#1

Aktenzeichen XY und Versicherungen?

in Rund um XY 08.07.2012 12:01
von Oma Thürmann • 721 Beiträge
Habe ein Gerücht vernommen, dessen Wahrheitsgehalt ich nicht einschätzen kann: An der Finanzierung von Aktenzeichen sollen maßgeblich Versicherungen beteiligt sein, die entsprechend auch Einfluss auf die Auswahl der präsentierten Fälle nehmen. Neben der verlängerten Sendezeit und dem allgemeinen Rückgang der Tötungsdelikte könnte hier ein dritter Grund für die Zunahme des Raubüberfall-Anteils an den Filmfällen liegen: Die Wiederbeschaffung versicherter Beute. Vielleicht weiß ja jemand Konkreteres?
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#2

Re: Aktenzeichen XY und Versicherungen?

in Rund um XY 09.07.2012 00:27
von LD-X 733 • 99 Beiträge
Aber würden die Versicherungen dann nicht auch gerne namentlich erwähnt werden? "Aktenzeichen XY wird Ihnen präsentiert von ...". Früher hatte ABUS mal diese Rolle. Der XY-Preis wurde mal von HDI gesponsort, jetzt aber von Kaspersky Labs (laut Rudi).
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#3

Re: Aktenzeichen XY und Versicherungen?

in Rund um XY 09.07.2012 08:43
von Punker • 339 Beiträge
OT>Habe ein Gerücht vernommen, dessen Wahrheitsgehalt ich nicht einschätzen kann: An der Finanzierung von Aktenzeichen sollen maßgeblich Versicherungen beteiligt sein, die entsprechend auch Einfluss auf die Auswahl der präsentierten Fälle nehmen. Neben der verlängerten Sendezeit und dem allgemeinen Rückgang der Tötungsdelikte könnte hier ein dritter Grund für die Zunahme des Raubüberfall-Anteils an den Filmfällen liegen: Die Wiederbeschaffung versicherter Beute. Vielleicht weiß ja jemand Konkreteres?

Habe ich noch nie etwas von gehört und wäre indirekt ja auch ein Vorwurf, dass XY Fälle behandeln würde, dessen Aufklärung für bestimmte Interessengruppen mehr (aus ‚kapitalistischer Sicht‘) im Vordergrund stehen würden, als ein Mord auf der anderen Seite.
30%-50% der Morde (und anderer Delikte)aus den 60/70/80/90er Jahren würden heute nicht mehr ausgestrahlt, da sie schon aufgeklärt wären.
Der Grund : DNA.
Deshalb kann man die Ausgangslage der Zimmermann-Ära nicht mit der heutigen Zeit vergleichen , was den Status von Fällen angeht
(Was wiederum nicht auf die filmische Qualität und der Sendung als Ganzes Rückschlüsse geben sollte, darüber sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich denke mal, dass die überwältigende Anzahl der User die alte Zeit bevorzugt. Ich auch. Aber in letzter Zeit geht es deutlich nach oben.)

Als Beispiel die letzte Sendung: Ein brutaler Mord (Sammlerin) sowie ein Mord an einem Baby.
Macht bei 5 (Film-)Fällen 40% (der XY-Preis wäre eventuell auch in einem Mord geendet!).
Wie man da jetzt auf eine ‚Überfall-lastige Sendung‘ schließen kann, entschließt sich mir, ehrlich gesagt, nicht so ganz.
Welche Versicherung hätte an den oben genannten Fällen denn finanzielle Vorteile?

Es stimmt allerdings, dass im letzten Jahr relativ viele Raubüberfälle in XY behandelt wurden.

XY darf nie ein Wunschkonzert sein. Dass heute viele Mörder schneller gefasst werden, verdanken wir der Technik, den Medien, den präsenteren Kameras usw.

Noch was: Ich sehe (zum Glück) auch kaum noch Anhalterinnen. Heute haben halt viele 18Jährige nicht nur schon einen Führerschein, sondern schon ein eigenes Auto; früher doch wesentlich seltener. Die Zeiten haben sich verändert.

VG.
P.
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#4

Re: Aktenzeichen XY und Versicherungen?

in Rund um XY 09.07.2012 10:01
von Oma Thürmann • 721 Beiträge
Hallo Punker,

da habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt: Ich wollte keineswegs die letzte Sendung als "überfall-lastig" bezeichnen, es ging mir vielmehr um die Gesamtentwicklung: Seit 2008 ist die Zahl der behandelten Raubüberfälle in jedem Jahr höher gewesen als die der Tötungsdelikte und Vermisstenfälle, in diesem Jahr ist das Verhältnis bislang 23:9. Dafür wird es mehrere Gründe geben (du nanntest die besseren Ermittlungsmethoden und geänderte Reisegewohnheiten, ich den generellen Rückgang der Tötungsdelikte und die verlängerte Sendezeit). Eine Wertung dieser Entwicklung wollte ich dabei gar nicht vornehmen, ich wollte sie nur konstatieren, und zwar vor dem Hintergrund dieses Gerüchts, über dessen Einordnung ich mir nach wie vor nicht im Klaren bin. Das sollte nicht der Start einer "Früher-war-alles-besser"-Diskussion werden ;-), zumal man da auch nicht blauäugig sein darf: Kommerzielle Interessen haben immer eine Rolle gespielt, man denke an die Zweitverwertung der Fälle in Illustrierten. Eduard Zimmermann war selbstverständlich auch ein cleverer Geschäftsmann.
LG
Oma

PS und ein bisschen offtopic: Josef Wilfling führt in seinem neuen Buch "Unheil" den Rückgang der Morde an Prostituierten völlig unverblümt auch auf den Abzug der amerikanischen Truppen zurück... (leider unbelegt).
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