#1

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 29.12.2011 17:29
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Festnahmen im Augsburger Polizistenmord!

Zwei Männer wurden heute mittag in Augsburg und Friedberg festgenommen.

Polizistenmord von Augsburg

Zwei Verdächtige festgenommen

29.12.2011 · Zwei Männer, die nach einer Verfolgungsjagd einen Polizisten erschossen haben sollen, wurden nach zweimonatiger Fahndung in Augsburg festgenommen. Es soll sich um Täter aus dem Kriminellen-Milieu handeln, die schon länger im Visier der Ermittler gewesen waren.

In Zusammenhang mit dem Polizistenmord von Augsburg im Oktober sind zwei Tatverdächtige gefasst worden. Zwei Monate nach der Bluttat an dem 41 Jahre alten Beamten nahm die Polizei in Augsburg und Friedberg zwei Männer fest. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll es sich um bekannte Personen aus dem Augsburger Kriminellen-Milieu handeln. Ein Zusammenhang zur sogenannten Russenmafia oder der Neonazi-Szene sei derzeit allerdings nicht erkennbar. Die Verdächtigen seien von der Aktion, die „gegen Mittag“ stattfand, „vollkommen überrascht“ gewesen und hätten keinen Widerstand geleistet, erklärte die Kriminalpolizei.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Festnahmen begrüßt. „Die hohe Leistungsbereitschaft, die Geduld und die Hartnäckigkeit der Ermittler zahlen sich aus“, sagte der CSU-Politiker in München. Schwerverbrecher dürften in Bayern keine Chance haben, betonte er und dankte der Sonderkommission für ihren „selbstlosen Einsatz“.

In der Nacht zum 28. Oktober hatte der später getötete 41-jährige Polizist im Augsburger Siebentischwald versucht, zwei Männer auf einem Motorrad zu kontrollieren. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd mit einer Schießerei wurde der Beamte tödlich getroffen. Seine Kollegin erlitt leichte Verletzungen durch einen Streifschuss. Zuletzt war eine Belohnung von 100.000 Euro für Hinweise zur Klärung des Polizistenmordes ausgesetzt worden.

Wie die Münchner „Abendzeitung“ vorab berichtete, sollen die Männer bereits seit längerem im Visier der Ermittler gewesen sein. Sie wurden dem Bericht zufolge bereits vernommen und sollen am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtete, wurden die Männer zur selben Zeit von Sondereinsatzkommandos überwältigt. Die Polizei wollte sich zunächst nicht zur Identität der mutmaßlichen Täter äußern.

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/polizistenmord-von-augsburg-zwei-verdaechtige-festgenommen-11584326.html
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#2

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 19.08.2012 14:33
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
bd-vogel>SF 1/aktuell (Kripo Augsburg) Mordfall Mathias Vieth
bd-vogel>(Polizistenmord nach Verfolgungsjagd in Augsburg)

bd-vogel>Im Studio: KHK Helmut Sporer, Kripo Augsburg

im Augsburger Polizistenmord hat die Staatsanwaltschaft Augsburg jetzt Anklage gegen die zwei mutmaßlichen Tätern erhoben. Die Anklageschrift umfasst neben den Mord an den Polizisten Mathias V. und Mordversuch an einer weiteren Polizistin auch vier Raubüberfälle in Augsburg im Zeitraum zwischen 2002 und 2011. Der Prozeß wird wahrscheinlich im Winter eröffnet. Interessant könnte eine DNA- Spur am Tatort sein, die weder den Tätern noch den Opfern zugeordnet werden kann.

Augsburger Allgemeine 18. August 2012

Augsburger Polizistenmord
Anklage! Hunderte Seiten voller Indizien

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat jetzt Anklage gegen die mutmaßlichen Polizistenmörder Rudi R. und Raimund M. erhoben.


Nach mehr als einem Dreivierteljahr Ermittlungsarbeit hat die Augsburger Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen die mutmaßlichen Polizistenmörder Rudi R., 56, und Raimund M., 58, erhoben. Nach Informationen unserer Zeitung umfasst die umfangreiche Anklageschrift neben dem Mord an dem 41-jährigen Polizisten Mathias Vieth im vergangenen Oktober auch vier Raubüberfälle in Augsburg.

Die Akten zu dem Fall, die mittlerweile von der Staatsanwaltschaft ans Landgericht übergeben wurden, beinhalten hunderte von Seiten. Die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, dass die beiden Brüder den Mord gemeinschaftlich begangen haben. Ihnen wird zur Last gelegt, nach einer missglückten Flucht auf dem Motorrad in einem Augsburger Waldstück im vergangenen Oktober auf den Polizisten und seine Streifenpartnerin geschossen zu haben. Im Kugelhagel starb Vieth, seine Kollegin wurde verletzt.

Auf dem Parkplatz sollte ein Überfall vorbereitet werden

Wie berichtet, waren Vieth und seiner Kollegin nachts auf einem Parkplatz am Naherholungsgebiet Kuhsee ein verdächtiges Motorrad und zwei Männer aufgefallen, die sie kontrollieren wollten. Daraufhin gab es eine halsbrecherische Verfolgungsjagd über einen Lechsteg, die schließlich im Wald endete.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden Männer sich auf dem Parkplatz trafen, um einen Überfall zu begehen. Um was genau es sich handeln sollte, ist unklar. Beide Männer schweigen seit der Festnahme. Die Staatsanwaltschaft ist zudem der Meinung, dass die Männer auch für vier Raubüberfälle zwischen 2002 und 2011 verantwortlich sein sollen. Bei Durchsuchungen fand sich etwa eine Pistole, die bei einem der Überfälle erbeutet worden sein soll. Wegen dieser Taten – zwei Überfälle auf eine Werttransportfirma in Augsburg, einer auf eine Sicherheitsfirma in Ingolstadt und einen Augsburger Supermarkt – werden sie sich verantworten müssen. Hinzu kommen schwere Verstöße gegen das Waffengesetz.

Bei Hausdurchsuchungen bei Verwandten der Männer, darunter der Tochter von Raimund M., fand die Polizei nämlich ein ganzes Waffenarsenal, darunter Kalaschnikows und Handgranaten. Auch auf Vieth war mit einer Kalaschnikow geschossen worden. Was die Tatwaffe betrifft, scheint aber keine absolute Sicherheit zu herrschen. Die Ermittler gehen offenbar davon aus, dass die Tatwaffen nach dem Mord umgebaut wurden. Ein Gutachten ist wohl zum Ergebnis gekommen, dass zumindest Teile der gefundenen Waffen bei den Schüssen auf die Polizisten mit im Spiel waren.

Von wem stammt die unbekannte DNA-Spur?

Eine wichtige Rolle dürften im Prozess auch DNA-Spuren spielen. Auf einer Tasche, die in einem Waffenlager gefunden wurde, fanden sich Blutspuren des getöteten Polizisten. Auch von Raimund M. gibt es DNA-Spuren, die aus Sicht der Ermittler beweisen, dass er am Tatort war.

Nicht geklärt ist bisher aber offenbar die Herkunft einer weiteren DNA-Spur, die auf einem der Gegenstände im Wald gefunden wurde. Sie lässt sich weder den beiden Verdächtigen noch Personen aus deren Umfeld zuordnen. Die Verteidiger könnten im Prozess auf diese Weise die Täterschaft ihrer Mandanten in Frage stellen. Dass sich unbekannte DNA-Spuren am Tatort fanden, kann aber auch ganz einfach daran liegen, dass sie vorher auf den Gegenstand gerieten.

Eine untergeordnete Rolle spielen die angeblichen Entführungspläne der Männer, die sie in der Untersuchungshaft ausgebrütet haben sollen (wir berichteten). Wer das vermeintliche Opfer sein sollte, dazu schweigen die Behörden. Offenbar hatte ein Mithäftling der Justiz entsprechende Hinweise gegeben. Dieser Vorwurf erscheint in der Anklage nur am Rande . Die Männer wurden, als die angeblichen Pläne bekannt wurden, in Einzelhaft verlegt.

Wann der Prozess vor dem Augsburger Landgericht startet, ist ungewiss. Momentan prüft die Schwurgerichtskammer die Anklageschrift, bevor sie das Hauptverfahren eröffnet. In der Regel handelt es sich bei der Zulassung um eine Formalie. Bis der Prozess startet, könnte es aber Winter werden. Die Prozessdauer ist ungewiss, zumal es kein Geständnis geben dürfte. Alle Gutachten, Zeugenaussagen und Indizien in die Verhandlung einzubringen, wird Monate dauern.

Auch Sicherungsverwahrung ist möglich

Den Männern könnte im Falle einer Verurteilung zusätzlich zur Haft sogar eine Sicherungsverwahrung drohen. Denn Rudi R. hat 1975, um einen vorherigen Überfall zu vertuschen, in Augsburg einen Polizisten ermordet. Und sollten beide Männer auch noch wegen der Raubserie verurteilt werden, bei der die Opfer teils verletzt und und mit Schlagstöcken traktiert wurden, wäre damit die Voraussetzung für eine Sicherungsverwahrung ebenfalls erfüllt.
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#3

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 15.02.2013 14:26
von TheWhite1961 • 1.160 Beiträge
Unter starken Sicherheitsvorkehrungen startet nächste Woche der sicher spektakuläre Prozess.

http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Selbst-gebastelte-Messer-in-Zelle-Prozess-wird-strengstens-bewacht-id24077231.html



bd-vogel>>SF 1/aktuell (Kripo Augsburg) Mordfall Mathias Vieth
bd-vogel>>(Polizistenmord nach Verfolgungsjagd in Augsburg)

bd-vogel>>Im Studio: KHK Helmut Sporer, Kripo Augsburg

bastian2410>im Augsburger Polizistenmord hat die Staatsanwaltschaft Augsburg jetzt Anklage gegen die zwei mutmaßlichen Tätern erhoben. Die Anklageschrift umfasst neben den Mord an den Polizisten Mathias V. und Mordversuch an einer weiteren Polizistin auch vier Raubüberfälle in Augsburg im Zeitraum zwischen 2002 und 2011. Der Prozeß wird wahrscheinlich im Winter eröffnet. Interessant könnte eine DNA- Spur am Tatort sein, die weder den Tätern noch den Opfern zugeordnet werden kann.

bastian2410>Augsburger Allgemeine 18. August 2012

bastian2410>Augsburger Polizistenmord
bastian2410>Anklage! Hunderte Seiten voller Indizien

bastian2410>Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat jetzt Anklage gegen die mutmaßlichen Polizistenmörder Rudi R. und Raimund M. erhoben.


bastian2410>Nach mehr als einem Dreivierteljahr Ermittlungsarbeit hat die Augsburger Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen die mutmaßlichen Polizistenmörder Rudi R., 56, und Raimund M., 58, erhoben. Nach Informationen unserer Zeitung umfasst die umfangreiche Anklageschrift neben dem Mord an dem 41-jährigen Polizisten Mathias Vieth im vergangenen Oktober auch vier Raubüberfälle in Augsburg.

bastian2410>Die Akten zu dem Fall, die mittlerweile von der Staatsanwaltschaft ans Landgericht übergeben wurden, beinhalten hunderte von Seiten. Die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, dass die beiden Brüder den Mord gemeinschaftlich begangen haben. Ihnen wird zur Last gelegt, nach einer missglückten Flucht auf dem Motorrad in einem Augsburger Waldstück im vergangenen Oktober auf den Polizisten und seine Streifenpartnerin geschossen zu haben. Im Kugelhagel starb Vieth, seine Kollegin wurde verletzt.

bastian2410>Auf dem Parkplatz sollte ein Überfall vorbereitet werden

bastian2410>Wie berichtet, waren Vieth und seiner Kollegin nachts auf einem Parkplatz am Naherholungsgebiet Kuhsee ein verdächtiges Motorrad und zwei Männer aufgefallen, die sie kontrollieren wollten. Daraufhin gab es eine halsbrecherische Verfolgungsjagd über einen Lechsteg, die schließlich im Wald endete.

bastian2410>Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden Männer sich auf dem Parkplatz trafen, um einen Überfall zu begehen. Um was genau es sich handeln sollte, ist unklar. Beide Männer schweigen seit der Festnahme. Die Staatsanwaltschaft ist zudem der Meinung, dass die Männer auch für vier Raubüberfälle zwischen 2002 und 2011 verantwortlich sein sollen. Bei Durchsuchungen fand sich etwa eine Pistole, die bei einem der Überfälle erbeutet worden sein soll. Wegen dieser Taten – zwei Überfälle auf eine Werttransportfirma in Augsburg, einer auf eine Sicherheitsfirma in Ingolstadt und einen Augsburger Supermarkt – werden sie sich verantworten müssen. Hinzu kommen schwere Verstöße gegen das Waffengesetz.

bastian2410>Bei Hausdurchsuchungen bei Verwandten der Männer, darunter der Tochter von Raimund M., fand die Polizei nämlich ein ganzes Waffenarsenal, darunter Kalaschnikows und Handgranaten. Auch auf Vieth war mit einer Kalaschnikow geschossen worden. Was die Tatwaffe betrifft, scheint aber keine absolute Sicherheit zu herrschen. Die Ermittler gehen offenbar davon aus, dass die Tatwaffen nach dem Mord umgebaut wurden. Ein Gutachten ist wohl zum Ergebnis gekommen, dass zumindest Teile der gefundenen Waffen bei den Schüssen auf die Polizisten mit im Spiel waren.

bastian2410>Von wem stammt die unbekannte DNA-Spur?

bastian2410>Eine wichtige Rolle dürften im Prozess auch DNA-Spuren spielen. Auf einer Tasche, die in einem Waffenlager gefunden wurde, fanden sich Blutspuren des getöteten Polizisten. Auch von Raimund M. gibt es DNA-Spuren, die aus Sicht der Ermittler beweisen, dass er am Tatort war.

bastian2410>Nicht geklärt ist bisher aber offenbar die Herkunft einer weiteren DNA-Spur, die auf einem der Gegenstände im Wald gefunden wurde. Sie lässt sich weder den beiden Verdächtigen noch Personen aus deren Umfeld zuordnen. Die Verteidiger könnten im Prozess auf diese Weise die Täterschaft ihrer Mandanten in Frage stellen. Dass sich unbekannte DNA-Spuren am Tatort fanden, kann aber auch ganz einfach daran liegen, dass sie vorher auf den Gegenstand gerieten.

bastian2410>Eine untergeordnete Rolle spielen die angeblichen Entführungspläne der Männer, die sie in der Untersuchungshaft ausgebrütet haben sollen (wir berichteten). Wer das vermeintliche Opfer sein sollte, dazu schweigen die Behörden. Offenbar hatte ein Mithäftling der Justiz entsprechende Hinweise gegeben. Dieser Vorwurf erscheint in der Anklage nur am Rande . Die Männer wurden, als die angeblichen Pläne bekannt wurden, in Einzelhaft verlegt.

bastian2410>Wann der Prozess vor dem Augsburger Landgericht startet, ist ungewiss. Momentan prüft die Schwurgerichtskammer die Anklageschrift, bevor sie das Hauptverfahren eröffnet. In der Regel handelt es sich bei der Zulassung um eine Formalie. Bis der Prozess startet, könnte es aber Winter werden. Die Prozessdauer ist ungewiss, zumal es kein Geständnis geben dürfte. Alle Gutachten, Zeugenaussagen und Indizien in die Verhandlung einzubringen, wird Monate dauern.

bastian2410>Auch Sicherungsverwahrung ist möglich
bastian2410>

bastian2410>Den Männern könnte im Falle einer Verurteilung zusätzlich zur Haft sogar eine Sicherungsverwahrung drohen. Denn Rudi R. hat 1975, um einen vorherigen Überfall zu vertuschen, in Augsburg einen Polizisten ermordet. Und sollten beide Männer auch noch wegen der Raubserie verurteilt werden, bei der die Opfer teils verletzt und und mit Schlagstöcken traktiert wurden, wäre damit die Voraussetzung für eine Sicherungsverwahrung ebenfalls erfüllt.
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#4

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 28.10.2013 22:11
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Der Prozess gegen die mutmaßlichen Polizistenmörder von Augsburg (FF1) steht so ziemlich auf der Kippe:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/polizistenmord-in-augsburg-jva-straubing-wehrt-sich-a-930462.html

Aufgrund von Wechselwirkungen zwischen Angeklagten, Verteidigung und Justiz könnte es von der vorübergehenden Einstellung zur endgültigen Einstellung des Verfahrens kommen. Auch wenn ich als überzeugter fdGO´ler eine "Rübe-Ab"-Justiz kategorisch ablehne, wird mein Rechtsempfinden schon ziemlich strapaziert. Der Gedanke, daß nach einer Verfahrenseinstellung und einer vielleicht sechsmonatigen Schamfrist die plötzliche Genesung der Verdächtigen einsetzt und diese die Witwe mit den Kindern "besuchen" können.... Das ist für meinen kleinen Geist nur schwer fassbar!

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#5

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 14.11.2013 07:00
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Die Verhandlungsunfähigkeit ist vorhanden, die kommende Haftunfähigkeit wird befürchtet:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/augsburger-polizistenmord-krank-durch-einzelhaft-1.1818013

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#6

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 17.11.2013 09:01
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Es ist soweit: Am 19. November fällt die Entscheidung, ob das Verfahren gegen den mutmaßlichen Haupttäter eingestellt wird.

Süddeutsche Zeitung vom 15.11.2013: Augsburger Polizistenmord - Zu krank für den Prozess

Zitat: "Als Mitgrund für den schlechten Gesundheitszustand hat selbst der Gerichtsgutachter Ralph-Michael S. die nachlässige Behandlung in den Justizvollzugsanstalten Straubing und München-Stadelheim genannt."

Der Artikel der SZ ist für mich ein wenig verstörend. Der Anwalt der Witwe sieht jedenfalls in dem Fall eine politische Dimension.

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#7

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 19.11.2013 21:32
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Es hat sich ja abgezeichnet: Nach mehr als neun Wochen Unterbrechung wurde das Verfahren gegen einen der Angeklagten nun heute ausgesetzt.

Süddeutsche Zeitung vom 19.11.2013: Augsburger Polizistenmord - Parkinson verhindert Urteil

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#8

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 05.12.2013 06:41
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Die Witwe des Opfers hat nun ihr Schweigen gebrochen und äußert ihr (von mir geteiltes) Unverständnis darüber, daß der mutmaßliche Mörder Ihres Mannes möglicherweise straffrei davon kommt: "Mein Mann hat dem Staat treu gedient. Warum ist dieser Staat, diese Justiz jetzt nicht in der Lage, die Mörder meines Mannes zu verurteilen?"

Süddeutsche Zeitung vom 04.12.2013: Augsburger Polizistenmord - Witwe bricht Schweigen

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#9

09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 20.12.2013 07:18
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Und nun der nächste Hammer: Der Gerichtsgutachter hat Zweifel daran, daß der erkrankte Beschuldigte überhaupt in der bisher unterstellten Weise an der Tat beteiligt gewesen sein kann. "Der Sachverständige Ralph-Michael S., Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, erklärte am Donnerstag, nach den ärztlichen Aufzeichnungen, die über Raimund M. vorlägen, sei auszuschließen, dass dieser im Oktober 2011 in der von einer Zeugin beschriebenen Weise ein Motorrad gefahren oder auch nur als Sozius mitgefahren sei."

Süddeutsche Zeitung vom 19.12.2013: Augsburger Polizistenmord - Gutachter zweifelt an Täterschaft von Raimund M.

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#10

RE: 09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 12.02.2014 21:44
von Ede-Fan • 591 Beiträge

In dem Prozess gegen den verbliebenen Angeklagten fordert der Staatsanwalt nun lebenslange Haft, sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.
Der ältere Bruder des Angeklagten, der bereits 1976 als Polizistenmörder verurteilt wurde, befindet sich zur Zeit in einer psychiatrischen Anstalt zur Beobachtung. Der Staatsanwalt und die Vertreter der Nebenkläger hegen den Verdacht, dass er die Krankheitssymptome vortäuscht, um einer Verurteilung zu entgehen.

Süddeutsche Zeitung vom 12.02.2014: Polizistenmord von Augsburg - Staatsanwalt fordert lebenslange Haft

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#11

RE: 09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 27.02.2014 12:23
von Ludwig • 547 Beiträge

Hallo zusammen!

Eben in den Radiomeldungen (sowie Videotext B3):
Lebenslange Haft und anschließende Sicherungsverwahrung für den verbliebenen Angeklagten!
Aus der Urteilsbegründung: ... sein Lebensentwurf sei der eines Berufskriminellen gewesen...

Hier sind die Presseberichte dazu:

http://www.augsburger-allgemeine.de/augs...id28988977.html

http://www.augsburger-allgemeine.de/baye...id28970667.html


Viele Grüße
Ludwig


Hier hält aber auch der Bus zur Siedlung Muckensturm, den Anja benutzt, wenn sie bei Dunkelheit allein nach Hause kommt.
(Sendung vom 15.01.1988, Filmfall 1, Mord an Anja A.)
Ihr Interesse gilt, so wie das von Tausenden Gleichaltriger, heißer Musik und effektvoll ausgeleuchteten Discotheken.
(Sendung vom 06.04.1979, Filmfall 1, Sexualmord an Christiane "Kiki" M.)

zuletzt bearbeitet 27.02.2014 17:25 | nach oben springen

#12

RE: 09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 13.06.2014 20:59
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Neuigkeiten im Verfahren gegen den Bruder des bereits wegen des Polizistenmordes Verurteilten:

"Um Raimund M. trotz der vorliegenden Diagnose der Verhandlungsunfähigkeit wieder auf die Anklagebank zu bringen, hatte das Landgericht Augsburg eine Unterbringung des Beschuldigten in der Haarer Klinik angeordnet. Weil M. Gespräche mit anderen Gutachtern ablehnte, sollte er in Haar vier bis sechs Wochen lang beobachtet werden, um ein zweites Gutachten erstellen zu können. Dieser Beschluss wurde vom Münchner Oberlandesgericht bestätigt, daraufhin wurde M. von der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim nach Haar gebracht. Ende Mai wurde er nach nur einer Woche überraschend früh wieder zurück nach Stadelheim verlegt.

Jetzt liegt das Gutachten vor. Es widerspricht dem ursprünglichen Sachverständigen deutlich - und wirft diesem zumindest indirekt methodische Fehler vor. Letztlich kommt es zum Schluss, dass M. trotz Parkinson-Diagnose verhandlungsfähig ist. M. sei durch seine Krankheit und sein Alter zwar leicht beeinträchtigt, doch einem Prozess mit verkürzten Verhandlungszeiten stehe nichts im Wege."


Man darf gespannt sein.

sueddeutsche.de vom 13.06.2014: Prozess wird neu aufgerollt - Polizistenmörder ist verhandlungsfähig

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#13

RE: 09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 01.09.2014 08:28
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Der Prozeß muß völlig von vorne aufgerollt werden. Am 22.09.2014 soll es losgehen. Nur irgendwie hat der nun doch verhandlungsfähige Angeklagte kein wirkliches Interesse, sich den Richtern zu stellen, die bereits seinen Bruder verurteilten.

sueddeutsche.de vom 31.08.2014: Polizistenmordprozess - Angeklagter lehnt Richter wegen Befangenheit ab

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#14

RE: 09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 23.09.2014 07:26
von Ede-Fan • 591 Beiträge

Frei nach Wilhelm Busch: "Zehn Monate war er krank. Jetzt prozessiert man wieder. Gott sei Dank."

"Zehn Monate lang galt der Angeklagte als zu krank für den Prozess. Jetzt steht der mutmaßliche Polizistenmörder Raimund M. wieder vor Gericht. Eine Frage, die beschäftigt: Ist er wirklich schwer krank - oder ein talentierter Schauspieler?"

sueddeutsche.de vom 22.09.2014: Augsburger Polizistenmord - Der Angeklagte zittert und schweigt

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#15

RE: 09.11.2011 SF 1 (Augsburg) Polizistenmord

in Studiofälle 06.03.2015 12:29
von Ludwig • 547 Beiträge

Hallo zusammen!

Gestern wurde das Urteil gegen den zweiten Täter gesprochen: auch für ihn 15 Richtige + Zusatzzahl (das wird Thomas aber freuen!).
Quelle:http://www.augsburger-allgemeine.de/baye...id33273862.html.

Viele Grüße
Ludwig


Hier hält aber auch der Bus zur Siedlung Muckensturm, den Anja benutzt, wenn sie bei Dunkelheit allein nach Hause kommt.
(Sendung vom 15.01.1988, Filmfall 1, Mord an Anja A.)
Ihr Interesse gilt, so wie das von Tausenden Gleichaltriger, heißer Musik und effektvoll ausgeleuchteten Discotheken.
(Sendung vom 06.04.1979, Filmfall 1, Sexualmord an Christiane "Kiki" M.)
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