#16

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 10:40
von hansefix • 36 Beiträge
Zu dem Thema " Vertrauenstelefon " wäre vielleicht mal eine grundsätzliche Regelung angebracht.
Dazu sollte man es nicht dabei belassen, einem Zeugen zu versprechen, dem Mörder nicht zu sagen, wer ihn verpfiffen hat. Das kann sich dieser vermutlich selbst ausrechnen. Das dürfte auch bei Verdachtsmomenten nicht oft nicht anders sein. Es hatte also im Falles des Lolita-Verschwindens von Vorteil sein können, wenn man erklärt hätte, wie der Zeugenschutz direkt abläuft. Ob man versucht durch die Mithilfe des Zeugen für den Mörder den Eindruck zu erwecken, seine Tat sei durch andere kriminalistische Methoden aufgeflogen.
Man kann von einem Menschen der z.B. als Helfer auf dem Hof des "tolleranten" Vaters gearbeitet hat, nicht voraussetzen, dass der sich eine Taktik ausdenkt, wie er sein belastendes Wissen nach 30 Jahren freigibt.
Auch zu erwähnen, dass ein bisher schweigender Zeuge trotzdem die Belohnung bekommt, könnte beflügeln.
Sowas sollte man grundsätzlich in allen Fällen zeugenfreundlicher regeln.
Das gilt auch für Aussagen, die ggf. vor Gericht gemacht werden müssen.

Das im FF Lolita nicht einmal erwähnt wurde, dass man den Vater etwas genauer durchleuchtet, finde ich höchst merkwürdig. Nun könnte man ja meinen, dass versteht sich von selbst. Aber anderseits hat man das schon zu oft gedacht. Vielleicht war die Geschichte ja auch von 1882 - das würde einiges erklären.


Beim FF mit dem Uhrmacher hätte ich die Vorgeschichte mit der Bau-Mafia und wie sich das auf die betreffende Familie weiterentwickelt hat interessanter gefunden, als den eigentlichen Filmfall selbst.

Bei den Essener Drogerieüberfallen hat die Herzlichkeit im Hause Schlecker sehr beeindruckt. Ich überlege jetzt entweder den selben Markt auch auszurauben oder mich da zu bewerben. Besser wohl Letzteres, denn wenn ich Geld brauche, wird mir mein netter Filialleiter sicher helfen.

Wo wurde nur der Fall des XY-Preises gedreht ? Serbien, Estland oder Albanien ? Wenn sich die Dreharbeiten als so schwierig erweisen oder die Bahn Dreharbeiten in Deutschland nicht genehmigt, sollte man es lieber ganz lassen.
Bin gespannt auf die Umsetzung des ICE-Falles in der September-Sendung.
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#17

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 13:43
von Entlauber • 71 Beiträge
Moin,

öhm, hat beim Vermisstenfall Lolita nie jemand darüber nachgedacht, dass hier möglicherweise die Leiche auf dem
Friedhof verbuddelt wurde, an dem der BMX-Junge den Schlüssel gefunden hat ?
Oder hab ich da gestern nicht richtig hingehört und -gesehen ?

Wo versteckt man eine Büroklammer ? Unter 1000 Büroklammern.
Würde hier ja auch funktionieren.
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#18

Re[2]: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 13:54
von Jiri Brei • 520 Beiträge
Entlauber>Moin,

Entlauber>öhm, hat beim Vermisstenfall Lolita nie jemand darüber nachgedacht, dass hier möglicherweise die Leiche auf dem
Entlauber>Friedhof verbuddelt wurde, an dem der BMX-Junge den Schlüssel gefunden hat ?
Entlauber>Oder hab ich da gestern nicht richtig hingehört und -gesehen ?

Entlauber>Wo versteckt man eine Büroklammer ? Unter 1000 Büroklammern.
Entlauber>Würde hier ja auch funktionieren.


Doch.
Ich.
Siehe oben:

Der Beweismittelfundort am Friedhof erinnert übrigens so ein bisschen an den Nogger-Fall und es wäre auch nicht das erste Mal, dass in einem Grab zwei Tote liegen...


Es wurde aber nichts dergleichen in der Sendung erwähnt, weswegen wohl einige Hobby-Columbos auf der vertraulichen Handynummer angerufen haben dürften...
Kann mir aber schon vorstellen, dass in diese Richtigung nicht ermittelt wurde. Zuerst war es ja nur ein Vermisstenfall. Und wer will dann nach 3-4 Wochen oder noch später auf Verdacht einige frisch bestatteten Leichen exhumieren? Aber in einem vorbereiteten Grab nochmal 30cm ausheben dürfte eine ziemlich sichere Beseitigungsmethode sein, bei Grabruhezeiten von bis zu 30 Jahren...

JB
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#19

Re[2]: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 14:38
von Punker • 333 Beiträge
Entlauber>Moin,

Entlauber>öhm, hat beim Vermisstenfall Lolita nie jemand darüber nachgedacht, dass hier möglicherweise die Leiche auf dem
Entlauber>Friedhof verbuddelt wurde, an dem der BMX-Junge den Schlüssel gefunden hat ?
Entlauber>Oder hab ich da gestern nicht richtig hingehört und -gesehen ?

Entlauber>Wo versteckt man eine Büroklammer ? Unter 1000 Büroklammern.
Entlauber>Würde hier ja auch funktionieren.

Da wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dran gedacht.
Die Ortschaften (zum Beispiel der Ort, wo das Opfer groß wurde hat 150 (!) Einwohner) sind klein und dementsprechend übersichtlich auch die Friedhöfe.
Bewegungen im Erdreich würden wohl sehr schnell bemerkt und eine künstliche Aushebung wären wohl mehr als auffällig

Nach Zeitungsberichten wurde noch 5 Jahre später Waldgebiete, die Grenzgebiete zwischen den Bundesländern mit Hubschraubern, Hunden usw. durchsucht.
Ohne Erfolg.


Nicht auszuschließen wäre die Variante, dass das Opfer mit einer anderen (natürlich gestorbenen) Leiche beerdigt wäre.

Dies erscheint mir aber doch etwas 'sehr' weit hergeholt

Denn dann müsste man die Zeitpunkte ja genau miteinander abgepasst haben.

Im Prinzip gibt es tausende Varianten...etwa dass die Leiche 'zwischengelagert' oder verbrannt oder sehr weit weg entsorgt wurde.

Eines ist aber klar: Es muss Mitwisser geben. Ein Täter alleine schafft dies kaum.

Der Schlüssel kann auch mit Absicht dort hingelegt worden sein, um die Polizei zu verwirren. Im Prinzip kann der Schlüssel auch an ganz anderer Stelle schon mal gefunden und von jemand anderen dann dort (da für ihn wertlos) einfach wieder hingeschmießen worden sein.

Fakt ist, dass das arme Mädel dem Schwiegervater und letzlich auch dem Freund ein Dorn im Auge war. Man wollte ihr ja auch ein 'Angebot' machen.
Und genau auf dem 1. Besuch zum Hof (zur entscheidenen Ausprache) verschwunden ist.
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#20

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 14:57
von hansefix • 36 Beiträge
Es wäre schon ein Riesenzufall, wenn der Bauer nicht der Mörder war.

Was mag in einen Menschen vorgehen, der sich monatelang in seinem Hass grämt, vermutlich jähzornig veranlagt, traditionell geizig ist, und für den Besitz und Wohlstand das Allerheiligste ist.
Und nun kommt ein Mädchen zu ihm nach Hause und sagt " ich will dein Geld nicht und du wirst durch mich zum Opa ".

Ganz logisch :
Lolita hat den Hof erreicht, wollte auf die "romantische" Abfindung verzichten und stattdessen die Liebe behalten.
Da hat Papa Bauer den Häcksler angeschmissen.
Der Sohn hat das ertragen, aber getrauert und hat sie dann symbolisch auf dem Friedhof begraben. Dabei hat er dann sichtbar das Schlüsselbund plaziert. Das hat jemand dann gefunden und sich kurz darauf gesagt, " was soll ich damit ?"

Alles Andere gibt einfach keinen Sinn.

Der Bauer kann ja auch kein Alibi haben - denn er war ja mit Lolita verabredet, und das bei sich zu Hause.
Sein charakterloser Sohn würde ihn eher decken, als der Frau zu helfen, die von ihm ein Kind erwartet und für ihn alles tun würde.

Wenn es in diesem pfälzischen Kaff einen Gasthof gibt, wird man spätestens morgen Abend zu später Stunde dort erfahren wer der Mörder ist - und genauso wird es dann auch gewesen sein.

Das größte Rätsel an dem Fall : Warum werden wir Zuschauer in die Irre geführt ?
Das Mindeste wäre ja gewesen, dass dem Zuschauer gesagt wird:
" So offensichtlich es auch ist, der Bauer ist unschuldig " .
Soweit wollte man auch nicht gehen. Beauftragt hat der Bauer auch niemanden - das hätte sonst mindestens ein paar Tage gedauert.

Lebt der Bauer wohl noch ?
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#21

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 16:28
von Gelöschtes Mitglied
avatar
Hallo!
Mein Fazit zur gestrigen Sendung: Wirklich klasse!!!
Ich hatte nicht das Bedürfnis umzuschalten.
So denn, einen schönen Gruß von schildi

PS: Besonders schockiert war ich über dem"Ölfilm-Fall"-ich nenne ihn mal so. Was hat nur diesen Täter zu so einer Tat getrieben??? Es ist für mich unbegreiflich!!!
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#22

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 16:29
von Egona • 7 Beiträge
Sehr interessante Sendung! Meine Lolitavermutung: Manch ein Bauer schlachtet doch selber.. den Rest darf sich nun ein jeder denken.
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#23

Re[2]: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 16:32
von schorsch • 162 Beiträge
Hallo Jiri Brei,
gibts irgendwo Näheres zu diesem angesprochenen ARD-Interview über ungeklärte Kriminalfälle, wo der Mörder von Carmen Kampa sich äusserte?
Gruss Schorsch
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#24

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 17:33
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Gut 400.000 Zuschauer weniger als beim letzten Mal vor drei Wochen. 4,57 Mio Menschen verfolgten die Sendung am Mittwoch abend. Den ARD- Spielfilm sahen 5,46 Millionen. Eigentlich ungewöhnlich, dass die anderen Sendungen (außer Fußball) gegen xy punkten können.

http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=51626&p3=
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#25

Re[2]: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 18:27
von Andelko • 129 Beiträge
bastian2410>Gut 400.000 Zuschauer weniger als beim letzten Mal vor drei Wochen. 4,57 Mio Menschen verfolgten die Sendung am Mittwoch abend. Den ARD- Spielfilm sahen 5,46 Millionen. Eigentlich ungewöhnlich, dass die anderen Sendungen (außer Fußball) gegen xy punkten können.

bastian2410>http://www.quotenmeter.de/cms/?p1=n&p2=51626&p3=


Aber in der Zielgruppe haben etwas mehr zugeschaut als beim letzten Mal ;)
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#26

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 19:18
von calux • 58 Beiträge
Ich glaube ich bin der einzige hier, der diese Sendung in der Gesamtheit eher schwach fand.

Herausragend im positiven Sinne war natürlich der Vermißtenfall Lolita - etwas arg rührselig, aber davon abgesehen sehr mysteriös und auch spannend umgesetzt. Und offensichtlich gibt es ja auch durchaus eine Chance, daß der Fall heute nach so vielen Jahren noch aufgeklärt wird. Tatsächlich denkbar, daß der verdächtige Bauer verstorben ist oder sich sonst irgendetwas Bahnbrechendes im Umfeld der Verschwundenen ereignet hat.

Soweit - so gut dieser eine Fall. Und der ganze Rest ?

1. Die Überfallserie in Kiel. Schon 100x so ähnlich gesehen, daß alte Leute bevorzugt Opfer von Räubern werden ist nun wahrlich nichts Neues. Chancen zur Aufklärung bestehen in diesem Fall wohl genauso viele oder wenige wie in vielen ähnlichen Fällen. Kurzum: Langweilig und belanglos.

2. Schuß auf den Uhrmacher: Ein x-beliebiger Raubüberfall auf ein Geschäft, etwas mysteriöser nur durch die frühere Verwendung der Waffe, wobei wahrscheinlich die beiden Fälle nichts miteinander zu tun haben. Belanglos, das hätte als Studiofall gereicht.

3. Drogerie-Überfälle: Hat man auch schon 100x so gesehen. Bemerkenswert vielleicht, daß 3x der gleiche Laden überfallen wurde - bei den offenbar schwachen Sicherheitsvorkehrungen ja auch kein Wunder. Filmische Umsetzung erneut belanglos, Aufklärungschancen nicht mehr oder weniger als bei anderen ähnlich gelagerten Fällen. Überflüssig.

4. Leihhaus in Berlin: Und schon wieder ein Raubüberfall. Viel überflüssige Vorgeschichte. Ansonsten genauso langweilig wie 2. und 3. Aufklärungschancen auch ähnlich.

5. Öllache: Da habe ich mich gefragt, warum man das nicht als FF umgesetzt hat. Das war schon als Studiofall spannender als (mit einer Ausnahme) die anderen Filmfälle, da hätte ein FF sich super gemacht. Stattdessen hektisches Zeigen auf der Landkarte, mit der nur ein wirklich Ortskundiger (der also auch die Kuhdörfer in der Regoion kennt) etwas anfangen kann. Chance vertan.

6. xy-Preis: Ich mag den xy-Preis nicht. Nicht, weil ich die Sache für schlecht halte sondern deshalb, weil er meiner Meinung nach nicht in diese Sendung gehört. Trotzdem war es diesmal gut dargestellt. Da ich selbst auch häufig Bahn fahre habe ich schon überlegt, wie ich mich wohl in einer solchen Situation verhalten hätte.


Fazit: Ein guter FF, ein guter SF (der als FF noch besser gewesen wäre), ein brauchbarer xy-Preis. Der Rest sehr schwach. Nein, das war keine herausragende Sendung. In der Gesamtheit unterdurchschnittlich bis schwach.
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#27

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 23:17
von Ludwig • 531 Beiträge
Hallo zusammen !
Meinen Kommentar habe ich auf heute verschoben - aus einem einfachen Grund: ich habe mir die Sendung bei ZDFneo in weiten Teilen nochmal angesehen, weil sie mir so gut gefallen hat ! Und das will bei einem eher kritischen Menschen wie mir etwas heißen.
Natürlich war die Sendung "überfall-lastig", aber die Fälle waren konzentriert und ohne überflüssige Gewaltexzesse präsentiert.
Bei der Überfallserie auf Senioren in Kiel war für mich ein generalpräventives Motiv zu erkennen, schließlich dürften Verbrechen an alten Menschen, so pervers das klingt, allein schon aus demographischen Gründen eine "Wachstumsbranche" sein.
FF 1 lebte natürlich von der wechselvollen Geschichte der Tatwaffe - ich wußte gar nicht, dass die italienische Bau-Mafia schon so illiquide ist, dass sie ihre benutzten Pistolen weiterverhökern muss...
Für mich mustergültig präsentiert war der Ölfilm-Studiofall, das kann man kaum besser machen.
Aber nun zum absoluten Höhepunkt aus meiner Sicht:
FF 2, der Fall der seit 29 Jahren vermissten Lolita Brieger, gehört für mich zu den anrührendsten und bewegendsten Fällen in der langen XY-Geschichte (an dieser Stelle ein lieber Gruß an Rickybaby ).
Das liegt zum einen sicherlich an ihrem ergreifenden Schicksal, aber für mich auch ganz entschieden an der filmischen Umsetzung der Geschichte: Auch wenn es für manche etwas schnulzig erscheint, ich fand die Liebesgeschichte wunderschön und voller Empathie für das spätere Opfer erzählt ( ein Sonderlob an die Darstellerin der Lolita, wer könnte diesem vielversprechenden Augenzwinkern schon widerstehen...). Die Geschichte also wurde mit viel Liebe zum Detail und jederzeit nachvollziehbar bis zu Lolitas Verschwinden entwickelt, wobei ich diese Landstraßenszene als allegorische Anspielung durchaus gelungen fand. Die Verdachtsmomente gegen den Großbauern wurden nicht direkt angesprochen, um keine Voreingenommenheit zu erzeugen, sondern eher indirekt durch die Charakterisierung seiner Person thematisiert - wohl selten in der XY-Geschichte ist jemand derart unvorteilhaft dargestellt worden. Und hier kommt für mich die eigentliche Stärke des Filmfalles zum Ausdruck: vom Besonderen zum Allgemeinen. Dieses Motto galt bei vielen großartigen Darstellungen in der Geschichte und bedeutete für mich, dass anhand des Einzelfalles immer auch bedenkliche sozial- und gesellschaftspolitische Phänomene beleuchtet wurden. Es soll niemand glauben, dieser geldgeile und herrschsüchtige Patriarch sei ein Einzelfall aus der thumben Provinz. So ein Verhalten ist heute durchaus noch üblich, und für viele Firmeninhaber und Gutsituierte sind die pekuniären Ausstattungen der potentiellen Schwiegersöhne oder -töchter immer noch von zentraler Bedeutung (kleiner soziologischer Exkurs: mittlerweile heiraten die Schichten ohnehin unter sich, und das ist in gesellschaftspolitischer Hinsicht höchst nachteilig!).
Was meine Theorie zur Tat anbetrifft: einen "handelsüblichen" Anhalter-/Sexualmord halte ich für unwahrscheinlich, sonst wäre vermutlich Lolitas Leiche schon längst gefunden worden. Mit anderen Worten: auch nach meinem Beitrag kann man die Anzahl der Haupttatverdächtigen am Daumen einer Hand abzählen.
Den Schlüsselfund sehe auch ich im Zusammenhang mit einer symbolischen Beerdigung, bei der eigentlichen spurlosen Beseitigung der Leiche kann ich mir auf einem derartigen Hof durchaus eine Reihe von Varianten vorstellen, die zu schildern ich mir aus Gründen des Takts verkneifen möchte. Für mich steht fest, dass Lolita auf den Hof gekommen ist, interessieren würde mich aber, ob sich diese Tat situationsbedingt spontan entwickelt hat oder ob sie nicht schon im Voraus geplant war.
Ach ja: vor vielen Jahren habe ich mal einen ähnlich dramatischen Fall - allerdings mit happy end, aber mit noch mehr dramatischen Wendungen - aus der Nähe mitverfolgen können, die Geschichte erzähl' ich Euch beim nächsten Forumstreffen...
Wie gesagt, dieser Fall hat mich zutiefst bewegt, ich werde ihn sicherlich noch oft ansehen, und wenn mir eine gute Fee die Lösung dreier ungeklärter XY-Fälle verspräche, dieser wäre darunter.
Und ich hoffe auch, dass die im Anschluß an den Beitrag präsentierte Aufklärung des Falles Carmen Kampa auch ein Menetekel für den Mörder von Lolita Brieger ist....

viele Grüße
Ludwig
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#28

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 25.08.2011 23:40
von LD-X 733 • 98 Beiträge
Ein Lob an die Außenrequisite. Sie hat für den Lolita-Fall extra ein in die Zeit passendes Auto besorgt: einen Fiat 132, gebaut von 1974 bis 1981.
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#29

Re[2]: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 26.08.2011 08:43
von Jiri Brei • 520 Beiträge
schorsch>Hallo Jiri Brei,
schorsch>gibts irgendwo Näheres zu diesem angesprochenen ARD-Interview über ungeklärte Kriminalfälle, wo der Mörder von Carmen Kampa sich äusserte?
schorsch>Gruss Schorsch

Wenn mich nicht alles täuscht, dann war das Interview im Rahmen dieser Sendung
http://www.nordmedia.de/content/foerderung/gefoerdert_von_nordmedia/sendetermine/subcontent/__justizirrtum___4__tod_am_bahndamm__/index.4430.html


bastian2410>Gut 400.000 Zuschauer weniger als beim letzten Mal vor drei Wochen. 4,57 Mio Menschen verfolgten die Sendung am Mittwoch abend. Den ARD- Spielfilm sahen 5,46 Millionen. Eigentlich ungewöhnlich, dass die anderen Sendungen (außer Fußball) gegen xy punkten können.

Die aktuelle Sendung erntet immer auch die Früchte der vorangegangenen, von daher wundert mich eine schwache Quote nicht.



L7>Ein Lob an die Außenrequisite. Sie hat für den Lolita-Fall extra ein in die Zeit passendes Auto besorgt: einen Fiat 132, gebaut von 1974 bis 1981.

Nicht nur das, auch die Fahrräder und Kleidung waren zeitgemäß (wobei der Sohn offenbar nur ein Poloshirt hatte), nur beim Mähdrescher aufm Hof bin ich mir nicht ganz sicher...

JB
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#30

Re: Sendung vom 24.8.2011

in XY-Hauptsendungen 26.08.2011 09:23
von Heimo • 1.277 Beiträge
Meine Meinung zur Sendung ist nicht ganz so euphorisch, das heißt aber nicht, dass ich die Sendung schlecht fand.

FF1: Die Umsetzung fand ich gut aber ausbaufähig. Hier wäre aus meiner Sicht eine stärkere Einbeziehung zur Baumafia empfehlenswert gewesen, um auch über diese Facette an die Täter heranzukommen.

FF2: Der Fall Lolita. Dieser Fall berührt und erzeugt rege Anteilnahme, wie die vielen Reaktionen hier zeigen (wobei ich einem User doch mal entgegnen wollte: "Si tacuisses, philosophus mansisses"). Mich störten an der filmischen Umsetzung die Sequenzen, die sehr an eine Verfilmung a la Rosamunde Pilcher erinnerten. Die Intention des Films war offensichtlich, ohne dass es konkret angesprochen wurde. Man hält die Familie des Freundes für verdächtig, mit dem Verschwinden etwas zu tun zu haben. Eine entsprechende Negierung eines Tatverdachts unterblieb in auffälliger Weise und die Familie des Freundes war nach dem Verschwinden in der filmischen Umsetzung außen vor. Dass vom Tod von Lolita vor allen Dingen die Familie des Freundes profitiert hätte, ist niemanden entgangen. Auch wurde klar, dass man vor allen Dingen an mögliche Mitwisser herankommen möchte, denn dass man an Zufallszeugen nach 29 Jahren noch kommen wird, gilt wohl als nahezu ausgeschlossen. Für mich war denn auch auffällig, dass im Studio kaum die Rede vom Vermisstsein war und ganz offen von Mord gesprochen wurde, ein Suizid wurde nicht mehr thematisiert.

Fall 3: Überfall auf das Pfandhaus
Für den Anlass gut und ansprechend umgesetzt. Allerdings wäre unter anderen Umständen eine Studiofahndung ausreichend gewesen.

Fall 4: Raub mit Todesfolge
Dieser Fall erinnerte mich mit der Garage an den Fall mit der Stimmbandentzündung aus den 70 er Jahren, als auch jemand seine Garage ansah. Allerdings war das nur ein momentaner Eindruck bei mir. Der Fall war gut umgesetzt, die Betroffenheit der Opfer angemessen gezeigt.

Fall 5: Überfall auf Drogeriemarkt
Es sind einige Signifikanzen herausgestellt, um diesen Fall auch in der Erinnerung von anderen Überfällen bei XY zu unterscheiden. Dass das betroffene Unternehmen namens Schlecker bekannt ist, für seinen nicht sehr fürsorglichen Umgang mit dem Personal, brauche ich hier nicht zu erwähnen. Vielleicht ist dieser Film eine Aufforderung an das Unternehmen in dieser Richtung ein bisschen zu arbeiten.

Am interessantesten war für mich die Umsetzung mit der Anschlagsserie mit den Ölflecken. Dieser Studiofall hätte mich in der Tat sehr interessiert, wenn er filmisch umgesetzt worden wäre. Allerdings reichte dafür die Zeit von der Tatbegehung bis zur Sendung nicht.

Das Highlight war für mich der Rückblick auf die Aufklärung des Falls Carmen K.
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