#16

Re: 28.4.2000 FF2 (Erlangen) Tiefgaragen-Mord

in Filmfälle 15.11.2011 17:59
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
in der Tat eine interessante Wendung in diesem Mordfall. Anzumerken ist jedoch, dass auch im ersten Prozeß die DNA Spuren am Tatort nicht dem Angeklagten nachgewiesen werden konnten.

Sollte dem Angeklagte der Mordvorwurf nicht nachgewiesen werden, kommt er im Januar 2012 frei, obwohl als als untherapierter Sexualstraftäter eingestuft wird. Die JVA Bayreuth hatte dem Landschaftsgärtner keine entsprechende Therapie angeboten.

Bis Anfang Dezember ist der Prozeß unterbrochen.


http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=983&showNews=1067868
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#17

Re: 28.4.2000 FF2 (Erlangen) Tiefgaragen-Mord

in Filmfälle 06.12.2011 17:59
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
das Verfahren um den Tiefgaragenmord von Erlangen ist jetzt endgültig ausgesetzt. Der Prozeß soll im Januar, wenn ein drittes DNA Gutachten vorliegt, neu aufgerollt werden. Zwei Gutachten liegen dem Gericht bereits vor, sie weisen jedoch nicht auf den Angeklagten als Täter hin.

http://www.nordbayern.de/region/erlangen/tiefgaragenmord-verfahren-wird-neu-aufgerollt-1.1699661
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#18

Re: 28.4.2000 FF2 (Erlangen) Tiefgaragen-Mord

in Filmfälle 02.02.2012 02:26
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Seit Ende Januar ist der Angeklagte im Fall Susanne M. wieder auf freien Fuß, da er die Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauch verbüßt hat.

Wie und wann der Prozeß weitergeht, steht noch nicht fest. Die Kripo überprüft gerade, ob die am Tatort gefundenen DNA Spuren von sogenannten "Tatortberechtigten" Personen, wie Sanitäter oder Kripobeamte, verursacht wurden. Das kann bis April dauern.

http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nz-regionews/tiefgaragenmord-gehoren-tatort-spuren-zu-sanitatern-1.1807212
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#19

Re: 28.4.2000 FF2 (Erlangen) Tiefgaragen-Mord

in Filmfälle 29.05.2012 18:42
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
der Prozeß im Tiefgaragenmord von Erlangen wird fortgesetzt. Das Verfahren wurde längere Zeit ausgesetzt, nachdem neues DNA-Material an einem Ohrring und T-Shirt des Opfers gefunden worden war.

Das neue DNA Material stammt nicht vom Angeklagten, ein Abgleich mit der Gen-Datei bei BKA in Wiesbaden führte zu keinem Treffer. Ein anderer Täter konnte somit auch nicht überführt werden.

Obwohl vieles für die Unschuld des Angeklagten spricht, hat das Gericht weitere acht Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil soll Mitte Juni fallen.



http://www.welt.de/newsticker/news3/article106387970/Neue-DNA-im-Tiefgaragenmordprozess-fuehrt-nicht-zu-neuem-Taeter.html
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#20

Re: 28.4.2000 FF2 (Erlangen) Tiefgaragen-Mord

in Filmfälle 13.06.2012 21:22
von Ludwig • 538 Beiträge
Sogar die Staatsanwaltschaft hat Freispruch gefordert.
Quelle: Videotext des Bayerischen Rundfunks

M.E. dürfte dieser Fall nicht mehr geklärt werden, es sei denn, dieselbe DNA taucht nochmals in einem Fall auf.
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#21

Re: 28.4.2000 FF2 (Erlangen) Tiefgaragen-Mord

in Filmfälle 14.06.2012 13:18
von Ludwig • 538 Beiträge
Hallo zusammen,

der Bayerische Rundfunk vermeldete es in den Nachrichten:
Wie erwartet wurde der Angeklagte freigesprochen!

Näheres folgt, sofern bekannt; vermutlich wird auch Bernhard die Artikel der lokalen Presse verlinken...
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#22

Re: 28.4.2000 FF2 (Erlangen) Tiefgaragen-Mord

in Filmfälle 14.06.2012 14:59
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Artikel zum Urteil des Oberbayerisches Volksblatt‎:

http://www.ovb-online.de/nachrichten/bayern-lby/erlanger-tiefgaragen-mordfreispruch-dritten-2353827.html

Tiefgaragen-Mord: Freispruch zum Dritten

Nürnberg - Bereits zum dritten Mal ist ein 47-Jähriger von einem Mord-Vorwurf freigesprochen worden. Der Tiefgaragen-Mord von Erlangen ist damit auch nach 13 Jahren ungeklärt.

„Nach dem Grundsatz: in dubio pro reo (im Zweifel für den Angeklagten)“, sagte Richter Stephan Popp in seiner Urteilsbegründung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. „Es gibt zwei, drei Indizien, die aber eine Verurteilung wegen Mordes nicht rechtfertigen.“ Auf der anderen Seite gebe es viele Aspekte, die den Angeklagten Peter S. entlasteten, führte Popp aus. Die meisten offenen Fragen seien jedoch weiterhin ungeklärt. Es war bereits die dritte Auflage des aufwendigen Indizienprozesses.

Das Urteil war keine Überraschung mehr, nachdem am Vortag auch die Staatsanwaltschaft aus Mangel an Beweisen Freispruch gefordert hatte. Die Anklagebehörde war ursprünglich davon ausgegangen, dass der Landschaftsgärtner die Patentante seiner Tochter mit mehreren Messerstichen umgebracht hatte, um den sexuellen Missbrauch seiner Tochter zu vertuschen. Das Mädchen hatte sich am Tattag mit der 27-Jährigen treffen wollen - möglicherweise, um sich ihr anzuvertrauen.

Anfang 2010 wurde Peter S. jedoch in einem ersten Prozess vom Mordvorwurf freigesprochen, aber wegen des Missbrauchs seiner Tochter zu vier Jahren Haft verurteilt. Daraufhin legten alle Prozessbeteiligten Revision ein, der Bundesgerichtshof verwies den Fall zurück nach Nürnberg. Der zweite Prozess platzte im Herbst 2011 nach wenigen Tagen, als bekannt wurde, dass der Staatsanwaltschaft neue, der Verteidigung unbekannte Beweise vorlagen.

In seiner gut eineinhalbstündigen Urteilsbegründung ging der Richter ausführlich auf die vorliegenden Indizien ein, darunter DNA-Spuren unter den Nägeln, auf der Kleidung und dem Schmuck des Opfers. „Kein einziger Hinweis auf den Angeklagten“, resümierte Popp. Auch die Reifenspuren am Tatort gehörten nicht zum Auto des 47-Jährigen. „Wir haben nichts.“ Der zuständige Staatsanwalt kündigte deshalb an, keine weiteren Rechtsmittel einzulegen. Die Anwältin der Nebenklage, die die Eltern und die Tochter des Opfers vertritt, behielt sich diese Möglichkeit vor.
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