#1

10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 00:03
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
Hallo liebe Forumsgemeinde,

ich bin hier zwar noch nicht lange aktiv, aber erlaube mir mal einen Thread zum gestern ausgestrahlten Mord an der Krankenschwester Elisabeth Schmidt zu eröffnen - meines Erachtens einer der interessantesten und mysteriösesten XY-Fälle der letzten Zeit. Fand auch die Darstellung recht gelungen, wobei ich sowohl im Film, als auch in der Nachbesprechung die Erörterung einiger Fragen vermisst habe, die sich ja eigentlich doch ziemlich aufdrängen:

Wieso wurde die Frau ausgerechnet in der Wohnung ihres Freundes ermordet, die im Haus seiner Eltern liegt? Und wie ist der Täter dort hineingelangt?

Es gibt ja eigentlich nicht so viele sinnvolle Erklärungen dafür:

Hat Elisabeth Schmidt den ihr (un)bekannten Täter arglos mitgenommen? Hat er sich ihr auf dem Heimweg mehr oder weniger gewaltsam angeschlossen? Oder war sie mit ihm dort verabredet und hat ihm selbst die Tür geöffnet?

Diese drei Möglichkeiten werfen allerdings weitere Fragen auf:

Warum sollte das Opfer nun gerade in diese Wohnung nachts jemanden mitnehmen oder hineinlassen? Wer wusste überhaupt, dass sie dort ist bzw. dahin wollte? Und warum hat sich der Täter diesem Risiko ausgesetzt?

Falls Elisabeth Schmidt jedoch von ihrem Mörder überrascht wurde, stellt sich erst recht die Frage, wie er sich dort Zutritt verschaffen und die Tat ohne grössere Geräuschentwicklung begehen konnte?

Der Verlobte befand sich ja anscheinend nachweislich auf Nachtschicht in Wernigerode und dürfte damit ein relativ wasserdichtes Alibi haben. Der Ort liegt laut Google Maps übrigens etwa 30 KM und eine halbe Stunde Fahrtzeit von Thale entfernt - für eine Tatausübung hätte er sich also sicherlich deutlich länger als eine Stunde von der Arbeit entfernen müssen...

Es scheint zu diesem Fall erstaunlicherweise bisher nicht allzu viele Artikel im Netz zu geben - in einem ist davon die Rede, dass der angehende Schwiegervater bald nach der Tat in Verdacht geriet, dieser sich jedoch nicht erhärten liess:
http://www.volksstimme.de/nachrichten/sachsen_anhalt/731375_Suche-nach-dem-Moerder-Elisabeth-Schmidts.html

Bei der Darstellung des Vaters im Film konnte man allerdings so gut wie keine derartige Tendenz erkennen - stattdessen wurde sogar explizit erwähnt, dass er nichts von der Anwesenheit des Opfers im Haus gewusst hätte. Allein der Umstand, dass er um 4:15 Uhr offenbar noch wach vor dem Fernseher sass und man seine erste Reaktion auf den von seiner Frau wahrgenommenen Brandgeruch durch die Hinterkopfperspektive der Kamera nicht sehen konnte, erschien vielleicht etwas auffällig...

Bliebe ansonsten noch die Mutter, aber auch für ihre Täterschaft gibt es ja wohl keine Indizien. Stattdessen scheint die Fahndung eher auf Elisabeth Schmidts Umfeld und ihre Internetbekanntschaften abzuzielen...

Kommt hier zufällig jemand aus der Gegend und hat eventuell noch ein paar mehr Informationen zu dem Fall? In NRW ist der Mord meines Wissens nicht so wirklich durch die Presse gegangen...
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#2

Re: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 06:19
von SGW09 • 1 Beitrag
Wirklich ein spannender Fall!
Die Ermittler ließen wirklich viele wichtige Fragen unbeantwortet:
Warum haben die Eltern nicht bemerkt, dass die Schwiegertochter in spe das Haus betrat? (Es war ja dunkel und der Lichtschalter im Flur oder Eingansbereich wäre zu bedienen gewesen ode rgab es einen sepearten Eingang?)
Warum verblieb Elisabeth nicht wie gewöhnlich im Schwesternheim, wenn ihr Freund auf Nachtschicht ist?

Auch ich habe sofort vermutet, dass sie eine Bekanntschaft aus dem Internet mitbrachte, aber das ist natürlich riskant, wenn die Schwiegereltern im selben Haus wohnen.
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#3

Re: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 09:50
von Andelko • 136 Beiträge
Fand den Film auch gut gemacht.Hätte mir vielleicht etwas mehr zum Tatablauf gewünscht was aber durch das Feuer unmöglich gemacht wurde.

Könnte mir gut vorstellen das eine EX-Freundin des Verlobten dahinter steckt die die Trennung nicht verwunden hatte und durch die Verlobung einen solchen Hasse auf Elisabeth entwickelt hat das sie jemanden beauftragt hat sie zu töten.
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#4

Re[2]: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 10:11
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
SGW09>Warum haben die Eltern nicht bemerkt, dass die Schwiegertochter in spe das Haus betrat? (Es war ja dunkel und der Lichtschalter im Flur oder Eingansbereich wäre zu bedienen gewesen ode rgab es einen sepearten Eingang?)

Stimmt, auch auf die baulichen Gegebenheiten im Haus wurde nicht so richtig eingegangen: Ein zweiter Eingang, zumindest aber ein separates Treppenhaus könnten eine Erklärung dafür sein, dass eintreffende und sich entfernende Personen nicht bemerkt wurden - wenn der Täter nicht aus dem Haus kam, muss er es nach dem Mord und der Brandlegung ja auch wieder verlassen haben...

SGW09>Warum verblieb Elisabeth nicht wie gewöhnlich im Schwesternheim, wenn ihr Freund auf Nachtschicht ist?

Erscheint mir nicht ganz so ungewöhnlich: Sie hatte offensichtlich Spätschicht, er Nachtschicht - wahrscheinlich wäre Zeit gewesen, einen Teil des darauffolgenden Tages noch gemeinsam zu verbringen...

SGW09>Auch ich habe sofort vermutet, dass sie eine Bekanntschaft aus dem Internet mitbrachte, aber das ist natürlich riskant, wenn die Schwiegereltern im selben Haus wohnen.

Ja, und wäre irgendwie auch etwas "abgezockt": Wenn ich erstmals bei meinem Partner in der Wohnung übernachte, schleppe ich eigentlich nicht unbedingt mitten in der Nacht und vollkommen unabgesprochen jemand anders mit - erst recht nicht, wenn unten die Eltern sitzen...

Andelko>Könnte mir gut vorstellen das eine EX-Freundin des Verlobten dahinter steckt die die Trennung nicht verwunden hatte und durch die Verlobung einen solchen Hasse auf Elisabeth entwickelt hat das sie jemanden beauftragt hat sie zu töten.

Denkbar, aber für den Täter halt schon ein ziemlich riskantes Unterfangen, nun ausgerechnet in diese Wohnung einzudringen...
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#5

Re: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 10:25
von Andelko • 136 Beiträge
Das hab ich mich auch gefragt.Wie kam sie in die Wohnung ohne das es die Eltern ihres Verlobten gemerkt haben.Das lässt ja schon zwangsläufig vermuten das es einen seperaten Eingang geben muss.Und das es einige gibt die diesen kannten und somit in die Wohnung kamen ohne von den Eltern bemerkt zu werden.Sprich eine mögliche Ex-Freundin.Oder wurde Elisabeth ohne das sie es merkte beschattet?

Und dann frage ich mich wie es sein kann das die Eltern nichts mitbekommen haben von dem Mord.ich denke mal Elisabeth wird sich gewehrt haben und das lautstark.

Fragen über Fragen
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#6

Re[2]: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 10:35
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
Andelko>Oder wurde Elisabeth ohne das sie es merkte beschattet?

Das wäre für die Theorie mit der Ex-Freundin wahrscheinlich erforderlich gewesen, denn es ist ja fraglich, wer überhaupt von Elisabeth Schmidts nächtlicher Anwesenheit in der Wohnung wusste - angeblich ja noch nicht mal die Eltern...

Andelko>Und dann frage ich mich wie es sein kann das die Eltern nichts mitbekommen haben von dem Mord.ich denke mal Elisabeth wird sich gewehrt haben und das lautstark.

Mir fallen spontan eigentlich nur zwei Möglichkeiten ein, bei denen sie das vielleicht nicht getan hätte: Entweder sie hat den Täter gut gekannt und wurde von seinem Angriff vollkommen überrascht oder er hat sie relativ unbemerkt attackieren können, z.B. im Schlaf...
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#7

Re: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 11:28
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Es wäre nicht das erste Mal, dass durch die Ausstrahlung in xy der Tatverdacht gegen eine bestimmte Person erhärtet werden soll.

Ich will mich jetzt öffentlich nicht zu weit aus dem Fenster beugen, aber der Tatverdacht ist durchaus (für mich) nachvollziehbar. Gerade weil auch eine andere Tatbegehung schwer vorstellbar ist.

Für einen Einbruch liegen wohl keine (laut Filmfall) Anhaltspunkte vor. Ich glaube, dass hätte man dann im FF oder in der Nachbesprechung angesprochen. Daraus schließe ich, dass sich Täter und Opfer gekannt haben.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Mädchen am ersten Abend in der Wohnung ihres Verlobten einen Mann mitnimmt. Dass sehe ich genauso wie Holger- trotz des hippen und etwas alternativen Auftreten des Opfers. Gerade weil auch ihre Schwiegereltern in spe im Haus wohnen.

Eine Tat aus Eifersucht aus dem Kreis der Internetbekanntschaften ist durchaus möglich. Erstechen und stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Körper des Opfers sind die gängigen Tatbegehungsmerkmale bei dieser Motivlage. Durch die Wut des Täters (nicht selten geraten die Täter bei einem Eifersuchtsmord in einen Wahn) weist der Leichnam mehrere Verletzungen auf- hier war der Filmfall nicht ganz eindeutig, daher ist das schwer einzuschätzen. Im diesem Mordfall muß der Täter jedoch sehr rational vorgegangen sein. Er hat unbemerkt den Tatort betreten und wieder verlassen- auch die eigentliche Tat wurde nicht bemerkt, obwohl sich Menschen im gleichen Haus aufgehalten haben. Auch das Vernichten von Spuren zeigt, dass der Täter bereits im Vorfeld sich Gedanken über die Tat gemacht und diese dann auch geplant hat. So, wie Tat abgelaufen ist, wäre ein Eifersuchtsmord zumindest sehr ungewöhnlich- aber auch durchaus möglich.

Vielleicht gibt es noch ein Geheimnis im Leben der Elisabeth Schmidt, welches wir und die Kripo noch nicht kennen und in diesem Geheimnis das Motiv für den Mord zu finden ist. Wer weiß…

Beim Schwiegervater, so wie der Fall in der Sendung rekonstruiert wurde, sehe ich aber überhaupt kein Motiv. Es herrschte sehr viel Harmonie in der Familie, dass die Eltern ein Problem mit ihrer Schwiegertochter hatten, die auch schon seit einen Jahr mit dem Sohn zusammen war, glaube ich nicht. Wenn, war es eine spontane Tat: Ein Streit eskalierte oder ein sexueller Übergriff ist ausgeufert. Wieder bei Sinnen, hat der Täter die Einliegerwohnung angezündet um Spuren zu verwischen. Bei einem Streit wäre es Totschlag, bei einem sexuellen Übergriff wäre es Mord. Das wird jedoch schwer nachweisbar sein.
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#8

Re[2]: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 14:46
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
bastian2410>Es wäre nicht das erste Mal, dass durch die Ausstrahlung in xy der Tatverdacht gegen eine bestimmte Person erhärtet werden soll.

So ist es...

bastian2410>Ich will mich jetzt öffentlich nicht zu weit aus dem Fenster beugen, aber der Tatverdacht ist durchaus (für mich) nachvollziehbar. Gerade weil auch eine andere Tatbegehung schwer vorstellbar ist.

Ich nehme an, Du meinst den gegen den angehenden Schwiegervater?

bastian2410>Für einen Einbruch liegen wohl keine (laut Filmfall) Anhaltspunkte vor. Ich glaube, dass hätte man dann im FF oder in der Nachbesprechung angesprochen. Daraus schließe ich, dass sich Täter und Opfer gekannt haben.

Das halte ich auch für sehr wahrscheinlich...

bastian2410>Eine Tat aus Eifersucht aus dem Kreis der Internetbekanntschaften ist durchaus möglich. Erstechen und stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Körper des Opfers sind die gängigen Tatbegehungsmerkmale bei dieser Motivlage. Durch die Wut des Täters (nicht selten geraten die Täter bei einem Eifersuchtsmord in einen Wahn) weist der Leichnam mehrere Verletzungen auf- hier war der Filmfall nicht ganz eindeutig, daher ist das schwer einzuschätzen.

Wenn ich mich recht erinnere, war schon von "mehreren" Stichverletzungen die Rede!? Wie die Frau konkret zugerichtet wurde, dürfte wahrscheinlich auch der Brand verdeckt haben. Ich bin kein Arzt, aber könnte mir vorstellen, dass im Prinzip nur noch die inneren Verletzungen und Blutungen durch die Stiche nachweisbar waren...

bastian2410>Beim Schwiegervater, so wie der Fall in der Sendung rekonstruiert wurde, sehe ich aber überhaupt kein Motiv. Es herrschte sehr viel Harmonie in der Familie, dass die Eltern ein Problem mit ihrer Schwiegertochter hatten, die auch schon seit einen Jahr mit dem Sohn zusammen war, glaube ich nicht. Wenn, war es eine spontane Tat: Ein Streit eskalierte oder ein sexueller Übergriff ist ausgeufert. Wieder bei Sinnen, hat der Täter die Einliegerwohnung angezündet um Spuren zu verwischen. Bei einem Streit wäre es Totschlag, bei einem sexuellen Übergriff wäre es Mord. Das wird jedoch schwer nachweisbar sein.

Bei einem - meines Erachtens durchaus denkbaren - Angriff im Schlaf wäre es vermutlich aufgrund von Heimtücke auch Mord, oder? Und Du hast recht: So wie das Verhältnis zu den Eltern geschildert wurde, ist im Prinzip kein Motiv von ihrer Seite erkennbar. Es deutete zudem auch so gut wie nichts darauf hin, dass der Anfangsverdacht gegen den Vater erhärtet werden sollte, eher im Gegenteil. Dennoch erscheint es aufgrund der Umstände der Tatbegehung nun auch nicht gerade unwahrscheinlich, dass der Täter aus dem Haus kam...

bastian2410>Vielleicht gibt es noch ein Geheimnis im Leben der Elisabeth Schmidt, welches wir und die Kripo noch nicht kennen und in diesem Geheimnis das Motiv für den Mord zu finden ist.

Absolut möglich, auch mit Blick auf die Beziehung zu den Eltern. Vielleicht gab es eine heimliche Affäre mit dem Vater (die sie ggf. vor der geplanten Heirat zu beenden gedachte) oder er hat ihr nachgestellt und sie hat ihn abgewiesen. Insbesondere im ersteren Fall hätte sogar die Mutter ein Motiv. Würde allerdings auch bedeuten, dass eines der Elternteile das eigene Haus angezündet hätte (das danach laut einem anderen Artikel im Netz wohl erst mal unbewohnbar war). Aber wer einen Mord zu verdecken versucht, nimmt das ja eventuell durchaus mal in Kauf. Diese Theorie ist allerdings zugegebenermassen sehr spekulativ und wurde durch die Filmdarstellung halt nicht gerade angeboten...
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#9

Re: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 15:33
von Haddock • 99 Beiträge
Ich tendiere eigentlich auch dazu, dass ein Anfangsverdacht erhärtet werden sollte. Allerdings passte dazu meines Erachtens nicht, wie sehr auf diese Geschichte mit der Änderung des Beziehungsstatus in den sozialen Netzwerken hingewiesen wurde.

Und: Wo war eigentlich die Schlange? ..
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#10

Re[2]: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 16:04
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
Haddock>Ich tendiere eigentlich auch dazu, dass ein Anfangsverdacht erhärtet werden sollte. Allerdings passte dazu meines Erachtens nicht, wie sehr auf diese Geschichte mit der Änderung des Beziehungsstatus in den sozialen Netzwerken hingewiesen wurde.

Yep, das tendiert eher in eine andere Richtung. Interessant ja auch die Frage, was mit diesem Krankenhauspatienten verdeutlich werden sollte - gab es den wirklich? Sollte man den als verdächtig ansehen? Da er nicht so konkret im Filmkommentar erwähnt wurde, scheint mir das eher ein Sinnbild dafür gewesen zu sein, dass dem Opfer auch noch Avancen von anderer Seite gemacht wurden und entsprechende Beziehungen bestanden haben könnten...

Ansonsten noch eine Ergänzung zu der Elterntheorie: so wirklich clever ist das natürlich auch nicht, einen Mord im eigenen Haus zu begehen. Das würde wohl eher für eine Tat im Affekt sprechen. So dumm kann man doch eigentlich kaum sein, dass man das inkl. Abfackelung der eigenen Bude plant...
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#11

Re: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 16:38
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
auch an einer Brandleiche ist die Todesursache ohne große Probleme feststellbar. Verkohlt ist nicht verwest. Lediglich Fremdspuren sind in der Regel nicht mehr nachweisbar.

Auch einen Schlafenden kann selbstverständlich heimtückisch töten. Ich glaube aber auch daran, dass die Tötung des Mädchens eine spontane Tat war. Dagegen spricht natürlich die Schlaftheorie, Täter und Opfer müssen sich in der Wohnung begegnet sein.
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#12

Re[2]: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 22:30
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
bastian2410>Täter und Opfer müssen sich in der Wohnung begegnet sein.

Dieser Link ist da vielleicht ganz interessant in dem Zusammenhang:
http://www.mdr.de/kripo-live/mordfall_thale100.html

Dort sieht man das Haus und kann erkennen, dass aussen eine Treppe in den ersten Stock führt - ob man von da allerdings Zugang zur Wohnung des Freundes hat, ist wiederum ungewiss. Zudem fraglich, wie man da überhaupt hinein gelangen konnte: Hatte die Wohnung eine richtige Haustür, zu der man einen Schlüssel benötigte? Wer verfügte darüber und hätte das Opfer überraschen können? Ansonsten hätte Elisabeth Schmidt (bei tatsächlich fehlenden Einbruchsspuren) ja eigentlich doch selbst ihrem Mörder die Tür öffnen müssen...
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#13

Re[3]: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 22:45
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
HolgerMeffert>http://www.mdr.de/kripo-live/mordfall_thale100.html

Mittels der Suche nach "Kripo live vom 12.02.2012" findet man übrigens den MDR-Beitrag auf einem nicht gänzlich unbekannten Videoportal...
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#14

Re: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 22:55
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Danke für den Link und das Bild des Hauses. Das ermöglicht einen sehr guten Überblick über den Tatort. Ich gehe davon aus, dass die Treppe wohl einen direkten Zugang in die Wohnung im zweiten Stock ermöglicht- die äußere Bauweise läßt darauf schließen. Ich glaube, dass es jetzt wohl doch möglich ist, ohne dass es eine Person im Erdgeschoß bemerkt, in die Wohnung des Freundes von Elisabeth Schmidt zu gelangen.

Was mich jedoch wundert: In den verlinkten Artikel ist Rede davon, dass ein Nachbar das Feuer bemerkt hat. Im FF waren es die Schwiegereltern. Ich weiß jetzt nicht, was stimmt. Für die Frage der Schuld und der Strafbarkeit ist das jedoch eine entscheidende Frage.
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#15

Re[2]: 10.10.2012 FF1 (Kripo Sachsen-Anhalt-Nord) Mordfall Elisabeth Schmidt

in Filmfälle 11.10.2012 23:13
von HolgerMeffert • 15 Beiträge
bastian2410>Was mich jedoch wundert: In den verlinkten Artikel ist Rede davon, dass ein Nachbar das Feuer bemerkt hat. Im FF waren es die Schwiegereltern. Ich weiß jetzt nicht, was stimmt. Für die Frage der Schuld und der Strafbarkeit ist das jedoch eine entscheidende Frage.

Da gibt es in der Tat unterschiedliche Versionen: mal ist von einem Nachbarn, mal von den Eltern die Rede. Ich verlinke das Blatt ungern, aber "Bild" will zudem mal wieder mehr wissen zu den angeblichen Reaktionen des Vaters auf den Brandgeruch:
http://www.bild.de/regional/leipzig/mord/sollte-dieses-feuer-einen-mord-vertuschen-21723388.bild.html

Wahrscheinlich stimmt beides: der Nachbar hat's von aussen bemerkt, die Eltern mehr oder weniger zeitgleich von innen...

Eine weitere Ungereimtheit: der von mir im Eingangsposting verlinkte Artikel aus der "Volksstimme" behauptet, es wurden Spuren eines Brandbeschleunigers gefunden - der "Kripo Live"-Bericht sagt das Gegenteil...
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