#1

10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 02.01.2009 14:20
von Himmelsdorfer • 143 Beiträge
Zunächst einmal ein gutes Neues Jahr von der Alm

Der o.g. Fall gehörte schon immer zu meinen "Lieblingsfällen". Aber ich ordne ihn auch in die mysteriösesten Rätsel ein.

Denn meiner Meinung nach passt hier kaum etwas zusammen:

- (Vermutlich) zwei Täter - für ein Sexualdelikt zwar nicht unmöglich, aber doch extrem unwahrscheinlich. Eine gescheiterte Entführung? Nicht nur, dass der familiäre Hintergrund wohl eher dagegen spricht, das Geschehen war doch nicht zuletzt zeitlich viel zu zufällig, um von einer geplanten Tat ausgehen zu können, oder?

- Der Schuh am Auto
Die zwei Unbekannten haben am Friedhof laut Zeugenaussage etwas eingeladen, verschwanden dann zunächst spurlos - bis auf einen Schuh am Auto. Ist es realistisch, dass sie das lebende Opfer in den Kofferraum sperren und sich entfernen, obwohl sie ein Auto herankommen sehen? Ist es realistisch, dass die Friedhofsbesucher ein im Kofferraum eingesperrtes Opfer nicht bemerken, während sie sich "um den Schuh kümmern"?
Oder war das Opfer zu dieser Zeit im Wald alleine - an jener Stelle von der später die Schreie gehört wurden?


Was denkt ihr über die möglichen Hintergründe? Habt ihr eine Theorie?

Gruß vom Himmelsdorfer
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#2

Re: 10.07.1987 - FF1 - Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 02.01.2009 15:46
von GrausigerFund • 67 Beiträge
Du hast sogar mindestens einen weiteren seltsamen Aspekt vergessen: Wenigstens die Darstellung in XY läßt ja vermuten, das Opfer wäre in Sicht- und Hörweite einer Zeugin (der Mutter mit Kind) überfallen und verschleppt worden. In vielleicht ein-, zweihundert Metern Distanz von ihr, die aber angeblich nichts bemerkt hat. Ist das glaubhaft? Oder hat die Frau einfach nicht hören wollen, was hinter ihr passierte und sich aus Angst nicht umgedreht? Auch nicht auf eine mögliche Aufforderung ihres Kindes hin, welches womöglich gesehen haben mag, was dort geschah?

Dann: Wie verschleppe ich jemanden am hellichten Tag von einem offenbar recht gut frequentierten und teils steilen Waldweg, wiederum unbemerkt?

Und: Entführer versuchen ihr eigentliches Ziel, die Erfüllung ihrer - meist finanziellen - Forderungen, erfahrungsgemäß auch dann noch durchzusetzen, wenn sie ihr Opfer bereits - absichtlich oder "aus Versehen" - getötet haben. Wenn da nichts kam, dürfte es sich also eher nicht um eine Entführung gehandelt haben (daß bei der Familie "nichts zu holen" war, braucht nichts zu bedeuten, siehe den Fall Ursula H.).

Leider weiß ich bislang kaum etwas darüber, wie der Fall weiterging - einzig, daß etwa anderthalb Jahre später die Leiche von Jutta H. gefunden worden sein soll. Wäre schön, diesbezüglich mehr zu erfahren, denn der Fall gehört sicher zu den interessantesten der XY-Geschichte, der angesichts dessen für mein Gefühl viel zu wenig Beachtung gefunden hat.
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#3

Re[2]: 10.07.1987 - FF1 - Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 02.01.2009 17:04
von Himmelsdorfer • 143 Beiträge
GrausigerFund>Du hast sogar mindestens einen weiteren seltsamen Aspekt vergessen: Wenigstens die Darstellung in XY läßt ja vermuten, das Opfer wäre in Sicht- und Hörweite einer Zeugin (der Mutter mit Kind) überfallen und verschleppt worden.

Interessant, dass Du das anführst. Diesen Aspekt habe ich lediglich weggelassen, weil ich hier die größte "Darstellungsunsicherheit" sehe.
Aber selbst wenn die filmische Umsetzung Sicht - und Hörweite falsch darstellt: Gerade wenn ihr selbst mulmig wurde bei Auftauchen der zwei Gestalten, hätte sie da nicht sofort stutzig werden müssen, wenn das junge Mädchen hinter ihr nicht mehr auftaucht?

GrausigerFund>Dann: Wie verschleppe ich jemanden am hellichten Tag von einem offenbar recht gut frequentierten und teils steilen Waldweg, wiederum unbemerkt?

Ganz unbemerkt war es ja nicht - Schuhe, Badematte, Schreie.

GrausigerFund>Und: Entführer versuchen ihr eigentliches Ziel, die Erfüllung ihrer - meist finanziellen - Forderungen, erfahrungsgemäß auch dann noch durchzusetzen, wenn sie ihr Opfer bereits - absichtlich oder "aus Versehen" - getötet haben. Wenn da nichts kam, dürfte es sich also eher nicht um eine Entführung gehandelt haben (daß bei der Familie "nichts zu holen" war, braucht nichts zu bedeuten, siehe den Fall Ursula H.).

Es ist grundsätzlich alles möglich - aber wahrscheinlich macht das eine Entführung eben nicht.
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#4

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 09.01.2009 16:57
von Himmelsdorfer • 143 Beiträge
Hat sonst niemand eine Hypothese?
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#5

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 10.01.2009 01:21
von bdvogel (gelöscht)
avatar
himmelsdorfer> Hat sonst niemand eine Hypothese?

Doch, aber die trage ich eigentlich nur abends zum Rotwein...

In der Tat sicher einer der mysteriösesten XY-Fälle aller Zeiten, jedenfalls dank Grimms Inszenierung. Was suggerieren die im FF hervorgehobenen Fakten? Wirklich sehr rätselhaft...

Film-Elemente:

1) Jutta H. hat vom Schwimmbad den Waldweg heimwärts genommen, belegt durch

--a) eine Zeugin, die sie am Schwimmbad auf den Waldweg einschwenken sieht

--b) die Mutter mit Kind auf dem Waldweg, die Jutta in einiger Entfernung ihr nachfolgen sieht

--c) Juttas Badematte, die später am Waldweg liegt und von Tante "Achwieschönkannichgebrauchen" mitgenommen wird

--d) Juttas einen Schuh, der neben der Badematte am Waldweg liegt und von Tante AWSKIG liegengelassen wird

2) Der zweite Schuh liegt zeitweise auf dem Friedhofsparkplatz vor einem Auto, in dessen Kofferraum zuvor zwei Personen etwas eingeladen haben.

Das in Kombination mit den Beobachtungen der Friedhofsparkplatz-Fußballbanausin suggeriert: Jutta wurde auf dem Waldweg angegriffen und "verschleppt", Badematte und ein Schuh blieben zurück. Der von Zeugen gehörte "Schrei aus dem Wald" würde dazu passen.

Aber wie von Euch bereits erwähnt: Was würde "verschleppt" denn konkret bedeuten? An Ort und Stelle umgebracht (was sozusagen nach "Spontantäterlogik" naheläge) wurde die Frau ja offenbar nicht (der spätere Leichenfundort lag nicht direkt am Waldweg, soweit ich weiß).

Bewußtlos (oder gar schon tot) zum Friedhofsparkplatz geschleppt und dort "verladen", wobei der zweite Schuh vor dem Auto zunächst liegenblieb, ohne daß die Täter ihn gleich aufsammelten & mit in den Kofferraum warfen? Extrem unwahrscheinlich, würd ich meinen... paßt wirklich nicht zusammen.

Ist die "Friedhofszeugin" glaubwürdig? Im FF ist sie ja recht überzeichnet dargestellt - soll das suggerieren, daß ihre Aussage mit einem Fragezeichen zu versehen ist? Zum Zeitpunkt des FF war die Leiche des Opfers ja noch nicht gefunden, sprich es war immer noch ein Vermißtenfall - vielleicht hatten die Ermittler auch keinen weiteren Reim und präsentierten daher bewußt die Elemente als Ungereimtheiten?

Ich denk, Aufschlüsse für unsere Rätselraterei hier könnten nur zwei Dinge bringen, die sich aber sicher ermitteln ließen:

--a) wie berichtete die Presse damals über den Fall? In Zeitungsartikeln werden ja oft polizeiliche Hypothesen aufgegriffen/weitergesponnen... ich kenn leider gar keinen Presseartikel zu diesem Fall, aber es gab sie ja doch sicher. Vielleicht kann jemand aus der Gegend mal auf Archivreise gehen?

--b) Wie & wo genau wurde ein Jahr nach dem FF das Opfer aufgefunden? Die genauen Umstände dieses Funds wurden ja sicher auch in der Presse dokumentiert. Gab es einen gerichtsmedizinischen Befund zur Todesursache?

Soweit, so ernst...

Aber, cum grano salis... was ist mit Grimmschen Indizien des FF?

1) Die erste Szene des FF zeigt eine lokale Tanzveranstaltung; das Orchester spielt die Melodie "Isle of Capri"!

--a) Das paßt nicht zum Nogger. Hat sich das Opfer in Wirklichkeit kein Nogger, sondern ein klassisch-chemiegelbes CAPRI-Fruchteis (am Stiel) gekauft?

--b) Die Melodie "Isle of Capri" wurde von Wilhelm Grosz (1890-1939) komponiert, einem gebürtigen Wiener. Der Text zu dem Lied, das in den 1930er Jahren erstmals ein Hit wurde, stammte von dem Nordiren Jimmy Kennedy (1902-1984). Zwei Urheber also - kehrten die beiden von der Wolkenalm zurück auf den Waldweg? Waren sie die beiden unheimlichen Männer? Symbolisieren sie eine unheimliche Verbindung zwischen der Wiener Unterwelt und der IRA, die sich im Sommer 1987 im Raum Heppenheim verdichtete?

--c) Jimmy Kennedy wurde (als erfolgreichster britischer Liedtexter vor den Beatles) von der Queen zum Ritter geschlagen - er hätte also den Waldweg leicht hinauf- und hinunterreiten können. Beobachtete ihn die Zeugin dabei, wie er sein Pferd im Kofferraum verstaute?

2) Aus dem Besitz des Opfers fehlt ein Sonnenöl, das in Spanien gekauft wurde. Das Sonnenöl verschwand am selben Tag, an dem Argentinien in letzter Minute 3:2 gegen Deutschland gewann. In Argentinien wird spanisch gesprochen. Muß das nicht jedem Zuschauer spanisch vorkommen? Entschied das verschwundene Öl noch am selben Abend das Endspiel?

So oder so - alles bleibt Spekulation...

Bernhard.
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#6

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 10.01.2009 01:53
von GrausigerFund • 67 Beiträge
Eine bemerkenswerte Ungereimheit haben wir bislang nicht erwähnt: Angenommen, das Opfer befand sich in dem Kofferraum, als sein Schuh davor lag - warum hat es sich nicht bemerkbar gemacht, als die drei im Film gezeigten anderen Besucher direkt neben dem Wagen standen? Und wenn das Opfer betäubt gewesen sein sollte, stellt sich erst recht die Frage: Wie kann es dann kurz darauf schreien?

Gut, vielleicht war es wieder aufgewacht, als die Täter zurückgekommen waren, um den Schuh wegzuräumen, hat sich nunmehr bemerkbar gemacht und wurde erneut betäubt. Aber warum sollen die Täter nicht weggefahren sein, als auf dem Parkplatz "die Luft wieder rein" war? Hole ich, als Täter, mein Opfer wieder aus dem Kofferraum oder lasse es betäubt darin liegen, räume lediglich einen Schuh weg und warte anschließend, bis mögliche Zeugen wieder auf dem Parkplatz erscheinen und sich womöglich die Nummer meines Autos notieren? Suche ich nach dem zweiten Schuh und riskiere damit zudem, ein weiteres Mal von Leuten im Wald gesehen zu werden? - Hm. Von letzterem ist wohl sogar auszugehen, da ja dieser zweite Schuh später nicht mehr gefunden wurde. Womit wieder einmal festzustellen wäre, welch unglaubliches Glück manch Kriminelle haben.
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#7

Re[2]: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 10.01.2009 21:18
von Himmelsdorfer • 143 Beiträge
Wenn Du schon ohne Rotwein so kreativ bist - nach einem Gläschen Spätburgunder kannst Du im Stile eines Profilers vielleicht noch etwas zum Motiv sagen?!

bdvogel>--b) Die Melodie "Isle of Capri" wurde von Wilhelm Grosz (1890-1939) komponiert, einem gebürtigen Wiener.

Nicht zu verwechseln mit einem anderen fast-gleichnamigen Wiener - auch Künstler, allerdings in einem gänzlich anderen Metier.

Ich habe im Internet übrigens leider nichts gefunden, abgesehen von der HP ihres Bruders, der eine Motorrad-Show veranstaltet.

Gruß vom Himmelsdorfer
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#8

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 04.02.2011 11:57
von vorsichtfalle • 659 Beiträge
mir ist nicht ganznachvollziehbar, warum nicht bekannt gegeben wurde wo die leiche später gefunden wurde. dies wäre doch ein weiterer ansatz gewesen. gründe fallen mir da eigentlich keine ein. und auch wenn die zeit zwischen tat und fund recht lange gewesen sein dürfte und somit fragen a la "wer hat verdächtige beobachtungen damals gemacht" nicht so erfolgversprechende sind, so könnte der ablageort doch schon rückschlüsse zulassen, die auch für mögl zeugen interessant wären bspw ob der/die täter einen bezug zu dem ort haben

also mir ist das schleierhaft
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#9

Re[2]: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 04.02.2011 22:15
von bd-vogel • 570 Beiträge
vorsichtfalle>mir ist nicht ganznachvollziehbar, warum nicht bekannt gegeben wurde wo die leiche später gefunden wurde. dies wäre doch ein weiterer ansatz gewesen. gründe fallen mir da eigentlich keine ein. und auch wenn die zeit zwischen tat und fund recht lange gewesen sein dürfte und somit fragen a la "wer hat verdächtige beobachtungen damals gemacht" nicht so erfolgversprechende sind, so könnte der ablageort doch schon rückschlüsse zulassen, die auch für mögl zeugen interessant wären bspw ob der/die täter einen bezug zu dem ort haben
vorsichtfalle>also mir ist das schleierhaft

Eine mögliche Erklärung wären die so oft ins Spiel kommenden "ermittlungstaktischen Gründe" - zum Beispiel, wenn man bewußt in der Fernsehfahndung (auch mit Blick auf einen etwaigen späteren Indizienprozeß) keine Details veröffentlichen wollte, die außer der Polizei nur der Täter wissen konnte bzw. wissen kann.

Bernhard.
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#10

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 26.04.2012 12:11
von Carsten • 5 Beiträge
Guten Tag an alle erstmal!

hier wurde gerätselt, warum die Polizei nicht den Auffinde-Ort von Jutta H.s Leiche bekannt
gab/ gibt.

Ich bin gerade 2 Ortschaften entfernt von Lindenfels aufgewachsen und war 13 Jahre alt, als dieses schreckliche Verbrechen mitten im Odenwald geschah.

Der Ort der Auffindung konnte die Polizei vor der örtlichen Bevölkerung nicht geheim halten - es sprach sich herum und so weiß auch ich recht genau, wo die Leiche entdeckt wurde:
sie lag an der Böschung rechts der Bundesstraße 47 direkt nach einer scharfen Kurve wenn man
Lindenfels verlässt Richtung Gumpen und Reichelsheim!

Der ganze Fall ist ja überhaupt recht rätselhaft! Warum dauerte es denn eigentlich so lange, bis das Mordopfer entdeckt wurde??? Angeblich hat die Polizei auch genau dort gesucht , wo über ein Jahr später(!) die sterblichen Überreste von Jutta H. gefunden wurden!

Des weiteren verstehe ich überhaupt nicht, weil die Kripo nicht viel zäher nachgehakt und ermittelt hat, als sie von Zeugen am Friedhof erfuhr, dass da ein Auto mit dem Kennzeichen AZ
( für Alzey) war, dessen Insassen sich auffällig verdächtig verhielten .... solch ein wichtiger Ermittlungs-Ansatz, der zu nichts führen soll??? Heutzutage fahndet die Kripo mit Massen-Gentests, warum sollten die Ermittlungsbehörden nicht auch eine sorgfältige "Massen-Kfz-Überprüfung" durchführen?

Es ist nun eine halbe Ewigkeit her (genauer 26 Jahre), und ich bin sehr pessismistisch, dass
dieser Fall jemals aufgeklärt wird.
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#11

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 01.05.2012 12:19
von vorsichtfalle • 659 Beiträge
Hallo Carsten,

willkommen hier zunächst einmal und danke für deine Info! Etwas ähnliches hatte ich auch schon vermutet: vor den ortsansässigen lässt sich solch ein fund natürlich kaum verbergen.
da mich dieser fall im besonders interessiert hat (vermutlich wegen den vielen ungereimtheiten, aber auch wegen diesem schrecklichen gegensatz zwischen sonnigen Tag und dieser grausigen tat) kannst du noch einmal etwas zum fundort sagen? kann man davon ausgehen, dass sich der/die täter nicht große mühe gemacht haben die leiche zuverstecken? und es würde mich auch interessiern welche rolle der fall noch in der öffentlichkeit beu euch vor ort spielt? wird ncoh regelmäßig darüber berichtet, gesprochen?

wäre schön wenn du nochmal schreiben könntest!


Viele Grüße
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#12

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 08.05.2012 17:18
von Carsten • 5 Beiträge
Hallo @vorsichtfalle und @ alle!!!


im Jahr 2011 jährte sich der Fall zum 25. und es wurde nichts darüber berichtet!

Ich habe extra meine Aufmerksamkeit in Erwartung einer möglichen Berichterstattung
geschärft eben gerade wegen des 25-Jahr-Termins. Ergebnis: null

Es wird gar nicht mehr über den Fall mit all seinen Begleiterscheinungen und Umständen
berichtet. Dies war schon so in den 90er Jahren - die Ermordung Jutta H.s wurde zunehmend zum Randthema, dann wurde gar nicht mehr darüber berichtet und auch nicht mehr gesprochen!

Zum Ablageort der Leiche: es ist eine steile Böschung der Bundesstraße 47 wo man das Stadtgebiet Lindenfels Richtung Gumpen verlässt. Diese Stelle ist sehr schlecht einsehbar, so
dass der oder die Täter sich keine große Mühe geben mussten um den Leichnam zusätzlich zu
verbergen.

Liebe Grüße!
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#13

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 09.05.2012 20:12
von vorsichtfalle • 659 Beiträge
Hallo Carsten,


danke für deine Antwort.

Seltsam und schade, dass so gar nicht mehr über den fall berichtet wird. wenn nicht damals an der leiche von Jutta spuren sichergestellt worden sind, dann wird der fall wohl nicht mehr gelöst werden (und selbst das ist ja ziemlich unwahrscheinlich).


wie schon gesagt, es ist einer meiner favoriten bei xy. schon angesprochen der gegensatz zwischen sommertag und schrecklichem verbrechen, aber natürlich auch weil man sich - auch durch die gute umsetzung - gut in die unbeschwerte stimmung hineinversetzen kann und schließlich insbesondere die Szene auf dem parkplatz am friedhof mysteriös bleibt.

überlege gerade ob es etwas bringt einfach mal eine lokale zeitung zu schreiben und anzuregen mal wieder über den fall zu berichten. hat hier jemand erfahrungen dazu? bringt das was?


Viele grüße
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#14

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 10.05.2012 09:23
von Haddock • 99 Beiträge
@Vorsicht falle

Ich sehe es auch so, dass dieser Fall ein besonderer in der xy-Geschichte ist.

Was die lokalen Medien betrifft, so kann ein Hinweis zumindest nicht schaden.

Vor allem im eher ländlichen Bereich würde ich die Chancen auch größer einschätzen, dass man einen solchen Hinweis dankbar aufnimmt. Allerdings steigt aus meiner Erfahrung das redaktionelle Interesse vor allem dann, wenn sich das Verbrechen wieder einmal jährt (vor allem bei "runden" Jahrestagen wie 20, 25, 30 etc.). Da das hier in absehbarer Zeit nicht der Fall ist, könnte man ja argumentieren, dass der Fall im Juli vor genau 25 Jahren bei XY vorgestellt wurde.

Gruß

Haddock
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#15

Re: 10.07.1987 FF1 (Heppenheim) Mord an Jutta H. (Nogger-Fall)

in Filmfälle 11.05.2012 16:58
von Carsten • 5 Beiträge
Hallo an alle!


Ich kann mich nur wiederholen: die Tatsache, dass 2011 das Jahr war, in dem sich dieser
unaufgeklärte Mordfall zum 25. jährte, veranlasste bei den lokalen Medien null Berichterstattung!
(oder ich habe einen Artikel in der örtlichen Zeitung glatt übersehen, kann auch sein....)



Ich finde es auch äußerst merkwürdig, dass bislang niemandem aufgefallen ist, dass es nördlich
des Odenwaldes im selben Zeitraum ähnlich gelagerte Fälle gab.... und diese könnten doch möglicherweise zusammen hängen.

Diese ungeklärten Fälle waren im Bereich Darmstadt-Dieburg, Eppertshausen, Groß-Umstadt, Babenhausen.

@alle hier im Forum: es tut mir leid, dass ich nur so vage diese Gewalttaten hier erwähne da ich lediglich aus dem Gedächtnis rekapituliere!
Um Euch exaktere Infos zukommen zu lassen muss ich hier im Web recherchieren.

Bislang scheint niemand auf den Gedanken gekommen zu sein, dass es zwischen diesen
Fällen einen Zusammenhang geben könnte.




Liebe Grüße aus Bensheim!

Carsten H.
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