad bei Nahaufnahmen unfreiwillig amateurhaft-komisch.

Studiofall 5 (Kripo Gelnhausen) Vermißtenfall Andrea Kunz

Die Vermißte arbeitete als Prostituierte in Bad Orb, wo sie als „Andrea König“ bekannt war. An einem Abend setzte sie noch einen Notruf an ihren Mann ab („habe Schwierigkeiten“, der letzte Kunde soll in Schlüchtern wohnen), danach fehlt jedes Lebenszeichen. Der Fall wird leider völlig durchgehechelt, keinerlei detaillierte Ansätze zur Fahndung (die im Studio anwesenden Beamten werden immerhin mal 2 Sekunden lang eingeblendet), kein Kartenmaterial oder ähnliches, ruck-zuck erledigt RC seine Sätze, weilwirhabensjasoeilig. So sollte man mit Studiofällen grad dieser Tragweite nicht verfahren... beschämend!

Studiofall 6 (Kripo Dortmund) Fahndung nach Asllan Gashi

Der Gesuchte soll seine Frau, die sich im Sommer 2008 von ihm trennte, im Dezember 2008 bei einem Mordanschlag durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt haben; das Opfer überlebte nur knapp. Ein Fahndungsfoto wird ausgestrahlt.

FF6 (Kripo Bad Homburg) Vergewaltigung einer Joggerin (Sprecher am Anfang: Michael)

Die Einleitung ist recht gelungen: Das Leben habe eine berufliche Chance bereit gehalten für die junge Frau aus Oberursel, so Rudi, doch dafür mußte sie einen Umzug in eine andere Stadt planen, „und dann passierte dies:“ – der FF beginnt dann gleich mit einem kurzen musikalischen Paukenschlag und zeigt, wie eine völlig verstörte und ramponiert aussehende Frau ihre Wohnungstür hinter sich zuwirft und zu Boden sinkt. Anschließend geht sie duschen.

Eigentlich ein guter dramatischer Einstieg für einen „Rückblendenfall“, denn der Zuschauer ahnt ja sogleich, daß etwas vorgefallen sein muß - und ahnt wohl auch gleich, was das war, als die immer noch verstört wirkende Frau ihrer Mutter am Telefon zunächst nichts weiteres schildert, um dann aber doch in Tränen auszubrechen... (Michael: „Erst 10 Tage später meldet sich Stephanie auf Anraten ihrer Mutter beinder Polizei“).

Das wars dann aber auch schon – denn spätestens ab hier ist das ganze kein XY-FF mehr, sondern allenfalls eine (nichtmal in der Beziehung allzugut gemachte) Episode aus einer beliebigen Krimi-Vorabendserie. Das Gespräch mit der Kripobeamtin, die vergebliche Tatortbesichtigung (Opfer kann sich nicht an den genauen Ort erinnern) mit dazu fetzenhaft eingeblendeten Wackelcam-Momenten einer offenkundigen Vergewaltigungstat, die Dialogtexte der Protagonisten (kein Sprechertext mehr, stattdessen Dialoge der auch darstellerisch entsprechend gestylten/besetzten Beamten im Vorabendkrimiserien-Polizeibüro wie „Ich weiß nicht mal, ob sie sich das alles nicht bloß ausgedacht hat“ usw.) – man wartet eigentlich bloß noch darauf, daß Kommissar Schickl von der SOKO zur Tür reinspaziert.

Schickl kommt zwar nicht (kann er ja auch nicht, stimmt ja, ist ja bei der SOKO 5113 inzwischen leider pensioniert, sehr schade, der hatte Charme), dafür aber übernimmt „der Kollege“ Phantomzeichner, der das Opfer erstmal hart rannimmt („blenden Sie die Tat aus, vergessen Sie es einfach... mich interessiert nur das Bild, das sie vom Täter im Kopf haben“ oder so ähnlich), was zu weiteren Wackelcam-Kurzrückblenden und albernen Texten führt („ich fühle immer noch das Messer“) – bei allem Respekt vor dem echten Opfer und dem unzweifelhaft echten Grauen, daß das Opfer bei jedem Zurückdenken an die Tat jedesmal aufs Neue empfinden wird: Was soll so eine Szene in einer Fahndungssendung???. Die folgenden "backflashes" bringen noch albernere Dialoge zwischen Täter und Opfer („Was wollen sie?“ – „Na, was alle Männer von einer hübschen Frau wollen!“). Als das Opfer schließlich bereit ist, Angaben für ein Phantombild zu machen, sagt sie zum Kripomann auf dessen Frage hin, welche Augenfarbe der Täter denn gehabt habe: „Na bieten sie mal was an, ihr Computer kann doch alles, oder?“.
Yuy!

Im Studiogespräch wird dann auch nur das Phantombild als konkreter Fahndungsansatz angeboten; da sich das Opfer nicht mehr an den genauen Tatort erinnern kann, bringt die (dennoch viel zu) kurz eingeblendete Übersichtskarte der Felder und Wiesen um Oberursel da wenig weiteres.

Komplett verkorkst dargestellter Fall – nachdem alle fünf vorangegangen FF ja wieder mal gezeigt hatten, wie wichtig-entscheidend-ordnend konzise formulierte und untergebrachte Sprechertexte sind, macht sich der Kontrast dazu in FF6 umso negativer bemerkbar. Klare Sache: Allenfalls ein halbes Pünktchen (für den Verzicht auf Originalaussagen, sonst wären es null).

Und was wenig ermunternd stimmt (oder andersherum vielleicht zeigt, wo ZDF-Redaktion sich von XY-Redaktion unterscheidet) : Auf der neuen XY-Seite mit Infos und Videos zu allen FF bietet das ZDF gerade diesen, den m.E. mit Abstand am schlechtesten umgesetzten Fall der heutigen Januar-Sendung, als „Aufmacher“ in der Überschrift...

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Dann ist die Sendung auch schon vorbei... ach nee, noch nicht ganz, Alfred Hettmer darf nochmal Zuschauerreaktionen verkünden – Rudi zuvor „Aber ganz schnell, das Heute-Journal wartet“ (welch Drama auch, wenn das mal 30 Sekunden später begänne... gibts ja sonst, etwa bei Sport, auch nie, oder? ). So kann der gute Hettmer, der sich doch, gäbe man ihm mehr Raum (auch bei der Zwischenabfrage), perfekt als Nachfolger für Peter Hohl, Irene Campregher und Sabine eignen würde in der Studio-Berichterstattung über die jeweils bislang eingegangenen Hinweise, nurmehr im Stakkato einiges herunterstammeln („aber wegen der Kürze der Zeit jetzt nicht mehr dazu“). Eigentlich ist das für den Mann fast schon eine Beleidigung!
Nee ehrlich - mir tut das jedesmal leid. Gebt dem Hettmer doch mal zwei ganze Sendeminuten! Weg mit der völlig überflüssigen "Zwischenabfrage", dafür am Ende jeder XY-Sendung dann aber auch wirklich zwei ganze Minuten für Zuschauerreaktionen via Hettmer - das würde der Sendung ganz sicher guttun!!

Gesamtfatzit: Das XY-Jahr 2009 hat also begonnen – etwas durchwachsen, würd ich sagen, jedenfalls was die Sendung selbst betrifft...

Äußerst positiv auf jeden Fall, Trends der vorangegangenen Sendungen fortsetzend: Verzicht auf Zerstückelung der FF durch „Originalaussagen“, stattdessen konsequenter Einsatz von Michael-Texten: Das macht sich, wie die heutigen Beispiele zeigen, auch dann bezahlt, wenn der FF selbst mal Schwächen hat. (Ausnahme davon FF6, der vielversprechend beginnt, um dann in eigentlich überwunden geglaubtes anti-FF-mäßiges Soap-Geplänkel umzuschwenken... immerhin diesmal nur bei einem von 6 FF).

Die Mehrheit der FF zeigt klar, daß man offenbar bemüht ist, sich konsequent wieder bewährten Erzählformen anzunähern – dazu, wie schon bei der Dezember-Sendung, kann man den Verantwortlichen nur ein „weiter so“ zurufen! XXX Kritikpunkte wird’s immer geben, aber wenn erstmal auf Dauer das Zerstückelungs-Unwesen aus XY verbannt ist (und danach schaut’s im Moment wirklich aus), ist meiner Meinung nach fü die Sendung und ihren Zweck schonmal ne ganze Menge gewonnen! WEITER SO!

Beim Anschauungsmaterial für den Zuschauer und den konkreten Fahndungsansätzen ergeben sich diesmal wieder postive und negative Befunde nebeneinander, wobei das negative doch etwas überwiegt – das bleibt immer noch ein Manko des jetzigen Sendekonzepts. Man bekommt als ernsthaft-aufmerksamer Zuschauer allzu oft das Gefühl, daß da auf die Schnelle was zusammengestöpselt wurde, und hat selten das Gefühl, das aus einem reichen Vorrat an Fahndungsansätzen geschöpft wird (ein immer noch krasser Gegensatz zu früheren Sendungen unter Ede oder Butz/Sabine).

Rudi macht seine Sache professionell, aber grad bei der heutigen Sendung hat er sich offenbar vom Logo „Tempo tempo tempo“ mal wieder zu sehr beeindrucken lassen. Vielleicht sollte er da auch mal entschiedener dagegenhalten – dann „verschieben sich nachfolgende Sendungen“ eben mal um eine(!) Minute, na und? Gottschalk & Co. lachen über solche Dinge seit Jahrzehnten.

Ein wirklich echter Fortschritt (den man m.E. in der heutigen Sendung aber VIEL gebührender hätte herausstreichen müssen, stattdessen hat man ihn eigentlich gar nicht herausgestrichen, sondern lediglich mit einem knappen Halbsatz in der Abmoderation am Ende abgehakt) zum XY-Jahr 2009 ist aber das Video-Angebot in der Mediathek – willkommen, liebes ZDF, im „weltweiten Internet“!

Und – bitte bei den FF so weitermachen, auf Sprechertexte setzen, solide-chronologisch erzählen, das ist der richtige Weg!!!


Soweit meine wie immer stets subjektiven Eindrücke als XY-Zuschauer... freue mich auf Eure Meinungen und Diskussionsbeiträge!

Viele Grüße,
Bernhard.
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#6

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 15.01.2009 07:30
von bdvogel (gelöscht)
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Vorhin vergessen - wie stets hier auch ein Repro der ersten Zuschauerreaktionen:

Nach XY: Heißer Tipp von der Ex
Bankräuber identifiziert? Enttäuschte Ehefrau gibt Hinweis


Sitzt einer der vier unbekannten Bankräuber, nach denen in der jüngsten XY-Sendung gefahndet wurde, bald hinter Gittern? Die Hinweislage in diesem Fall ist sehr gut, meint der zuständige Beamte. Eine Anruferin erkannte den Gesuchten, nannte den Namen und einen möglichen Aufenthaltsort - allerdings im Ausland. Woher die Frau das alles weiß? Sie war mit dem Gesuchten liiert, sagt sie.

Auch in der Schweiz wird XY nach wie vor gerne gesehen. Das belegt die Resonanz auf den Schweizer Mordfall Yasemine Yelogaci. Aus vielen Kantonen gingen Hinweise bei der zuständigen Kantonspolizei in Zürich ein. Doch der Hinweis, der Feldweibel Friedrich Kurt im Moment am meisten interessiert, kommt aus dem Raum Ulm. Die Anruferin hat - wie sie sagt - mit dem Opfer eine Ausbildung dort absolviert und kann vielleicht über die Vergangenheit der Frau etwas erzählen. Denn Yasemine Yelogaci stammt aus der Nähe von Ulm. Die Polizei vermutet, dass dort auch der Schlüssel zur Aufklärung liegt.

Wird Einbrecher sesshaft?
Neue Erkenntnisse auch zur Fahndung nach dem mutmaßlichen Serieneinbrecher Ruslan Tronciu: Ein Anrufer erklärte, er habe vor wenigen Tage mit diesem Kontakt gehabt. Er befinde sich nach wie vor in Berlin - und zwar in einem Stadtteil, den die Kripo bereits im Visier hat. Dort - so der Hinweisgeber - sei Tronciu zurzeit auf Wohnungssuche.

Und schließlich kann auch Hauptkommissar Wolfgang Schmitz einem besonders interessanten Hinweis nachgehen: Zum Taximord bei Koblenz scheint er durch XY eine Zeugin gefunden zu haben, die Michaela Schellenbach kurz vor ihrem gewaltsamen Tod noch gesehen hat - im Taxi zusammen mit einem Mann. Beide sollen heftig gestritten haben. Vielleicht kommt die Kripo Koblenz damit nach acht Jahren der Klärung des Falles näher.

14.01.09 wel


(Quelle: www.e110.de)
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#7

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 15.01.2009 08:08
von Jiri Brei • 549 Beiträge
Filmisch besser - kriminalistisch weiterhin ungenügend.

So lässt sich meiner Meinung nach die Sendung kurz zusammenfassen. Die Filme werden langsam wieder besser (von "gut" oder gar Grimm-mäßig sind sie aber immer noch meilenweit weg).

Was aber immer mehr negativ auffällt ist die schludrige Art, wie die Fälle behandelt werden. Als krassestes Beispiel ist gleich zum Anfang das Tatmesser im FF 1 zu erwähnen: Hier fehlt am Griff ganz offenbar ein Stück! Im Bild (auch auf e110.de) sehr gut zu sehen. Früher wäre darauf eingegangen worden, auch hätte man versucht, den Hersteller und das Alter zu bestimmen.
Heute?
Tja, da haben wir so ein Tatmesser (FF 1), es ist 20,5 cm lang (kommafünf!) aber ansonsten ganz unscheinbar?

Oder die Kleidung des Jogging-Täters wurde im Studio auch nur beschrieben, statt mit Vergleichsstücken gezeigt.

usw.

Setzen! Sechs!

Was mir weiterhin schleierhaft bleibt, ist auch das unmotivierte hereinnehmen von uraltfällen, mit nullkommanull aktuellen Fahndungsansätzen. Was soll das bitteschön?
So tragisch der Fall der Taxifahrerin auch sein mag, aber das ist acht komma fünf Jahre nach der Tat ohne neue Ansätze einfach nur Verschwendung.

Ausserdem finde ich es weiterhin irritierend, dass in den Filmfällen Tätergesicherter bei Fällen gezeigt werden, von denen keiner weiss, wie der Täter aussieht (z.B. FF 1).

Mit dem Format könnte man, denke ich, leben (wenn es denn gute Sprecher(in)texte durchgängig! gebe). Insbesondere den Soap-BetaCam-Interview-Mist braucht kein Mensch, wie man gestern gesehen hat (wobei auf dem Kiez auch wieder Beta im Einsatz war, aber das gabs ja auch schon zu EZ´s Zeiten).

Bleibt zu hoffen, dass in der nächsten Sendung wenigstens der Geburtstag von EZ erwähnt wird (nachdem sich hier ja anscheinend keiner so richtig dafür begeistern kann, EZ einen gemeinsamen Gruß zu schicken...)

JB
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#8

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 15.01.2009 14:06
von Matthias OS • 13 Beiträge
Mein kritisches Fazit: Eine unterdurchschnittliche Sendung, die von handwerklichen Fehlern und unspektakulären Fällen durchsetzt war und wieder einmal viel zu schnell war.

FF 1 ("Mami Yasemine"): Wie schon in der letzten Folge mit "mama_94_01" beginnt die Sendung mit einem Überfall auf eine Tankstelle. Ein Fall, der mich vor allem wegen der handwerklichen Fehler nicht überzeugte und zudem zu sehr auf "Soap-Elemente" setzte. Die Kinder am Ende hätte man besser weggelassen und sich stattdessen darauf konzentrieren sollen, eine Tankstelle zu finden, die dem Originaltatort gleichkommt! Im Film wurde eine Großtankstelle dargestellt, in Wahrheit war es - wie auf den Fotos zu erkennen - jedoch eine kleine Klitsche aus den 60er Jahren. Früher bei Ede wurde immer auf Ähnlichkeit der Drehorte mit den Tatorten geachtet, mittlerweile scheint jeder Tankstellenüberfall in der gleichen Tankstelle gedreht zu werden. Der Fall an sich zudem ziemlich unspektakulär, die Darstellung solide.
Bewertung: 2/5

FF 2 ("Falscher Toni"): Ein Fall, der unter Ede nicht in einem Film verarbeitet worden wäre! Jedoch haben mir Aufmachung und Story durchaus gefallen, die Beziehung zwischen Täter und Opfer wurde sehr anschaulich geschildert und kam zum Glück ohne Effekthascherei aus. Hinweise auf mögliche "padäpholie Neigungen" oder "ein Milieu, das den meisten von uns fremd sein dürfte" habe ich jedenfalls nicht vernommen. Früher hätte man einen solchen Fall zudem sicherlich mit Hinweisen zur Vorbeugung versehen, ohne dabei zugleich allerdings die Dummheit des Opfers anzusprechen. Wegen der durchgängigen Erzählweise aus meiner Sicht der zweitbeste FF der Sendung.
Bewertung: 3/5

FF 3 ("Dalton-Bande"): Mit der schemenhaften Darstellung der ersten Überfälle habe ich überhaupt nichts anfangen können. Diente dies der Effekthascherei oder versprach man sich dadurch zusätzliche Fahndungsansätze? Die Fotos aus der Überwachungskamera waren jedenfalls viel zu schlecht und wurden zudem viel zu kurz eingeblendet. Völliger Murks! Bei der Schilderung des Überfalls auf die Postfiliale stand dann die Angestellter mitsamt ihres penetranten Nachbars im Vordergrund. Die Inszeninierung war solide Hausmannskost, jedoch hatte ich weit höhere Erwartungen nachdem Rudi zu Beginn den Vergleich mit der Dalton-Bande anbrachte. So bleibt der Eindruck eines filmisch aufgebauschten Banküberfalls, der aufgrund des fehlenden Kartenmaterials (wie wäre es mit einer Übersicht über alle bisherigen Tatorte gewesen?) für mich nicht lokalisierbar ist.

FF 4 ("Taxi Ela"): Ein völlig unübersichtlicher Fall bei dem bei mir viele Fragezeichen zurück blieben. Warum wurde der betrunkene Reisende in den Fall integriert? Warum der Mann des Opfers? Warum wurde die Zeugenbeobachtung so sehr in den Hintergrund gestellt? Die Darstellung der Umstände (kleine Taxiklitsche, nicht funktionierende Kamera) war jedoch gelungen, als dann jedoch die Tat selber dargestellt wurde, machten die Filschnippsel den ordentlichen Gesamteindruck wieder zunichte. Was soll diese Hektik, hatte dieser Fall das nötig? Schließlich tauchte dann irgendwann die Polizei auf, die dann aber kurioserweise nicht zunächst versuchte, die Frau wiederzubeleben. Interessante Story, jedoch verhunzt durch Setzung falscher Schwerpunkte.
Bewertung: 2/5

FF 5 ("Kleine Stradivari"): Ja, so macht XY Spaß! Endlich einmal ein gediegendes Erzähltempo, obgleich - oder gerade deswegen - die Spannung nicht zu kurz kam. Das Juwelierehepaar wurde durch die Schauspieler richtig gut verkörpert, obwohl die Frau wie eine echte Furie wirkte. Die Tatdarstellung dann in der Tat recht ausführlich, wobei sich das Ehepaar aber durchaus wacker schlug und der Mann sogar noch fähig war, sich eine Finte zu überlegen. Ein Fall, der zu denken gibt, da die Sicherheitsvorkehrungen praktisch gegen Null tendierten. Dass man mühelos auf das Grundstück gelangen konnte, spricht ebenfalls nicht für das alte Ehepaar. Wie dem auch sei, ein klassisch inszenierter XY-Fall, insgesamt der beste des Abends.
Bewertung: 4/5

FF 6 ("Akne-Vergewaltiger"): Daran war alles schlecht. Umzug in die andere Stadt? Gut und schön, nur hätte ich gerne gewusst, warum die Frau umzog und welche Chancen sich eröffneten? Umfeld des Opfers? Aber nein, man musste den Film ja unchronologisch aufziehen: Erst ein Anruf bei der Mutter, dann der Gang zur Polizei, schließlich die Quälerei ehe irgendwann ein Phantombild entstand. Das war dann irgendwann fertig und der Fall damit vorbei. Frage: Wer denkt sich ein dermaßen behämmertes Drechbuch aus? Korrigiert mich, aber meines Wissens war es nicht die erste Vergewaltigung, die derart filmisch dargestellt wurde. Insgesamt kompletter Nonsens, ohne Nutzwert, ohne Spannung.
Bewertung: 0/5
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#9

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 15.01.2009 20:32
von Dennis • 19 Beiträge
Also: Auch mir gefällt die filmische Umsetzung der Filme, beim Tankstellen-Fall und beim Taximord hab' ich schon fast wieder den XY-Grusel aus den 80ern gefühlt.

Das im ersten Filmfall genutzte Spannungselement, eine gruselige Szene einzustreuen, die mit der Tat selbst nicht wirklich zu tun hat, nutzt sich allerdings langsam ein bisschen ab und kam jetzt schon vielfach vor.

Ich teile aber die Einschätzung, dass die Fallauswahl selbst - sicher auch bedingt durch die Vielzahl von Filmfällen, schließlich stehen statt 30 Filmfällen jährlich wie früher nun über 70 an - oft in Richtung 08/15 geht. Der St.Pauli-Fall hätte es früher nicht in die Sendung geschafft.
Ich warte auf den ersten filmisch rekonstruierten Ladendiebstahl :-)

Aber insgesamt freue ich mich auf das weitere XY-Jahr. Diesmal also mit 12 Sendungen, das geht sicher dann 2010 wieder runter, weil Rudi dann wg. Fußball-WM weniger Zeit hat ...
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#10

Re[2]: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 16.01.2009 07:42
von Jiri Brei • 549 Beiträge
Dennis>Aber insgesamt freue ich mich auf das weitere XY-Jahr. Diesmal also mit 12 Sendungen, das geht sicher dann 2010 wieder runter, weil Rudi dann wg. Fußball-WM weniger Zeit hat ...


... oder das ZDF findet doch noch einen deutschsprachigen Moderator, der zu der Sendung passt.

JB
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#11

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 16.01.2009 08:38
von blofeld • 111 Beiträge
Ich will der Frau, die beim Joggen überfallen und vergewaltigt wurde nix schlechtes unterstellen. Aber instinktiv erinnert mich das an den Frankfurter Fall, in dem eine junge Frau sagte, sie sei am Bahnhof entführt und einige Tage in einem Keller gefangengehalten und vergewaltigt worden...was sich dann später alles als erfunden entpuppte. Wie gesagt, ich will nix unterstellen...
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#12

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 16.01.2009 09:39
von voreifelrambo • 7 Beiträge
So nun mein erster Beitrag in diesm Forum

Da ich ja aus Andernach komme und der Taximord auch behandelt wurde wollte ich dazu ein paar Sachen sagen.

Umsetzung war ansich ganz ok. Nur scheinen manche es wohl falsch verstanden zu haben oder es wurde falsch dargstellt . Ihr Mann hatt keinen Taxiladen er fuhr nur im gleichen Unternehmen wie Sie.

Ein weiterer Filmfehler ist das die Tote ins Wasser gelegt wurde. Das ist in der Realität so nicht pasiert zumindest stand nichts davon in der Presse und auch der eingezeichnete Fundort der Leiche war ja nicht direkt am Rhein.

Da ja nicht an original Schauplätzen gedreht wird empfand ich die Wahl als ehr schlecht. Die Taxizentrale in einem Parkhaus ging ja noch allerdings war das Restaurant sehr schlecht im Gegensatz zum original ausgewählt.

Das original ist mitten in der Altstadt und daher auch ein Altbau. Im Filmfall sah es recht modern aus.

Das schlimmste für mich als Andernacher ist jedoch die Aussprache unseres Stadtteils Namedy.

Die sprechen das ja Naaamediee aus Schrecklich Das wird schnell ausgesprochen so wie es der Studiogast aus Koblenz im Anschluss auch gemacht hat
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#13

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 16.01.2009 11:49
von Joerg • 179 Beiträge
Auch wenn ich die Sendung insgesamt eher mittelmäßig fand, ist positiv hervorzuheben, dass es in den letzten zwei Sendungen zu keinen sinnlosen Unterbrechungen gekommen ist.
Die Fälle 1 und 4 fand ich ganz solide, welche chronologisch auch überschaubar dargestellt wurden.
Was mir hier absolut nicht gefallen hat, ist das die persönlichen Schicksale der Opfer und Angehörigen zu sehr in den Mittelpunkt gestellt werden. So schrecklich es für die Kinder/Ehemänner auch ist, wenn sie auf einmal ohne Mütter/Ehefrauen dastehen, sollte dies in so einer Sendung mehr im Hintergrund stehen. Denn das die Angehörigen keine Freudentänze veranstalten dürfte klar sein.
Beim 2. Filmfall hatte ich mir mal so vorgestellt, wie man vor 30 + X Jahren die Umgebung und die Leute vorsichtig umschrieben hätte. Ansonsten für mich nicht unbedingt eines Filmfalls würdig.
Der 3. Filmfall war mir etwas zu lang. Es hätte eigentlich genügt, wenn man nur den letzten im Film gezeigten Überfall mit allen drum herum konzentriert hätte.
Der 5. Filmfall gehört für mich zu den Spannendsten was die Rubrik „Überfall in den eigenen 4 Wänden“ angeht. Vom Anfang bis zum Ende eine grundsolide Darstellung. Hier wurde die Tat und das Umfeld sehr gut dargestellt.
Enttäuscht hat mich der 6. Filmfall. Da wäre es viele hilfreicher, wenn der Zuschauer mehr über das Opfer erfahren hätte. Z. B. was hat sie Tags zuvor unternommen etc.. Man muß ja nicht unbedingt 5 Minuten damit verschwenden, dass das Opfer mit der Täterbeschreibung ihre Schwierigkeiten hatte.
Was ich noch unbedingt loswerden muss, ist das ich zur Umgebung des Verbrechens im 6. Filmfall einen persönlichen Bezug habe. Etwa 2 km hiervon entfernt bin ich aufs Wirtschaftsgymnasium gegangen. Bei den alljährlichen Schulsportfesten hatte ich 1987 und 1988 unter mehreren Dutzend Teilnehmern beim Orientierungslauf, der u. a. auch durch dieses Gebiet führte, zusammen mit meinen jeweiligen Laufpartnern einen hervorragenden 3. bzw. 4. Platz belegt.
Ein bisschen Angeberei muss schon sein!
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#14

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 16.01.2009 12:33
von Dirk • 1 Beitrag
Hallo und guten Tag.

Dies ist mein erster Eintrag in das XY-Forum.
Ich bin großer XY-Fan, schon seit meinem 9 Lebensjahr und freue
mich immer riesig wenn auf You Toube die alten Sendungen hochgeladen werden.

Mein Meinung zur Sendung vom Mittwoch:

Filmfall 1 aus der Schweiz (Mord an Tankstellenkassierin)

Fand ich ganz gut gemacht, nur der Schluss hätte nicht sein müssen
und irgendwie vermisst man die Schaltung in Schweizer Aufnahmestudio
nach dem Filmfall.

Filmfall 2 (Angeblicher Toni, der immer pleite ist)

Tja, ob zwischen Toni und dem Opfer auch im Bett was gelaufen
ist, wurde offen gelassen.
Vielleicht wäre der Film zu Edes Zeiten mit den Worten eingeleitet worden:
"XXX hat homophile Neigungen"
Aber heute hätten sie ja offen gesagt das er schwul ist, wenn es für
als für den Fall relevant betrachtet worden wäre.
Ansonsten fand ich den Fall gut umgesetzt.

Filmfall 3 (Banküberfälle)

Fand ich ganz gut, würde sagen: Note 3

Filmfall 4 (Taximord)

Sehr spannend gemacht, hätte glatt aus Ede-Zeiten stammen können.
Das einizige was mich gestört hat, war die traurige Szene mit
dem Vater und seinen Kindern.
Hätte es früher nicht gegeben, und so was passt auch irgendwie nicht zu XY.

Filmfall 5 (Überfall auf Juwelier)

Auch dieser Fall war sehr spannend und wäre von Kurt Grimm wahrscheinlich
nicht anders umgesetzt worden.
Der beste Filmfall der Sendung, wie ich finde.

Filmfall 6 (Vergewaltigung)

Fand ich eher schlecht umgesetzt.
Das hätte man besser machen können.

So das war mein erster Eintrag im Forum.
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#15

Re: Sendung vom 14.01.2009

in XY-Hauptsendungen 16.01.2009 13:24
von bdvogel (gelöscht)
avatar
In der heutigen Ausgabe des Bonner General-Anzeiger findet sich ein Artikel zu FF4 (Taximord von Andernach). Dort ist auch ein Foto vom damaligen Leichenfundort direkt an der Wasserlinie des Rheins; heute befindet sich dort offenbar ein kleines Gedenkkreuz.

Bernhard.
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