#16

Re[2]: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 12.10.2009 19:25
von Astrid • 149 Beiträge
Schnüffler>Ich habe den Fall Gaum gerade zum ersten Mal gesehen.
Schnüffler>Meiner Meinung nach spricht vieles für eine Entführung von Frau Gaum, mit anschließender Lösegeldforderung.
Schnüffler>An einen Spionagefall denke ich absolut nicht, aber wie gesagt, ich kenne nur die Hintergründe aus der XY-Berichterstattung vom 24.01.69


Wurde denn damals ausgeschlossen das Herr Gaum nichts mit dem Verschwinden von Frau Gaum zutun hatte ?
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#17

Re[3]: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 26.11.2009 14:02
von Heimo • 1.278 Beiträge
Astrid>Wurde denn damals ausgeschlossen das Herr Gaum nichts mit dem Verschwinden von Frau Gaum zutun hatte ?

Diese Variante gilt als am plausibelsten, dass er mit dem Verschwinden und dem vemuteten Ableben seiner Frau etwas zu tun hatte. Aber ein Motiv ist dafür nicht erkennbar; denn die Beziehung zu der anderen Frau begann einige Monate nach dem Verschwinden aus Mannheim. Wo sich Herr Gaum zwischen dem Verschwinden aus Mannheim und dem Beginn der Beziehung in ÖSterreich aufgehalten hat, ist nicht geklärt. Und der Versuch einer Erklärung von Seiten Dritter ist - ohne Anhaltspunkte - ein Fischen im Trüben.
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#18

Re: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 10.01.2010 19:43
von Astrid • 149 Beiträge
Hatte die posthum und unehelich in Österreich geborene Tochter
des Joseph Gaum nach damaligem Recht einen Erbanspruch auf das Vermögen des Vaters?
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#19

Re: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 16.09.2010 20:44
von Manfred • 14 Beiträge
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#20

Re: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 03.02.2012 20:38
von südtiroler • 1 Beitrag
Ich befasse mich mit dem Fall des Ehepaares Gaum seit geraumer Zeit; fest steht, dass der Wertpapierspezialist Josef Gaum am 3.5.1965 am späten Nachmittag sein Büro in der Rheinischen Hypothekenbank verlassen, wenig später bei einem anderen Mannheimer Geldinstitut DM 20.000,00 von seinem Konto behoben und in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai 1965 auf der Autobahn Seckenheim-Heidelberg mit seinem Opel Kapitän einen Unfall hatte, der von einer zufällig vorbeikommenden Polizeistreife aufgenommen wurde. Die Gattin von Gaum, Inger, ist seit diesem 3.5.1965 verschwunden. Gaum selbst lebte (das wurde erst durch die XY-Sendung vom 24.1.1969 aktenkundig) vom 16.5.1965 bis 23.12.1965 mit einer jungen Frau in Tarrenz/Tirol - diese Lebensgefährtin namens Ottilie T. wurde im Juni 1966 Mutter einer Tochter, der leibliche Vater soll Josef Gaum sein, dessen leiche am 28.3.1966 in Bregenz aus dem Bodensee geborgen wurde.
Um allen Spekulationen (Erpressung, Geheimdienste) den Wind aus den Segeln zu nehmen: Es gibt viele Rätsel zu diesem Fall, vor allem was Inger Gaum betrifft. Allerdings dürfte der Hintergrund ein wensentlich unspektakulärer sein. Meine Vermutung: Josef Gaum hat aus irgendeinem Grund seine Frau am Nachmittag des 3.5.1965 aus der Wohnung gelockt, ist mit ihr in seinem PKW an einen passenden Ort gefahren und hat dort seine Frau ermordert. Allerdings dürfte er gestört worden sein und so ist er bis zum 9. oder 10.5.1965 mit der Leiche im Kofferraum durch die Gegend um Mannheim gefahren, um einen geeigneten Ablageplatz auszuspionieren. Es war ein Zufall, dass er in der nacht vom 9. auf 10. Mai dann in unmittelbarer Nähe der Polizeistreife den Unfall baute, bei dem sein Auto ausbrannte (was für ihn wahrscheinlich ein Glück war). Warum die zwei Polizisten nichts von der Abgängigkeit des Ehepaares Gaum wussten, obwohl ihr Revier nur wenige Kilometer von Mannheim entfernt lag, das ist wirklich eigenartig. Gaum hat sich im Zuge der Unfallaufnahme ja mit dem richtigen Namen und den richtigen Papieren ausgewiesen. Später kaufte sich Gaum ja unter einem Falschnamen (Baum) in Stuttgart einen FIAT 1500, fuhr damit ins Zillertal und lernte in Volders (Nähe Innsbruck) die Kellnerin aus Tarrenz kennen, mit der er dann monatelang in deren Heimatgemeinde lebte - damals unter dem Namen Dr. Josef Braune. Er genoss mit der jungen Frau einige Monate in Saus und Braus, bis zu jenem Zeitpunkt als er in einer Filiale der Schweizerischen in Rorschach (Kanton St. Gallen, Nähe Bodensee) kein Geld mehr von seinem inzwischen gesperrten Bankkonto ausbezahlt bekam. Das war dann das Aus - Josef Gaum, mit der Last eines Mordes konfrontiert und auch finanziell am Ende war, sah keinen Ausweg mehr - er zündete sein Auto an, verwischte alle Spuren so gut er konnte, entledigte sich der Papiere und schoss sich an der Ufermauer des Bodensees eine Kugel in den Kopf, er fiel ins Wasser und ertrank. Ein Selbstmord wurde bei der 2. Obduktion, die vom angesehenen Gerichtsmediziner Dr. Franz-Josef-Holzer durchgeführt wurde, mit großer Sicherheit konstatiert. Was ungeklärt bleibt: Warum hat Josef Gaum seine Frau beseitigt? Es kann jedenfalls kein von langer Hand vorbereitetes Verbrechen gewesen sein, sonst hätte Gaum auch in finanzieller Hinsicht professionellere Vorsorge getroffen. Es kann durchaus sein, dass Gaum erst am 3. Mai - aus welchem Grund auch immer - den folgenschweren Entschluss fasste.
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#21

RE: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 25.07.2013 19:30
von geheimagent • 1 Beitrag

Moin!

Was ich nicht verstehe, was hat denn die Frau mit der Gaum in Österreich zusammengelebt hat, gesagt!? Woher kannte sie ihn, wann hat sie ihn kennengelernt und so weiter. Das täte wenigstens ein wenig Licht auf seine Machenschaften, die ja vermutlich auch zu seiner Ermordung führten, werfen können, denkt ihr nicht?

Den Zeitungsbericht über Inger Gaum halte ich auch für unglaubwürdig, denn diesen gibt es NUR im Archiv des Hamburger Abendblatts, welches auch nicht unbedingt eine sonderlich seriöse Zeitung ist (Springer Verlag). Vermutlich haben die da nur irgendein Hörensagen reingedichtet!

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#22

RE: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 04.08.2013 13:48
von Haddock • 99 Beiträge

Die Aussage dieser Kellnerin, die mit Gaum zusammen lebte, habe ich in der weiter gehenden Berichterstattung ebenfalls vermisst.
Ich bilde mir aber ein, im alten Zimmermann-Buch ("Rapport für Freunde und Feinde") gelesen zu haben, dass diese Aussage wenig erbracht hätte.
Was das Hamburger Abendblatt betrifft, so möchte ich das als durchaus seriös in Schutz nehmen, auch wenn ich die Qualität des entsprechenden Artikels nicht beurteilen kann.
Aber Springer hin oder her - aus dem Hause kommt außer Boulevard durchaus auch das ein oder andere anerkannte Medium wie die WELT.


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#23

RE: 24.1.1969 FF1 (Mannheim) Gaum-Rätsel

in Filmfälle 18.01.2014 21:29
von Haddock • 99 Beiträge

Zum Fall Gaum hat der hier ja ebenfalls schon vertretene User @südtiroler sehr interessante Informationen zusammengetragen, die er auf der allmystery-Page (unter: Mysteriöser Fall Gaum) veröffentlicht hat.


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