#1

Sendung unbekannt - Eventuell Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 12.02.2009 12:12
von Entlauber • 71 Beiträge

Moin,

habe gerade folgendes gefunden :

http://www.derwesten.de/nachrichten/stae...811/detail.html

Der Fall ist mir gänzlich unbekannt, sodass ich vermute, das es sich hierbei "nur" um einen Studiofall gehandelt haben kann. Mich würde interessieren, in welcher Sendung dieser Fall behandelt wurde. Leider haben wir ja immer noch das Thema "Studiofall-Netakte" offen, sodass ich hierzu überfragt bin.

Interessant ist natürlich, wie in der letzten Zeit so oft, dass hier nach langer Zeit ein Fall mal wieder durch DNA-Untersuchungen ad acta gelegen werden konnte. Ebenso das der Täter zum Zeitpunkt der Tat erst 17 Jahre alt gewesen sein muss.


zuletzt bearbeitet 14.12.2013 12:34 | nach oben springen

#2

Re: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 13.02.2009 13:40
von Entlauber • 71 Beiträge
Moin,

weitere Infos mit Fotos hier :

http://www.derwesten.de/nachrichten/wp/2009/2/12/news-110827856/detail.html

Nochmal die Frage : In welcher Sendung wurde der Fall wie behandelt ?
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#3

Re: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 07.07.2010 16:13
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Kürzlich gab es das Urteil:


Schuldspruch: Sechseinhalb Jahre Haft: Ostönner Krimi-Puzzle beendet

22.06.2010, Rolf Hansmann

Mordfall Schweie Ostönnen. Ortstermin im Vogelkamp und der Umgebung des Hauses in der die Leiche vor 22 Jahren gefunden wurde. Richter Wilhelm Erdmann (re.) schaut auf das Haus, in dem Ursula Scheiwe ermordet wurde. Der Angeklagte Jörb B. mit seiner Frau Karin (links). Foto: Thomas Nitsche

Arnsberg/Soest. Beim Krimi-Puzzle um den 23 Jahre zurückliegenden Mord an Ursula Scheiwe aus Soest-Ostönnen haben dem Landgericht Arnsberg genügend Teile für eine Veurteilung des angeklagten Jörg B. vorgelegen.

Der 41-jährige Familienvater aus Soest wurde am Dienstag zu einer Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt.
Am Vormittag noch Zuversicht

Am späten Vormittag strahlt Jörg B. noch Zuversicht aus: Er sitzt ruhig auf der Anklagebank und unterstreicht in seinem Schlusswort mit fester Stimme die Im-Zweifel-für-den-Angeklagten-Forderung seiner Anwälte nach einem Freispruch: „Ich habe mit der Tat nichts zu tun. Ich bin unschuldig.“

Zweieinhalb Stunden später muss er mit angehören, dass die 2. Große Strafkammer als Jugendkammer eben keine Zweifel daran hat, dass der ehemalige ­Fußballer von Grün-Weiß Ostönnen in der Nacht zum 28. Mai 1987 die 26 Jahre alte Ursula Scheiwe in ihrer Wohnung in Ostönnen ermordet hat. Der Obduktionsbericht erwähnt 74 Stich- bzw. Stich-Schnittverletzungen des Opfers. Nach Ansicht des Gerichts wollte der damals ­18-Jährige Straftaten (versuchte Vergewaltigung und schwere Körperverletzung) vertuschen.
Ein außergewöhnlicher Fall

„Ein außergewöhnlicher Fall in der Geschichte des Landgerichts Arnsberg ist vorläufig zu Ende. Es war eine besondere Herausforderung für alle Verfahrensbeteiligten“ - die Worte des Vorsitzenden Richters Willi Erdmann zu Beginn der Urteilsbegründung klingen fast ein wenig nach Erleichterung, dass ein Indizienprozess um einen Mord vor 23 Jahren nach 25 Verhandlungstagen mit mehr als 50 Zeugen „vorläufig“ zu Ende ist. Noch im Gericht hat die Verteidigung von Jörg B. Revision in Karlsruhe ­angekündigt.

Das Gericht ist nach eigenem Bekunden der „sicheren Überzeugung“, dass Jörg B. seinerzeit für eine Stunde die Aufstiegsfeier der Kreisliga-Fußballer verlassen und die Wohnung von Ursula Scheiwe, wenige Meter von seinem Elternhaus entfernt, betreten hatte. In ihrem Schlafzimmer soll der erheblich unter Alkoholeinfluss stehende junge Mann eine Vergewaltigung versucht haben. Als dies scheiterte, soll Jörg B. sein Opfer mehr als 20 bis 30 Sekunden, „wahrscheinlich mehrere Minuten“, bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Anschließend, gegen 3.40 Uhr, stach er, so das Gericht, mit einem mindestens zwölf Zentimeter langen Messer auf die Frau ein. Für Richter Erdmann ist die „treibende Motivation“ zur Tötung klar: „Er befürchtete, dass sein guter Ruf im Dorf mit dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung und der gefährlichen Körperverletzung mit einem Schlag vernichtet würde. Er wollte dies um jeden Preis verhindern.“

Freiwillige Speicherproben

Zum Verhängnis wurden dem im Januar 2009 verhafteten Familienvater aus Soest verbesserte DNA-Untersuchungsmethoden, mit denen aus Sicht von Erdmann „der letzte Versuch, diesen Mord aufzuklären“, gestartet wurde. Nach einer freiwilligen Speichelprobe wurden im Labor DNA-Spuren von Jörg B. festgestellt - auf einer gelben Wolldecke am Tatort, an der Jogginghose des Opfers und unter ihren Fingernägeln.

Diese drei Spuren hätten eine erhebliche Aussagekraft in Hinblick auf die Täterschaft des damals 18-Jährigen, sagt Richter Erdmann. Weil man sie inhaltlich (das Opfer wehrte sich gegen die versuchte Vergewaltigung) miteinander verbinden könne. Die Rechtsprechung, ergänzt der Arnsberger Jurist, lasse solche DNA-Beweise zu, „wenn andere Indizien, die das Bild abrunden, hinzukommen.“ Und die gäbe es: Der Täter kann nur ein Teilnehmer der Aufstiegsfeier sein - und der Angeklagte war dabei. Jörg B. verließ die Veranstaltung für einen längeren Zeitraum. Er ging am Tag nach der Tat vier bis fünf Mal zum Haus des Verbrechens, blieb davor stehen und schaute sich um. Laut Erdmann der Ausdruck eines besonderen Interesses. Und es passe auch zusammen, dass der Angestellte die Abgabe seiner Speichelprobe Anfang vergangenen Jahres seiner Ehefrau verschwieg.

Erleichtert haben gestern die Brüder des Opfers, Eberhard, Willi und Josef Scheiwe, auf den Urteilsspruch reagiert. „Jetzt weiß die Bevölkerung, dass er es war“, sagt der jüngste von ihnen, Willi. „Und die anderen Stimmen werden verstummen“, spricht er die Spaltung des Dorfes am Hellweg nach der Tat an. Natürlich sei jetzt mit dem Urteil ein Kapitel des Mordfalls abgeschlossen - aber, so Eberhard Scheiwe, „wir bekommen unsere Schwester nicht zurück. Es fehlt da einfach ein Mensch.“

Quelle: http://www.derwesten.de/wp/region/Ostoenner-Krimi-Puzzle-beendet-id3143408.html
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#4

Re[2]: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 07.07.2010 18:16
von Heimo • 1.278 Beiträge
Entlauber>Moin,

Entlauber>weitere Infos mit Fotos hier :

Entlauber>http://www.derwesten.de/nachrichten/wp/2009/2/12/news-110827856/detail.html

Entlauber>Nochmal die Frage : In welcher Sendung wurde der Fall wie behandelt ?

In meinen Notizen taucht der Name überhaupt nicht auf- auch nicht in einer ähnlichen Schreibweise. Ich glaube nicht, dass der Fall bei Xy mal lief
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#5

Re: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 08.07.2010 10:09
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Eine ausführliche Darstellung findet sich hier:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,638504,00.html

Ein FF war es sicher nicht, sonst könnten wir uns daran erinnern. Einen SF von ein paar Sekunden will ich nicht ausschliessen, zumal in einem der oben verlinkten Artikel von XY die Rede ist.
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#6

Re: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 08.07.2010 10:17
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Ein früherer Mannschaftskamerad des Täters schreibt auf seiner Homepage ebenfalls, dass der Fall bei XY lief:

Natürlich hielten die Ermittlungen das ganze 1000-Seelen-Dorf in Atem. Kein Tag ohne Gerüchte. Dieser oder jener sei verhaftet worden, habe kein Alibi oder sei schon immer ein Taugenichts gewesen.

Ergeben hat sich nie etwas. Sogar bei "Aktenzeichen XY" lief der Fall, ohne Erfolg. 22 Jahre lang lebte der Täter unbehelligt weiter. Bis heute. Als ich im WDR-Videotext zufällig auf die folgende Nachricht stieß, dachte ich, mich trifft der Schlag:


Quelle: http://www.schildheuer.de/archiv09/09-02.htm
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#7

Re: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 08.07.2010 21:20
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
doch, war tatsächlich ein Fall in xy. Auch ein Zeitungsartikel schreibt über die Ausstrahlung bei xy.

http://www.derwesten.de/staedte/soest/Mordfall-nach-22-Jahren-aufgeklaert-id763135.html

Muss aber gut 10 Jahre nach dem Mord gewesen sein, wahrscheinlich in der Butz Peters Zeit, denn meine Aufzeichnungen über die SF, die bis Mitte der 90iger gehen, enthalten keine Angaben über eine Ausstrahlung.

Aber juritisch ein hochinteressanter Fall. 10 Monate Verhandlungsdauer vor einer Jugendkammer sind schon sehr viel. Der Angeklagte wurde ja im März 2010 wegen der langen U- Haft auf freien Fuss gesetzt. Zwar ein reiner Indizienprozeß, jedoch mit mE schwerwiegenden Indizien und einem gerechten Urteil. Der Fall geht aber trotzdem vor den BGH nach Karlsruhe.

Danke für den Tip, lieber Entlauber
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#8

Re: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 09.07.2010 12:49
von Haddock • 99 Beiträge
Ich bin nicht sicher, ob die Angabe der Medien stimmt, der Fall sei bei XY gewesen.

Abgesehen davon bestand möglicherweise aus Sicht der Ermittlungsbehörden auch deshalb eine weniger große Notwendigkeit für XY, weil man ja vermutete, dass der Mörder aus dem direkten (Fußball-)Umfeld stammte. In solchen Fällen ist eine bundesweite (oder darüber hinaus) Fahndung vermutlich auch weniger zwingend, weil man nicht mit neuen Zeugen rechnete.
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#9

Re[2]: Sendung unbekannt - Vermutlich Studiofall - Mordfall Ursula Scheiwe nach 22 Jahren geklärt

in Studiofälle 10.07.2010 08:25
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Haddock>Ich bin nicht sicher, ob die Angabe der Medien stimmt, der Fall sei bei XY gewesen.

Haddock>Abgesehen davon bestand möglicherweise aus Sicht der Ermittlungsbehörden auch deshalb eine weniger große Notwendigkeit für XY, weil man ja vermutete, dass der Mörder aus dem direkten (Fußball-)Umfeld stammte. In solchen Fällen ist eine bundesweite (oder darüber hinaus) Fahndung vermutlich auch weniger zwingend, weil man nicht mit neuen Zeugen rechnete.

kann natürlich sein. Wenn dies wirklich ein Fall in xy war, dann erst wirklich gut 10 Jahre später. Bin nochmal die SF- Akte durchgegangen, bis Mitte 90iger war dies kein SF. (oder ich habe 2xMal etwas übersehen).

wäre für mich aber der perfekte letzte Studiofall vor dem Abspann.

ich weiß nicht, wie schnell sich die Polizei auf einen Täter aus dem Umfeld bzw. auf einen Spieler des Vereins festgelegt hat. (das Clubhaus war ja nur ein paar Meter vom Tatort entfernt). Dann würde evt. eine Fernsehfahnung, da gebe ich Dir Recht, keine großen Neuigkeiten für die Polizei bringen.
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