#16

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 21.02.2008 14:50
von quietsche80 • 3 Beiträge
Hallo XY-Fans,

mein Gesamteindruck der gestrigen Sendung liegt auf einer Skala von 1 – 10 bei 5 - also eher Durchschnitt. Es war eben „XY“ nach dem „altbekannten“ neuen Format.
Ich muss dazu sagen, dass auch ich zu den „Nostalgikern“ gehöre und Rudis Meinung, die neuen „Hochglanz“-Filme „gehen unter die Haut“, nicht wirklich nachvollziehen kann. Waren es doch gerade die einfache, natürliche wirkende Aufmachung der alten Filmfälle, die größtenteils wirklich sehr eindrucksvollen Sprechertexte und die gruseligen Spannungsmelodien, die eine unglaubliche Faszination und Betroffenheit beim Zuschauer auslösten. So war es zumindest bei mir und ich denke, mit dieser Meinung stehe ich nicht allein da…
Sicherlich hätte ich vergangene Nacht nicht ruhig schlafen können, wäre der Fall „Enzesberger“, der mich vom Sachverhalt her am meisten berührt hat, nach alter Manier umgesetzt worden, aber so schlief ich selig wie ein Baby.
Ich möchte hier aber nicht weiter herummosern. Man kann den Lauf der Dinge nicht aufhalten und es ist eine ganz normale Entwicklung, dass sich ein Format mit so langer Lebensdauer wie „Aktenzeichen XY“ an die neuen Zeiten anpasst. Schließlich würden heute auch keine Filme mehr wie noch vor 20 oder 30 Jahren gedreht werden. Zum Glück gibt es aber dank eines großen Filmportals genug Möglichkeiten, sein Nostalgie-Bedürfnis einigermaßen zu befriedigen. Dass in dieser Form scheinbar nichts Neues mehr in den heutigen Sendungen nachkommt, bedauere ich aber trotzdem.

Nun aber nochmal zurück zum eigentlichen Thema - der gestrigen Sendung:
Auch wenn ich mich auf die lange Sendung mit den vielen Filmfällen gefreut habe, wirkte das Ganze auf mich doch ein wenig überladen. Vielleicht wird alles in Zukunft noch etwas anders strukturiert. So fände ich zum Beispiel toll, wenn ca. die letzten 5 Minuten für einen Zwischenstand ähnlich der früheren Spätsendung reserviert würden. Dafür würde sich die längere Sendezeit doch gut eignen. Wenn die „spektakulären“ Fälle in der ersten Hälfte der Sendung gezeigt würden, könnte sich in den restlichen 40 – 45 Minuten ja einiges ergeben, auf das man - natürlich ermittlungstaktische Unbedenklichkeit vorausgesetzt - am Ende der Sendung noch etwas näher eingehen könnte. Bernhards Vorschlag, wieder (mehr) mit Kartenmaterial und Studiobesprechungen zu arbeiten, finde ich sehr gut. Dann wäre zwar weniger Platz für Filmfälle, aber man könnte diese besser aufarbeiten. Am Sendeplatz habe ich nichts auszusetzen, nur an der Tatsache, dass der Turnus reduziert wurde… Aber das hat auch einen Vorteil: So kann man sich noch mehr auf die nächste Sendung freuen!
Auch wenn ich wahrscheinlich nie ein großer Fan des neuen Formates werde, bleibe ich XY natürlich treu, weil ich die Grundidee der Sendung einfach toll finde. Vielleicht kommt ja doch noch einmal ein „Hauch von alten Zeiten“ auf und noch besser: Vielleicht kann ich ja selbst einmal einen guten Zuschauerhinweis geben? Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Sendung im April!

Viele Grüße,
Patricia
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#17

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 21.02.2008 15:26
von bdvogel (gelöscht)
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Alice schrieb:

FF4: Herrlicher Quassler von RC: "Hoffentlich ist die Öffentlichkeit groß genug." Yo...!

Stimmt Alice, der ist fürs Poesiealbum!

Nicht übel aber auch die Stilblüte in der Überschrift bei e110.de (heute sogar als Titel auf der Hauptseite), siehe den Artikel hier:

"XY jagt FBI-Verbrecher"

... ...

Also wenn der Herr Teahan das mitgekriegt, daß XY die Leute vom FBI für Verbrecher hält, dann greift der sich den Spalthammer, und XY braucht ein neues Studio...

Bernhard.
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#18

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 21.02.2008 15:33
von Joerg • 161 Beiträge
Vorneweg, der Trend die letzten Sendungen hat sich eigentlich fortgesetzt. Es werden – Gott sei Dank – immer weniger Filmfälle durch nervige Zeugenaussagen und Kripobeamten unterbrochen. Diesmal nur 2 von 7. Aber leider waren dies die zwei interessantesten Fälle. Wenn man unbedingt eine Quote einhalten muss, dann doch bitte die weniger interessanten Fälle, z B. das Verschwinden von der Prostituierten, dem Überfall auf das Juweliergeschäft oder der Trickbetrügerin.
Insgesamt fand ich die Sendung o.k. Nicht schlecht, aber auch kein Vergleich zur letzten Sendung. 7 Filmfälle finde ich persönlich doch etwas viel. Sicherlich ist das eine Gewöhnungssache. Deshalb gebe ich der Sendung mal die Note 3.
Nun meine Sicht der Filmfälle.
FF1) Zur Einleitung hatte RC mit der Demonstration des Vorschlaghammers seine ungeahnten Kräfte unter Beweis gestellt. Der Fall hatte, obwohl es zu keiner Konfrontation mit den Einbrechern kam, einige spannende Szenen, wie z. B. der Brötchenlieferant der den Alarm auslöst und wiederum der Brötchenlieferant, der daran „schuld“ war, dass der Wachmann anfangs wieder von einem Fehlalarm ausgegangen war.
FF2) nun sollte es auch der letzte verstanden haben, nicht nur Eisbären tragen den Namen Knut, sondern auch Katzen. Ein Film der recht amüsant anfing, mit dem Dialog während des Haareschneidens. Währenddessen suchte der Einbrecher nach einer Einstiegsmöglichkeit. Durch das Milchglas wusste man anfangs nicht, ob Knut oder der Einbrecher dort rumschleicht. Das Ende war brutal und auch etwas rätselhaft. Erstaunlich, dass das Opfer bei der gezeigten Brutalität das Krankenhaus zum Glück schon nach ein paar Tagen verlassen konnte. Rätselhaft, wer hat das Opfer gefunden und die Frau angerufen.
FF3) ein wahrlich rätselhafter Mordfall. Leider wurde die gute Qualität durch die ständigen Unterbrechungen in Mitleidenschaft gezogen. Komisch nur, das niemand, selbst nicht die Ehefrau, etwas über Feinde oder Doppelleben nichts weiß oder wissen will.
FF4) hier hatten wir es mit einem ziemlich misstrauischen Kripobeamten zu tun, nachdem der emotional aufgewühlte Verlobte doch notgedrungen und ziemlich verlegen erzählen musste, was der Grund der Reise nach Zürich war. Hier gab es eigentlich zwei Alternativen. Bankgeschäfte am Fiskus vorbei oder eben die Prostitution. So wurde der Verlobte mehr oder weniger zwangsläufig, von dem Kripobeamten aufgrund seiner wahrscheinlich dienstlichen Erfahrung als möglicher Zuhälter oder als eifersüchtiger Verlobter verdächtigt, nicht gerade unschuldig am Verschwinden gewesen zu sein.
Nun kam also der zu Beginn der Sendung groß angekündigte Fahndungsaufruf des FBI mit der Millionenbelohnung. Wahrscheinlich dachten ziemlich viele, dass es sich nur um einen islamischen Terroristen handeln kann, der hier jahrelang mit seinen 4 Frauen und 21 Kindern auf Staatskosten sein Luxusleben finanzieren lies. Mitnichten, es handelt sich erstaunlicherweise um einen recht harmlos aussehenden älteren Herrn, dem man seine Gefährlichkeit nicht ansieht
Ziemlich peinlich war es, das RC am Ende des Gesprächs der Name des FBI-Beamten entfallen war, und ihn mit Dick (statt Richard) Teaham verabschiedete..
FF5) ählich wie bei FF3 haben auch hier die Zeugenaussagen die Qualität stark beeinflusst. Auch hier lag das Verbrechen etliche Jahre zurück und auch hier kam man kaum einen Schritt weiter. Wobei man der Fairness halber erwähnen muss, dass es hier das Verbrechen erst nach 10-15 Jahren ans Tageslicht gebracht wurde. Interessant fand ich, die filmische Darstellung der Vorgehensweise des wirklich äußerst schwierigen Falls, von den verzweifelten telefonierenden Beamten bis hin zu der Gesichtsmodelierung von „Sascha“. Ob nach all den Jahren und hunderten oder gar tausenden von Befragungen die Leiche überhaupt noch identifiziert darf stark bezweifelt werden.
FF6) wieder hofft man, dass ein Fußballspiel zu Aufklärung einer Tat beitragen kann. Und wieder gab es eine Fortsetzung der Serie „Überfälle/Einbrüche bei türkischen/türkischstämmigen Juweliere.
FF7) hier hat es sich wohl um eine neue Masche des sogenannten Enkeltricks gehandelt. Ihr wisst, man ruft mit verstellter Stimme und Tuch vor dem Mund bei älteren Frauen an. „Hallo, rate mal wer dran ist? – „Ach bist Du es Peter? (Peter so heißt der Enkel). Der Anrufer weiß, er heißt ab sofort Peter und braucht ganz dringend Geld, was ein Freund abholen soll. Hier frage ich mich, warum wurde „Vorsicht Falle“ abgesetzt.
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#19

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 21.02.2008 15:42
von bdvogel (gelöscht)
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***Ziemlich peinlich war es, das RC am Ende des Gesprächs der Name des FBI-Beamten entfallen war, und ihn mit Dick (statt Richard) Teaham verabschiedete..***

Hi Joerg (& Lemmy, der auch schon sowas schrieb),

da tut Ihr dem RC Unrecht - "Dick" ist eine in den USA oft gebräuchliche ganz normale Kurzform des Vornamens "Richard" (genau wie Rick oder Rich).

Bernhard.
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#20

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 21.02.2008 19:13
von andyrandy
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Hallo,

ich schaue jetzt XY seit ca. 20 (?) Jahren. Bisher lief die Sendung ja immer 60 Minuten.

Also, mir hat die letzte XY-Sendung sehr gut gefallen.

Ich kann mich dem Webmaster dieser Seite nur anschließen.
30 Minuten mehr tun dieser Sendung einfach gut!

Sehr gut empfand ich die Zweiteilung der Sendung mit den Vorspann zu den einzelnen Filmfällen.
Beim letzten Filmfall, der Dame die den Rentner betrügt, fühlte man sich doch wieder an alte 'Nepper Schnepper Bauernfänger'-Zeiten erinnert. Klasse Umsetzung!
Ebenfalls gut in der Umsetzung fand ich den Mord an den unbekannten Russen, der auf dem Miltärgelände gefunden wurde.
Der Filmfall mit dem Mann, der die Katze füttern wollte und dadurch brutal überfallen wurde, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
Die Rückblenden bzw. 'Updates' auf länger zurückliegende Fälle sowie der FBI-Gast fand ich ebenfalls sehr interessant
und informativ.

Meine Kritikpunkte:
Schwach fand ich die Filmfälle mit dem geheimnisvollen Mord an den Mann aus der Bibliothek sowie das Verschwinden der Prostituierten.
Im erstgenannten Fall gelang die Umsetzung des mysteriösen Mordes für für mich überhaupt nicht. Es ist doch klar, dass der Mann ein Doppelleben geführt haben muss oder ein Geheimnis mit sich trug. Tatsächlich wurd ein der Umsetzung der Filme nur auf den Istzustand der Ermittlungen hingeiesen, eine Spannung kam dabei nicht auf.
Im zweitgenannten Fall stand nur der Verlobte der Prostituierten im Vordergrund. Die Aufkärung dieses Falles ging dabei etwas seeehr verloren. So hätte mich interessiert, wenn das Milieu des Opfers besser unter die Lupe genommen worden wäre, was der Sache, der Aufklärung des Falles, meiner Meinung nach viel dienlicher gewesen wäre.

Fazit: freue mich auf die nächste Sendung am 2.April.
Das neue Konzept hat mir sehr gut gefallen! Schwachpunkte waren für mich die oben erwähnten Filmfälle.

Einmal 90 Minuten, bitte immer 90 Minuten!

Lg
andy
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#21

Re[2]: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 21.02.2008 21:10
von Meffert • 92 Beiträge
Joerg>FF3) ein wahrlich rätselhafter Mordfall. Leider wurde die gute Qualität durch die ständigen Unterbrechungen in Mitleidenschaft gezogen. Komisch nur, das niemand, selbst nicht die Ehefrau, etwas über Feinde oder Doppelleben nichts weiß oder wissen will.

Wurde vom dazwischenlabernden Kommissar beiläufig "möglicher Kontakt zum Rotlichtmilieu" erwähnt.
Wieder eine Parallele zu Yogtze. Da fragt der Studiokommissar hinterher halbwegst nebenläufig, ob G.S. Kontakte zu holländischen Drogenkreisen hatte.

Leider wurde der gestrige FF seinem Potential beraubt und verhunzt.
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#22

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 21.02.2008 21:49
von tim • 8 Beiträge
Hier ein Bericht zur gestrigen Top-Fahndung von der Internetseite der Frankfurter Rundschau von heute. Stand dort an zweiter Stelle, sonst hätte ich es gar nicht bemerkt.


Top-News

Hohes Kopfgeld
FBI sucht Massenmörder in Deutschland


James Bulger und Catherine Greig (dpa)
München (dpa) - Er soll mindestens 18 Morde begangen, Menschen gequält und gefoltert sowie jahrelang eine Angstherrschaft in der organisierten Kriminalität der Vereinigten Staaten ausgeübt haben. Eine Million Dollar (680.000 Euro) hat das FBI für die Ergreifung des 78 Jahre alten James J. Bulger ausgesetzt und hofft dabei vor allem auf die deutsche Bevölkerung.

"Das Problem ist, dass er aussieht wie jedermanns Großvater", sagte Michael Kradolfer, Ermittler in einer Spezialtruppe des FBI für Gewaltverbrecher. Die amerikanischen Spezialagenten mit dem Fall an der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" teilgenommen.

"Gesicht einprägen"

Nach Ausstrahlung der Sendung seien in der Redaktion zahlreiche Hinweise auf den Gesuchten eingegangen, der derzeit mit seiner Lebensgefährtin Catherine Greig durch Europa reisen soll. In einem Filmausschnitt war das Paar, in dem die Ermittler Bulger und Greig zu erkennen glauben, während einer Reise im sizilianischen Taormina im April 2007 gezeigt worden. "Kann gut sein, dass einer der zahlreichen Hinweise tatsächlich auf die Spur von James J. Bulger führt", hieß es auf der Homepage von "Aktenzeichen XY...ungelöst".

FBI-Spezialagent Richard E. Teahan sagte mit Blick auf seinen Fernsehauftritt: "Es ist wichtig, dass sich die Menschen dieses Gesicht einprägen", denn noch immer sei der alternde Schwerverbrecher Bulger vermutlich bewaffnet und hochgefährlich, wenn ihm jemand in die Quere komme oder er Entdeckung befürchten müsse. "Seine Opfer waren ganz unterschiedlich und die Art der brutalen Morde ebenfalls", sagte Teahan.

Ein 15 Jahre altes Mädchen etwa sei stranguliert worden, weil es angeblich mit der Polizei kooperiert hatte. Eine weitere getötete Frau und mindestens 16 ermordete Männer in den Vereinigte Staaten werden Bulger zugerechnet, "vielleicht sind es auch viele weitere mehr".

Interessiert an deutscher Geschichte

Bulger soll in den 70er und 80er Jahren im Raum Boston Kopf einer irischen Gruppe der organisierten Kriminalität gewesen sein, die mit Erpressung, Folter, Mord, Drogengeschäften und Geldwäsche extrem hohe Einnahmen erzielte. Er gehe mit äußerster Brutalität vor - könne aber auch ein charismatischer und gewinnender Mensch sein.

"Und er ist sehr klug, zahlt nur mit Bargeld, hat auf zahlreichen Banken unter falschen Namen Geld deponiert und hinterlässt wenig Spuren", sagte Kradolfer. Es sei nachgewiesen, dass Bulger immer wieder auch nach Deutschland gereist sei und dort Fluchtorte gesucht haben soll. Zudem seien im beschlagnahmten Besitz des historisch interessierten Bulger zahlreiche Videobänder von geschichtsträchtigen Schauplätzen aus Deutschland gewesen, ebenso Dokumente aus deutschen Museen.


Quelle: http://www.fr-online.de/top_news/?sid=9659d027c34599e8246c6db5c4e645a6&em_cnt=1292139
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#23

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 22.02.2008 10:11
von akazi • 3 Beiträge
Hallo, ich bin neu hier im Forum und wollte mich auch kurz mal zur letzten Sendung äußern.
Die Filmfälle fand ich größtenteils recht gelungen, auch wenn bei FF3 sehr viel Potenzial verschenkt wurde.
Was mich persöhnlich am meisten gestört hat war Rudi. Er wirkt auf mich immer sehr desinteressiert, gerade bei den Nachbesprechungen. Er hört den Komissaren nicht richtig zu und auf Sachen wie Phantombilder, Kartenansichten etc. geht er nicht richtig ein. Das haben Ede und auch Butz m. E. wesentlich besser umgesetzt.
Nun nochmal eine kurze Frage zu den Umfragen: wie kann man denn dort abstimmen, habe das irgendwie nicht geschafft
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#24

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 22.02.2008 16:27
von Peter Poppy Köhler • 244 Beiträge
bdvogel>Das Studiogespräch anschließend ist ein Monolog – es ist kein ermittelnder Beamter im Studio (gabs sowas schonmal, Frage an die XY-Experten?).>

Solche Filmfälle ohne anschließende Kommissar-Gespräche gabe es auch schon bei Butz, z.B. 12.01.2001, FF2, Überfall auf Großbäckerei ("Eierlikör-Berliner" als Faschingskrapfen 2000), und auch später immer mal wieder bei Rudi.

So, jetzt komm ich mal dran! Und hoffe, dass ich nicht allzu oft bereits Geschriebenes wiederhole.
Zunächst einmal bin ich beruhigt, dass das neue XY-Format nicht ein neues neues, sondern das alte neue Format (geblieben) ist. Ängste, dass bspw. mehr Zeit für XY-Preise o.ä. verwendet wird, haben sich nicht bewahrheitet.
Die Gesamtdauer der Sendung war mir zu lange. Das 60-Minuten-Format halte ich (egal ob zehn- oder zwölfmal jährlich) für ausreichend. Das ließe sich auch bewerkstelligen, indem nicht mehr alle (bis auf die „Topf-Fahndung“ schmunzelnd @ Alice ) Fälle der Sendung filmisch aufbereitet würden. Insbesondere bei FF4 (Prostituiertenmord) und FF6 (Juwelierüberfall) wurde mir nicht klar, warum einfach die Fakten auf den Tisch kommen und gefragt wird, wer sachdienliche Beobachtungen gemacht hat. Dadurch würde sich die Gesamtzeit verkürzen und man könnte zudem mehr Zeit für die übrigen Filmfälle aufwenden, auch für die Gespräche mit den Kommissaren. Darüberhinaus fände ich es auch angenehmer, nicht immer von einer Ortschaft in die nächste „hineingeworfen“ zu werden. Aber wahrscheinlich bestehen Ängste seitens der Redaktion, dass man mit bloßen Studiofällen niemand hinterm Ofen vorlocken könnte, es sei denn, der Fall wird als „Top-Fahndung“ präsentiert, und davon kanns dann pro Sendung eben nur einen geben.
Zu allen Filmfällen ist schon viel geschrieben worden, deshalb möchte ich nur kurze Ergänzungen zu einigen Fällen anbringen:
FF2: Das brutale Vorgehen des Täters erschreckte mich, die Schläge mit der Vase waren fast spürbar. Die Brutalität erinnerte mich an FF2 vom 27.10.2005, dem Einbruch bei einem Ehepaar, in dessen Verlauf dem Mann mit einer Wasserflasche auf den Kopf geschlagen wurde. Den Kater als Leitmotiv der Sendung war zwar mitunter amüsant (Miauen, Knurren (nennt man das so bei Katzen?), aber das diente wohl eher der Unterhaltung, zumindest halte ich den Vergleich zu „Wuschel“, welcher für die Lösung des damaligen Falls eine viel größere Rolle (etwa die des Täterfahrrads im aktuellen Fall) spielte als Knut, eher für überzogen. Nun gut, Wuschel hat halt jetzt ein Brüderchen...
FF3 hat mich auch an YOGTZE erinnert, aber die Vorgeschichte war weit wenige mysteriös. Auch hier: Warum ein FF, v.a. nach dieser langen Zeit? Bis auf den adventlichen Schwächanfall habe ich keine Szene finden können, die Hinweise auf die Tat gibt bzw. auf einen Zusammenhang mit den Lebensumständen des Opfers.
FF4 Lebensumstände, wie sie hier geschildert wurden (Freund der Prostituierten weiß Bescheid und akzeptiert es), wurden schon mehrmals in XY präsentiert, nicht nur im legendären Sylvia-Schmidt-Fall, sondern auch im recht aktuellen FF5 vom 19.04.2007.
FF5 (ubk. Leiche) war für mich der spannendste Film des Abends, zudem auch mit über 10 Minuten recht lang. Hier war viel von dem dabei, was aus einem Fall einen guten XY-Beitrag macht: die Recherchen der Polizei, die Puzzle-Teile, die sich nach und nach zusammenfügen, die Milieuschilderung, nicht zuletzt auch der Humor, der durch die schrullige Gesichtsweichteilrekonstruktionsbeauftragte hinzukam (besonders dass sie am Ende so sehr geschmeichelt war und sich eines Zurechtrückens ihrer Brille nicht entziehen konnte). Schaurig bleibt mir die eindrucksvolle Szene am Feuer in Erinnerung, bei welcher auch gezeigt wurde, wie das spätere Opfer in dem fast dunklen, nur durch das Feuer erhellten Raum von „Mitbewohnern“ angeschaut wurde. Die Interviews störten mich in diesem FF übrigens kaum, vielleicht weil kein Opfer bzw. Witwen oder Freunde zu Wort kamen, sondern nur der Kommissar, welcher sich zudem eher zurückhielt.
FF7 trug wieder einmal der in den letzten Sendungen erkennbaren „Einführung“ einer Frauenquote Rechnung. Sehr unterhaltend und gut umgesetzt war in der Tat die Szene am Bankschalter: das Auftürmen der Geldscheine, der gierige Blick der Täterin sowie deren grabschende Hand.

Ein wenig merkwürdig kam mir die Abfrage in der Mitte der Sendung vor (Halbzeitinterviews bei Fußballspielen, Herr Sportmoderator?). Zumal ja auch noch nicht zu viel über sachdienliche Hinweise berichtet werden kann. Aber das „neue“ Konzept auf neuem Sendeplatz muss ein Erfolg werden, und da ist es gut, wenn man von mindestens zwei Anrufern berichten kann, die sich positiv darüber geäußert haben. (Der Abschnitt war gehässig, ich weiß...).

Insgesamt war ich mit der Sendung zufrieden (bis auf Gesamtlänge, s.o.). Reduktion der Filmfälle zugunsten von ausführlicheren Gesprächen und ein paar Studiofällen mehr - dann kann ich auch die nächsten Male gut damit leben.
Und immerhin weiß ich jetzt auch, dass der HSV am 30.08.2007 (übrigens ein Tag mit XY-Ausstrahlung... hat Rudi damals wirklich moderiert?) 4:0 gewonnen hat!
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#25

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 22.02.2008 16:35
von Lemmy • 82 Beiträge
*klick


Das war dann wohl eine kleine Panne des FBI's. Mir kam das ganze Video (bzw. Fotos) schon während der Sendung etwas schleierhaft vor, denn immerhin soll die Dame auf dem Video "erst" 56 Jahre alt sein ..
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#26

Re[2]: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 22.02.2008 21:34
von Meffert • 92 Beiträge
Lemmy>*klick


Lemmy>Das war dann wohl eine kleine Panne des FBI's. Mir kam das ganze Video (bzw. Fotos) schon während der Sendung etwas schleierhaft vor, denn immerhin soll die Dame auf dem Video "erst" 56 Jahre alt sein ..

Gleiches Thema bei Spiegel online:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,537262,00.html
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#27

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 23.02.2008 00:31
von bdvogel (gelöscht)
avatar
Danke für die Links - solche Fahndungspannen können sicher immer mal passieren, aber wirken natürlich im Nachhinein umso peinlicher, wenn man das Ganze vorher als "Top(f)-Fahndung" eigentlich unnötig "spektakularisiert" hat.

Ich finde auch, für die Wortschöpfung "Topf-Fahndung" sollte Alice unbedingt einen noch zu schaffenden XY-Forums-Preis bekommen!!!

Bernhard.
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#28

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 23.02.2008 04:58
von Horuzy • 19 Beiträge
[quote]
Fernsehen

Aktenzeichen XY sucht Mörder mit falschem Bild



Gesucht seit 1999: James J. Bulger


22. Februar 2008 Die Fahndungssendung des ZDF, „Aktenzeichen XY . . . ungelöst“, hat in ihrer jüngsten Ausgabe am Mittwoch mit einem falschen Foto nach einem Amerikaner gefahndet, der des einundzwanzigfachen Mordes verdächtigt wird. Auf das abgebildete Foto hin meldete sich ein verunsichertes Paar, das sich auf dem Urlaubsfoto erkannt hatte - das Bild hatte nicht den gesuchten James J. Bulger und seine Lebensgefährtin gezeigt.

„Das FBI kam mit dem Foto an und weder für uns noch für die deutschen Ermittlungsbehörden war erkennbar, dass die Amerikaner mit dem falschen Bild nach dem richtigen Täter fahndeten“, sagte ein ZDF-Sprecher auf Anfrage. In der vierzigjährigen Geschichte von „Aktenzeichen XY“ sei so etwas noch nicht vorgekommen.

Der Fehler ist umso gravierender, als es sich bei der Fahndung nach Bulger um die, wie die Redaktion selbst annonciert hatte, „spektakulärste Personenfahndung in der vierzigjährigen Geschichte von ,Aktenzeichen XY‘“ handelt. Das amerikanische FBI, so teilte das ZDF stolz mit, fahnde mit Hilfe der Sendung nach James J. Bulger, genannt „Whitey“, der als führender Kopf der organisierten Kriminalität gelte und zu den zehn meistgesuchten Männern der Welt zähle.

„Relativ sicher“

Seit 1999 sucht das FBI weltweit nach Bulger; zu der „Aktenzeichen XY“-Sendung waren Spezialisten der amerikanischen Bundespolizei aus Boston eingeflogen. Die FBI-Beamten, heißt es in einer Mitteilung, seien sich „nach intensiven, einjährigen Vorermittlungen relativ sicher“ gewesen, dass das Foto die Richtigen zeige, und hätten sich entschlossen, öffentlich danach zu fragen, wer das Paar kenne oder gesehen habe.

Die Fahndung des FBI gehe weiter, auch in Europa. Das unverdächtige deutsche Paar könne sicher sein, dass sein Urlaubsfoto nicht weiter um die Welt gehe. Der Anwalt der Gezeigten sprach von einer schweren Verletzung des Persönlichkeitsrechts.

Seit Jahren auf der Flucht

Der gesuchte James J. Bulger und seine Lebensgefährtin Catherine Greig sind seit Jahren auf der Flucht. 2002 wurden sie in London gesehen, zwei Jahre später führte ihre Spur nach Uruguay. Das Register der Straftaten, die dem 79 Jahre alten Bulger vorgeworfen werden, ist lang. Dazu zählen Delikte des Organisierten Verbrechens wie Drogenhandel, Erpressung und sowie einundzwanzigfacher Mord. 1929 in Boston geboren, hatte Bulger als junger Mann eine Gefängnisstrafe in Alcatraz verbüßt. Später festigte er seine Stellung in der kriminellen Szene Bostons und soll dort Kopf einer berüchtigten Bande gewesen sein. Seine Lebensgefährtin Greig stammt ebenfalls aus Boston. Sie ist 56 Jahre alt. Für Hinweise zur Festnahme hat das FBI eine Belohnung von bis zu einer Million Dollar (680.000 Euro) ausgesetzt.

Nach der Sendung „Aktenzeichen XY“ waren in der ZDF-Redaktion zahlreiche Hinweise eingegangen. Die Gesuchten sollen derzeit durch Europa reisen. In einem Filmausschnitt war das Paar, in dem die Ermittler Bulger und Greig zu erkennen glaubten, während einer Reise im sizilianischen Taormina im April 2007 gezeigt worden.



Text: dpa/F.A.Z.
Bildmaterial: AP [/quote]

Also das ist schon ein starkes Stück was die sich da geleistet haben. Das wäre bei EDEs Zeiten nicht passiert!!
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#29

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 23.02.2008 12:42
von Peter Poppy Köhler • 244 Beiträge
Das halte ich auch für ein starkes Stück! Das dürfte den Sender wohl auch einiges kosten. Und spätestens jetzt ist die Rubrik "Topf-Fahndung" oder evtl. auch "Topf-Ahndung" in dieser Bezeichnung zutreffend.
Wäre das zu Beginn der XY-Ära passiert, gäbe es diese Sendung heute sicher nicht mehr.
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#30

Re: Sendung vom 20.2.2008

in XY-Hauptsendungen 23.02.2008 13:16
von Joerg • 161 Beiträge
Nun ja, wenigstens kann sich RC in die Lage des Paares auf dem Foto hineinversetzten.
Ich erinnere nur an die Verwechslung mit Christian Klar.
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