#1

XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 05.08.2008 12:17
von andyrandy
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Damit die Nostalgiepartys hier nicht überhand nehmen...morgen ist eine tolle, spannende und fesselnde XY-Sendung!


Schreie an der Autobahn - Überfall in Raststätte
Der Kunde verhält sich irgendwie merkwürdig, stellt der Verkäuferin ungewöhnliche Fragen. Vielleicht - so die Überlegungen der Polizei - ist er ein Komplize eines Räuberduos und will die Verkäuferin ablenken. Denn zur gleichen Zeit wird ihre Kollegin im Lagerraum brutal überfallen.

Genau geplant - Unbekannte rauben Münzhändler aus
Ein wohlhabender Münzhändler bekommt von einem Freund eine seltsame Warnung. In einem Bistro will der Kumpel gehört haben, wie mehrere Männer einen Überfall auf den 27-Jährigen planen. Der Münzhändler nimmt die Warnung ernst und ist vorsichtiger als sonst. Trotzdem kann er die Tat nicht verhindern.

Tod im Sex-Shop - Putzmann regelrecht hingerichtet
Brutaler Mord im Frankfurter Rotlichtmilieu. Der Putzmann eines Sex-Shops wird während seiner Arbeit mit einem Messer regelrecht hingerichtet. Das Opfer besaß mehrere Handys, auf denen die Ermittler unzählige Kontaktdaten finden. Liegt hier der Schlüssel zur Tat?

Überfall im Bett - Der Clou mit dem Regenschirm
Ungewöhnlicher Überfall mitten in der Nacht: Ein allein stehender Mann wird von einem bewaffneten Täter geweckt. Gemeinsam fahren die beiden zur Arbeitsstelle des Opfers. Aber vorher lässt sich der Täter noch einen Regenschirm geben. Und der spielt in diesem Fall dann eine wichtige Rolle.

Disko-Besuch endet tragisch - Opfer im Koma
Furchtbares Ende eines lustigen Abends: Ein junger Mann kommt mit Freunden aus einer Disko, als sie von einem Unbekannten angegriffen werden. Zunächst scheint sich die Sache zu beruhigen. Doch plötzlich liegt der junge Mann röchelnd auf dem Boden. Um sein Leben zu retten, muss er ins künstliche Koma versetzt werden.

Gefährlicher Feierabend - Raub im Wettbüro
23 Uhr, kurz nach Feierabend, in einem Wettbüro. Ein Angestellter ist mit Aufräumarbeiten beschäftigt, als plötzlich zwei maskierte Männer auf ihn zukommen. Sie überwältigen ihn und bringen ihn in den Keller

Außerdem: Der XY-Preis 2008 - Vorstellung zweier Kandidaten
Der XY-Preis - Gemeinsam gegen das Verbrechen geht in die siebte Runde. Rudi Cerne stellt zwei weitere Kandidaten vor, die darauf hoffen dürfen, bei der Preisvergabe im September für den XY-Preis 2008 ausgewählt zu werden. Es sind zwei Männer aus der Nähe von Kassel, die einem furchtbaren Verbrechen an Kindern ein Ende setzen konnten.

Der XY-Preis, 2002 von Aktenzeichen XY... ungelöst, dem ZDF und dem Bundesinnenministerium ins Leben gerufen, soll Beispiel geben im Bemühen um mehr Zivilcourage im Kampf gegen Kriminalität. Dotiert ist der Preis mit jeweils 10.000 Euro.

__________

Es lebe die Zukunft!
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#2

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 05.08.2008 12:58
von TobiasW • 41 Beiträge
Toll? Spannend? Fesselnd? Das war eine Klimax aber leider glaube ich irgendwie nicht so wirklich dran. Die Fallbeschreibungen klingen auf jeden Fall spannend, aber an der Umsetzung wirds halt mal wieder scheitern. Aber naja ich werde es mir trotzdem anschauen weil ich die Hoffnung auf ein besseres XY immer noch nicht begraben habe.

Hat jemand von euch zufällig gestern oder heute die Vorschau im ZDF für XY gesehen? Voll seltsam mit Hochhäusern im Hintergrund und dann plötzlich Rudi Cerne, dazu eine völlig neue Hintergrundmusik und nicht mehr das alte Thema. Also, wer weiß, ...vielleicht gibts ja einen neuen Vorspann aber wie gesagt, ...das ist nur Spekulation
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#3

Re[2]: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 05.08.2008 13:07
von andyrandy
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TobiasW>Toll? Spannend? Fesselnd? Das war eine Klimax aber leider glaube ich irgendwie nicht so wirklich dran. Die Fallbeschreibungen klingen auf jeden Fall spannend, aber an der Umsetzung wirds halt mal wieder scheitern. Aber naja ich werde es mir trotzdem anschauen weil ich die Hoffnung auf ein besseres XY immer noch nicht begraben habe.

TobiasW>Hat jemand von euch zufällig gestern oder heute die Vorschau im ZDF für XY gesehen? Voll seltsam mit Hochhäusern im Hintergrund und dann plötzlich Rudi Cerne, dazu eine völlig neue Hintergrundmusik und nicht mehr das alte Thema. Also, wer weiß, ...vielleicht gibts ja einen neuen Vorspann aber wie gesagt, ...das ist nur Spekulation



Erst mal Anschauen, dann Meinung bilden - dann bewerten!

Auf You Tube gibs ne Sendung aus dem Jahr 198X...man waren das Zeiten
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#4

Re[3]: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 05.08.2008 16:38
von TobiasW • 41 Beiträge
andyrandy>Erst mal Anschauen, dann Meinung bilden - dann bewerten!

Klaro, die Hoffnung stirbt zuletzt
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#5

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 06.08.2008 15:05
von DominikT • 5 Beiträge
@TobiasW

Diese Vorschau gibt es schon seit ein paar Monaten mit anderer Hintergrundmusik.
Aber am Vorspann hat sich damals nichts geändert und ich denke auch jetzt nicht.
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#6

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 06.08.2008 20:56
von bdvogel (gelöscht)
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Ein ausführlicheres Review später - aber da muß ich doch gleich schonmal wenigstens kurz schreiben, zumal ich dieser Tage alle vier vorangegangen Sendungen (teils erstmals) auch geguckt habe, da kommt der Kontrast noch stärker:

Ja, was war das denn??? War ja beinahe eine Zeitmaschinenreise... nicht nur wegen des Oldtimers im Studio ("M-XY 2008")

Absolut schnörkellose Sendung!!!

ALLE sechs Filmfälle ohne jede 'Wackelcam' und sonstige Kameramätzchen, und vor allem OHNE JEDE UNTERBRECHUNG !!!!
(Wahnsinn - daß man das noch erleben darf!!!!!!)

und dementsprechend sofort auch wieder von einer ganz anderen, grundsoliden und einprägsamen Erzähl- und Erlebnisqualität, dazu gute, streckenweise sogar hervorragende Sprechertexte! Chronologischer FF-Aufbau, Szenerie und Lebensumstände durch prägnante Sprechertexte auf den Punkt gebracht.

Ausgewogene Fallmischung: 6 FF, dazu 4 Studiofälle (teils sogar ausführlicher), selbst das gute alte Grusel-Leichenportraitfoto fehlte nicht....!

Endlich VERNÜNFTIGE Einblendungen (bessere Kartentechnik, und auch lange genug eingeblendet) in den Fahndungsgesprächen.

Dazu ne Schauspielerpromi-Gastrolle im XY-Filmpreis-Einspieler.

Lacher des Abends: Der Verdächtige im Messelbrunner Mordfall (Studiofall 1) trägt auf dem Fahndungsfoto einen Oktoberfest-Seppelhut, dazu Rudi: "Der Mann könnte sein Aussehen inzwischen verändert haben"

und fährt fort: "....nämlich Kopf- und Baarthaar abrasiert".
Tja, da man einen " - " so schlecht mitsprechen kann, könnte man auch sagen: Kopf abrasiert? Na, dann hat sich die Fahndung ja erledigt...

Also das war für mich die mit sehr großem Abstand beste XY-Sendung seit ganz langer Zeit.... und eigentlich die erste seit ganz langer Zeit, die mir wirklich wieder von Anfang bis Ende Spaß gemacht hat. Super!!!

So darf, nein MUSS es sein - hoffentlich bleibts dabei und die ganze Zerschnipselei usw etc gehört damit der Vergangenheit an. Glückwunsch an die Redaktion bzw. Regisseure.

Ehrlich überraschte und recht begeisterte Grüße,
Bernhard.

PS: Mit sowas hatte ich so wenig gerechnet, daß ich die Sendung nichtmal programmiert hatte....
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#7

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 06.08.2008 21:40
von andyrandy
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Mein kurze Kritik zur (klassen!) Sendung:


FF1:
Da fehlen einem die Worte. Man kann nur hoffen, dass dieser Täter schnellstmöglich gefunden wird. Deshalb möchte ich diesen FF eigentlich nicht bewerten.
Was für eine WAHNSINNSTAT???


FF2: Gute schauspielerische Leistung nebst ebenfalls guter Spannungsmusik.
Nicht zerissen. Der geheimnisvolle Gast kam sehr gut rüber.Was fehlte, war die genaue Beschreibung des Rastplatzes. Dieser FF war super gemacht.
5 von 5 Sternen.

2 Kripobeamte stellen die schon allseits bekannte Methode mit Geldautomaten vor. Gute Fahndungsansätze durch die Bilder der Überwachungskamera. Daumen hoch!

FF3 (Sexshopmitarbeiter):
Gute Spannunsmusik. Wieder nicht zerissen. Ist wohl eine Beziehungstat. Brutalität wird im vollen Umfang gezeigt.
An diesem FF gibt es nix zu kritisieren.
5 von 5 Sternen.

FF4:
Was für ein kurioser Fall???
Merkwürdig auch, dass der Fall bis heute nicht aufgeklärt wurde.
Ebenfalls Merkwürdig: Warum erfolgte kein Fluchtversuch des Bankangestellten? Ein interessanter Fall, dem mir etwas die Spannung fehlte.
Auch dieser Fall wird wieder nicht zerissem.
4 von 5 Sternen.

FF5:
Ebenfalls wie FF4; doch etwas kurios.
Schwächster FF.
Nur 3 von 5 Sternen.

Unbekannte Leiche wird eingeblendet (leider etwas zu kurz): echt krasses Bild!!!!
Kritik: Auf den Auffindeort wird nicht richtig eingegangen.

Dann folgte der XY-Preis.
Keine schlechte Umsetzung der Handlung.
Allerdings hätte ich nicht, zumindest nach den dargestellten Handlungen am Anfang, sofort auf ein Sexualdelikt geschlossen, wenn ich denn am See gewesen wäre...

FF6:
Recht gute Darstellung.
4 von 5 Sternen.


Einige, kleinere Kritikpunkte:

'Typen geklaut'; Mensch Rudi, was hast Du denn da neuerdings für eine Wortwahl :-)

Eine weibliche Stimme fehlt doch sehr der Sendung; die einzige männliche Stimme wirkt über 90 Minuten zu monoton!

Wirkt alles noch etwas abgehetzt;zu oft wird nicht auf den Tatort/Auffindeort eingegangen.


Mein Gesamturteil: Eindeutig beste Sendung in diesem Jahr!

Bin mal gespannt, welche Kritikpunkte bzw. welche 'Nostalgiesehnsüchte' hier einige Leute im Forum noch haben....

@Tobias W
Habe ich zuviel versprochen???
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#8

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 06.08.2008 22:03
von Bubach • 28 Beiträge
Vielleicht sollte man einen Filmfall weniger bringen, und sich dafür mehr Zeit für die anderen Fälle nehmen. Ich finde alles auch noch sehr gehetzt. Doch diese Hetze ist kaum nötig, wenn man etwas strukturierter vorgehen würde.

Alles in allem fand ich die Sendung eher unspektakulär, die Umsetzung aber ganz große Klasse.
Die interessantesten Fälle waren Fall 1 (was gibt es nur für Menschen) und Fall 4, der Meuchelmord im Sexshop-Keller an dem Türken (sehr brutal).

Die anderen Sachen waren Raubdelikte. Etwas zuviel für eine Sendung, wobei der nette Bankräuber noch am interessantesten war.

Endlich keine Filmunterbrechungen mehr. Ob das so bleibt ? - Ich glaube kaum. Wenn doch dann Kompliment ans ZDF.

Der XY-Preis-Fall war etwas unglaubwürdig dargestellt, aber wenns so war, dann okay. Bekannte Schaupieler gab es nicht nur in diesem Fall. Ich glaube der Sexshop-Besitzer im vierten Fall war ebenfalls ein bekanntes Gesicht. Auch hier ein Wiedererkennungswert zu alten Zeiten.

Zudem würde eine zweite (vielleicht tatsächlich weibliche) Stimme der Sendung bei 6 Filmfällen wirklich gut tun. Bitte, bitte.....
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#9

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 07.08.2008 00:47
von XY-Webmaster • 299 Beiträge
Eine großartige Sendung! In keinem Filmfall Unterbrechungen, hingegen gute Kameraarbeit, hervorragende Michael-Texte und spannende Umsetzung.

Drei herausragende Filmfälle verdienen besonderes Lob:
Der tragische Disco-Fall
Der Sexshop-Mord
Der XY-Preis-Filmfall (perverse pädophile Opas)

Daumen hoch für diese XY-Sendung. Bleibt natürlich zu hoffen, dass möglichst viele der abscheulichen Verbrechen durch XY-Hinweise geklärt werden können.
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#10

Re[2]: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 07.08.2008 01:19
von Lemmy • 83 Beiträge
bdvogel>PS: Mit sowas hatte ich so wenig gerechnet, daß ich die Sendung nichtmal programmiert hatte....

Erschreckend war, dass ich mich in den letzten Tagen nichtmals sonderlich auf eine neue XY Folge gefreut hatte und sie - wie du - nichtmals plante mitzuschneiden und es auch nicht getan habe.

Und dann sowas! Definitiv die beste XY Ausgabe seit langer Zeit!

Hat sie jemand auf DVD mitgeschnitten?

Meine ersten 50 Cent zur Folge gebe ich noch nicht ab. Ich versuche mich die Tage einer ordentlichen Rezension.
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#11

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 07.08.2008 02:27
von bdvogel (gelöscht)
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Liebe XY-Freunde,

so, heute hab ich endlich mal wieder Zeit, gleich ein Review zu schreiben – in den letzten Monaten war das leider nicht so, teils konnte ich die Sendungen nur aufzeichnen und erst viel später anschauen, trage aber meine Eindrücke zu diesen Sendungen und die Einzelfalleinträge zur Aktualisierung der Netakte demnächst noch nach.

Viel mehr Spaß machts aber, erstmal was zur heutigen Ausgabe zu schreiben – denn die hat wirklich Spaß gemacht! Wie ich eben ja spontan schon schrieb, eigentlich die erste Sendung seit ganz langer Zeit, über die ich das sagen kann. Umso größer meine Freude darüber, daß XY sich heute von einer qualitativ so guten Seite gezeigt hat. Das zeigt m.E., daß man die Sendung nicht abschreiben darf, auch wenn viele treue jahr(zehnte)lange Zuschauer der Sendung durch die Modernismen der vergangenen Jahre, die meistens (nicht immer) zu Lasten der Qualität gingen, dazu mitunter mehr als berechtigten Anlaß hatten.
(Nebenbei: daß die Erwartungen dementsprechend inzwischen häufig pessimistisch sind, finde ich völlig verständlich, denn in vielen vorangegangenen Sendungen wurden spannende Plots eben häufig „unspannend“ umgesetzt – ich hätte vor der Sendung meine Erwartungen an heute genauso formuliert wie Tobias, und kann mich, was den "angenehmen Überraschungsfaktor" anbelangt, meinen Vorrednern Lemmy und Leini nur anschließen).

Ein Hinweis vorweg: Da ich, wie schon erwähnt, die Sendung nicht programmiert hatte (und natürlich auch kein Rohling mehr vorhanden war, um es rasch live mitzuschneiden, GRRRRRR), hab ich mir nur am TV während der Sendung Notizen gemacht und schreibs jetzt aus dem Gedächtnis, manche Zitate können also etwas ungenau sein.

XY-Sendung vom 6.8.2008

Ein Auto im Studio, ein schicker alter Benz noch dazu (mit dem passenden Kennzeichen „M-XY 2008“) – auch mal was Neues zu Beginn einer XY-Sendung. Das gute Stück ist natürlich auf Hochglanz poliert – da könnte man den Wagen augenzwinkernd auch als Hinweis darauf empfinden, daß die folgende Sendung ebenfalls viele Glanzpunkte hatte, vor allem verglichen mit den vorangegangenen Sendungen des neuen Formats.

Nun zu den Fällen der heutigen Sendung – und um es gleich zu Beginn hervorzuheben, anstatt es bei jedem FF zu wiederholen: Kein einziger der heutigen Filmfälle war, wie leider in der Vergangenheit fast schon zur Gewohnheit geworden, durch Opfer- und Kripobeamten-Aussagen unterbrochen, sondern alle FF waren stringent inszeniert und konsequent von prägnanten Sprechertexten Michael Brennickes begleitet, der dabei naturgemäß mit jetzt schon beinahe zwei Jahrzehnten XY-Erfahrung eine mehr als gute Figur abgibt.

Nach wie vor ist Michael eine sehr gute Stimme für XY, und die Tatsache, daß er alle FF spricht, verleiht der Sendung m.E. ein zusätzliches sehr begrüßenswertes Kontinuitätsmoment. (Perfekt wäre es natürlich trotzdem, wenn man nun auch Isolde Thümmler und ihre ähnlich lange XY-Filmfallerfahrung wieder mal für den ein oder anderen Fall einspannen könnte.)

Kein Wunder, daß auf diese Weise nicht nur die Erzählstruktur der FF sofort ein besseres Niveau erreichte, sondern daß die Geschichten auch ein ungleich besseres „Zuschauer-Erlebnis“ boten. Und die Frage nach der Einprägsamkeit der Fälle ist ja nicht zuletzt auch für den Erfolg einer Zuschauerfahndung von einigem Belang!

FF1 (Kripo Frankfurt/Main) Mordversuch an dem Abiturienten Simon Petrov (Sprecher: Michael)

Eine nette XY-typische humorvolle Szenerie zu Beginn: Die Eltern erwarten ihren Sohn, der an diesem Tag seine Abiturnote erfahren hat, gespannt zu einem festlichen Mittagessen. Aber die Zeiten haben sich geändert bei XY: Es gibt keine Suppe, sondern, passend zur bulgarischen Herkunft der Familie , Spaghetti Bolognese. Seinen Notenschnitt verrät der Sohn nebenher durch die Blume: „Reichst Du mir mal bitte die Wasserflasche? Sie steht genau 2,3 Meter entfernt!“ Klar, da gibt’s zur Belohnung die lang ersehnte Gitarre...

Sprechertexte erläutern, daß der junge Mann ab dem Wintersemester studieren möchte, bis dahin aber seine Freizeit ausgiebig auskostet und sich häufig mit seinen Freunden zu Diskothekenbesuchen verabredet. Beklemmend inszeniert sind die Szenen, die den Mittelpunkt des Falls bilden: Ein Obdachloser, der die Freunde zuvor um eine Zigarette angeschnorrt hatte, wird nachts auf dem Platz vor einer Diskothek von einem anderen Mann angepöbelt, der daraufhin ohne jeden Anlaß auch einen Streit mit Simon beginnt und ihm einen Kopfstoß versetzt. Mit blutiger Nase wird Simon von seinen Freunden zu einem Taxistand geführt – der Zuschauer denkt, na so schlimm war das doch nicht, ahnt aber gleichzeitig, daß noch etwas schlimmes passieren muß. Spannungsmoment!

Unvermutet und von seinen Freunden unbemerkt entfernt sich Simon wieder (warum, dazu gibt es keinen Kommentar) und trifft wieder auf den gewalttätigen Mann, der ihn sofort angreift (sein Heranrennen läßt seine Gewaltbereitschaft gruselig erahnen). Genau in der Szene, als der Brutalo zuzuschlagen beginnt, blendet der Film stattdessen den Obdachlosen ein, der sich die zuvor geschnorrte Ziggy anzündet, und zeigt nichts von der eigentlichen Tat... schöner Regiekniff, der ganz ohne Blutspritzer auskommt. Simons Freunde sind unterdessen auf der Suche nach ihm – schonungsloser Sprechertext: „Simon wird von seinen Freunden mit schwersten Verletzungen gefunden: Doppelter Schädelbruch mit Einblutungen ins Gehirn“.

Die verbleibenden Szenen des FF erläutern die Behandlungsmaßnahmen im Krankenhaus, wo das Opfer einige Zeit im künstlichen Koma liegt, und illustrieren seine ersten mühsamen Versuche, einfachste Worte auszusprechen oder einen Griff auf seiner Gitarre zu spielen. Michaels Schlußsatz: „Simon Petrov wird nie wieder ein normales Leben führen können“.
Im anschließenden Fahndungsgespräch wird mit einem Phantombild nach dem unbekannten Schläger gesucht.

Der Tatablauf an sich bietet keine besonderen „Gruselmomente“, und erfreulicherweise versucht der FF auch nicht, künstlich solche herzustellen (man überlege nur mal, was die jetzt hoffentlich für immer beerdigte „Wackelcam“ daraus gemacht hätte... ), sondern bleibt bei solider-chronologischer Darstellung, kontrastiert die Nichtigkeit des Tatanlasses mit den bedrückenden gesundheitlichen Folgen für das Opfer, das er zu Beginn mit seinen damaligen Lebensumständen gut eingeführt hat, und führt dem Zuschauer dadurch die Brutalität der Tat eindrücklich vor Augen, ohne daß dafür krasse Gewaltszenen nötig waren.
Um bei der in unserer Netakte üblichen Bewertung (drei mögliche Sterne) zu bleiben: Zweieinhalb Sterne.

Im folgenden berichtet Cerne zunächst kurz von zwei geklärten Fällen, darunter ein 30 Jahre alter Filmfall aus der Ede-Zeit:

GEKLÄRT: 2.12.1977 FF3 (Kripo Osnabrück) Mord am Postfahrer Hans-Josef Göcke

Anhand einiger sehr kurzer Szenen aus dem damaligen FF ein Rückblick auf den Fall des 19jährigen Postfahrers, der für einen Kollegen eingesprungen war und größere Mengen Bargeld beförderte. Seine Leiche wurde einige Tage später gefunden, die damalige Fahndung blieb ohne Erfolg. (Auch nachzulesen bei den Hörzu-Fällen, die es hier auf der Site zum Runterladen gibt: Es ist Hörzu-Fall #35 „Postgeld“).
Cerne berichtet nur sehr allgemein, es hätten jetzt drei Verdächtige festgenommen werden können, als sich die Kripo den Fall Göcke nochmal vornahm und Parallelen „zu einem anderen Mordfall“ neu bewertete.

Detailliertere Infos, worum es dabei geht, kann man Artikeln der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom 9. und 11.6.2008 entnehmen:
Mordfall nach 31 Jahren vor Gericht
Mordfall Göcke: Werden seine Peiniger doch noch bestraft?

Demnach hatten zwei der drei jetzt Verdächtigten ebenfalls im Mai 1977 einen Handelsvertreter aus Hasbergen ermordet, waren dafür zu lebenslanger Haft verurteilt worden und inzwischen wieder auf freiem Fuß. Schon 1977/78 auch im Fall Göcke verdächtig, konnten sie aber erst jetzt aufgrund akribischer Nachermittlungen und den dadurch gewonnenen neuen Beweisen endgültig überführt werden.

GEKLÄRT: 1.6.2006 Studiofahndung Franz Ammann (Schweiz)

Der wegen Mordversuchs an seiner Tochter und deren Freund seit Anfang 2005 gesuchte konnte bereits Ende Mai 2008 bei einer Routinekontrolle gefaßt werden, bei der er gefälschte Personaldokumente vorlegte. Näheres gibt’s hier nachzulesen:
Franz Ammann gefaßt.

Studiofall 1 (Kripo Aschaffenburg): Fahndung nach Mordverdächtigem Alexander Renz

Der Gesuchte wird verdächtig, eine Arbeitskollegin, um die er bereits seit längerer Zeit erfolglos geworben hatte, jüngst in Mespelbrunn auf einem Parkplatz umgebracht zu haben. Rudi Cerne präsentiert ein witziges Fahndungsfoto, das den Gesuchten mit einem Oktoberfest-Seppelfilzhut zeigt, und spricht dazu den einmaligen Satz: „Der Mann könnte sein Aussehen inzwischen verändert haben“. Das ist wohl in der Tat anzunehmen................
Hier gibts das Bild

FF2 (Kripo Bad Kreuznach): Brutaler Überfall in der Autobahnraststätte Hunsrück-Ost (Sprecher: Michael)

Unbekannte Männer dringen nachts unbemerkt durch den Hintereingang in den Keller der Autobahnraststätte ein, wo sie sich offenbar sehr gut auskennen, und bringen dort in einem Lagerraum an einem Wasserrohr eine unheimliche Falle an: Eine Handschelle (Großaufnahme! ), an der sie später ihr Opfer fesseln werden. Oben im Verkaufsraum geht derweil zunächst alles seinen gewohnten Gang. Als eine der Angestellten dann ins Lager hinabsteigt, um dort etwas zu überprüfen, wird sie dort von den beiden Tätern brutal überfallen – diesmal spritzt das Blut auch im Film, auf den Kellerboden neben die herabgefallene Brille des Opfers, eine sehr beklemmende Inszenierung, die umso gruseliger wird, als daß darauf zuvor vom FF mit einem geschickten dramaturgischen Aufbau hingearbeitet worden ist, der die Normalität im Verkaufsraum kontrastiert mit den Aktivitäten der Einbrecher im Keller – so baut der FF eine kontinuierliche Spannungskurve auf, die dann in der Überfallszene im Keller kulminiert.
Dazu gibt es hervorragende Sprechertexte im seit Jahrzehnten bewährten klassischen XY-Stil, die das Spannungsmoment noch steigern.

Dann ein weiteres Element: „Während die Täter noch im Keller sind“, betritt ein „sonderbarer Kunde“ den Verkaufsraum – „die Angestellten werden später glauben, daß er sie ablenken wollte“. Mit Blick auf die FF vergangener Sendungen eigentlich eine Steilvorlage dafür, den FF hier zu zerschnippeln mit Aussagen der Angestellten... aber nein, Michael und der FF führen vor, wie man sowas viel prägnanter und besser löst: Einfach die Szene zeigen, dazu ein toller Sprechersatz plus ein toll agierender „Kunde“, der vor allem durch seinen Glatzkopf und ein unheimlich-geheimnisvolles ständiges „Grinsen“ beim Zuschauer nachdrücklichen Eindruck hinterläßt.

Tatsächlich vergeht so einige Zeit, bis die Angestellten nach ihrer Kollegin schauen können, als der unheimliche Kunde den Laden wieder verlassen hat, nachdem er zuvor nach dem WC gefragt hatte und kurz hinuntergestiegen war („der war doch nie im Leben auf der Toilette“). Die beiden Täter sind inzwischen durch den Hintereingang wieder unbemerkt entkommen (schöne Klammer zur ersten Szene des FF).
Im anschließenden Fahndungsgespräch geht es um die Identität des geheimnisvollen Kunden.

Da gibt’s gar keine Frage: So werden gute FF gemacht! Drei Sterne!

Studiofall 2 (LKA München/Kripo Bonn) „Skimming“: Manipulationen an Bankautomaten

Sicher einer der interessantesten Studiofälle seit längerem – nicht wegen der eigentlichen Fahndung der Kripo Bonn nach vier Verdächtigen, sondern durch die anschaulichen Ausführungen des LKA-Beamten, der anhand ins Studio mitgebrachter Gerätschaften (Handlesegerät, präpierte Tastatur, Abdeckleiste mit Mini-Videokamera) an einer Bankomaten-Attrappe vorführt, was „Skimming“ eigentlich ist und welche leichten Handgriffe die Täter dafür auszuführen haben. Vorbildlich, daß man sich dafür die entsprechende Zeit in der XY-Sendung genommen hat, und vor allem sehr einprägsam für den Zuschauer, den man auf diese Weise sicher sehr gut für diese „Masche“ sensibilisiert – klasse gemacht!

Ein paar „XY-humorige“ Dinge gibt’s in dem SF auch: Der LKA-Beamte erscheint zwar „bayrisch-stilecht“ im jagdgrünen Janker (an dem er während Rudis Einleitung noch ständig nervös herumnestelt), doch wer „einen Bayern“ erwartet hat, wird enttäuscht, seine „absolut dialektfreie“ Sprache paßt dann eher zu seiner etwas merkwürdigen preußischen Fliege...
Aber seine Erläuterungen sind wie gesagt klasse und für jeden Zuschauer auch ohne technisches Vorwissen verständlich. Lustige Panne bei den Schlußworten der Studiorunde: Mit lautem Getöse fällt die zu Demonstrationszwecken zuvor an der Automatenattrappe angebrachte Videoleiste wieder herunter.

FF3 (Kripo Frankfurt/Main) Mord am Sexshop-Putzmann Feti Kocak

In der ersten Szene wird das spätere Opfer vormittags von einem Anruf auf seinem Handy geweckt, ob er nicht eine halbe Stunde früher zum Dienst kommen könne, und als er noch ein kleines Ründchen weiterschlafen will, klingelt (bzw. naja – was issn das für ein „Klingelton“ :mrgreen das zweite am Nachttisch bereitliegende Handy auch schon. In der Küche sitzt der Mitbewohner beim Frühstück und spricht, passenderweise in McRipp gekleidet, mit vollgestopftem Mund – Eintrag in die XY-Humordatei! „Mmmchüßsch“ mampft der Mitbewohner, während Kocak die Wohnung verläßt.
Michael: „Es wird der letzte Tag im Leben des Feti Kocak sein“.

Erst danach, während Kocak auf dem Weg zur Arbeit gezeigt wird, erfährt der Zuschauer Schritt für Schritt durch klasse Sprechertexte von Michael etwas über die Herkunft und das bisherige „recht bewegte“ Leben des Opfers, das aus der Türkei stammt, zweimal kurzzeitig verheiratet war und dann „durch Europa tingelte“, „Endstation(...!!!) Frankfurt am Main“, wo der Mann jetzt als Hilfskraft in verschiedenen Sexshops im Bahnhofsviertel angestellt ist. (Michael: „Seine Hauptaufgabe ist die Reinigung der Toiletten und Videokabinen“. Hmmh, lecker...) Diese Sequenz des FF zeigt, wie wichtig und gut Sprechertexte eingesetzt werden können.

Gute Chancen für eine Aufnahme in die Bildergalerie von „XY-Charakterköpfen“ hat sicher der rustikale Chef des Sexshops, mit geschäftstüchtig-fiesem Schnauzgrinsen und unmöglichem Leopardenshirt-Dress. Sehr klasse! ( Hier gibts das Bild)

Das spätere Opfer bittet seinen Chef um einen Vorschuß, nachdem er zuvor auf seinem Handy eine Liebes-SMS bekommen hat. Erst in einer der folgenden Szenen, als der Mann auf seinem Weg zur nächsten Arbeitsstelle unvermittelt auf der Straße einen jungen Mann anspricht („hast Du Lust?“), erfährt der Zuschauer durch Michael, daß Kocak homosexuell sei und häufig fremde Männer anspreche, „seine Handynummer verteilt er dabei ohne Vorbehalte“. Der Zuschauer ahnt, daß eine solche Lebensweise mit Gefahren verbunden sein muß...

Absolut gruselig dann die Schlußszene des FF, in der der Mann im Keller in einem Lagerraum bei der Arbeit überfallen wird: Kurz fährt die Kamera aus Täterperspektive an den Mann heran, der dann brutal niedergestochen wird, beginnend mit einem festen Stich in den Rücken (muß man das so brutal zeigen, siehe Lösung in FF1? Insgesamt aber ist es sicher nicht „blutrünstig“, sondern eher realistisch inszeniert. Ob das bei solch blutigen Tatvorgängen für die Fahndung wirklich nötig ist, darüber läßt sich sicher trefflich streiten). Michael „Insgesamt 24mal sticht der Täter auf sein Opfer ein“. Besonders gruseliger Kniff der Inszenierung an dieser Stelle: Unmittelbar nach seinem letzten Hieb gegen das Opfer schlitzt der Täter, von dem nur der Arm zu sehen ist, mit der Mordwaffe eine Kleenex-Packung auf, um das Messer und sich selbst von Blutspritzern zu reinigen. Bevor er verschwindet, beklaut er noch den blutüberströmten Sterbenden.

Im anschließenden Fahndungsgespräch (in dem Rudi mit der ermittelnden Kommissarin mal einen Gesprächspartnerin zur Seite hat, die noch schneller redet als er) geht es vor allem darum, Hinweise auf die vielen Lücken im bewegten Lebenslauf des Opfers zu bekommen, aus der sich vielerlei Ansatzpunkte für ein mögliches Motiv ergeben könnten.

Und wieder gibt’s gar keine Frage, daß das ein Drei-Sterne-FF ist!

Zeit für die Zwischenergebnisse wäre es jetzt eigentlich, aber Alfred Hettmer ist am Telefon beschäftigt. Gut so! Dann geht’s nämlich gleich weiter mit dem nächsten FF.

FF4 (LKA Wiesbaden) Bankräuber mit Schirm (Sprecher: Michael)

Eines ungewöhnlichen Gegenstands habe sich der Täter in diesem Fall bedient, sagt Rudi am Ende seiner Einleitung, und verschwindet –zack!- hinter einem in Richtung Kamera aufspringenden blauen Automatik-Regenschirm. Witziger Einfall, der ein wenig „Leben“ hineinbringt, ohne dabei aufgesetzt zu wirken – und in der Tat dürfte die Verwendung des Schirms bei dieser Tat ein einzigartiges Merkmal darstellen.

Die einleitenden Sprechertexte und Szenen des FF portraitieren kurz einen Bankangestellten, der „überzeugter Single“ ist und sich in seiner Freizeit mit Modelleisenbahnen beschäftigt. Witziger Einsatz der Hintergrundmusik in den ersten Szenen: Während der Mann noch nicht ahnt, daß er in der folgenden Nacht von einem Einbrecher heimgesucht werden wird, der an das Geld im Banktresor heranwill, läuft in seinem Wohnzimmer Karel Gott: „Einmal um die ganze Welt/und die Taschen voller Geld...“

Der Eindringling überrascht den Schlafenden, fordert ihn auf sich anzuziehen und dirigiert ihn ins Wohnzimmer, wo er zunächst abwartet („ist noch zu früh“). Die monotone, unaufgeregte, in gewisser Weise „höfliche“ Sprechweise des Täters (nach späteren Angaben seines Opfers) wird im FF klasse umgesetzt, so daß die ganze Szenerie streckenweise recht surreale Züge annimmt. Exzellente Sprechertexte sorgen zusätzlich dafür, daß die schräge Atmosphäre dieser Situation gut zum Zuschauer ‚rüberkommt’. Das ganze kontrastiert mit der großen Furcht des Überfallenen, der in seinem Schockzustand allen Anweisungen folgt und auch nicht die Möglichkeit zur Flucht nutzt, als ihn der Täter zu seiner Garage dirigiert und ihn auffordert, das Auto startklar zu machen („wo fahren wir denn hin? – „dahin, wo das meiste Geld ist!“) – wenns so war wie im FF dargestellt, saß das Opfer nämlich kurzzeitig schon im Wagen, während der Täter noch draußen stand. Aber der hatte immerhin eine Schußwaffe – hätte das Opfer es also riskieren sollen, loszubrettern?
Vom Überfallenen läßt sich der Täter, bevor sie das Haus verlassen, einen Schirm geben, mit dem er sich draußen vor Blicken etwaiger zufälliger Zeugen schützt – auch das eine sehr skurrile Sache (denn hätte ein solcher Anblick nicht bei Vorbeikommenden erst recht Aufmerksamkeit erregt?). Mehr Sinn macht das Ganze natürlich in der Volksbankfiliale, zu dem der Täter sein dort beschäftigtes Opfer anschließend dirigiert – durch den Schirm ist sein Gesicht auf den Überwachungskameras nicht zu erkennen.

Spannungsmoment dann in der Bank: Nachdem das Opfer gezwungenermaßen aufgesperrt und den Täter eingelassen hat, klingelt das Telefon – ein Aufsperren der Tür zu nächtlicher Stunde setzt routinemäßig ein Überprüfungsverfahren des zuständigen Sicherheitsdienstes in Gang, wie von Michael in wiederum guten Sprechertexten erläutert wird. Auch szenisch wird die Spannung erhöht: Während der Täter im Wissen, das wenig Zeit bleibt, seine Beute zusammenrafft, wird abwechselnd gezeigt, wie ein Kollege des Opfers zuhause angerufen wird und sich auf den Weg zur Bank macht. Doch schon nach wenigen Minuten verläßt der Räuber mit seiner Geisel die Bank bereits wieder und dirigiert den Wagen in ein einsames Waldgelände. Das Opfer steigt aus – „Halt!“ ruft der Täter. Eine unheimliche Szene, in der sicher viele Zuschauer mit dem schlimmsten rechnen. Doch der Täter durchsucht sein Opfer nur nach eventuellem Handy und läßt den Mann dann laufen.

Ähnlich wie bei FF1 bietet der Tatablauf auch hier eigentlich keine allzu großen „unheimlichen Verwicklungen“ – umso bemerkenswerter, wie geschickt die FF-Inszenierung den Spannungsbogen herstellt und bis zum Schluß (als man ggf noch mit einem Mord rechnet) aufrechterhält. Zweieinhalb Sterne!

FF5 (Kripo Schwelm) Raubüberfall auf Münzhändler

Vom arbeitslosen Automechaniker zum wohlhabenden Geschäftsmann – eine Variante der Tellerwäscher-Millionär-Geschichte, die für das spätere Opfer in diesem Fall Wirklichkeit geworden ist. Der hervorragend inszenierte FF umfaßt einen großen zeitlichen Längsschnitt (zwischen den einzelnen Stationen vermißt man da mal wieder die gute alte Wischblende) und beginnt mit der Szene, in der der Mann sich am Ende seiner Ausbildung von einem Kollegen in seinem Lehrbetrieb verabschiedet, weil er nicht übernommen und „wie so viele seiner Altersgenossen in die Arbeitslosigkeit entlassen“ wird.

Prägnante Michael-Texte erläutern dann, wie der junge Mann über die Beschäftigung mit einer von seinem Großvater geerbten Münzsammlung dazu angeregt wird, selbst ins Münzgeschäft einzusteigen und es dort bald zu solch großem Wohlstand bringt, daß er ein eigenes Reihenhaus beziehen kann. Solide gelöst: Anstatt den FF an dieser Stelle zu zerstückeln, wird der Zuschauer solide weitergeleitet in die Zeit der eigentlichen Tat. In seinem luxuriösen Wohnzimmer wird der Mann noch von einem Freund gewarnt, er habe mitbekommen, daß einige ihm seinen neuen Wohlstand neideten und davon gesprochen hätten „den müßte man mal richtig abziehen“. Der Mann lächelt aber nur darüber und verweist auf seinen Rottweiler (Hunde bei XY – schade, daß der hier wohl keinen Namen im FF hat? Oder wird der kurz erwähnt, als der Hund an den geöffneten Kühlschrank will? Hab ich so schnell nicht mitbekommen).

Weitere Überleitung zur Tatnacht wieder mit gutem Text: „Armin Bolz ist in den nächsten Wochen noch vorsichtiger als sonst“, führt aber bestimmte Gewohnheiten fort, wie seine tägliche abendliche Tour mit seinem Hund. Das machen sich zwei Täter zunutze, die das offenkundig vorher genau ausgekundschaftet haben, und überfallen ihn in dem Moment, als der Hund bereits wieder im Wagen sitzt. Mit ihrem Opfer, das sie gefesselt und dem sie die Augen verbunden haben (nur die Schuhe eines der Täter kann der Mann noch erkennen) fahren sie zu seinem Haus, wo der Mann beruflich erhebliche Werte in einem Tresor aufbewahrt (Kombination: 90links-45rechts-50links :mrgreen.
Daneben erbeuten sie zahlreiche weitere Wert- und teure Kleidungsgegenstände und auch die vom Opa geerbte Münzsammlung.
Skurrile Einzelheit: Der Täter fragt das Opfer vor dem Tresor: „Hast Du Sporttasche?“ Daran, selbst ne Tasche, um die Beute abtransportieren zu können, hatten die Herren wohl nicht gedacht?

Das anschließende Fahndungsgespräch dreht sich naturgemäß vor allem um einige seltene Stücke der geraubten Münzsammlungen, wobei im Foto interessanterweise keineswegs alte, sondern mehrere Münzen jüngeren Datums hervorgehoben werden.

Wieder ein FF, wo der zugrundeliegende Tatablauf vergleichsweise unspektakulär und „ungeheimnisvoll“ ist, dafür ist die szenische und sprecherische Umsetzung aber wieder erstklassig gelungen. Deswegen auch hier zwei-einhalb Sterne!

Studiofall 3 (Kripo Memmingen) Unbekannter Toter

Fahndungsfotos zur Aufklärung der Identität unbekannter Toter gehören wohl für den Zuschauer seit jeher zu den typischen XY-Gruselelementen – diese Fahndung hier setzt die Reihe fort, und der Gruselfaktor ist hoch, weil das Portrait der Leiche völlig unretuschiert ist (jedenfalls sieht es so aus: siehe hier) und dazu auch noch ein Ganzfoto der Leiche gezeigt wird, wie sie von Joggern im Oktober 2007 in einem Bachbett gefunden wurde). Körperlichere Charakteristika des Unbekannten werden hervorgehoben (ausgemergelte Gestalt, Kehlkopfoperation mit künstlichem Beatmungsloch, amputierter kleiner Finger an der linken Hand).
Warum der genaue Auffindeort des Toten (nahe Kronburg im bayrischen Allgäu) überhaupt nicht anhand einer Übersichtskarte näher dargestellt wird, bleibt allerdings für den Zuschauer ein Rätsel. Da der Tote ja irgendwie dahingekommen sein muß, ist das doch eine recht elementare Information? Das ist für mich der einzige Schwachpunkt der heutigen ansonsten rundrum gelungenen Sendung.

XY-Preis: Verhinderter sexueller Mißbrauch zweier Buben

In gewohnter Manier zeigt ein kurzer Einspielfilm, mit Kommentaren der Betreffenden, wie die Vorgeschlagenen eine Straftat in letzter Minute verhinderten: Beim Schwimmtraining an einem See kamen ihnen zwei ältere „großväterliche“ Männer verdächtig vor, die sich in Begleitung zweier junger Buben am Ufer niederließen, zumal einer der Buben einen verschüchterten Eindruck machte, als ihn einer der beiden Zeugen ansprach. Als sich die beiden „Opas“ (einer davon mit Martin Lüttge prominent besetzt) dann mit den Buben in ein nahegelegenes Waldstück entfernen, gehen sie ihrem Verdacht auf den Grund und können in letzter Minute einen sexuellen Mißbrauch der Kinder (der szenisch recht eindeutig dargestellt wird) stoppen; die beiden Täter sind inzwischen verurteilt worden. Der Film wirkt streckenweise vielleicht etwas überzeichnet, illustriert aber andererseits (bzw. vielleicht sogar gerade deswegen) mehr als eindrucksvoll, daß solche Taten sich nicht immer „im verborgenen“, sondern oft auch unter aller Augen anbahnen, ohne daß davon Notiz genommen wird.

Studiofall 4 (Kripo Wilhelmshafen) Gestohlene Oldtimer (Sprecher: Michael)

Für diesen Studiofall rückt der Oldtimer in den Mittelpunkt: Es geht um den dreisten Diebstahl mehrerer historischer Autos bei einem Oldtimermarkt Anfang Juni 2008 in Bockhorn. Die gestohlenen Fahrzeuge (zweimal Mercedes: ein rotes SL 190 Cabriolet von 1958 und ein dunkelblauer 280 Cabrio Modell 111 von 1970) werden kurz mit Fotos präsentiert – eigentlich nicht möglich, daß die geklauten Stücke seither nicht irgendwo aufgefallen sind, in jedem Falle dürften sie unverkäuflich sein.

FF6 (Kripo Köln) Überfall auf den Angestellten eines Wettbüros

Zu Beginn des letzten FF der heutigen Sendung wird ein Kölner Wettbüro vorgestellt, in dem offenbar vor allem Fußballwetten abgeschlossen werden, und der Sprechertext erläutert kurz das Video-Sicherheitssystem des Ladens sowie die Tatsache, daß die Toilettenanlage defekt ist und daher die Tür zum Keller, wo sich Ersatztoiletten befinden, nicht wie sonst üblich verschlossen ist. Und „irgendwann an diesem Abend kommt ein Gast“ ins Wettbüro und verschwindet im Keller...
(Schöne Szene am Rande: Während ein Kunde noch kurz vor Anpfiff eine Wette abgibt, ist im Fernseher im Hintergrund natürlich nicht etwa Premiere, sondern ZDF zu sehen: Genauer gesagt ist Johannes B. Kerner live-reportierend zu sehen – zu SEHEN, nicht zu hören, denn der Ton ist abgeschaltet. SO gefällt mir JBK gleich viel besser! )

Der FF verfolgt im weiteren das Geschehen im Gastraum, wo die Wetter dem Ausgang des Spiels (Hertha gegen Mainz) entgegenfiebern. Kurz bevor die letzten Gäste und der Inhaber dann das Geschäft verlassen, kommt der türkische Putzmann, der – wie die Sprechertexte erläutern - vor einiger Zeit als politisch Verfolgter Asyl in der Bundesrepublik bekommen und nun endlich eine Anstellung gefunden hat. Michaels Text wirft ihm noch ein „Der Job ist für ihn der Start in ein neues Leben“ hinterher, als unmittelbar darauf die Szene folgt, in der die Täter aus der Kellertüre herausstürmen und den Mann überfallen. Das Opfer hat Todesangst und wehrt sich nach Kräften, wie im FF eindrucksvoll dargestellt, und durch die vorherigen Hinweise auf die Erfahrungen des Opfers mit Gewalt (Folter im Gefängnis) wird diese Todesangst für den Zuschauer umso nachvollziehbarer.
Erst nach längerem Kampf gelingt es den Tätern, die sich in den Räumlichkeiten bestens auszukennen scheinen, sein Opfer in einen kleinen Lagerraum zu sperren; anschließend transportieren sie den gefüllten Tresor ab und stehlen auch den Computer mit den Überwachungsbildern, obwohl dieser sich in einem für Gäste nicht sichtbaren Nebenraum befindet.
Der FF bleibt bis zum Schluß auf die Seelenqualen des Überfallopfers fokussiert, dem es schließlich gelingt, die von außen verbarrikadierte Tür seines Gefängnisses einzutreten und das Geschäft zu verlassen. „Der unter Schock stehende Mann läuft noch mehrere Kilometer durch Köln bis nach Hause, von wo er dann die Polizei benachrichtigt“.

Die Stärken dieses FF liegen einerseits in der recht gut eingefangenen Wettbüro-Atmosphäre zu Beginn (mit einigen recht komischen Dialogen zwischen dem Last-Minute-Wetter und dem Inhaber) mit passenden Sprechertexten, andererseits und vor allem aber in der Darstellung der Panik des Opfers, das, wie sich aus dem anschließenden Fahndungsgespräch ergibt, bis heute an seinen Traumatisierungen leidet und arbeitsunfähig ist. Und wieder alles ohne Zerschnipselungen oder übertriebene „Betroffenheitslyrik“.
Zwei Sterne für den FF, plus einen halben für den schweigenden Kerner!

Ein Resumee fiel schon lange nicht mehr so leicht wie bei dieser Sendung: Von A bis Z solide durchstruktiert, durch die etwas abgewogenere Mischung („nur“ sechs FF, dafür vier Studiofälle plus XY-Preis) auch erheblich weniger „durchgehhechelt“ als zuvor, dazu konsequenter Verzicht auf pseudo-moderne Effekthaschereien und Schnipseleien in den FF zugunsten sauber inszenierter, chronologischer und von ausnehmend gut geskripteten Sprechertexten begleiteter Inszenierungen – so macht XY nicht nur Spaß, sondern zeigt darüber hinaus, daß altbewährte handwerkliche Qualität auch im „neuen Format“ ihren Platz finden kann, WENN die Verantwortlichen das wollen. Zu letzterem kann man sie nur nachdrücklich ermutigen: Weiter so wie heute!

Bernhard.

PS: Hier noch der Eintrag aus www.e110.de mit ersten Zuschauerreaktionen vom 6.8.2008:

Identität des unbekannten Toten geklärt?
Kripo Memmingen freut sich über konkrete Hinweise


Wer ist der Mann auf dem Bild? Die Polizei Memmingen kannte nur das Aussehen eines Mannes, der am 16. Oktober 2007 in einem Bach bei Kronburg tot aufgefunden wurde. Auch nach monatelangen Ermittlungen konnte die Kripo den Namen des Mannes nicht ermitteln. Doch nach der Ausstrahlung des Falls in XY ist Kiminalhauptkommissar Xaver Baader von der Kripo Memmingen zuversichtlich, das Rätsel um den Toten bald zu klären. Eine Zuschauerin ist sich ziemlich sicher, den Mann erkannt zu haben. Xaver Baader und seine Kollegen werden diesem Hinweis sofort nachgehen

Auch Henning Finis von der Polizei Frankfurt/Main bekam etliche Hinweise. Sein Fall: Er suchte in der Sendung einen brutalen Schläger, der einen 21-jährigen Mann krankenhausreif geschlagen hat. Bis heute leidet das Opfer an den Folgen der Tat. Finis hofft jetzt auf den Durchbruch in diesem Fall. Mehrere Zuschauer glaubten den Täter auf dem Phantombild zu kennen.

Im Fall der gestohlenen Oldtimer gingen ebenfalls viele Anrufe ein. Die Polizei Wilhelmshaven suchte Besucher des Bockhorner Oldtimermarkts, die den Diebstahl der beiden wertvollen Mercedes am 7. und 8. Juni 2008 beobachtet haben. Immerhin waren rund 30.000 Interessierte auf dem Markt. Und tatsächlich: Ein Anrufer erinnert sich an einen der gestohlenen Oldtimer.
Sollte einer der Fälle bald geklärt sein erfahren Sie das sofort auf unserer Internetseite.

06.08.08 22:20 an
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#12

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 07.08.2008 07:22
von Heimo • 1.273 Beiträge
Ja, auch ich möchte in den Chor der Zufriedenen der gestrigen Sendung einstimmen.

Nach den ersten beiden Filmfällen kam die leise Hoffnung auf, dass die Filme nicht durch Zeugen- oder Opferaussagen unterbrochen werden. Nach dem vierten war zwar immer noch Skepsis, ob nicht eventuell gleich doch noch einer was zu sagen hat, aber nach dem fünften war ich mir sicher, auch im sechsten Fall von den nervigen Unterbrechungen verschont zu bleiben.

Zur Krönung einer tollen Sendung dann - endlich mal wieder - ein Bernhard-Review. Da ich derzeit die Netakte überarbeite, kann ich von Deinen Bermerkungen viel verwenden. Supi!

Manko an der Sendung: Es gibt meistens zu wenig Fahndungsansätze. Da ich u.a. gemeinsam mit einem pens. Kriminalbeamten die Sendung gesehen habe, muss ich dessen Einschätzung doch mal hier zu abgeben. Ich sah es zwar anders, aber auch die restlichen Mitseher empfanden es so...

Dennoch: Ohne die Unterbrechungen wirken die Filmfälle voller und auch qualitativ besser. Selbst Rudi wirkte wesentlich besser als in der Vergangenheit.

Zu den gelösten Fällen: Im Göcke-Fall bin ich skeptisch. Der Konjunktiv ist bei den Berichten nicht zu überlesen. Ähnlich geht es mir übrigens bei dem Fall um Ursula Herrmann...

Aber nichts für ungut. Jetzt brauchen wir nur noch jemanden, der die Filmredaktion davon überzeugt, dass die gestrige Sendung ein Schritt in die richtige Richtung war.
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#13

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 07.08.2008 09:31
von Peter Poppy Köhler • 244 Beiträge
Auch meine Meinung über die gestrige Sendung fällt positiv aus, auch wenn ich zwei Kleinigkeiten anzumerken habe, die aber eher persönlicher Natur sind.

Zunächst Dank an Bernhard für die schmerzlich vermisste "Rezension". Dazu zwei Ergänzungen:

Ein Regenschirm als Kameraschutz ist nicht ganz neu (vgl. FF 3 vom 12.01.2006: Bankraubserie - Tarnung mit Regenschirm - nervöser Täter mit Alkoholfahne - Außenspiegel bricht bei Flucht ab)

Der Hund aus FF5 hieß Kuno ("Kuno und ich sind gerüstet").


Für mich persönlich sind FF1 (bulgarischer Student) und FF4 (Banküberfall mit Regenschirm) die interessantesten gewesen, zum einen wegen der erschütternden Story, die in FF1 vermittelt wird und ohne voyeuristische Gewaltdarstellung auskommt, zum anderen wegen der Bildsprache des FF4, die die Merkwürdigkeit des Tathergangs widerspiegelte und an Stummfilmproduktionen erinnerte.

Ansonsten stimme ich dem bisher Geschriebenen zu.

Trotzdem, ich kann's halt nicht lassen, zwei Kritikpunkte:

1.) Mich persönlich stört die allzu ausführliche Vorschau auf die einzelnen Filmfälle zu Beginn und inmitten der Sendung, da hier schon Wesentliches angesprochen bzw. gezeigt und deshalb die Spannung reduziert wird.

2.) Auch wenn jeder einzelne Filmfall per se gut inszeniert wurde, erschien mir die Zusammenstellung doch etwas einseitig. Dreimal gewalttätiger Angriff auf einzelne Personen im Keller ihres Arbeitsortes (Schnellrest., Sexshop, Wettbüro), einmal davon als Mord. Dazu zwei weitere gewalttätige Angriffe (FF1, FF5). Dreimal Karriereleiter (mehr oder weniger erfolgreich) (FF3, FF5, FF6). Da stach FF4 doch wohltuend heraus, vielleicht gefiel er mir deshalb am besten.
Natürlich stellt sich die Frage, was man alternativ hätte zeigen können. So viel bleibt da wohl gar nicht übrig. Deshalb läuft meine Kritik eher wieder auf die 90 Minuten heraus, die Wiederholungen unvermeidbar machen. 60 Minuten, dafür zwei FF weniger - und es wäre für mich perfekt.

Aber abschließend noch einmal: gelungene Sendung, die Lust auf den 3. September macht.
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#14

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 07.08.2008 10:25
von TobiasW • 41 Beiträge
@ andyrandy: Hast du was geahnt??
Was war denn gestern los???
Nachdem die ersten zwei FF ohne Interviews waren dachte ich schon: "Okay, das wars dann, jetzt wirds wieder langweilig"...

Aber dann noch einer, und noch einer und noch einer WAHNSINN!!! Ich habe nachgeschaut, das war die erste XY-Sendung seit 2003 (!) die ohne einen einzigen Interview-Fall ausgekommen ist. Spitze. Ich hoffe das ZDF macht so weiter. Ich werde meinerseits auf jeden Fall der Ina-Maria eine Mail schreiben über die sehr gelungene Sendung. Ich denke wenn sie viel positive Zuschauerpost bekommen, dann setzen sie dieses zweifellos bessere Konzept nächstes Mal wieder um.

Klasse war auch der Einstieg mit dem Auto...die lassen sich echt jedes Mal was neues einfallen, das mit dem Kennzeichen ist mir auch aufgefallen

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist (wie schon andere hier vor mir erwähnt haben, dass eine weibliche Stimme für die Filmfälle fehlt)
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#15

Re: XY-Sendung vom 6.8.2008

in XY-Hauptsendungen 07.08.2008 10:43
von TobiasW • 41 Beiträge
Hier noch meine Mail, die ich gerade eben ans ZDF geschickt habe. Wär super wenn noch mehr ihre (positive) Meinung der XY-Redaktion mitteilen würden, dann sehen sie dass es gut war
------
Sehr geehrte Damen und Herren der XY-Redaktion,
Sehr geehrte Frau Reize,
Ganz großes Kompliment!!! Ihre gestrige XY-Sendung war meiner Meinung nach die beste seit 2003 (dem Jahr, in dem begonnen wurde Interviews in die Filmfälle einzubauen).
In der gestrigen Sendung waren sämtliche 6 Filmfälle perfekt umgesetzt, keine Wackler in der Kamera, spannende Sprechertexte, chronologischer Aufbau, usw...
Auch die erhöhte Anzahl an Studiofällen (4) gönnte dem Zuschauer zwischen den Filmen wieder eine kleine Verschnaufpause. Auch der XY-Preis war diesbezüglich super umgesetzt.
Besonders ins Auge gestochen ist mir auch gestern wieder der Anfang. Hier lässt sich die XY-Redaktion jedes Mal etwas neues einfallen...die Idee mit dem Oldtimer war super!
Ich hoffe das ZDF und die XY-Redaktion bleiben bei dieser Linie und der Art der Umsetzung, denn ich bin sicher, dass auch so viele "Nostalgie-XY-Fans" gerne wieder einschalten.
Einen Kritikpunkt möchte ich hier aber dennoch äußern, der auch im XY-Forum (www.zuschauerreaktionen.de) mehrfach beklagt wurde. Es fehlt ein zweiter Sprecher, oder noch besser eine zweite Sprecherin für die Filmfälle. Dies bringt ein wenig Abwechslung, denn bei 90min-Sendung und 6 Filmen kann dies schnell langweilig werden.
Auf die Sendung im September freue ich mich nach der gestrigen schon riesig. Bitte weiter so!!!
Mit freundlichen Grüßen
Tobias W.
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