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04.02.2015 FF 3 (Kripo Köln) Mord an Irmgard Bartenbach

in Filmfälle 04.04.2023 04:14
von bastian2410 • 1.660 Beiträge

Dieser Mordfall wurde im Januar 2019 aufgeklärt- ohne in der Sendung (glaube ich) verkündet zu werden. Mörder war der Stiefenkel Athanasios L.- zwei Hautpartikel an Hand und Unterarm der Leiche wurden ihm zugeordnet.

Er wurde überführt, als er Anfang 2019 von einer Zivilstreife auf der A3 wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten wurde und danach eine Speichelprobe abgegeben musste.

Im März 2020 wurde er wegen Mordes aus Habgier zu lebenslanger Haft verurteilt.

Festnahme
https://rp-online.de/nrw/staedte/koeln/k...ll_aid-47176155

Urteil
https://www.bild.de/regional/koeln/koeln...52978.bild.html

Quelle Blld

Stiefenkel ermordete Oma für goldene Uhr

Köln – Er ist schuldig am Mord an seiner Stiefoma (78). Davon war das Kölner Landgericht nach 18 Verhandlungstagen überzeugt. Es verurteilte Athanasios L. (39) zu lebenslanger Haft – wegen Mordes aus Habgier und zur Ermöglichung einer Straftat.

„Auch wenn Sie im letzten Wort noch Ihre Unschuld beteuert haben, sind wir überzeugt, dass Sie einer der vier Täter waren“, so Richterin Ulrike Grave-Herkenrath. Die Indizien sprächen dafür. Die anderen Täter, zwei Männer und eine Frau, seien aber bisher nicht ermittelt worden.

Die Tat ist schon fast sechs Jahre her. Irmgard B. lag tot in ihrem Schlafzimmer in Pulheim-Brauweiler. Bäuchlings, mit gefesselten Händen, den Mund verklebt. Die 78-Jährige erstickte. Die Richterin: „Eine hässliche Tat, unter bedrückenden Umständen.“

Mindestens drei Männer und eine Frau seien in der Nacht zum 14. Juni 2014 in das Haus der Rentnerin eingedrungen. Sie durchwühlten alles, ließen die alte Dame bäuchlings liegend auf ihrem Bett zurück. Beute: Ein Laptop, Geld und eine goldene Armbanduhr.

Der Fall blieb lange ungeklärt. Bis eine DNA– Spur zum Stiefenkel führte. Zwei Hautpartikel an Hand und Unterarm der Leiche wurden ihm zugeordnet.

Er war vergeblich zu einer freiwilligen Speichelprobe aufgefordert worden, stand deshalb im Polizeicomputer. Als ihn eine Zivilstreife auf der A3 im Januar 2019 wegen überhöhter Geschwindigkeit anhielt, fiel das auf. Speichelprobe abgegeben, Übereinstimmung.

Auch hätten Ermittlungen ergeben, dass er zum Tatzeitpunkt von Griechenland nach Deutschland eingereist war. Die Überprüfung von Funkzellendaten hatte ergeben, dass mit einem Prepaid-Handy mit seiner damaligen Freundin telefoniert wurde. Er hatte Geldsorgen. Und: Der Täter muss das Haus gekannt haben.

Athanasios L. nahm das Urteil mit unbewegtem Gesicht entgegen. Im Zuschauerraum weinten seine Mutter und seine Frau. Dominic Marraffa hatte Freispruch gefordert. Er kündigte schon Revision an: „Aus Sicht der Verteidigung ein Fehlurteil. Wir werden weiter für die Unschuld unseres Mandanten kämpfen.“


Zwei Fälle, die wieder einmal nachdenklich machen, gerade im Hinblick auf das Anhalterunwesen." (Zitat Zimmermann FF 3 17.01.1986)
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