#1

27.3.1998 Studiofall aktuell (BKA Österreich/SB Wien) Vermißtenfall Natascha Kampusch

in Studiofälle 01.12.2009 18:15
von Entlauber • 71 Beiträge
Moin,

hört sich interessant an :

Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/Am-Schluss-bleibt-nur-der-Einzeltaeter-0573670.ece
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#2

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 04.12.2009 10:03
von Lilly • 24 Beiträge
Bitte nicht schon wieder N.K. - wir haben schon so genug von ihr.
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#3

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 27.05.2010 21:48
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Zu diesem Fall (siehe die XY-Sendungen vom 27.03.1998 und vom 07.09.2006) sind ja noch einige Fragen offen, selbst offizielle Untersuchungen in Österreich sind da nicht wirklich weitergekommen. Da trifft es sich ja gut, dass uns demnächst der Filmemacher Eichinger in einem Kinofilm erzählen will, wie es wirklich war. Hierzu eine Pressemeldung von heute:


Bernd Eichinger verfilmt Schicksal von Natascha Kampusch

Donnerstag, 27. Mai, 17:58 Uhr
AFP

Der Erfolgsproduzent Bernd Eichinger wird das Schicksal der jahrelang in einem Kellerverlies festgehaltenen Österreicherin Natascha Kampusch verfilmen. Eichinger und die Constantin Film erwarben die Rechte für einen Kinofilm über Kampusch, wie das Filmunternehmen in München mitteilte. Eichinger erklärte, er wisse sehr zu schätzen, dass die 22-Jährige "uns das Vertrauen entgegenbringt, ihre Geschichte zu verfilmen".

Das Drehbuch für den Film entwickelte der deutsche Erfolgsproduzent ("Das Geisterhaus", "Der Untergang", "Elementarteilchen", "Das Parfum", "Der Baader Meinhof Komplex") zusammen mit dem Dokumentarfilmer und Journalisten Peter Reichard. Dieser hatte Kampusch bereits über Monate hinweg für eine ARD-Reportage ("Natascha Kampusch - 3096 Tage Gefangenschaft") begleitet.

Eichinger kündigte an, nach "all den Medienspekulationen und Politskandalen", die der Entführungsfall Kampusch ausgelöst habe, wollten er und Reichard erzählen, "was wirklich geschehen ist". Kampusch selbst sagte nach Mitteilung der Constantin Film: "Viele einfühlsame Zusendungen der letzten Jahre haben mich dazu bewegt, mein Schicksal verfilmen zu lassen. Das Filmprojekt mit Eichinger biete nun die Gelegenheit, "meine Geschichte in behutsamer Weise auf die Leinwand zu bringen".

Kampusch war 1998 als Zehnjährige auf dem Schulweg entführt worden. Nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft konnte sie am 23. August 2006 aus dem Haus ihres Peinigers fliehen, ihr Entführer Wolfgang Priklopil nahm sich noch am selben Abend das Leben. Die Dreharbeiten für den Kampusch-Kinofilm sind für 2011 angesetzt. Der Film soll 2012 in die Kinos kommen.

Quelle: http://de.news.yahoo.com/2/20100527/ten-bernd-eichinger-verfilmt-schicksal-v-1dc2b55.html
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#4

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 28.05.2010 14:13
von Lilly • 24 Beiträge
Schön, dass ein so begnadeter Regisseur wie Bernd Eichinger, der uns immerhin mit Streifen, wie "Das Parfüm" und "Der Name der Rose" vergnügliche Kinostunden beschert hat, es nunmehr vorzieht, ins Seichte und Triviale abzugleiten.
Ich kenne hier bei uns in Österreich so viele Leute, denen der Hype um N.K. (den sie ja fleißig selbst veranstaltet) nur mehr auf den Geist geht.
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#5

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 21.06.2010 22:47
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
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#6

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 21.06.2010 22:58
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Zum Buch hier noch ein Artikel aus Österreich:


21. 06. 2010, 22:44
"3096 Tage"
Natascha Kampusch schreibt Memoiren

Jetzt kommt vielleicht die ganze Wahrheit über die Gefangenschaft Nataschas ans Licht. Im September erscheint ihre Autobiografie.

Kann sie damit endgültig alle Unklarheiten beseitigen?

Natascha Kampusch, Entführungsopfer des spektakulärsten Kriminalfalls der Zweiten Republik, arbeitet gerade in ihrer Wiener Wohnung an einer Autobiografie. Das 220 Seiten starke Buch über ihr Leben im Verlies und die Zeit nach der Flucht soll am 8. September im deutschen List Verlag erscheinen. Im Online-Buchshop Amazon kann das Kampusch-Buch, das den Titel „3096 Tage“ trägt, bereits um 19,95 Euro vorbestellt werden.

Natascha schildert die Zeit im Verlies und ihre Flucht
Nataschas Sprecher Wolfgang Brunner bestätigt gegenüber ÖSTERREICH: „Es stimmt, Frau Kampusch arbeitet gerade an ihrer Autobiografie. Das ist im Moment auch ihr Hauptaugenmerk – noch vor dem Filmprojekt, das im Jahr 2012 in die Kinos kommen soll.“

Kampusch wird in ihrem Buch akribisch genau ihre Eindrücke von der Entführung bis zum letzten Tag ihres Martyriums und ihrer Flucht schildern. Sie wird sich noch einmal an den 2.?März 1998 erinnern – den Tag, an dem der Horror begann.

Natascha wird erzählen, wie sie zum ersten Mal ihren Entführer Wolfgang Priklopil erlebt hat und sich langsam an den qualvollen Alltag im dunklen Verlies im niederösterreichischen Strasshof gewöhnen musste. Wie sie sich oft in den Schlaf weinte, ohne Tageslicht auskommen musste und ihre Beziehung zu Entführer Priklopil mit der Zeit eine neue Dimension erreichte.

Endgültig wird Natascha mit diesem Buch wohl auch Spekulationen ausräumen, ob Priklopil Einzeltäter gewesen ist oder doch Mithelfer hatte. Wie berichtet, hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Priklopils besten Freund Ernst H. eingestellt.

Drehbuchautor Reichard: „Werde es sicher lesen“

Sehr wahrscheinlich: Die Kampusch-Biografie könnte auch als Grundlage für den Film von Bernd Eichinger (siehe Story rechts) dienen. Journalist und Dokumentarfilmer Peter Reichard zu ÖSTERREICH: „Ich gratuliere Frau Kampusch zu diesem Titel, der zeigt am besten, welch lange Qual sie durchmachen musste. Ich werde das Buch sicher lesen und erwarte es mit Spannung. Sollte es in der Autobiografie Teile geben, die sie mir beim Dreh meiner gleichnamigen TV-Dokumentation nicht verraten hat, werden wir das natürlich in den Kampusch-Film einarbeiten.“

Quelle: http://www.oe24.at/kultur/Natascha-Kampusch-schreibt-Memoiren-0729448.ece
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#7

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 29.06.2010 22:18
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Laut Presseberichten gibt es zwei Neuigkeiten rund um den Fall:

Frau Kampusch lässt angeblich von ihrem Anwalt die Möglichkeit einer Klage auf Schadenersatz gegen die Behörden prüfen.

Quelle: http://www.20min.ch/news/dossier/kampusch/story/26187927

Der frühere Chefermittler hat sich erschossen.

Quelle: http://www.rtl.de/cms/information/rtlaktuell/news.html?set_id=50430
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#8

Re[2]: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 02.07.2010 14:01
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
xyzuschauerseit72>Laut Presseberichten gibt es zwei Neuigkeiten rund um den Fall:

xyzuschauerseit72>Frau Kampusch lässt angeblich von ihrem Anwalt die Möglichkeit einer Klage auf Schadenersatz gegen die Behörden prüfen.

xyzuschauerseit72>Quelle: http://www.20min.ch/news/dossier/kampusch/story/26187927

xyzuschauerseit72>Der frühere Chefermittler hat sich erschossen.

xyzuschauerseit72>Quelle: http://www.rtl.de/cms/information/rtlaktuell/news.html?set_id=50430

naja, ich weiß nicht wie das in Österreich ist, in Deutschland sind die Aussichten auf ein Erfolg solcher Amtshaftungansprüche eher gering.

in den USA hat es das Entführungsopfer Jaycee Dugard, die 18 Jahre lang von einem Ehepaar gefangen gehalten und sexuell missbraucht wurde, geschafft, eine Entschädigung wegen Ermittlungsfehler der Polizei zu kriegen. Gute 16 Millionen Euro.

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article8270555/Kalifornien-zahlt-Dugard-Millionenentschaedigung.html
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#9

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 08.09.2010 18:13
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Kampusch war am Montag (6.9.2010) in der Talkshow Beckmann zu Gast und stellte ihr Buch vor. Im Anschluß sendete das Erste eine Doku über die 3096 Tage Gefangenschaft.

Eine insgesamt interessante Sendung, in der auch allgemein das Verschwinden von Kindern im Mittelpunkt stand. U.a. war auch die Mutter von Deborah Sassen im Studio, dessen Tochter seit über 14 Jahre in Düsseldorf vermisst wird. Der Fall wurde vor kurzem wieder ins Gedächtnis der Bevölkerung gerufen, als nämlich der Kapitän des FC Bayern in einem Freundschaftsspiel gegen Real Madrid ein Bild der Vermissten ins Stadion trug. Auch Prof. Adolf Gallwitz war Gast in der Sendung, bekannt auch der Sat1 Sendung Fahndungsakte.

Auch wenn mir persönlich der Medienhype um Natascha Kampusch nach der Entführung auch ein wenig zu viel war, ist es immer noch zu bedenken, dass das Mädchen Opfer eines Verbrechens wurde. Das wird einem beim Interview und bei der Doku wieder bewusst. Das Verbrechen hat Wunden hinterlassen, welche auch nicht mehr heilbar sind.

Die Beckmann- Show und die Doku sind in der Mediathek der ARD bis zum 13.9.2010 online verfügbar.

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5336388

Die Doku:

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3707260

Infos zum Fall Deborah, seit 1996 vermisst

http://kindervermisstabernichtvergessen.blogspot.com/2009/01/wo-ist-debbie-sassen.html
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#10

Re: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 09.09.2010 10:04
von Lilly • 24 Beiträge
bastian2410>Auch wenn mir persönlich der Medienhype um Natascha Kampusch nach der Entführung auch ein wenig zu viel war, ist es immer noch zu bedenken, dass das Mädchen Opfer eines Verbrechens wurde. Das wird einem beim Interview und bei der Doku wieder bewusst. Das Verbrechen hat Wunden hinterlassen, welche auch nicht mehr heilbar sind.

Ich gebe zu bedenken, dass das Fräulein sehr wohl selbst dafür sorgt, dass sie ja nicht in Vergessenheit gerät.

Ich habe mit ihr keinen Funken Mitgefühl. Aber mögen es die anderen haben.

Für Fans der jungen Dame: Sie liest heute unter enormen Sicherheitsauflagen in der Landstrasse Filiale der "Thalia" Buchkette.
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#11

Re: 27.3.1998 Studiofall aktuell (BKA Österreich/SB Wien) Vermißtenfall Natascha Kampusch

in Studiofälle 10.09.2010 02:52
von bd-vogel • 570 Beiträge
Moin allerseits,

ich hab den im Dezember 2009 von unserem 'Entlauber' gestarteten Thread mal hierher in unseren zwischenzeitlich neu eingerichteten Bereich für XY-Studiofälle verschoben - denn wie xyzuschauer72 ja weiter oben schon erwähnt hat, wurde der Fall ja in der XY-Sendung vom 27. März 1998 (also in der frühen Butz-Peters-Ära) als damals aktueller Studiofall behandelt.

Der Fall wurde von Peter Nidetzky am Ende der Sendung vorgestellt, während der üblichen Abfrage in den Aufnahmestudios. Aus heutiger Sicht, wo man die Umstände der damals gerade drei Wochen zurückliegenden Entführung kennt, erweisen sich die von Nidetzky geschilderten Umstände (Mädchen in weißen Kastenwagen gezerrt) als präzise Beschreibung des Geschehens. Und natürlich gehört der Fall an sich, mit Blick auf seine "Auflösung", ohne Zweifel zu den spektakulärsten und grausamsten jemals bei XY behandelten Kriminalfällen (von einigen Tötungsdelikten mal abgesehen).

In der folgenden XY-Sendung vom 8. Mai 1998 kam der Fall im Rahmen des damals üblichen Rückblicks zu Beginn nochmals zur Sprache, auch Kampuschs Foto wurde nochmals gezeigt.

In der XY-Sendung vom 7. September 2006 dann konnte Rudi Cerne über die Aufklärung des Falls berichten; dazu wurden kurze Filmszenen des unterirdischen Gefängnisses eingespielt, in dem das Opfer 8 Jahre lang vegetieren mußte.
Cerne beendete die Meldung damals mit den Worten:
Was Natascha Kampusch in diesen 8 Jahren Gefangenschaft erlebt hat, kann und will ich mir auch gar nicht vorstellen - mir bleibt im Prinzip nur eins: ihr die Kraft zu wünschen, dieses traumatische Erlebnis möglichst gut zu verarbeiten und möglichst schnell den Weg zurück in das normale Leben zu finden.

Ich denke, besser kann man es nicht sagen. Und wenn der Weg über die 'Publicity', wie jetzt mit ihrem Buch, dabei der für ihr eigenes Empfinden für sie selbst richtige Weg ist (und nur darauf kommt es an - was andere denken, ist irrelevant), dann hat sie dafür Respekt verdient. Die Traumata eines solchen achtjährigen(!!!) Martyriums lassen sich nach menschlichem Ermessen allerdings wohl nie überwinden - ein solches Schicksal liegt wohl jenseits der Vorstellungskraft der meisten von uns.

Ich finde, das sollte man bedenken, wenn (oder besser noch: bevor) man sich zu dem Fall äußert.

@Entlauber: Nochmal danke für den Eingangslink zur Doku vom Januar 2010 - das war aber eine andere als die, die jetzt am Montag (6.9.2010) im TV lief, oder? Hab die Januar-Sendung leider nicht gesehen. Gibts dazu Eindrücke?

@Bastian: Danke für den Mediathek-Link, am Mo hatte ich keine Gelegenheit zum Fernsehen und habe mir die Doku so noch ansehen können. Wirklich beklemmend. Zumal wenn man dazu bedenkt, daß "sowas" eben kein "kommt einmal in 100 Jahren vor"-Fall ist, siehe Josef Fritzl...

Bernhard.
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#12

Re[2]: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 11.09.2010 01:22
von Rickybaby1977 • 299 Beiträge
bastian2410> Das Verbrechen hat Wunden hinterlassen, welche auch nicht mehr heilbar sind.

Zu dem Thema:" Sind solche Wunden eigentlich heilbar ?"hat sich Jan Phillip Reemtsma in seinem Buch "Im Keller" sehr detailliert geäußert. (Übrigens unbedingt lesenswert!) Er stellt darin -sinngemäß- die einfache, geniale Frage, an welchem Maßstab man denn messen will, dass ein solches Erlebnis verarbeitet worden ist, oder eben nicht. Woran will man das festmachen???
Kann das Opfer wieder nach einer Tat arbeiten? Ist es fähig, Freundschaften zu gestalten? Hat es gute Beziehungen innerhalb einer Familie? Oder muß man vielleicht ganz neue Maßstäbe setzen, weil eben auch das verübte Verbrechen so außerhalb jeglicher Norm liegt? Ich denke, hier kann "Heilung" schon wesentlich weniger bedeuten als ein "funktionierender" Teil der Gesellschaft zu sein. Ich bin der Meinung, wer so was erlebt hat, ist für den Rest seines Lebens von dieser Pflicht entbunden. Der hat nur noch die Aufgabe, zu leben. Mehr nicht.
Auch wenn uns das als "Normalos" nicht paßt, oder zumindest irgendwie stört.
Auch sehr interessant, was Jan P.R. dazu sagt, wie man den Opfern "helfen" kann: Er beschreibt es ganz banal: Wichtig für die Opfer ist es, in die Gemeinschaft von Menschen wieder aufgenommen zu werden, und so wieder Teil der Gesellschaft zu werden. Genau das macht dann auch den "heilsamen" Aspekt von Strafe aus Sicht der Opfer aus: Nämlich dass die Täter quasi durch die (Haft)-Strafe aus der Gemeinschaft genommen werden und so auch für das Opfer eine gewisse Ordnung wieder hergestellt werden kann.
Im übrigen finde ich die Person N.K. auch alles andere als sympathisch und kann viele ihrer Aktionen nicht nachvollziehen. Aber wie Bernhard schon schrieb: Sie soll und muß ihren eigenen Weg gehen und das ohne Rücksicht auf irgendjemanden. Finde ich.

Das schlimmste, wenn man solche Reportagen sieht, ist wohl der Gedanke daran, dass es mehr als wahrscheinlich ist, dass auch jetzt und hier Menschen eingesperrt und gegen ihren Willen irgendwo festgehalten werden.Unvorstellbar. Aber allein die von Beckmann genannten Zahlen an vermißten Kindern/Erwachsenen in Deutschland sprechen da eine fürchterliche Sprache.

Jedenfalls gehe ich seit dem Interview mit N.K. doch etwas anders durch die Welt. Es gibt so viel zu spüren,wenn man draußen in der Natur ist. Wind in den Haaren, Regentropfen im Gesicht, der Geruch von feuchtem Waldboden,Sonnenstrahlen zwischen Blättern und irgendwo muht eine Kuh. (Jedenfalls hier im Münsterland) Tolle Sachen. Ich wünsche N.K., dass sie möglichst viele dieser Sinneseindrücke genießen kann.

Liebe Grüße von eurer Ricky!
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#13

Re[2]: Von Securitel produzierte Doku über den Kampusch-Fall am 25. Januar im TV

in Studiofälle 11.09.2010 02:53
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Lilly>Ich gebe zu bedenken, dass das Fräulein sehr wohl selbst dafür sorgt, dass sie ja nicht in Vergessenheit gerät.

Lilly>Ich habe mit ihr keinen Funken Mitgefühl. Aber mögen es die anderen haben.

Lilly>Für Fans der jungen Dame: Sie liest heute unter enormen Sicherheitsauflagen in der Landstrasse Filiale der "Thalia" Buchkette.

du hast natürlich nicht ganz unrecht, Lilly. Auch die Postings von Bernhard und Ricky treffen den richtigen Punkt.

Auch in Österreich ist man geteilter Meinung über den Weg von N.K., gerade nach der Buchpräsentation: Die einen sind erschüttert (das bin auch nach wie vor), die anderen sprechen von "mediengeil" und "Geldmacherei".

Natürlich halte ich es auch für bedenklich, wenn Natascha Kampusch wenige Monate nach der Entführung eine Talkshow moderiert oder nächstes Jahr bei der Filmpremiere (der Kampusch- Fall wird ja verfilmt s.o.)sich auf dem roten Teppich feiern läßt.

Aber ein Buch über den Fall zu schreiben halte ich für sinnvoll, allein schon um Spekulationen und Falschmeldungen vorzubeugen, da die Medien leider gerade in so einem Fall sich dann ihre eigenen Geschichten zusammenstricken.

Ich war in den letzten Tagen viel unterwegs und bin auch viel geflogen. Eine große deutsche Boulvard- Zeitung (die gibt es im Flieger bei dieser Airline immer umsonst)hat ja vorab Auszüge aud dem Buch veröffentlicht und mE gibt dieses Buch wirklich einen authentischen Blick über die Entführung ab.

Kampusch sagt, sie habe das Buch geschrieben, um den Fall für sich aufzuarbeiten. Und das glaube ich ihr.
Was ich wirklich hoffe, dass Natascha nicht wieder Opfer wird, nämlich durch Leute im Hintergrund, die hauptsächlich Geld verdienen mit dieser schrecklichen Entführung und sich mit ihrem Leid bereichern.

Ein Link zur Welt mit einem Bericht über die Buchvorstellung in Wien mit Video(sollte man sich ansehen)

http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article9534679/Das-seltsame-Showlaufen-der-Natascha-Kampusch.html
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#14

Überprüfung von Selbstmord

in Studiofälle 03.03.2016 02:22
von Hilfefunktion • 22 Beiträge

Die FAZ hat eine interessante Meldung: Link zum FAZ-Artikel
Da Links gern mal nicht mehr funktionieren, hier der Text:

25.02.2016
Staatsanwaltschaft überprüft den Selbstmord Priklopils

Immer wieder hat es Zweifel am Selbstmord des Entführers von Natascha Kampusch gegeben. Jetzt wird überprüft, ob er schon tot war, als ein Zug ihn überrollte.
Die Oberstaatsanwaltschaft Wien will überprüfen, ob sich Wolfgang Priklopil, der Entführer von Natascha Kampusch, tatsächlich das Leben genommen hat. Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online berichtet, ist dort Strafanzeige gegen unbekannt wegen des Verdachts des Mordes an Wolfgang Priklopil eingegangen.
Nachdem Kampusch am 23. August 2006 nach acht Jahren Gefangenschaft die Flucht gelungen war, überfuhr ein Zug hinter der Haltestelle Wien Nord Priklopil, der auf den Schienen lag. Die Ermittler gingen von Selbstmord aus, stellten im Januar 2010 das Verfahren endgültig ein.
Chefermittler Franz Kröll aber glaubte daran nicht. Er vermutete, Priklopil sei kein Einzeltäter gewesen. Im Juni 2010 wurde er tot auf seiner Terrasse aufgefunden. Er hatte sich mit seiner Dienstwaffe erschossen; es gab aber Spekulationen um einen Mord. Die Strafanzeige wegen Mord an Priklopil hat Karl Kröll gestellt, der Bruder Franz Krölls. Spiegel Online zitiert Karl Kröll mit den Worten, es ginge ihm mit der Anzeige nicht um Rache für seinen Bruder.
Im Lauf der Jahre waren immer wieder einmal Zweifel am Selbstmord des Entführers laut geworden, im Jahr 2012 etwa vom österreichischen parlamentarischen Geheimausschuss. Jetzt dürfte einer der schockierendsten Entführungsfälle der letzten Jahre wieder aufgerollt werden.

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#15

RE: Überprüfung von Selbstmord

in Studiofälle 20.04.2016 11:43
von pascal • 96 Beiträge

Gestern ntv-Laufband: Östereicher wollen neue Gutachten erstellen. Es gibt immer wieder Fälle, die bes. Beachtung finden. z.B. Täter vor den Zug. Da hat man Zweifel und wird in Schwarz auf Weiss erklärt. Das Buch wurde vor 2 Jahren. verrramscht . (mir geklaut - hm)


Wenn eine Idee nicht zuerst absurd erscheint, taugt sie nichts - (Albert Einstein)
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