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Unser Walter – Spielserie über ein Sorgenkind (ZDF, 1974)

in Rund um XY 17.07.2017 17:28
von Oma Thürmann • 737 Beiträge

1974 strahlte das ZDF eine siebenteilige Serie aus, die das Leben einer Familie thematisierte, deren Sohn mit Trisomie 21 (auch Down-Syndrom, damals Mongolismus) zur Welt gekommen war. Regie führte Peter Schubert, ein Regisseur aus der Generation um Edgar Reitz und Alexander Kluge, der aber trotz mehrerer Grimme-Preise weit weniger Publizität erfuhr und über den kulturwelle5.de anlässlich seines 75. Geburtstages im Jahr 2014 einen lesenswerten kleinen Artikel veröffentlichte. Aus zwei Gründen soll "Unser Walter" hier gewürdigt werden: Es ist ein bemerkenswertes Stück Fernsehgeschichte – und es laufen jede Menge Aktenzeichen-Darstellerinnen und -Darsteller durchs Bild. Die Hauptrolle wurde authentischerweise von sechs verschiedenen Darstellern mit Trisomie 21 gespielt: Andree Wallacher, Andreas Hilkinger, Bernd Langhammer, Wolfgang Zuhlehner, Walter Wörle und Ottmar Lehrmann. 1999 erschien im "Spiegel" ein Bericht über das Leben des damals 42-jährigen Walter Wörle (Darsteller im 6. Teil), der in einigen Details Vorbild für die Figur des Walter Zabel war, und über die Entstehung des Drehbuchs für "Unser Walter".

1. Teil: Familie Zabel 1955
Die Serie beginnt, als Walter Zabel zwei Jahre und drei Monate alt ist. Seine Eltern Monika und Manfred merken, dass ihr Kind anders ist als andere, und der erste Dialog charakterisiert die Lage: Auf die Feststellung seiner Frau, dass Walter einfach nicht sprechen lernt, antwortet Manfred Zabel: "Wir haben kaum noch Speisequark da, dabei weiß ich ganz genau, dass ich vorgestern drei Kartons bestellt habe." Die Zabels betreiben in München einen Milchladen, wie das damals hieß, und während die Kundinnen mit den Fähigkeiten ihrer Kinder prahlen, sucht Mutter Zabel ihnen gegenüber Ausflüchte bezüglich Walters retardiertem Entwicklungsstand.
Monika Zabel wird von Cordula Trantow verkörpert, die erst am 11.05.2016 im vierten Filmfall als Opfer eines Raubüberfalls ihr Aktenzeichen-Debüt geben sollte, bislang folgte eine weitere Rolle, ebenfalls als Raubüberfall-Opfer in Filmfall drei der Sendung vom 17.05.2017. Cordula Trantows Monika Zabel ist eine Frau, die der Zuschauer schnell ins Herz schließt: besorgt, warmherzig und trotz erheblicher Unsicherheiten auch durchsetzungsfähig.
Als einer der wenigen Hauptdarsteller hat Thomas Braut als Manfred Zabel keine XY-Historie. Zwei Jahre nachdem seine Ehefrau Ursula Herwig unter nie geklärten Umständen in Berlin-Tiergarten im Landwehrkanal ertrunken war, starb Thomas Braut 1979 in München an seinem dritten Herzinfarkt. Sein Vater Zabel ist kein Sympathieträger und gleichzeitig eine sehr spannende Figur: aufbrausend, ruppig, laut, auch ein wenig simpel, aber nicht eingefroren, sondern wandelbar.


Cordula Trantow als Monika Zabel und zweimal in Aktenzeichen (2016 und 2017)



Thomas Braut als Manfred Zabel: verständnislos, grimmig, aufgeschlossen


Seinen Sohn Walter nimmt er zunächst vorwiegend als Störung im Betriebsablauf des Milchladens wahr und versucht den Entwicklungsrückstand mit dem Schlagwort "Spätzünder" zu erklären, bis der neue Hausarzt Dr. Franke, nachdem der alte eine umfassende Information der Eltern bewusst vermieden hatte, das Fallbeil "mongoloid" heruntersausen lässt und die Mutter im Lexikon die Erklärung "angeborener Schwachsinn" findet. Darsteller des Arztes Dr. Franke ist Rolf Castell, zwischen 1968 und 1984 mindestens elfmal bei Aktenzeichen zu sehen.


Rolf Castell als Dr. Franke und zweimal als Kripo-Beamter (20.12.1968 und 29.05.1981)


Nach der Diagnose macht sich Manfred Zabel auf den Weg in eine Bibliothek, in der sich der souveräne Ladenbesitzer erkennbar unwohl fühlt, wie die Welt der Zabels generell in Wohl- und Unwohl-Orte aufgeteilt zu sein scheint. Dort findet er in einem Lexikon, das als so verlässlich einzustufen ist wie heutzutage gutefrage.net, die Erklärung, dass "Mongolismus" auf eine Fehlfunktion der Eierstöcke zurückzuführen sei, und gibt daraufhin seiner Frau die Schuld an der Situation.
Neben Dr. Franke übernimmt Monika Zabels Bruder Gerd Werner die Rolle der Vernunft, Wissenschaft und Aufklärung; ein junger Mann, der offensichtlich gerade die Schule beendet hat, den Kriegsdienst verweigern wird und lösungsorientiert denkt. In der Rolle des Onkel Gerd agiert Pierre Franckh, bei Aktenzeichen in zwei sehr prägnanten Rollen zu sehen, als Car-Jacking-Opfer in der Sendung vom 03.12.1976 und als Täter im Mordfall "Akazienweg" am 28.01.1977.


Pierre Franckh als Onkel Gerd sowie 1976 und 1977 bei Aktenzeichen


Vor der Kundschaft wird weiter Verstecken gespielt, gegenüber Walter reagiert Vater Zabel mit Abwendung, Ignoranz und Verständnislosigkeit; sein Stammtisch, an dem Vokabeln wie "Negermusik", "Arbeitsdienst" und "Adolf" dominieren, verwandelt sich von einem Wohl- in einen Unwohl-Ort. Manfred Zabel schweigt bei den Tiraden der anderen, und es entsteht der Eindruck, dass er möglicherweise mit einstimmen würde, gäbe es Walter nicht. Die Spätwirkungen der nationalsozialistischen Ideologie werden noch einige Male im Lauf der Serie eine Rolle spielen; sie zu überwinden ist ein beträchtlicher Teil des dargestellten Fortschrittsprozesses.
Monika Zabel wird erneut schwanger, setzt gegen den Willen ihres Mannes ("Das Kind muss weg!") die Austragung des Kindes durch und nutzt die Familienfeier anlässlich Walters dritten Geburtstages dazu, den Großeltern die Wahrheit über den Grund des Entwicklungsstandes ihres Enkels zu sagen. Die Feier eskaliert: Manfred Zabels Vater erklärt Walter flugs für "erbkrank - also aus unserer Familie kommt das jedenfalls nicht!" Was folgt, ist der erste Lerneffekt des Manfred Zabel und der Beginn einer Entwicklung weg von einer Ein-Mann-Armee: Obwohl (oder weil?) er anfangs eine ähnliche Schuldzuweisungs-Strategie verfolgt hat wie jetzt sein Vater (und sich plötzlich voller Scham und Schrecken wiedererkennt?), widerspricht er und baut wenig eloquent, aber umso energischer eine Front auf, auf deren einer Seite Walter, Monika, das ungeborene Kind und er selbst stehen anstatt wie bislang nur er selbst. Eine Sachebene der familiären "Diskussion" ist nicht vorhanden, der Opa knallt in enttäuschter kleinbürgerlich-kaufmännischer Verwertungslogik ein Sparbuch auf den Tisch: "Für den künftigen Geschäftsinhaber! Aber das werdet ihr ja bald brauchen - für die Anstaltskosten!" Und als die Oma keift: "Wollt ihr noch ein schwachsinniges Kind?", da kann Manfred Zabel auch gefährlich leise: "Jetzt aber Schluss", und aus der Großeltern-Generation wird nur der Opa noch auftreten – 15 Jahre später zu Walters Konfirmation.
Beide Omas werden von XY-Darstellerinnen gespielt: Als Manfred Zabels Mutter agiert Addi Adametz, bei Aktenzeichen zu sehen am 20.05.1977 als Ehefrau des Beinahe-Entführungsopfers Dr. Milan S. in Recklinghausen und am 01.12.1989 als Maklerin im Mordfall Bernd Z. in Düsseldorf; Monika Zabels Mutter wird von Ursula Ludwig gespielt, die zwischen 1970 und 1988 mindestens siebenmal im Aktenzeichen-Einsatz war. Otto Kurth, Darsteller des Opas, trat hingegen nie bei Aktenzeichen auf.


Addi Adametz als Manfred Zabels Mutter und in ihren Aktenzeichen-Rollen 1977 und 1989



Ursula Ludwig als Monika Zabels Mutter, als Betrugsopfer (11.12.1970) und als Mutter der vermissten Sigrid G. aus Salzburg (08.02.1980)


Eine emotionale Szene schließt den ersten Teil ab: Während Vater Zabel im Krankenhaus die neugeborene gesunde Tochter Sabine bestaunt, tanzt Onkel Gerd in der kleinen Wohnküche der Zabels selbstvergessen mit Walter zu dem, was an Manfred Zabels Stammtisch "Negermusik" heißt: Bill Haleys "Rock Around The Clock". Wer Walter Zabel nicht spätestens jetzt liebt ...
Wie in jeder der sieben Episoden folgt auf den Spielszenen-Teil eine kurze dokumentarische Sequenz ("... und welche Chancen hätte Walter heute?"), in der die Fortschritte im Jahr 1974 gegenüber der Situation der Familie Zabel herausgearbeitet, aber auch die weiter bestehenden Defizite benannt werden.


2. Teil: Familie Zabel 1961
Aus verschiedenen Gründen läuft der Milchladen schlecht: Ein Selbstbedienungsladen wurde in der Nachbarschaft eröffnet, der Service bei Zabels hat nachgelassen, weil die Mutter sich viel um Walter kümmern muss, und die Kunden sind Walter gegenüber voller Vorurteile. Walter ist mittlerweile sieben, Sabine vier Jahre alt, und zur Entlastung der Mutter gehen beide in denselben Kindergarten, allerdings nur wenige Wochen, bis Walter auch dort als Störfaktor wahrgenommen wird und Monika Zabel frustriert beide Kinder aus dem Kindergarten abmeldet. Die Feindseligkeit der Mitmenschen verändert die Mutter: Auch gegenüber Aufgeschlossenen und Wohlmeinenden verhält sie sich defensiv und misstrauisch, einen Wohl-Ort gibt es für sie nicht mehr.
Manfred Zabel schlagen die Probleme auf den Magen, er erkrankt an einer Gastritis, auch das Sexualleben der Zabels ist gestört. Zunehmend erscheint es unvermeidlich, Walter in einer "Anstalt" unterzubringen. Gerd, der in einer entsprechenden Einrichtung seinen Zivildienst leistet, gelingt es, einen Platz für Walter zu besorgen. Die Entlastung für die Eltern ist spürbar, sie leisten sich nach langer Zeit wieder einen Kinobesuch (Wohl-Ort für beide, gegeben wird Harald Reinls Kitsch-Epos "Die Fischerin vom Bodensee", ein Musterbeispiel für die Art Kino, gegen die Regisseur Schubert aufbegehrte) und anschließend einen Besuch in einem exquisiten französischen Restaurant (Unwohl-Ort, ungewohnte Speisen auf der Karte und alles auf Französisch). Trotz dieser objektiven Verbesserung ist Monika Zabel voller Schuldgefühle und Selbstvorwürfe. Manfred Zabel hingegen schmiedet Pläne: Er will einen Kredit aufnehmen und einen neuen, größeren Laden eröffnen, mit erweitertem Sortiment und Selbstbedienungs-Abteilung.
Ein lebensbedrohlicher fiebriger Effekt bei Walter führt zum Salto rückwärts: Monika Zabel fährt zu ihrem Sohn in die Anstalt und erlebt sie als Unwohl-Ort: Während die Kindergruppe, die Gerd betreut, gemeinsam isst, steht sie wie eine Außerirdische abseits, trotz ihrer Erfahrungen mit einem gehandicapten Kind ist sie von der Situation überfordert. Und obwohl diese Frau von Cordula Trantow so leise, so zurückhaltend und so oft mit zum Boden gerichteten Augen gespielt wird, kann ihr Blick auch offen sein und ihr Handeln durchsetzungsstark. Nach der Verweigerung der Abtreibung trifft sie die zweite wegweisende Entscheidung gegen den Willen ihres Mannes: Walter kommt wieder nach Hause.
Randbemerkung: In einer Kleinstrolle als Krankenschwester agiert in dieser Folge Rotraut Schindler, langjährige Ehefrau von Dieter Hallervorden und dessen Sketchpartnerin in "Nonstop Nonsens".


3. Teil: Familie Zabel 1962
Auch in sogenannten Hilfsschulen findet Walter keine Aufnahme, aber eine engagierte Rektorin (Ann Höling, keine Aktenzeichen-Rollen) bietet kostenlosen Privatunterricht in einer Kleingruppe. Der Unterricht verlangt auch Monika Zabel einiges ab: Unterrichtsmaterialien müssen selbst gefertigt werden, sie muss beim Unterricht dabei sein, dazu die Fahrzeit. Aber die Gruppe entwickelt sich bald zum Wohl-Ort für sie, ihre Mitarbeit im Laden geht immer weiter zurück, sodass sie schließlich den für ihren Mann erniedrigenden Vorschlag macht, den Laden aufzugeben und umzuziehen. Monika setzt sich erneut durch, Manfred opfert seinen Traum vom neuen großen Laden.
Seinen klapprigen Lieferwagen, den er nun nicht mehr braucht, bringt er zum Schrottplatz. Als der Greifer zupackt, ist Manfred Zabel schon im Begriff, den Schrottplatz zu verlassen. Er blickt nur flüchtig zurück, und auch die Kamera vermeidet das Ende des Transporters, sie bleibt auf Zabel, man hört Metall knirschen.
Arbeit findet Zabel in einer Molkerei, wo er Walter gegenüber seinen Kollegen verleugnet und nur von Tochter Sabine spricht. Gespielt werden die Kollegen von Klaus Münster und Matthias Hell, beide mit reichlich Aktenzeichen-Rollen: Münster kann auf mindestens 23 Auftritte von 1970 bis 2017 zurückblicken, Hell auf mindestens 16 meist kleine Rollen zwischen 1970 und 1986.


Klaus Münster und Matthias Hell als Manfred Zabels Kollegen, Münster als Kripo-Beamter im Mordfall Emilie P. (09.04.1976) und Hell als Diebstahlsopfer (10.10.1975)


Rolf Castells Dr. Franke informiert sich über neue Behandlungsmethoden für Walter und macht den Eltern Mut, obwohl er sich von der gut gemeinten Anregung durch Gerd, der mittlerweile Medizin studiert und Familie Zabel zur Seite steht, anfangs noch belehrt und bevormundet gefühlt, entsprechend grantig reagiert und den jungen "Studiosus" auf dessen Ahnungslosigkeit vom Alltagsdruck des Arztes hingewiesen hatte.
Obwohl Alkoholprobleme bei Manfred Zabel angedeutet werden, der ehemals Selbstständige unter seiner neuen Abhängigkeit leidet und die bloße Zweckgemeinschaft mit Monika sowie seine Abwendung von Walter auf einen traurigen Nenner bringt: "Ich bring das Geld nach Hause, alles andere ist deine Sache", geht es beruflich aufwärts: Zabel rückt in den Rang eines Meisters auf und bekommt die "Aufsicht über das Butterband".
Ein emotionaler Moment stößt eine Veränderung in Manfred Zabels Denken und Handeln an: Als Walter für seinen Vater eine Einladung schreibt und malt und sich damit auf den Weg zum alten Milchladen macht, weil er glaubt, dass sein Vater dort arbeitet, beginnt Vater Zabel Verständnis für Walter zu entwickeln und erklärt sich bereit, an einem Ausflug der privaten Lerngruppe teilzunehmen.


4. Teil: Familie Zabel 1963
Manfred Zabel will sich mit der Endgültigkeit von Walters Anders-Sein nicht abfinden und wird aktiv: Er wendet sich an einen schmierigen "Wunderheiler", der von kosmischer Energie, Gammastrahlung, jahrtausendealter chinesischer Tradition und modernsten amerikanischen Methoden schwadroniert und 2500 DM für die Erstbehandlung berechnet, wobei es natürlich nicht bleibt, denn zur vollständigen Heilung muss noch ein Spezialpräparat injiziert werden. Gespielt wird der betrügerische Heiler von Herbert Weicker (bekannt als Synchronstimme von Mr. Spock in Raumschiff Enterprise), der seiner Figur eine bedrohlich dämonische Aura gibt und bei Aktenzeichen am 19.02.1988 als Hehler im Fall einer Einbruchserie im Raum Freiburg zu sehen war.


Herbert Weicker: Heiler und Hehler


Monika Zabels Ansatz ist ein anderer: Sie erkennt, dass Walter so ist, wie er ist, es also darum geht, den Umgang mit der Situation zu verbessern, und engagiert sich in der im Aufbau befindlichen Selbsthilfeorganisation Lebenshilfe, die 1958 gegründet wurde und bis in die Gegenwart besteht. Vater Zabel, der weiter fest an eine "Heilung" glaubt, empfindet das als Kapitulation und hält die Selbsthilfeorganisation für einen Verein für Leute, die sich nicht selbst helfen können. Er aber, ganz der zupackende Kerl, spielt nochmals Ein-Mann-Armee, obwohl man gehofft hatte, er wäre schon weiter. Die fortgesetzten Fahrten zum Heiler überlasten Walter, er ist übermüdet und in seiner Lerngruppe unkonzentriert.
Auch mit Sabine gibt es jetzt Probleme: Die Zentrierung auf Walter führt zur Vernachlässigung der Tochter, deren schulische Leistungen nachlassen und die auch soziale Probleme entwickelt, weil sie sich viel um den großen Bruder kümmern muss. Mutter Zabel ist wieder einmal überfordert und steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch.
Die Wende erfolgt, als Gerd dem angeblichen Heiler auf den Zahn fühlt und mit Manfred Zabel eine vermeintlich "Geheilte" besucht, von der sich herausstellt, dass sie nie Trisomie 21 hatte, sondern eine andere Behinderung, an der das Herumpfuschen des Heilers auch überhaupt nichts geändert hat. Diese Erfahrung öffnet Manfred Zabel die Augen, er schwenkt um und engagiert sich ebenfalls in der Lebenshilfe, und zwar seinen Erfahrungen als ehemaliger Ladenbetreiber angemessen als Kassenwart.
Einer der Väter, die in der Lebenshilfe-Gruppe tätig sind, wird von Klaus Krüger gespielt, regelmäßiger Aktenzeichen-Akteur der Siebziger und Achtziger Jahre (mindestens 14 Rollen zwischen 1971 und 1992).


Klaus Krüger als Vater in der Selbsthilfegruppe, in seiner ersten Aktenzeichen-Rolle als Autohändler (30.04.1971) und als Arzt im Mordfall Branko L. aus Stuttgart (05.10.1990)


5. Teil: Familie Zabel 1966
Der erste Urlaub seit Walters Geburt führt Familie Zabel in die Gemeinde Mühlau in Oberbayern, wo sich der Fremdenverkehr gerade in der Aufbauphase befindet. Begleitet werden sie von der bislang nicht in Erscheinung getretenen Frau Krüger und ihrer spastisch gelähmten Tochter Gabi. Die Wirtsleute Lederer im Gasthof "Sonne" (für Vater Zabel nach den ersten Erfahrungen ein Ziel des Sarkasmus) sind wenig begeistert von ihren abweichenden Gästen, insbesondere Frau Lederer zeigt unverhohlene Ablehnung. Die biestige Wirtin wird von Antonie Gierl gespielt, bei Aktenzeichen zwischen 1982 und 1986 dreimal als Raumpflegerin bzw. Haushälterin aktiv. Als ihre Angestellte, die den Familien Krüger und Zabel gegenüber aufgeschlossen ist, agiert Margot Mahler, bei Aktenzeichen als Tochter der ermordeten Großmarkt-Arbeiterin Magdalene K. zu sehen (Sendung vom 15.03.1968).


Antonie Gierl (rechts) als Wirtin Lederer (mit Margot Mahler), bei Aktenzeichen als Haushälterin eines Bestohlenen (16.07.1982) und als Raumpflegerin im Fall des ermordeten Postbeamten Fritz K. im Sauerland (30.11.1984)



Margot Mahler als Bedienung im Gasthof Sonne und als Tochter des Mordopfers Magdalene K. (15.03.1968, mit Hubert Kiurina)


Die Gruppe macht aber auch positive Erfahrungen, so zeigt sich eine freundliche Bäuerin vorurteilsfrei und animiert die Kinder, ein Pony zu streicheln. In der Rolle dieser Bäuerin agiert Dörthe Mahraun, bei Aktenzeichen einmal als Mordopfer (Hausfrau und sechsfache Mutter Elfriede S. aus Breloh bei Münster, Sendung vom 15.12.1972) sowie mindestens viermal zwischen 1971 und 1977 in etwas kleineren Rollen aktiv.
Als Gabi und Walter von anderen Urlaubern im Gasthof diskriminiert werden, greift vom Nebentisch ein Ehepaar ein, gespielt von Rolf Schimpf und Ilse Zielstorff. Bis zu Ilse Zielstorffs Tod 2015 waren die beiden auch im richtigen Leben verheiratet. Rolf Schimpfs fünf Aktenzeichen-Rollen zwischen 1980 und 1982 dürften bekannt sein; Ilse Zielstorff stand zwischen 1977 und 1984 sogar mindestens zehnmal für XY vor der Kamera.


Dörthe Mahraun als Bäuerin, als Mordopfer Elfriede S. (15.12.1972) und als Zeugin im Mordfall Monika P. bei Heidelberg (04.11.1977)



Rolf Schimpf und Ilse Zielstorff als vorurteilsfreie Urlauber, Schimpf als Kripo-Beamter im Mordfall Gabriele M. aus Backnang (05.12.1980), Zielstorff als Zeugin im Mordfall Heinz R. aus Hamburg (09.09.1977, mit Imo Heite)


Manfred Zabel ist inzwischen zum entschlossenen, aber entspannten Chef der Gruppe gereift, er respektiert Walter endlich ohne Vorbehalte, will gegen alle Widerstände nicht zulassen, dass der Urlaubsort vom Wohl- zum Unwohl-Ort wird, beruhigt nach innen und verteidigt nach außen. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, beispielsweise als die im Garten der "Sonne" spielenden Gabi und Walter ein potentielles Gast-Ehepaar verschrecken. Wirt Lederer (Volksschauspieler Fritz Strasser, keine Aktenzeichen-Rollen) bietet an, auf die Bezahlung des Aufenthalts zu verzichten, wenn die Familien Zabel und Krüger sein Haus verlassen; Vater Zabel lehnt natürlich empört ab und besteht auf Gleichbehandlung.
Harald von Koeppelle gibt den Beinahe-Gast, am lebhaftesten sicher in Erinnerung als Präsident Pilch in den ersten Kottan-Folgen, bei Aktenzeichen am 20.06.1969 als Opfer eines Schmuckdiebstahls aus dem Kofferraum seines Pkws im Einsatz.
Stress gibt es auch im Schwimmbad. Der vierschrötige Bademeister beruft sich auf eine Regelung, nach der "Kranke" keinen Zutritt haben, die Unterscheidung zwischen krank und behindert erreicht sein Gehirn nicht. Eine kleine, aber eine Paraderolle für Helmut Alimonta, gern gesehener Gast in der Frühzeit von Aktenzeichen mit sechs Auftritten zwischen 1968 und 1972.


Harald von Koeppelle als potentieller Feriengast, als Bestohlener in Aktenzeichen (1969) und als Pilch in der Kottan-Folge Nachttankstelle (1978)



Helmut Alimonta als Schwimmbad-Drachen, als betrogener Pferdehändler (29.11.1968) und als Wirt im Mordfall Otto H. aus München (23.01.1970)


Zur vorzeitigen Abreise entschließt sich die Gruppe dann allerdings doch noch, als Vater Zabel mitbekommt, dass Wirt Lederer Ärger im Fremdenverkehrsverein droht, weil er dem Geschäft abträgliche Gäste beherbergt. Zabel zeigt Größe und lässt mit der Begründung, er wolle nicht, dass jemand seinetwegen Probleme bekommt, die Rechnung fertig machen. Dennoch findet der Urlaub seine Fortsetzung: Ein Konkurrent Lederers (Volksschauspieler Willy Schultes, keine Aktenzeichen-Rollen) bietet den Aufenthalt in seinem Haus an, und zwar, anders als Vater Zabel zunächst argwöhnt, nicht als kostenfreie Mitleidsbekundung, sondern zum normalen Tarif. Wie sich herausstellt, ist dieser Wirt der Ehemann der netten Bäuerin mit dem Pony. Man beschließt, das Angebot anzunehmen.


6. Teil: Familie Zabel 1970
Walter soll gemeinsam mit Sabine konfirmiert werden, und obwohl Mutter Zabel sehr für die Konfirmation ist, plagen sie Zweifel an der Idee, eine gemischte Gruppe aus Menschen mit und ohne Behinderung zu konfirmieren. Vater Zabel hingegen spricht eine an sich simple Erkenntnis völlig selbstverständlich aus, obwohl er selbst viele Jahre gebraucht hat, um zu ihr zu gelangen: "Aber das sind genau solche Menschen wie alle anderen auch."
Der Pfarrer (Kurt Mejstrik, keine Aktenzeichen-Rollen) hat die Eltern der Konfirmanden mit Behinderung zu einer Vorbesprechung eingeladen, zu der auch ein Fernsehteam erscheint. Hier erreicht die Serie eine Art Meta-Ebene, indem sie einen Kommentar zur medialen Bearbeitung des Themas liefert: Während die Mütter (anwesend sind nur Mütter!) ohne Kamera deutliche Worte zu ihrer Lage finden, werden sie sofort milder und betonen positive Erfahrungen, wenn die Kamera läuft. Umgekehrt ist der Journalist (der spätere "Bergdoktor" Gerhart Lippert) an den positiven Erlebnissen überhaupt nicht interessiert, weil sie nicht in die Konzeption seines Beitrags passen.
Eine der Mütter wird von Ruth Küllenberg dargestellt, mit mindestens 21 Rollen zwischen 1973 und 2014 eine der meistbeschäftigten Aktenzeichen-Schauspielerinnen.


Ruth Küllenberg als Konfirmanden-Mutter, als Verkäuferin in einem Fall von Scheckbetrug (19.01.1973) und als Bekannte der ermordeten Erna G. aus Schleswig (07.05.2014)


Vater Zabels Wandlung ist dauerhaft, er hat die Existenz von Walters Behinderung akzeptiert und es sich zur Aufgabe gemacht, um eine Verbesserung der Situation zu kämpfen. Nicht nur für Walter im Speziellen, sondern für Betroffene im Allgemeinen nimmt er zermürbende Behördengänge auf sich, bei denen sich Beamte dahinter verschanzen, dass sie entweder die Bestimmungen nicht gemacht hätten oder für die schlechte Finanzlage, die die Umsetzung gesetzlicher Regelungen verhindert, nicht verantwortlich seien. Die Idee der Gleichbehandlung und Förderung hat er mittlerweile verinnerlicht und wirft seiner Frau sogar vor, dass sie rede wie die anderen, als sie Walter und Sabine nicht alleine auf eine Konfirmandenfahrt lassen will, weil sie ihrem Sohn nicht zutraut, auf der Fahrt zurechtzukommen. Sie begleitet ihre Kinder auf der Hinfahrt und würde am liebsten vor Ort bleiben, kann aber schließlich doch vom Loslassen überzeugt werden.
Die Kirche organisiert auf Betreiben der nichtbehinderten Konfirmanden eine Benefiz-Veranstaltung, deren Erlös den Konfirmanden mit Behinderung zugutekommen soll. Vater Zabel reagiert schroff; er fühlt sich brüskiert, weil er sich wieder einmal als Bettler behandelt sieht. Im Konflikt mit dem Pfarrer wird nochmals klar, wie komplex die Figur des Manfred Zabel angelegt ist: Er wirft der Kirche mangelnde Geschwindigkeit bei der Integration vor und scheint seinen eigenen langen Entwicklungsprozess dabei vergessen zu haben. In einem zähen Gespräch nähern sich die beiden einander an, der Pfarrer übernimmt in seiner Ansprache sogar Teile von Zabels Argumentation, dieser wiederum hält eine kurze Dankesrede, was er zunächst noch in seiner rüden Art abgelehnt hatte.
Zur Kommunion erscheint auch Opa Zabel, der Walter die Uhr schenkt, die er selbst von seinem Großvater 1916 zur Konfirmation erhalten hatte. Die Spannungen zwischen Manfred Zabel und seinem Vater sind unübersehbar (Opas unvermeidliches "Groß bist du geworden" kommentiert Manfred Zabel mit einem bitteren langgezogenen "Sicher! Du hast ihn ja auch lange nicht gesehen"), aber ein Anfang ist gemacht.


7. Teil: Familie Zabel 1974
Onkel Gerd kehrt als Jugendpsychiater aus den USA zurück, wo er studiert hat. Gespielt wird er jetzt nicht mehr von Pierre Franckh, sondern von Norbert Kollakowsky, der keine Aktenzeichen-Historie hat. Monika Zabel möchte ihrem inzwischen 21-jährigen Sohn am liebsten immer noch jede Kleinigkeit abnehmen, selbst das Anschneiden der Geburtstagstorte. In der Familie kommt eine Diskussion über diese Haltung auf, in deren Verlauf auch Sabine klarmacht, wie sehr sie unter der für ihre Begriffe übertriebenen Zentrierung auf Walter leidet.
Darstellerin der Sabine ist in dieser letzten Folge Regina Claus, in Aktenzeichen zweimal zu bewundern: am 09.05.1975 als pampige Bardame unter Rauschgiftverdacht und am 12.05.1978 als Freundin eines unter Alkoholeinfluss Randalierenden im Fall des ermordeten Imbissstuben-Betreibers Heinrich B. im Sauerland.


Regina Claus als Sabine Zabel und zweimal bei Aktenzeichen (1975 und 1978)


Gerd Werner übernimmt die Aufgabe, Walter kleine Verrichtungen des Alltags beizubringen, alles mit dem Ziel, dass er eines Tages alleine zu der Behindertenwerkstatt fahren kann, in der er arbeitet: Rolltreppe fahren, einen Fahrscheinautomaten bedienen, telefonieren, einen Hot Dog kaufen. Es ist mühsam, es dauert, aber am Ende steht der Erfolg: Walter fährt alleine zur Werkstatt, und selbst seine Mutter billigt das, nachdem sie ihn gemeinsam mit Gerd heimlich auf diesem Weg beoabachtet und gesehen hat, wie er die Aufgabe meistert.
Seit Gerd seinem Neffen die Geschichte vom gemeinsamen Tanzen zu "Rock Around The Clock" erzählt hat, ist Walter entschlossen, seinem Onkel diese Platte zu schenken. Eines Tages kauft er auf dem Heimweg von der Arbeit die Platte, verirrt sich aber anschließend. Nach den wohlmeinenden jungen Menschen aus dem Konfirmandenkreis lernt der Zuschauer jetzt eine andere Seite kennen: Auf seine Frage nach dem Weg zum Bahnhof schickt ihn ein schnöseliger Jungspund mit dem lustigen Spruch, 40.000 Kilometer zu gehen, um den Bahnhof von der anderen Seite zu erreichen, in die falsche Richtung. Auch der Plan zu telefonieren scheitert, diesmal an der Unwilligkeit eines Mitmenschen, Geld zu wechseln. Walter irrt durch die Stadt, und als es dunkel geworden ist, interpretieren zwei junge Frauen seine kindliche Distanzlosigkeit als versuchtes Sexualdelikt und alarmieren die Polizei. Zu Hause wird Walter natürlich längst vermisst. Auf der Wache kann Gerd den diensthabenden Beamten mit etwas Mühe davon überzeugen, wie abwegig der Vorwurf ist; Sabine darf sogar die Streifenbeamten begleiten, die zum vermeintlichen Tatort fahren, allerdings werden sie dort nicht fündig. Den zunächst skeptischen Polizisten spielt Hans Zander, der zwischen 1970 und 1974 dreimal bei Aktenzeichen mitspielte und auch in Fassbinders Faustrecht der Freiheit zu sehen war.


Hans Zander als Polizist, in lustiger Maskerade als Teppich-Betrüger (20.10.1972, im Vordergrund, mit Eric P. Caspar) und als Kassierer auf der Fähre im Mordfall Dietrich L. aus Delmenhorst (08.03.1974)


Walter ist inzwischen doch noch auf hilfsbereite Passanten getroffen, die ihn zum Bahnhof mitgenommen haben, von wo aus er routiniert alleine nach Hause findet. Dort wird die Rückkehr zum Anlass für eine kleine Feier, ein Fläschchen Sekt wird geöffnet, Walter legt die frisch erstandene "Rock Around The Clock"-Scheibe auf und überreicht dem beschenkten Onkel Gerd voller Freude das Cover.
So ist zum Ende der Spielserie die Welt der Familie Zabel auf dem Weg, wieder aus mehr Wohl-Orten zu bestehen, wenn auch deutlich wird, dass für Walter eine Perspektive vonnöten ist, die über das Leben bei seinen langsam alternden Eltern hinausgeht. Der Doku-Teil, der auch diese letzte Episode abschließt, thematisiert dann auch genau diese Problematik.

Nach "Ein Herz und eine Seele" (1973 gestartet) war "Unser Walter" die zweite ganz andere Familienserie im deutschen Fernsehen, und im Gegensatz zu Wolfgang Menges Dauerbrenner ist sie fast in Vergessenheit geraten, ist zwar als DVD erhältlich, wurde aber nach meinem Kenntnisstand nur zweimal wiederholt: 1977 und 2011. Dabei ist sie sowohl inhaltlich als auch darstellerisch durchaus betrachtenswert, lässt man einmal das Totschlagargument von den "geänderten Sehgewohnheiten" außen vor. Charaktere, Verhältnisse, Einstellungen und wissenschaftliche Erkenntnisse ändern sich, und jederzeit wird dem Publikum klar, dass es selbst Teil dieses Veränderungsprozesses ist, als Objekt und als Subjekt. Gleichzeitig wird aber auch klar, wie quälend langsam der Prozess ist, wie klein die Schritte auf persönlicher, rechtlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene sind: 1980, sechs Jahre nach der Ausstrahlung von "Unser Walter", fiel das berüchtigte Frankfurter "Behinderten-Urteil", das einer Urlauberin einen 50-prozentigen Preisnachlass zusprach, weil in in ihrem Hotel eine Gruppe von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen untergebracht war. Neben dem Urteil an sich erregten damals besonders die Formulierungen des Anwalts der Klägerin Aufsehen: Er sprach von "verunstalteten Geisteskranken" mit "mißgestalteten Gliedmaßen" und betitelte einen der Urlauber als "Kretin". Zwölf weitere Jahre später, also 1992, wurde in einem vergleichbaren Fall in Flensburg auf eine zehnprozentige Minderung erkannt, und die "Zeit" konstatierte am 2. Oktober 1992: "Von fünfzig zu zehn Prozent - zwölf Jahre Fortschritt in der Justiz." Auf welcher Stufe der Entwicklung wir jetzt, 2017, angekommen sind, möge jeder für sich beurteilen. "Unser Walter" ist dabei sicher nicht hinderlich.


Auch die neuen Blumen wird Heidi B. mit sich herumtragen, bis sie verwelkt sind.
Sie besitzt keine Vase und auch keinen Platz, wohin sie die Blumen stellen könnte. (19.06.1970, FF 2)

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#2

RE: Unser Walter – Spielserie über ein Sorgenkind (ZDF, 1974)

in Rund um XY 17.07.2017 18:38
von XYmittendrin • 601 Beiträge

Hallo liebe Oma Thürmann,
ein supertoll und grandios wieder Dein großer Bericht und die vielen Fotos. Riesenrespekt und ein dreifache Hip-HIp-Hurra.
Vielen herzlichen Dank wieder dafür vom lieben XYmittendrin


Guten Abend , meine Damen und Herren
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#3

RE: Unser Walter – Spielserie über ein Sorgenkind (ZDF, 1974)

in Rund um XY 17.07.2017 19:15
von ug68 • 668 Beiträge

Hallo Oma Thürmann,

Ich schließe mich gerne meinem Vorschreiber XYmittendrin an. Wahnsinn, was Du da wieder für eine Rarität ausgegraben hast,
die Serie kannte noch ich nicht. Dafür auch für Dich ein !

Gruß Uli

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#4

RE: Unser Walter – Spielserie über ein Sorgenkind (ZDF, 1974)

in Rund um XY 17.07.2017 20:43
von XY-Webmaster • 300 Beiträge

Wow, höchst interessanter Beitrag. Ich habe von "Unser Walter" leider nur die erste Folge (lief mal auf ZDFkultur), hätte aber die Schauspieler bestimmt nicht XY zuordnen können. Da bist du halt der Experte :-)

Zwei kleine Punkte wollte ich noch ergänzen: Klaus Krüger spielte als Anton Schlecker sicherlich seine größte Rolle. Und Klaus Münster war vor einiger Zeit als Opfer Karl-Heinz R. zu sehen - beides herausragende Filmfälle!


Aahh Aah, so ein Glick, so ein Glick hahaha! (FF 4 vom 03.12.2014)
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#5

RE: Unser Walter – Spielserie über ein Sorgenkind (ZDF, 1974)

in Rund um XY 17.07.2017 21:01
von Oma Thürmann • 737 Beiträge

Danke euch für den Zuspruch!

Zitat von XY-Webmaster im Beitrag #4
Zwei kleine Punkte wollte ich noch ergänzen: Klaus Krüger spielte als Anton Schlecker sicherlich seine größte Rolle. Und Klaus Münster war vor einiger Zeit als Opfer Karl-Heinz R. zu sehen - beides herausragende Filmfälle!

Anton Schlecker wurde allerdings nicht von Klaus Krüger gespielt, sondern von Klaus Kessler:


Auch die neuen Blumen wird Heidi B. mit sich herumtragen, bis sie verwelkt sind.
Sie besitzt keine Vase und auch keinen Platz, wohin sie die Blumen stellen könnte. (19.06.1970, FF 2)

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