#16

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 17.07.2011 19:02
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Einer meiner persönlichen Favoriten ist jetzt online, der Fall einer unbekannten Toten bei Kaiserslautern.
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#17

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 18.07.2011 16:02
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Oma Thürmann!
Ich freue mich sehr, wenn du einen neuen Fall online präsentierst. Es macht großen Spaß, diese Ausführungen zu lesen. Der Fall von der unbekannten Toten von Kaiserslautern zähle ich zu den Fällen, die ich am gruseligsten finde. Nach dem Fall "Unbekannte Brandleiche bei Waltrop-FF 3-11.12.1981" kommt dieser Fall auf Platz 2. Bitte weitere Rewiews schreiben!!! Ich bin schon sehr gespannt darauf.
So denn, einen schönen Gruß von schildi
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#18

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 18.07.2011 17:49
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Hallo schildi,
vielen Dank für die freundliche Ermunterung! Der Tote aus Waltrop rückt näher, hoffe darauf, den Fall am Mittwoch hinzufügen zu können.
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#19

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 18.07.2011 20:22
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Der Fall Sabine B. und Liane H. ist einsehbar.
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#20

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 19.07.2011 17:27
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Offenbar gibt es eine Maximallänge für einen einzelnen Beitrag, die scheint beim Eröffnungs-Beitrag dieses Threads erreicht zu sein, deshalb folgen die nächsten Fälle jetzt hier:


Sendung Nr. 115 – 04.05.1979 – Unbekannte Tote auf einem Schuttplatz bei Augsburg

Der Filmfall versucht zu klären, ob zwischen drei unabhängigen Vorgängen Zusammenhänge bestehen. Zwei dieser Vorgänge sollen uns in diesem Zusammenhang nicht weiter interessieren, übrig bleibt eine Leichenverbrennung: Auf dem Zufahrtsweg eines Schuttplatzes bei Augsburg fährt in der Nacht zum 5. Januar 1979 ein Auto rückwärts, wir sehen Rücklichter und Qualm aus dem Auspuffrohr. Ein Mann steigt aus, die Kamera bleibt tendenziell Richtung Boden orientiert und filmt nur die Beine des Täters. Er hebt eine gefesselte Tote aus dem Kofferraum, trägt sie ein paar Schritte und wirft sie schließlich rüde auf den Boden, ein grauenhaft dumpfes Aufprall-Geräusch erzeugend. Klassisch der Sprechertext Wolfgang Grönebaums: Die Polizei kann rekonstruieren, "dass sich ein Unbekannter einer unheimlichen Fracht entledigt hat". Es folgt der Standard: Der Täter holt einen Kanister, übergießt unter deutlich hörbarem Plätschern die Leiche (manchmal glaube ich, dass man das Benzin riechen kann, aber da kann ich mich irren), legt die Zündspur und greift zum Feuerzeug. Ein explosionsartig aufflammender Brand füllt den gesamten Bildschirm, die Kamera folgt dem Feuer bis zur Leiche, und der Täter betritt wieder die Szenerie: Wir sehen seine Silhouette in Rückansicht, er steht vor dem Feuer und begutachtet kurz sein Werk. Der Mann scheint zufrieden und geht aus dem Bild, das Zuklappen von Kofferraum und Fahrertür ist zu hören (Selbst auf diese akustische Continuity hat Grimm geachtet: Der Kofferraum war offen, also muss es zweimal "klapp" machen, mit geöffnetem Kofferraum wird er ja wohl kaum losfahren; und zwischen den beiden "klapps" liegt eine Pause, die der Zeit entspricht, die beim Gang zur Fahrertür verstreicht - was für eine wunderbar verschwenderische Genauigkeit! Wohlgemerkt: Die Filme sind nachsynchronisiert, all das ergibt sich also nicht einfach aus dem Ablauf des Drehs und dem O-Ton), und schließlich verschwindet der Wagen hinter im Vordergrund züngelnden Flammen im Dunkeln, hilflos und vergeblich folgt ihm die Kamera.

Als gegen halb sechs Uhr morgens ein Omnibus (scheint ein aussterbendes Wort zu sein, kann mich nicht erinnern, es in jüngerer Zeit einmal gehört zu haben) den Tatort passiert, bemerken der Fahrer und ein Fahrgast einen schwachen Feuerschein, akustisch begleitet von dem, was ich für eine leise Klarinette halte (wenn es keine Oboe ist), und von einem zitternden Keyboard-Ton. Ein Feuer auf einem Schuttplatz halten sie verständlicherweise nicht für berichtenswert. Erst einige Tage später entdeckt ein Maurer, der seinen Weihnachtsbaum entsorgen will, die Leiche. Es kann einen schaudern lassen, wenn man auf die Parallelität der Handlungsabläufe achtet: Der Mann geht zum Kofferraum, hebt den Baum heraus, trägt ihn ein paar Schritte und wirft ihn schließlich rüde auf den Boden… Für die anschließende Entdeckung nutzt Grimm sekundenlang wieder die subjektive Kamera: Stark schwankend fängt sie die unsicheren Eindrücke des Zeugen ein – die Umrisse eines verbrannten menschlichen Körpers. Und da ist auch wieder der zitternde Keyboard-Ton.

Trotz des kurzzeitig durchaus heftigen Feuers steht die Darstellung der Leiche erkennbar im Vordergrund dieser Inszenierung: Erstmals beim Abladen, dann als das Feuer schon fast erloschen ist und man nur noch einen nahezu undefinierbaren Klumpen brennen sieht, anschließend als verkohltes Etwas kurz vor der Entdeckung und ein viertes Mal bei der bereits beschriebenen Mischung aus Erschrecken und Unsicherheit des Zeugen.

Zum Abschluss ein kurzes Wort zu den eingangs erwähnten anderen Vorgängen: Der erste handelte von einem grotesk zu nennenden Sexualtäter, der als angeblicher Tierarzt jungen Frauen eine Arbeitsstelle versprach und sie mit Hinweis auf vorhandene tierische und deswegen gleichfalls wünschenswerte menschliche Natürlichkeit zum Ausziehen und zum Sex zu nötigen versuchte. Der zweite bezog sich auf zwei Männer, die zwei Tage vor dem Brand mit einem Auto, das dem des Sexualtäters ähnelte, und einem Benzinkanister im Wald gesehen worden waren. Zusammenhänge zwischen den Vorgängen gab es nicht; es wird vermutet, dass die Tote eine 22-jährige Turinerin ist, die von ihrem Freund getötet wurde. Die Weigerung ihrer Mutter, eine DNA-Analyse zu ermöglichen, verhindert die endgültige Identifizierung.

Link zum Filmfall-Thread: http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__mid=757255273


Sendung Nr. 116 – 01.06.1979 – Mord an Schweizer kaufmännischer Angestellter Luciana F. in Südfrankreich

Nach Christoph K. nun also das zweite Lagerfeuer – wieder kommt das Opfer aus der Schweiz, und wieder ist Südfrankreich der Schauplatz des Verbrechens; ohne den Fall K. direkt zu nennen, nimmt Eduard Zimmermann in der Einleitung Bezug auf die Parallelen, verbunden mit der Hoffnung, dass es in diesem internationalen Fall erneut zum Erfolg kommt.

Kurt Grimm kann erneut in einem Filmfall Pferde und Feuer vereinen (erstmals 1975 beim Hufschmied des Turnierpferdes Carré d'As): Die Rekonstruktion beginnt mit eindrucksvollen Bildern von Wildpferden in der Camargue (Ganz persönlich hätte ich ja gerne auch die Flamingos noch länger gesehen, doch die sind nur fliegend ganz kurz zwischen die Pferde-Szenen montiert). Das Böse bricht dann unvermittelt ein: Pferde galoppieren mit trommelnden Hufschlägen nach links aus dem Bild (Psychologen sagen, dass Bewegung nach links im mitteleuropäischen Kulturkreis als negativ empfunden wird, Faust und Mephisto fliegen bei Murnau auf Mephistos Mantel nicht versehentlich nach links, und was brennt da eigentlich im Hintergrund, als Mephisto den Mantel auf den Boden wirft?), es folgt ein Schnitt, der so unmerklich ist, dass der Eindruck entsteht, es sei gar keiner, sondern ein Schwenk direkt von den Pferden auf einen grabsteinartigen Meilenstein an der Route National 570 zwischen Arles und Saintes-Maries-de-la-Mer, an deren Rand ein Bauer am frühen Morgen des 31. Juli 1978 die Leiche einer jungen Frau findet. Der Schwenk endet mit Erreichen dieses Steines, die Kamera friert ein. Ja, natürlich weiß man: Sie ist dünn, die Membran zwischen Lust und Grauen, zwischen Leben und Tod; aber wenn man es denn eindringlich genug vorgeführt bekommt, so kann einen auch eine eigentlich alte Erkenntnis auf ein Neues packen.

Zwei Wochen später wird die 23-jährige Luciana F. aus Dietikon bei Zürich von ihren Eltern als vermisst gemeldet, und wir werden über die Stationen ihres Frankreich-Urlaubs informiert, was uns rückblickend zunächst wieder ins Leben führt: Luciana F. hat an einer Kanu-Woche teilgenommen, die Grimm mit idyllischen Bildern von unbeschwert auf einem Nebenfluss der Garonne, der Tarn, paddelnden und an den Stromschnellen aufgekratzt kreischenden jungen Leuten illustriert, die aus vielen Teilen Europas kommen – Schweiz, Deutschland, Belgien, Norwegen –, sich kennen lernen und das Leben genießen.

Dem Lagerfeuer kommt dann die Rolle der Schnittstelle zu; die Woche ist vorbei, die Gruppe wird sich trennen, es ist der Moment der Melancholie, es ist der Moment für Moll: Zur Gitarrenbegleitung erklingt "House Of The Rising Sun". Zum Beginn der Szene ist das Feuer in Großaufnahme im Zentrum des Bildes, die Kamera-Bewegung lässt es dann in die rechte untere Ecke gleiten, wo es Grimm als Angelpunkt für einen Schwenk in die Totale über das gesamte Zeltlager nutzt; im Hintergrund lodern zwei weitere Feuer, in der Dunkelheit glitzert das Wasser. Ein weiterer Schweizer Teilnehmer der Tour, mit dem Luciana F. noch ein paar Tage in Südfrankreich verbringen will (obwohl sich zwischen ihnen "kein besonders enges Verhältnis entwickelt" hat, wie Wolfgang Grönebaum so nett sagt), erhebt sich vom Feuer, holt eine Jacke und legt sie Luciana F. fürsorglich über die Schultern, und da weiß man gar nicht, ob man heimlich ein paar Tränen verdrücken oder lieber vor Wut schreien soll. Wie schon bei Christoph K. zu beobachten war, erweckt Grimm auch hier mehrfach den Eindruck, als habe es das Feuer auf das spätere Opfer abgesehen, Luciana F. sitzt meist so direkt hinter den Flammen, dass sie von ihnen erreicht zu werden scheint.

Die weitere Reise führt die beiden zur Mittelmeerküste und schließlich über Montpellier nach Nîmes, wo sich ihre Wege trennen und uns ein langer Blick auf das Amphitheater gegönnt wird. Grönebaum beendet die Schilderung der Reise unheilvoll: "Dort verliert sich ihre Spur."

Der Mord ist ungeklärt.


Sendung Nr. 128 – 05.09.1980 – Unbekannte Tote bei Kaiserslautern

In gewohnt staubtrockener Manier führt uns der Satz: "Die Zentren des Vergnügungsgewerbes, insbesondere in den Großstädten und in der Nähe der alliierten Garnisonen, üben seit jeher eine gewisse Anziehungskraft auf abenteuerlustige junge Frauen aus" in die Welt der Nachtclubs und der "mehr oder weniger verdeckten Prostitution", dazu erklingt zu beachtlich viel nackter Haut sarkastischerweise "Born To Be Alive" (Patrick Hernandez), gefolgt von "Bad, Bad Leroy Brown" (Jim Croce), zu dessen Klängen sich deutsche und amerikanische Ermittler über die Schwierigkeiten bei der Bekämpfung des internationalen Menschenhandels austauschen, und letztlich "I Will Survive" (Gloria Gaynor), währenddessen die Riffelblende zum bereits brennenden Feuer überleitet; die Musik reicht sogar ein wenig in diese Einstellung hinein, bis sie dem Knistern des Feuers weichen muss.

Es folgt eine ganze Reihe von Fehlinterpretationen: Die erste unterläuft dem Ehemann einer jungen Dame, die am 27. Oktober 1979 gegen Mitternacht auf einer Anhöhe bei Kaiserslautern als Beifahrerin einen Feuerschein zu erkennen glaubt. In einer Art, die uns schon aus dem Fall Heiderose B. von 1970 vertraut ist, bewirbt sich der Mann um den Logik-Preis: "Komm, was soll denn da brennen, jetzt um diese Zeit? Du glaubst wohl, du bist noch im Kino, wie?" Leider wird auf Dialekt verzichtet. Die Kamera lässt die Rücklichter des Wagens im Dunkeln verschwinden und schwenkt zurück auf den unheimlichen Lichtschein in der Ferne. Am nächsten Morgen entdecken der Pächter eines Fischteiches und sein Sohn nach dem Forellenfüttern die Leiche, halten sie aber für einen Tierkadaver: "Jetzt sparen die Bauern schon das Geld für den Abdecker, wenn ihnen ein Stück Vieh kaputtgeht."

In der folgenden Nacht geschieht erstaunlich Kaltblütiges: Der Täter kehrt zurück und zündet die Leiche ein zweites Mal an. Wir sehen behandschuhte Hände ein Streichholz entflammen, hören ein kurzes Zischen und schon haben die Flammen die Tote erneut erreicht. Ähnlich wie bei der unbekannten Toten bei Augsburg tritt der Mörder kurz vor das Feuer und betrachtet es, dann klappt die Autotür und der Motor wird gestartet, während die Kamera auf dem Feuer verharrt. Auf dem Fuße folgt die dritte Fehleinschätzung: Einer Frau, die mit ihrer Tochter im Auto die Brandstelle passiert, kommt ein heller VW Variant, aus einer Nebenstraße einbiegend, rasch und ohne Licht entgegen. Als sie wenig später von ihrer Tochter auf das Feuer hingewiesen wird, gibt es einen harten Zweikampf um den Logik-Preis: "Tatsächlich, die feiern wohl was! Deshalb ist der so verrückt gefahren." Der filmische Ablauf nach der ersten Brandbeobachtung wird exakt kopiert: Das Auto verschwindet, die Kamera wird vom fernen Feuer magisch angezogen.

Erst einige Tage später wird die Leiche dann als solche wahrgenommen, die Ermittlungen am Tatort beginnen, und Grimm kann demonstrieren, wie man so etwas filmt: Zunächst sind die Sargträger an der Brandstelle im Bild-Vordergrund; sie tragen dem Sarg aus dem Bild, als die Kripo sich dieser Stelle zuwendet. Danach trifft im Vordergrund der Staatsanwalt ein und spricht mit den Kriminalisten, nunmehr wird im Hintergrund der Sarg in den Leichenwagen verfrachtet, der den Tatort auf einem sich beschaulich sanft über das Feld windenden Weg verlässt, wobei er hinter den Beamten stets im Bild bleibt, schließlich die Landstraße erreicht und aus dem Blickfeld verschwindet.

Die Tote wird anonym bestattet, wir sehen das mittels eines Kamerakrans, was selten ist (oder zoomt die auf dem Kirchturm platzierte Kamera einfach nur behutsam vom Sarg weg?), um von oben einen bewegenden Blick in die Tiefe des Grabes zu werfen. Später erscheint noch eine rätselhafte blonde Unbekannte im Nosferatu-Mantel an der Grabstelle, sie kann nicht ermittelt werden, um vielleicht weiterzuhelfen; die Tote ist eine junge Farbige, mehr ist nicht herauszufinden, sie bleibt unidentifiziert.

In jeder Hinsicht ein herausragender Filmfall: Ein sprachlich distanziert, aber optisch auffallend sinnlich präsentiertes Milieu, messerscharfe Musik-Auswahl, gegen Windmühlenflügel kämpfende Ermittler, Globalisierung (1979/80!), ein doppeltes Feuer, Zeugen-Reaktionen irgendwo zwischen Peinlichkeit und Nachvollziehbarkeit (wir wären doch genauso!?), eine zu Herzen gehende Beerdigung und schließlich noch eine gespenstische Trauernde.

Über ein erfreuliches Nebenprodukt 13 Jahre später, nämlich eine Art Familienzusammenführung, informiert der Filmfall-Thread: http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__mid=334908408


Sendung Nr. 139 – 16.10.1981 – Mord an Sabine B. und Liane Magdalena H. bei Stuttgart

Leider ein blasser Filmfall mit einem Mini-Feuer, entsprechend kurz möchte ich mich fassen. Es geht um den Mord an zwei jungen Frauen und die Frage nach einem Zusammenhang (den es letztlich nicht gab). Beide Opfer werden dem Zuschauer kaum nahegebracht und wirken also austauschbar, nicht einmal die Abschiedsszene zwischen der 20-jährigen Sabine B. und ihrem Freund am Morgen des 29. Mai 1981 vermag so recht zu berühren; eine eindringliche Schilderung des immer noch ungeklärten Falles findet sich hingegen auf Seite 11 dieses Dokumentes der Stuttgarter Zeitung, dem auch die Klärung des Mordfalls Liane Magdalena H. zu entnehmen ist: http://content.stuttgarter-zeitung.de/media_fast/626/mordfaelle.pdf . Von der 17-Jährigen, die am 5. Juli 1981 getötet wurde, bleibt hauptsächlich in Erinnerung, dass sie sich in Begleitung eines arrogant-ungehobelt wirkenden Typs befindet und mit einem denkbar empathiefreien Satz charakterisiert wird: "Eine junge Frau, die ein etwas unstetes Leben führt und den größten Teil ihrer Freizeit mit unterschiedlichen Männerbekanntschaften in den Gaststätten der Stuttgarter Innenstadt zubringt." Da ist es bald das Interessanteste, dass in der Kneipe, in der sie sich mit dem Unsympathen in Gesellschaft anderer Unsympathen aufhält, ein Plakat hängt (und in Großaufnahme gezeigt wird), das auf das Zweitligaspiel zwischen den Stuttgarter Kickers und Waldhof Mannheim am 4. August 1981 hinweist. Die Partie endete übrigens 2:0 für die Kickers, und zwar durch zwei Treffer von Klaus Täuber, dessen Bruder Stephan in der Saison 1987/88 eine der tragenden Säulen der Aufstiegsmannschaft von Hertha BSC war – Aufstieg in die Zweite Liga, wohlgemerkt! Wie jetzt, danach hatte überhaupt niemand gefragt? Fußball bei Aktenzeichen, das wird doch nicht etwa die Idee für den nächsten Thema-Thread?

Ansonsten schwäbelt sich Rolf Schimpf ziemlich einfältig als Kommissar durch das Ganze, und wüsste man es nicht besser, man würde denken, es sei ja kein Wunder, dass der bräsige Typ die Fälle nicht gelöst bekommt. Ach ja, das Feuer: Der Täter verbrennt ein Stück Stoff, in das die Leiche von Liane Magdalena H. gewickelt war. Sein Auto, von dem wir nur das rechte Vorderrad sehen, hält knirschend auf einem Waldweg, man hört das "Ratsch" der Handbremse, der Mann holt das Textil, übergießt es mit Benzin aus einem Kanister, legt die Zündspur, wobei die Kamera auf dem Stoff bleibt, das Feuer frisst sich dann zügig ins Bild, die Kamera bleibt unbewegt. Das "Klapp" der Fahrertür, natürlich das "Klack" der gelöst werdenden Handbremse, das "Grrrrr" des Motors und dann ist Rolf Schimpf auch schon wieder da…


Sendung Nr. 141 – 11.12.1981 – Mord an Unbekanntem bei Waltrop

Schon das Hintergrund-Foto bei Eduard Zimmermanns einleitenden Worten ist schlimm: Ein Grab, das für eine Freifläche auf einem Friedhof zu halten wäre, hätte es ein begabter Bildbearbeiter nicht mit einer perforierten Linie markiert. Zimmermann bezeichnet die Ruhestätte eines Unbekannten auf dem Gemeindefriedhof von Waltrop bei Recklinghausen als "schmucklos", fast schon ein Euphemismus.

Im Filmfall lässt Kurt Grimm erst einmal seiner Leidenschaft freien Lauf: Ein reitbegeisterter Polizist wird nahe einer Bauschutthalde bei Waltrop ausführlich beim Ausritt gefilmt, und zwar nur zu dem Zweck der Bestätigung, dass am Nachmittag des 21. Juni 1981 am späteren Auffindeort noch keine Brandstelle existierte. Das ist noch ermittlungsrelevant genug, aber anschließend führt uns Grimm auf einen Reiterhof, dessen doch auffallend dezentrale Rolle anderntags darin bestehen wird, dass der Rentner, der die Leiche findet, einen sich in der Nähe aufhaltenden Studenten auffordert, von eben diesem Reiterhof aus die Polizei anzurufen. Aber selbstredend sind es schöne Bilder!

Wischblende, es ist Nacht, und die Bilder werden schaurig statt schön: Ein mit zwei Personen besetztes Auto fährt erst bedrohlich auf die Kamera zu, dann wechselt die Perspektive und der Zuschauer wird kurz zum Komplizen, mit den Tätern blickt er aus dem Fahrzeug auf die von den Autoscheinwerfern nur spärlich erhellte Schuttkippe. Die Kamera ist sofort wieder draußen und wird, wie es uns vertraut ist, gen Boden gerichtet; im Schatten verlassen die Täter das Fahrzeug, heben das in einen Flokati gewickelte Opfer aus dem Kofferraum, schleppen es zu den Klängen einer klagenden Klarinette ein paar Meter und legen es auf den Boden. Nun könnte die uns ebenfalls vertraute Standard-Verbrennung beginnen, aber Grimm macht es anders: Respektvoll schwenkt die Kamera vom Opfer weg und wendet sich einem stockdunklen Gebüsch zu. Später erst erfahren wir: Das Opfer hat noch gelebt! So bleibt alles Weitere zunächst den Ohren überlassen: Es plätschert, es ritscht, es rauscht und pufft, und als Ergebnis dessen wird das Gebüsch unstet erleuchtet. Ruppig folgt der Schnitt auf das bildschirmfüllende Feuer, vor das die beiden Täter wie vor ein offenes Grab treten, um innezuhalten und es kurz zu betrachten, ehe sie einen Kanister wegwerfen und die Szene verlassen. Rückwärts fährt der Wagen davon, im Vordergrund züngeln die Flammen, auf die abschließend zögernd gezoomt wird, und wieder ist da dieser Hauch einer Klarinette.

Der nächste Morgen hält für einen mit Stock spazieren gehenden Rentner die Auffindung der Brandleiche bereit, der arme Mann sieht, was wir gemeinsam mit ihm sehen, und greift sich mit der Linken ans Herz: "Mein Gott, das ist… das ist ja ein Mensch! Der ist verbrannt!" Kurz davor ist er von einem über den unebenen Weg rumpelnden roten VW-Käfer überholt worden, am Steuer der eingangs erwähnte Student, der gleich zum Telefonieren geschickt werden wird. Zuvor allerdings erläutert Wolfgang Grönebaum dessen Anwesenheit: "Der junge Mann nutzt einen vorlesungsfreien Tag zu einem Abstecher ins Grüne." Gefühlte fünf Meter hinter der Kippe stoppt der Käfer, der Student öffnet die Fahrertür, bleibt im Auto sitzen und widmet sich einem mitgebrachten Imbiss. Unter "ins Grüne" versteht halt jeder ein bisschen was anderes… Oder ist der Blick auf die Pelikane am Dortmund-Ems-Kanal so romantisch, dass einen die Angst beschleicht, man könne sie vergrämen, stiege man aus?

Die Ermittlungsarbeit beginnt; als Kommissare versuchen sich bierruhig Wolfgang Grönebaum und obercool desinteressiert Ulli Kinalzik, den man mit einer Pinzette in den Resten des Brandes herumpieksen sieht, ehe er ein grauenhaft aufgesetztes Rheinisch zum Besten gibt, woll. Zwei Dialog-Preziosen bleiben allerdings noch zu würdigen. Der mit der Begutachtung des gefundenen Schmucks beauftragte Juwelier kommentiert die Damenringe des Toten mit einem süffisanten: "Aber vielleicht war der Herr auch etwas feminin…" Natürlich findet Ulli Kinalzik das komisch. Kurz danach, nämlich in einem umständlichen Versuch, zum Verbrennen bei lebendigem Leibe überzuleiten, informiert der Gerichtsmediziner Wolfgang Grönebaum bezüglich der Todesursache: "Die Stichverletzungen am Halsbereich waren zwar auch lebensgefährlich, aber gestorben wäre der Mann sicher an den schweren Schädelverletzungen" und Grönebaum, im Spiegel gefilmt, gibt so naheliegend wie rau zurück: "Was heißt 'wäre', der ist doch tot!" Wer wollte da widersprechen?

Ein letztes kleines Kuriosum soll nicht übergangen werden: Der zuständige Beamte im Studio hat offenbar mit dem Teleprompter zu kämpfen, er erweckt einmal sogar den Eindruck, um die Ecke schauen zu müssen, wohl weil sein Blickwinkel nicht stimmt. Aber dann flitzen die Äuglein wieder von links nach rechts.

Der Tote konnte nicht identifiziert werden, der Fall ist ungeklärt.


Sendung Nr. 144 – 23.04.1982 – Brandstiftung in italienischen Gaststätten in Niedersachsen

Sicher kein Klassiker, aber doch ein Kleinod, zumindest was die Inszenierung des Feuers betrifft. Es beginnt mit hausbackenen Dialogen zwischen den Kriminalisten, die eine Brandserie aufzuklären haben, die offensichtlich mit Schutzgelderpressung bei italienischen Gastwirten zusammenhängt. Höhepunkt des Wortwitzes ist die resignierte Beschreibung der Vernehmung eines Zeugen, dem auf die Frage, warum es so oft dort brenne, wo er arbeitet, nur einfiel: "Ja, stimmt. Wo ich arbeite, da brennt's. Bin ich halt Pechvogel." Mühsam kann die Kollegin des berichtenden Beamten einen Lachanfall unterdrücken: "Pech ist gut in dem Zusammenhang!" Da schmunzelt die Kripo.

Ausführlich inszeniert Grimm anschließend die Vorbereitung des Brandes, beginnend mit dem Anwerben von zwei italienischen Ausführungsgehilfen durch einen sich absichernd nach hinten umschauenden Klischee-Mafioso auf einem Bremer Arbeitsamt, über eine Besichtigung des Anschlagsziels inklusive eindeutiger Auftragserteilung bis hin zum Füllen eines Kanisters, der an der Tankstelle umstandslos durch das geöffnete Seitenfenster des Käfers in den Innenraum gereicht wird. Die beiden haben sich inzwischen mit einem dritten Mann samt Auto verstärkt und schreiten zur Tat: Nachdem die Gaststätte am Abend geschlossen wurde und die Stühle auf den Tischen stehen, vergewissern sie sich durch einen Anruf, dass sich niemand mehr im Gebäude befindet. Gespenstisch bewegt sich die Kamera durch den dunklen, menschenleeren Gastraum in Richtung des Telefons, geleitet von dessen schrillem Klingeln. Die Tat selbst wird von Wolfgang Grönebaum angekündigt: "In der Nacht zum 20. September 1981 verliert der fleißige italienische Gastwirt Salvatore R. zum zweiten Mal seine Existenz." Und zwar so: Der weiße Käfer fährt am Tatort vor, einer der Täter zerschlägt eine Fensterscheibe, ein anderer schüttet Benzin in den Raum, während der erste bereits eine Zeitung zusammenknüllt, anzündet und durch das Fenster wirft. Mit einem explosionsartigen Krachen steht die Gaststätte sofort in Flammen. Die beiden laufen zum Fluchtwagen, in dem der dritte Täter gewartet hat, und der Feuerschein spiegelt sich flackernd im Lack des Käfers. Im Wegfahren nimmt das Auto wieder seine ursprüngliche Farbe an. Kurz verweilt die Kamera auf der brennenden Fensterfront des Lokals, um langsam auf die Schrift über der Eingangstür zu fahren: "Bella Italia".

Katrin Hampel behandelt den Fall in "Aktenzeichen XY… ungelöst – Die spektakulärsten Fälle des Eduard Zimmermann" (1997) auf S. 224-231.


Sendung Nr. 162 – 13.01.1984 – Mord an Unbekanntem bei Innsbruck – Vorgetäuschter Tod des Dietmar R.

Der Fall ist legendär und war am 18. Oktober 1997 Bestandteil des Specials "Eduard Zimmermann – Meine größten Fälle". Die außergewöhnliche Geschichte dürfte daher geläufig sein und ist eigentlich schnell erzählt: Ein Mann sucht sich unter Obdachlosen mit Hilfe derer Blutspender-Pässe ein Opfer, dessen Blutgruppe mit seiner identisch ist, ermordet den Mann und verbrennt ihn, um als vermeintlich Toter untertauchen zu können. In der Zeit vor DNA-Analysen eine Vorgehensweise, die nicht von vornherein zum Scheitern verurteilt war.

In den frühen Morgenstunden des 6. August 1983, zwei Tage nachdem eine Frau aus Dietzenbach bei Offenbach ihren Ehemann, der bei einer Frankfurter Bank die Fahrbereitschaft leitet, nach Erhalt eines Abschiedsbriefes als vermisst gemeldet hat, brennt in einem Wald bei Innsbruck ein gelber Mercedes 280 S. Die Nähe zur Fahrbahn verrät uns ein im Vordergrund anfänglich zu sehender Begrenzungspfahl, Bäume erschweren die Sicht auf das Fahrzeug, aus dessen Innenraum hohe Flammen schlagen. Um dem Zuschauer ein freieres Blickfeld zu gewähren, fährt die Kamera sogleich nach rechts und nähert sich dem Brand danach an, bevor es im Fahrzeug zu einer krachenden Explosion kommt. Nun ist der brennende Wagen von vorne zu sehen, auf seinem Weg einen Abhang hinunter ist er an einem Felsbrocken hängen geblieben. Ein Zeuge trifft ein, und das Feuer spiegelt sich im Lack seines Fahrzeuges und in seinem Gesicht. Das ist der Moment, in dem Wolfgang Grönebaum mitteilt, dass in dem Auto gerade ein Mensch bis zur Unkenntlichkeit verbrennt. Schließlich findet der Zeuge am Straßenrand im flackernden Schein des Feuers noch ein Hemd mit Bundeswehr-Emblem, und nachdem er sich auf den Weg gemacht hat, das Geschehen zu melden, schließt sich der filmische Kreis mit einem letzten Blick auf das Inferno – wieder aus der Anfangsperspektive mit dem Begrenzungspfahl.

Später, als Dietmar R. sich überraschenderweise nach einer Reise durch Italien und Griechenland gestellt hat und die Tat als Notwehrhandlung darzustellen versucht, wird die Entstehung des Feuers nachgereicht: R. verteilt Benzin aus dem Reservekanister im Innenraum, tränkt einen Lappen mit Benzin und wirft ihn in das Fahrzeug, das sofort in Flammen aufgeht. Er eilt die Böschung hinauf Richtung Straße, dreht sich ein letztes Mal um und wirft einen Blick auf seine Tat, dabei wird ein Baum, der zwischen der Kamera und dem Flüchtenden steht, von den Flammen erhellt.

Brilliant gefilmt ist auch die Beerdigungsszene, beginnend mit einer Großaufnahme des schwarz verschleierten Gesichtes der aparten Ehefrau des vermeintlich Toten, umrahmt von im Hintergrund vor der weißen Kirchenwand stehenden Grünpflanzen. Die Kamera zoomt heraus, erfasst zunächst die Kinder und schließlich die gesamte (stehende) Trauergemeinde. Groß und aufrecht ist die Gestalt der Ehefrau ins Bild gesetzt, an eine antike Heldin gemahnend (vielleicht das Land der Griechen mit der Seele suchend?). Als die Kamerabewegung beendet ist, befindet sich die im Vordergrund ins Bild gekommene brennende Kerze… wo? Genau vor Frau R. und ihren beiden Kindern!

In "Meine größten Fälle" berichtet Eduard Zimmermann, dass Dietmar R. zu lebenslanger Haft verurteilt, sein unbekanntes Opfer, das er wahrscheinlich im Obdachlosenmilieu am Innsbrucker Bahnhof gefunden hatte, aber nicht identifiziert werden konnte.


Sendung Nr. 168 – 07.09.1984 – Mord an 15-jähriger Schülerin Marlitt W. in Frankfurt/Main

Ein Gebäude steht im filmischen Mittelpunkt dieses Falles – und die Arbeit der Einsatzkräfte, die von den Ereignissen in den letzten Monaten der Existenz des Gebäudes erzwungen wird: Seit dem 20. Februar 1983 wird die 15-jährige Marlitt W. vermisst, am 20. März 1983 brennt in Frankfurt/Main auf einem Grundstück, das nach der dort einstmals ansässigen Gärtnerei Sinai-Gelände genannt wird, ein abbruchreifes Wohn- und Lagerhaus. Das Feuer ist umfassend, wir sehen in beiden Etagen Flammen aus den Fenstern schlagen, und auch der Dachstuhl brennt. Etliche Feuerwehrmänner sind im Einsatz, sehr eindrucksvoll ist die Perspektive vom Dach aus: Man sieht die Löschfontänen von unten auf den brennenden Dachstuhl zuschießen, hinter den Feuerwehrmännern steht ihr Einsatzfahrzeug, weitere Kräfte eilen herbei, eine Schlauchrolle tragend. Dann ist die Kamera wieder auf dem Boden, blickt in die Gesichter der Löscharbeiter, ein Fenster nach dem anderen wird bearbeitet, bald sind alle nur noch schwarze Höhlen. Es ertönt ein energisches "Wasser halt", flink werden die Hähne zugedreht. Auf der Suche nach dem Brandherd hockt ein Feuerwehrmann auf dem Dach des Gebäudes und wirft Ziegel in den noch qualmenden Dachboden, um sich Sicht ins Innere und auf den freigelegten Dachlatten Halt zu verschaffen. Mit gekonntem Sprung gelangt er durch eine ausgebrannte Dachluke in das Haus. Spätestens hier wartet der geübte Zuseher auf den Leichenfund, doch der Spannungsaufbau ist noch nicht zu Ende, der Mann findet nichts. Grimm folgt dann der wohlbekannten Devise "Nichts passiert allein" (und er wird ihr in diesem Film noch ein zweites Mal folgen), denn während zwei Feuerwehrleute die mögliche Brandursache diskutieren, räumen ihre Kollegen im Hintergrund bereits emsig die Schläuche und anderes Gerät zusammen. Die beiden gehen schließlich und lassen uns noch ein wenig mit der Beobachtung dieser Tätigkeiten allein.

Weiter geht es mit dem Schwerpunkt auf handfest Handwerklichem: Einige Monate später, im August 1983, beginnen die Abbrucharbeiten. Die Baggerschaufel fährt knirschend in das morsche Gerippe des Hauses, und wieder beschleicht einen die Ahnung, dass das nicht das einzige Gerippe bleiben wird, aber es ist immer noch nicht so weit. Auch hier wird, wie vorher bei der Feuerwehr, der Arbeitende individualisiert, die Kamera zeigt den Mann in der Glaskanzel des Baggers, wie er routiniert die Bedienungshebel betätigt. Mit diesen kleinen Handbewegungen bringt er Wände zum Einsturz, krachend fällt der Schornstein auf die Reste der Grundmauern und zerschellt, Dachreste stürzen in sich zusammen, und in schlichter Grausamkeit folgt einer dieser Gänsehaut-Sätze von Wolfgang Grönebaum: "Niemand weiß, dass das alte Gebäude schon seit der Zeit vor dem Brand ein grausiges Geheimnis birgt." Abschließend setzt Kurt Grimm noch die ganze Wucht des Arbeitsgerätes in Szene: Nahaufnahmen der mächtigen eisernen Laufkette des Baggers, unter der Holzreste zermalmt werden, wechseln sich (in verhältnismäßig schneller Schnittfolge) mit erneuten Bildern des Baggerfahrers und Totalen des eigentlichen Abrissvorganges ab.

Am 26. August 1983 finden zwei Mädchen beim Ausführen eines Hundes menschliche Überreste in den Trümmern. Wir sehen einen Knochen und anschließend – eine schauderhafte Sekunde lang – zwischen ramponierten Ziegelsteinen einen verkohlten Schädel. Nachfolgend bergen Beamte der Bereitschaftspolizei weitere Knochen, die auf einer blauen Plane vor den Überresten des Gebäudes gesammelt werden. Und wie schon angekündigt gilt zum zweiten Mal: "Nichts passiert allein". Einer der Bereitschaftspolizisten verlässt den Fundort und geht auf zwei Kripo-Beamte zu, die Kamera folgt ihm dabei, umkreist die drei dann, um im Hintergrund wieder die Knochensuche ins Bild zu bringen, schließlich wird die Plane über den Funden zusammengefaltet.

Je zwei Anlässe zum Lachen und zum Weinen hat der Film noch zu bieten: Isolde Thümmler beweist als Gerichtsmedizinerin Sinn für den Zusammenhang von Grammatik und Semantik, als sie die Kripo-Beamten schulmeisterlich auf die fehlerhafte Beschriftung der Akte ("Fund eines unbekannten Toten") hinweist und die beiden eine halbe Ewigkeit brauchen, um zu verstehen, dass das Opfer weiblich war. Zum Glück kann die Akademikerin helfen: "Korrekt müsste es aber heißen: Fund EINER unbekannten Toten." Später nervt ein weiterer Mediziner mit wichtigtuerisch gerunzelter Stirn, Zeigestöckchen und Fach-Chinesisch bei der Erläuterung der Röntgenbilder, und der Kriminalist kürzt die Veranstaltung höflich, aber dezidiert ab: "Ich denke, dass Sie uns das ja alles schriftlich geben in Ihrem Gutachten." Beweinen hingegen möchte man gleich zweimal die Mutter der Vermissten, als die Kripo-Beamten nach dem Knochenfund behutsam versuchen, an etwaige Röntgenbilder des Mädchens zu kommen und dabei recht weit ausholen, um bei der Mutter nicht so vorzugehen wie der Bagger beim Haus. Bereits ganz zu Beginn des Films hat die Frau einen vergleichbar zu Herzen gehenden Auftritt, als sie in die Tasche ihrer Kittelschürze greift und ihrer Tochter, die im Begriff ist, die Wohunung zu verlassen, voller Fürsorge noch etwas Kleingeld zusteckt.

Eine Besonderheit dürfte bezüglich der Besetzung bestehen: Mir ist kein anderer Filmfall bekannt, in dem sowohl Michael Brennicke (der ja zur damaligen Zeit noch nicht als Sprecher aktiv war) als auch Isolde Thümmler mitwirken – sogar gemeinsam in einer Szene.

Der Mordfall ist ungeklärt, Blofeld schildert die Einzelheiten höchst lesenswert auf seiner Homepage, illustriert mit Tatortfotos von damals und heute: http://www.blofelds-wallace.de/wahre-verbrechen/fall+marlitt+w/htm/index.htm


Sendung Nr. 172 – 11.01.1985 – Brandanschlag auf Produktionsbetrieb für Münzprüfgeräte in Buxtehude

"Nun zu einem im wahrsten Sinne des Wortes heißen Thema", so leitet Eduard Zimmermann diesen Filmfall ein, es ist einer der seltenen Großbrände in Aktenzeichen – mit einem Schaden von etwa 10 Millionen DM!

Wie in einem guten Columbo präsentiert der Beginn die Vorbereitungshandlungen eines Täters: Zu dezenter Spannungsmusik rüstet er ein CB-Funk-Gerät zum Erschweren des Abgehört-Werdens auf eine andere Frequenz um, Großaufnahmen zeigen Augen und Hände in einem unheimlich dunklen Raum, erhellt nur von einer spot-ähnlichen, direkt auf die Arbeit gerichteten Lampe; es ist mehr als klar, dass das nichts Gutes wird.

Nachdem der Wachmann einer Buxtehuder Firma, die Münzprüfgeräte herstellt, am Abend des 4. Oktober 1984 um 22.30 Uhr routinemäßig eine Tür aufgeschlossen hat, um "den reibungslosen Abgang der Spätschicht" zu ermöglichen, stiehlt sich einer der Täter aus dem Dunkeln durch eben diese Tür ins Gebäude und versteckt sich in der Versandhalle. Etwa eine dreiviertel Stunde später sind nur noch der Wachmann und ein Ingenieur anwesend, der an einem Computerprogramm arbeitet. Der Brandstifter ist per Funk mit einem Komplizen verbunden, der ihm den günstigsten Zeitpunkt zur Tatausführung mitteilt, und so beginnt der Mann, den Inhalt des mitgebrachten Kanisters großflächig im Versandlager zu verteilen, knüllt danach ein Stück Papier zusammen und setzt damit die Halle in Flammen. Es kommt sofort zu einer Explosion, Scheiben splittern, der in der Nähe arbeitende Ingenieur schreckt ebenso hoch wie der Wachmann, eine Alarmsirene heult auf, der Täter flieht. Dem Ingenieur, der aus dem Fenster schaut, unterläuft ein Irrtum, der verhängnisvoll hätte werden können: Er glaubt das Feuer auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes zu lokalisieren, aber der inzwischen herbeigeeilte Wachmann kann ihm klarmachen, dass er nur den sich in den Fenstern spiegelnden Feuerschein wahrnimmt, tatsächlich brennt es auf seiner Seite! Zügig bringen sich die beiden in Sicherheit.

Der Rest ist Feuerwehrarbeit, wieder einmal detailbesessen inszeniert: Die Kräfte treffen mit Blaulicht und Sirene ein, die Halle steht in hellen Flammen, die Türen der Einsatzwagen öffnen sich, Feuerwehrmänner springen heraus und führen aus, was sie tausendmal geübt haben: Rolltore hoch, Schläuche anschließen, Hähne auf; die erst schlaffen Schläuche werden prall, und schon zischt das Löschwasser in die Flammen (Hat Freud geschrieben, das hätte irgendwie mit Sex zu tun? Nicht dass ich wüsste) – routiniert und flink geht die Arbeit vonstatten, der Brand ist bald besiegt, der materielle Schaden dennoch immens. In der Folgeszene betrachtet der zuständige Kripo-Beamte die Tatort-Fotos und sinniert: "So schnell geht das. In ein paar Minuten liegt alles in Schutt und Asche."

Meine favorisierte Szene in diesem Fall hat allerdings nichts mit dem Brand zu tun, sie ist vielmehr ein Lehrbeispiel dafür, wie man ein Telefonat filmt: Der Ingenieur ruft am Anfang des Films seine Frau an, um seinen längeren Aufenthalt in der Firma zu begründen. Die Gattin scheint nicht begeistert. Während sie spricht, gönnt uns Grimm den Luxus, den Gemahl beim Zuhören zu zeigen, der Ingenieur legt Pausen ein, die auch in ihrer zeitlichen Ausdehnung der realistischerweise anzunehmenden Länge des Beitrags seiner Frau entsprechen; zu hören ist in diesen Pausen nichts, und vor allem wird auf die verbreitete Unsitte verzichtet, den Telefonierenden den Text seines Dialogpartners wiederholen zu lassen. Kein Mensch plappert beim Telefonieren ständig das nach, was sein Gesprächspartner gerade gesagt hat, es sei denn, er schreibt mit oder nimmt an einer schlechten Fernsehproduktion teil. Hier aber wird der Zuschauer als intelligent und wach genug erachtet, den vorangegangenen Gesprächsbeitrag der Angetrauten selbständig zu rekonstruieren, wenn er hört, dass der Ehemann antwortet: "Können wir das nicht ein andermal besprechen?"

Von einer Aufklärung der Tat ist nichts bekannt.


Sendung Nr. 184 – 11.04.1986 – Vermisster Bordell-Besitzer Heinz W. aus Saarbrücken

Mit dem ersten Bild ist die soziale Schicht erfasst: Der Filmfall beginnt mit einem Kronleuchter, von diesem fährt die Kamera herunter auf Heinz W. und seinen Makler, in einem Café DM-Beträge knapp unterhalb der Millionengrenze erörternd. In einer Manier, die an Luis Buñuel gemahnt, malt Grimm wieder einmal soziale Hierarchien. Der Kellner des Cafés fragt: "Darf ich Ihnen noch etwas bringen, Herr W.?", erhält mit humorvoll verkleideter Verachtung "Ja, die Rechnung bitte" zurück und macht sich mit einem devoten "Ach so, selbstverständlich, sofort" von dannen. Bald wird klar, dass soziale Schicht und soziale Reputation hier nicht kongruent sind: W. wird nicht nur in dieser Szene auffallend widerlich gezeichnet, außerdem kassiert er Einnahmen aus der Verpachtung dessen, was 1986 bei Aktenzeichen "Nachtlokal" genannt wurde. Schnell landen wir in diesem schummrigen Saarbrücker Etablissement ("Das Lokal gehört nicht zur gehobenen Klasse, aber es bringt Geld") und erhalten einen Einblick in den trüben Arbeitsalltag der dort abhängig tätigen Frauen, als die Pächterin eine Angestellte auffordert, sich um zwei neue Gäste zu kümmern. Die junge Dame ist demonstrativ desinteressiert, antwortet: "Ach diiie! Studenten oder so…" und wird mit einem ähnlich gelangweilten, aber keinen Widerspruch duldenden "Komm, komm" ans Werk geschickt.

Einen ganz besonderen Kunstgriff hat sich Kurt Grimm für den Start des Brandes einfallen lassen: Am 21. August 1985 kassiert Heinz W. letztmalig die Pacht im Bordell, dort entnimmt er einem (gewiss teuren) Kästchen eine Zigarette, findet aber sein Feuerzeug nicht. Ein Geschäftsfreund, von dem in dieser Einstellung nur die Hand zu sehen ist, hilft aus; das (gewiss teure) Feuerzeug flammt im dritten Versuch auf – und Schnitt! Ein munteres Feuerchen füllt den Bildschirm, in der Nacht zum 25. August 1985 brennt nahe der Autobahn auf einem Parkplatz bei St. Ingbert ein Volvo. Einige Zeit dürfen die Flammen aus dem Innenraum schlagen, und wie schon in den beiden vorhergehenden Brandfällen wird danach die Arbeit der Feuerwehr bebildert. Vom Eintreffen der Rettungskräfte über das Vorbereiten der Gerätschaften und das Eilen zum Brandort bis hin zu einem ungewöhnlich harten Kampf mit den Flammen, die im Wageninneren erneut gefährlich aufflackern, nachdem sie schon bezwungen scheinen, und dabei mehrfach hörbaren lauten Kommandos. Den Abschluss bildet die Suche nach einem möglichen Opfer, aber der Innenraum ist leer, und auch der mit kraftvollem Einsatz einer Brechstange geöffnete Kofferraum birgt keine Leiche. Zwei zurückgelassene Benzinkanister geraten ins Bild, während im Hintergrund die Feuerwehr eine letzte Inspektion des qualmenden Fahrzeugs vornimmt.

Ohne Wohlwollen auch nur anzudeuten, präsentiert der Film eine ganze Reihe von bemerkenswerten Knallchargen: den vermissten Gegenentwurf eines Sympathieträgers, seinen schmierigen Makler, einen beschränkten Unterwelt-Handlanger, die Pächterin, die ihre Abhängigkeit konsequent nach unter weitergibt, und einen goldkettchenbehangenen Verdächtigen, der auch ohne Leichenfund 1993 zu lebenslanger Haft verurteilt und 2010 auf Bewährung entlassen wurde; mit den Hintergründen und dem Nachspiel bis hin zu dieser Entlassung beschäftigen sich der Filmfall-Thread und die dortigen weiterführenden Links: http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__mid=487457845


Sendung Nr. 193 – 06.02.1987 – Mord an Polizei-Schreibkraft Marianne H. bei Schweinfurt

Einleitungslos beginnt der Fall mit dem Feuer: Am 9. Oktober 1986 brennt gegen 18 Uhr bei Schweinfurt ein Opel Ascona, nicht nur aus dem Innenraum lodert es gewaltig, auch von den Reifen lecken Flammen in die Radkästen und an der Karosserie hoch. Dazu gestattet der beschädigte Kühlergrill einen Blick in den brennenden Motorraum. Und man sollte es kaum glauben, aber Kurt Grimm opfert die Logik dem Effekt: Bei diesen ersten Bildern des Brandes ist es dunkel; als die Feuerwehr eintrifft, ist es hell. Zum vierten Mal in Folge wird dann die Arbeit der Feuerwehr zelebriert: Ankunft, Türen auf, Schläuche raus, "Wasser marsch", Löscharbeit, "Wasser halt". Da der Brand bei Tageslicht stattfindet (zumindest der zweite Teil), entsteht der optisch höchst eindrucksvolle Effekt, dass die Flammen im Laufe der Löscharbeiten von dichtem schwarzen, kurz darauf weißen Qualm abgelöst werden, bis das Feuer schließlich erlischt.

Dann naht das Grauen, die Feuerwehrmänner finden in dem Wrack eine Leiche. Der als Halter ermittelte Fernmeldehandwerker Günter H. aus Feuchtwangen bei Ansbach wird benachrichtigt; er erklärt, dass seine Frau mit dem Fahrzeug unterwegs sei, und legt hurtig die über 100 Kilometer von seinem Wohnort zum Tatort zurück. Dort ist es inzwischen wirklich dunkel geworden, Polizeischeinwerfer erhellen die Szenerie, Blaulichter blinken, der Ehemann erkennt die Armbanduhr seiner Frau, im Hintergrund arbeitet unablässig die Spurensicherung, während Günter H. erste Fragen der Kripo beantwortet. Die Obduktion ergibt, dass Marianne H. noch gelebt hat, als Benzin im Innenraum verteilt und angezündet wurde.

Der folgende Rückblick auf den Tattag zeigt scheinbaren Familienalltag: Familie H. mit zwei Kindern beim Frühstück, Günter H. an seiner Arbeitsstelle, Marianne H. an ihrer, merkwürdig fahrig und abwesend. Ein handgeschriebener, nie gefundener Brief, den sie am Tag ihres Todes von einem den Ermittlern unbekannt gebliebenen Absender erhalten hat, scheint eine Rolle zu spielen; jedenfalls sagte sie ihrem Mann am Telefon, einkaufen fahren zu wollen, fuhr aber tatsächlich in die entgegengesetzte Richtung in den Tod. Ein weiteres Rätsel geben die beiden Hausschlüssel auf, die am Schlüsselbund des Opfers fehlten.

Der ungeklärte Fall wird in diesem Thread thematisiert: http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__mid=412087507
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#21

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 19.07.2011 18:35
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Oma Thürmann!
Ich habe gerade das Rewiew zu dem Fall gelesen, den ich am gruseligsten finde. Wirklich klasse geschrieben!!!-ich habe beim Lesen eine Gänsehaut bekommen.
So denn, einen schönen Gruß von schildi

PS.: Kaum zu glauben, aber wahr: Nach 30 Jahren!!! ist weder das Opfer identifiziert noch ist das Verbrechen geklärt. Ob das jemals passieren wird??? Meine Einschätzung: Eher nicht, es sei denn, Kommissar Zufall schlägt wieder einmal zu.
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#22

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 19.07.2011 21:18
von TheWhite1961 • 1.160 Beiträge
Hallo Oma Thürmann!

Kompliment! Ein Super Review eines etwas in Vergessenheit geratenen XY Filmfallhighlights. Werde mir den Fall jetzt gleich mal reinziehen, obwohl ich ihn letztes Jahr schon mindestens 2 mal angeschaut habe.

Gruß Thomas
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#23

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 20.07.2011 15:48
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Halbzeit! Jedenfalls wenn man mathematisch nicht allzu pedantisch ist: Feuer 16 von 31 ist online, die Brandstiftungs-Serie in italienischen Restaurants.
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#24

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 21.07.2011 17:09
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Der vorgetäuschte Tod des Dietmar R. ist online.
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#25

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 22.07.2011 13:00
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Der nächste Fall ist online: Mord an Marlitt W. (Brand auf dem Sinai-Gelände in Frankfurt/M.).
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#26

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 23.07.2011 17:09
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Heute gibt es einen Doppelpack: Der Brandanschlag auf einen Buxtehuder Industriebetrieb und der Mord-ohne-Leiche-Fall Heinz W. aus Saarbrücken.
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#27

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 24.07.2011 12:03
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Der mysteriöse Mord an Marianne H. ist hinzugefügt.
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#28

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 24.07.2011 18:23
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Ein veritabler Klassiker ist aufbereitet: Der Mord an dem Kaffeefahrten-Moderator Gustav R.
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#29

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 25.07.2011 15:03
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Mein Tagwerk ist vollbracht, zwei weitere Fälle sind fertig: Einer aus Hamburg (Markthändlerin Inge S.) und einer aus der Schweiz (Metzger und Hauswart Josef B.).
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#30

Re: Kurt Grimm lässt es brennen

in Filmfälle 26.07.2011 17:34
von Oma Thürmann • 765 Beiträge
Die tägliche Dosis: Die Brandanschläge auf Lkws einer Münchener Spedition sind hinzugefügt.
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