#1

27.09.1996 FF2 (Pforzheim) Mordfall Manuela Rieger

in Filmfälle 31.01.2010 20:40
von plymouth • 3 Beiträge
Hallo zusammen

Dieser Mordfall wird als ungeklärt bei xy Wiki geführt.
Da nirgends in einer Suchmaschine oder in Archiven bei Zeitungen etwas zu finden ist, möchte ich fragen ob jemand mehr weiss zu diesen Fall.
Mich wundert´s ein wenig, sonst werden immer bei Jugendlichen Statistiken darüber geführt, oder geschriebene Artikel, so das zumindest der ungeklärte Mordfall in Errinnerung bleibt.
Übrigends der Filmfall wird als "Ihr erstes Rendezvous" geführt.

Grüsse plymouth
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#2

Re: 27.09.1996 FF2 (Pforzheim) Mordfall Manuela Rieger

in Filmfälle 19.06.2010 09:23
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Nach wie vor ungeklärt, hier ein Bericht aus der gestrigen Pforzheimer Zeitung:


Quälende Ungewissheit: Ungelöste Morde in Pforzheim

PFORZHEIM. Fast jeder Mord wird aufgeklärt. Theoretisch. Das ist für die kein Trost, die immer noch darauf warten, dass die Polizei den Mörder ihrer Liebsten findet. Wie im Fall Maria Bögerl – man kennt das auch in Pforzheim.

Von Olaf Lorch-Gerstenmaier

Ein Tonbandmitschnitt, DNA-Spuren, Hinweise aus der Bevölkerung, vielleicht andere Details, die aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nach außen dringen – auch wenn es taktische Pannen bei der Lösegeld-Übergabe gegeben haben sollte: Die Heidenheimer Polizei arbeitet mit Hochdruck daran, den Mörder der entführten und später tot aufgefunden Bankiersgattin Maria Bögerl zu finden. Noch gibt es eine Sonderkommission. Doch wie lange? In vielleicht gar nicht allzu langer Zeit wird die für diesen speziellen Fall zusammengewürfelte Einheit aufgelöst; die Akte landet im „normalen“ Morddezernat.

Keiner weiß das in Pforzheim besser als der „Jäger der flüchtigen Spuren“, wie die PZ den Ersten Kriminalhauptkommissar Hans Jäger in einer Dokumentation im Jahr 2003 über ungeklärte Morde in Pforzheim und dem Enzkreis nannte. Jäger ist Chef der Kriminalinspektion I und war bis zur Reorganisation der Polizei seit 1982 Chef des Morddezernats bei der Kripo.

Josip M., Turan R., Georg K., Manuela R. – die Namen kennt jeder erfahrene Kriminalbeamte in Pforzheim im Schlaf. Jedes Opfer steht für einen unaufgeklärten Mord. Oder Fjoula S. – ein vierjähriges Mädchen, das vermisst und skelettiert aufgefunden wurde: War es Mord? Das konnte nie geklärt werden. Oder Liane W., elf Jahre alt: Gefunden wurde von dem im September 1974 vermisst gemeldeten Kind aus Ellmendingen nur das Fahrrad, niemals seine Leiche.

Jäger sprach gegenüber der PZ in einem Interview 1999 über die Fälle aus der Region von der „schwersten Prüfung für Eltern überhaupt, am Grab ihrer Kinder zu stehen“ – aber noch schlimmer sei, „wenn noch nicht einmal ein Grab da ist oder ein Leichnam und man als Angehöriger auch nach Jahrzehnten noch Hoffnung hat“. Das sei „kein Zustand, mit dem man sich abfinden kann“. Daran halte er fest. Fälle außerhalb seines Zuständigkeitsbereiches mag er nicht kommentieren.

Die quälende Ungewissheit erleben auch die Eltern von Tanja G. in Trier. Fast genau drei Jahre ist es her, dass die damals 21-jährige Studentin nach einer Fete an der dortigen Fachhochschule spurlos verschwand. „Spiegel Online“ zitierte jüngst in einem Artikel über den damaligen, mittlerweile pensionierten Kommissariatsleiter Bernd Michels die Mutter der Studentin: „Es ist, als hätte sich die Erde aufgetan und Tanja einfach verschluckt.“

Was nützt es den Angehörigen, wenn sie aus der Statistik erfahren, dass knapp 98 Prozent aller Morde aufgeklärt werden – so viel wie bei keinem anderen Verbrechen? In den Schränken der Kripo lagern die Akten, die nie weggeworfen werden – zum einen deshalb, weil Mord nie verjährt. Und zum anderen, weil die kriminaltechnischen Untersuchungsmethoden immer besser werden. Bestes Beispiel: der „genetische Fingerabdruck“.

Wird es gelingen, den Mörder des kroatischen Arbeiters Josip M. – umgebracht im Juli 1981 in Pforzheim – zu finden? Oder den Täter, der den Huchenfelder Unternehmer Georg K. im Januar 1973 erschoss? Oder findet man eine Spur im Fall der 15-Jährigen Manuela R. aus Pfinz-weiler, die im Juli 1995 ermordet aufgefunden wurde? Jägers Trierer Kollege Bernd Michels macht seine Hoffnung an einem Fall fest, der zu dessen ersten gehörte: die Vergewaltigung einer Frau aus den frühen 80er-Jahren, an deren Folgen sie beinahe gestorben wäre. Das Verbrechen wurde aufgeklärt – 17 Jahre später.

18.06.10 - 23:09 Uhr | geändert: 18.06.10 - 23:21 Uhr

Quelle (mit Foto): http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Pforzheim/arid,201290_puid,1_pageid,17.html
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#3

RE: 27.09.1996 FF2 (Pforzheim) Mordfall Manuela Rieger

in Filmfälle 02.09.2014 20:03
von der_kommissar • 68 Beiträge

Die Pforzheimer Zeitung ging am 23.08.2014 nochmal auf einige ungeklärte Morde ein, u.a. dem an Manuela R.

Ungeklärte Verbrechen: Manchmal erfolgt Aufklärung nach Jahren

Ein neuer Massen-Gentest soll nach vier Jahren Licht in den Fall Bögerl bringen. Auch in der Region wurden manche Todesfälle nie aufgelöst. PZ-news zeigt die spektakulärsten ungelösten Verbrechen aus den vergangenen Jahrzehnten.

Als Anfang August die Polizei meldet, dass in Pforzheim eine 25-jährige Frau erstochen wurde, ist die Aufregung groß. Bekannt ist zu diesem Zeitpunkt nur, dass sie tot in ihrer Wohnung gefunden wurde. Erst am nächsten Tag wird die Polizei mitteilen, dass sie zu dem Zeitpunkt, als die Pressemeldung verschickt wurde, den 32 Jahre alten Verdächtigen bereits in seiner Wohnung abgeholt hatte. DNA-Spuren am Tatort hatten den polizeibekannten Mann überführt.

Doch nicht jedes Verbrechen kann so schnell aufgeklärt werden. Wie der Fall um die im Jahr 2010 bei Heidenheim getötete Bankiersgattin Maria Bögerl. In dieser Woche ist ein zweiter Massen-Gentest gestartet worden – mit der Hoffnung, nach vier Jahren doch noch heraus zu finden, was damals passiert ist. Maria Bögerl war aus ihrem Haus entführt worden, eine Geldübergabe scheiterte. Später wurde die Bankiersgattin tot in einem Waldstück aufgefunden.

Auch in der Region gibt es ungeklärte Verbrechen. PZ-news zeigt einige davon:

Turan R., erschossen 1969

Der 30 Jahre alte Turan R. wurde am Morgen des 23. Januar 1969 tot hinter dem Steuer seines Wagens gefunden. Zwei Pistolenschüsse aus kurzer Entfernung hatten dem Leben des türkischen Gastarbeiters auf der Strecke zwischen Pforzheim und Kieselbronn ein Ende gesetzt. Vermutlich war der Mörder hinter dem Opfer im Auto gelegen und nach den Schüssen aus dem Fahrzeug gesprungen. Die Ermittler hatten damals einen Racheakt als Motiv vermutet. Der Mörder wurde nie gefunden.

Georg K., erschossen 1973

Der 53-jährige Bauunternehmer aus Huchenfeld war am 12. Januar 1973 abends gegen 18.30 Uhr von einem Unbekannten niedergeschossen worden. Zuvor hatte sich ein Anrufer bei ihm gemeldet und angegeben, gegen eine Betonmischmaschine in der Gartenstraße gefahren zu sein. Georg K. und sein Sohn fuhren in getrennten Autos zur Baustelle. Der Bauunternehmer wollte dann den Fremden zu dessen Wagen fahren. Unterwegs kam es, wie der Sohn beobachten konnte, zu Handgreiflichkeiten. Georg K. stoppte den Mercedes, der Fremde stieg aus, schoss auf Georg K. und rannte in Richtung Würm davon. Georg K. wurde von seinem Sohn ins Krankenhaus gebracht, dort starb er kurze Zeit später.

Liane W., vermisst seit 1974

Seit 1974 fehlt von der damals Elfjährigen jede Spur. Liane W. verließ am Freitag, 13. September, 1974 gegen 14 Uhr mit ihrem roten Klappfahrrad das elterliche Haus in Ellmendingen, um zu Verwandten nach Mutschelbach zu fahren. Dort kam sie aber nie an, nur das rote Klappfahrrad wurde beschädigt am Straßenrand zwischen Ellmendingen und Nöttingen gefunden. Ihr Verschwinden gilt als der spektakulärste Vermisstenfall in Pforzheim und dem Enzkreis in den vergangenen Jahrzehnten.

Josip M., getötet 1981

Der 34 Jahre alte Mann wurde am 20. Juli 1981 abends gegen 19.15 Uhr von seinem Bruder in einer riesigen Blutlache gefunden, ein Unbekannter hatte ihm die Kehle durchgeschnitten. Der Kroate, der in einer Pforzheimer Metallwarenfabrik gearbeitet hatte, muss laut Polizei seinen Mörder gekannt haben, denn die Wohnung im ersten Stock in der Jörg-Ratgeb-Straße war verschlossen. Der Mann hinterließ drei Kinder, die in seinem Heimatland lebten.

Fjola S., getötet 1996

Das vierjährige albanische Mädchen verschwand am 27. Juni 1995 aus der elterlichen Wohnung in der Zerrenerstraße in Pforzheim. Erst ein knappes Jahr später, im März 1996, wurde ihre skelettierte Leiche in der Nähe von Rheinmünster-Söllingen (Kreis Rastatt) in einem Schilfgebiet an der B 36 gefunden. Die Polizei hat keinen Zweifel, dass sie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist.

Manuela R., getötet 1995

Das 15-jährige Mädchen aus Pfinzweiler verschwand am 5. Juli 1995 spurlos. In Feldrennach, wohin sie zu Fuß unterwegs war, kam sie nie an. Drei Wochen später, am 25. Juli 1995, fand ein Förster eine stark verweste und fast skelettierte Leiche auf einem versteckten Waldweg zwischen Darmsbach und Langensteinbach. Die Untersuchung ergab zweifelsfrei, dass es sich um die sterblichen Überreste von Manuela R. handelte. Sie war an Schädelverletzungen gestorben. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur.

Weitere Informationen zum Thema lesen Sie in der Samstagsausgabe der "Pforzheimer Zeitung".

Quelle: Pforzheimer Zeitung

Link zum Zeitungsbericht von 1995

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#4

RE: 27.09.1996 FF2 (Pforzheim) Mordfall Manuela Rieger

in Filmfälle 16.03.2015 21:01
von northernstudio • 236 Beiträge

Bei Pforzheim denke ich immer an den grauen VW Transporter der Person falscher Dr. Braun. Die schulaufgabenlösende Schwester des Opfers Manuela Rieger wird von derselben Schauspielerin der getöteten Claudia Ruf gespielt. Eigenartige Spannungsmusik, Opfer im Pink-Panther-Outfit läuft eine Landstrasse entlang. Kommissar macht Eltern unnötig Hoffnung, schwieriges Alter, "wenigstens anrufen können", Polizei kümmert sich, Nerven behalten. Waldszene, 3 Wochen bis 25. Juli 1995, Jagdhund zieht ins Gebüsch, "waschndes", Leichenfund. Fundort war nicht Tatort, Sommerferien 1995.

Sehr große Ähnlichkeit und einige Parallelen zum Fall Sabine Hammerich, ähnliche Ablage und Auffindesituation, evtl. Opfer unter Vorwand ins Auto gelockt und Mitnahme im VW-Bus? Sehr rätselhaft. Bettuch, Gräsermotiv, Stoff könnte von der Rückwand des Schränkchens im Dr. Braun Bus stammen.

Lispelnder Kommissar.


"He Du, ah wattamall. I pin der Tokter Praun, kannscht du mir de Weg zun Weschtbahof zeiget? Dauert blos zeh Minuthabsautodabei...I must Medigamentet off da Bahn ruffbringa. I gebb diar zeh Moak wennmer mirhülsch..."

zuletzt bearbeitet 16.03.2015 21:11 | nach oben springen

#5

RE: 27.09.1996 FF2 (Pforzheim) Mordfall Manuela Rieger

in Filmfälle 26.10.2015 23:12
von Ludwig • 525 Beiträge

Hallo zusammen,

zu diesem ungeklärten Mordfall gibt es einige ergänzende Neuigkeiten :

http://rtlnext.rtl.de/cms/20-jahre-nach-...en-2499892.html.

Die RTL-typische Effekthascherei ist zwar nicht mein Geschmack, aber dennoch liefert der Beitrag ein mögliches Motiv, das im XY-Film nur sehr kryptisch angedeutet wurde.

Viele Grüße
Ludwig


Hier hält aber auch der Bus zur Siedlung Muckensturm, den Anja benutzt, wenn sie bei Dunkelheit allein nach Hause kommt.
(Sendung vom 15.01.1988, Filmfall 1, Mord an Anja A.)
Ihr Interesse gilt, so wie das von Tausenden Gleichaltriger, heißer Musik und effektvoll ausgeleuchteten Discotheken.
(Sendung vom 06.04.1979, Filmfall 1, Sexualmord an Christiane "Kiki" M.)
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