#1

03.08.2006 (Soko Bosporus)

in Studiofälle 25.04.2009 14:54
von TomRai62 • 74 Beiträge

Hallo,

da die Umfragen schon geschlossen sind, möchte ich es hier
noch einmal posten. Für mich waren das mit die grausamsten
Verbrechen, die ich persönlich am schlimmsten fand. Mich wundert
nur, daß hier noch niemand etwas dazu gepostet hat, oder war
das der ein oder andere Fall unter einem anderen Namen?

Ganz furchtbar ist mir die (nachgestellte) Szene in Erinnerung, als
ein Killerkommando auf dem Parkplatz in der Liegnitzer Straße
den türkischen Blumenhändler hinrichtet. Damals (ich glaube so im August 2000 ) ging man noch von einer Tat im Millieu aus, heute hat sich die These auf einen Einzeltäter verdichtet.

Mich würden mal eure Meinung dazu interessieren.

Grüße,

Tom


zuletzt bearbeitet 02.12.2017 00:25 | nach oben springen

#2

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 20.05.2009 03:02
von billie • 19 Beiträge
Hallo Tom,

leider sind hier noch keine Meinungen gepostet worden, aber diese Serie ist ja auch besonders mysteriös. Wem soll man die Morde zuordnen ?
Es gibt scheinbar immer den gleichen Tatablauf, die gleiche Tatwaffe (ist es nur die gleiche Marke oder auch exakt die gleiche Schusswaffe ? ) und es sind stets türkische Mitbürger betroffen.
Außerdem wird jeweils nur 1 männliche Person erschossen, nicht 2 oder mehr und keine Frauen oder Kinder .
Trotz 300.000 Euro Belohnung gibts noch immer keine heiße Spur, auch nicht aus dem Verbrechermilieu.
Meine persönliche Meinung : es muß ein Einzeltäter sein, der seinen unbändigen Hass auf Türken hin und wieder ausleben muß, aber trotzdem eiskalt seine Taten plant wie ein Berufskiller. Unauffällig verschwindet er von den Tatorten, er sichert stets seinen Rückzug. Ich unterstelle ihm pure Lust am Töten .

Seit 2006 ist nun Ruhe an der Front, vielleicht ist der Täter verhindert (inhaftiert ? )
Was ich mich immer wieder frage : Was unternehmen die türkischen Einwohner gegen diese Mordserie, die eindeutig Ihnen gilt ? Wen vermuten sie hinter den Morden ? Warum hört man Ihre Stimmen nicht in den Medien ?
Ich finde, sie verhalten sich seltsam ruhig , haben sie Angst, dass der Täter aus Ihren Reihen kommt ? Oder stecken etwa religiöse oder politische Motive dahinter, die mit ihrer Nationalität zu tun haben ?

In der Presse findet man seltsamerweise keine türkischen Meinungen dazu.

Liebe Grüße
billie
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#3

Re[2]: Döner-Mordserie

in Studiofälle 20.05.2009 10:19
von TomRai62 • 74 Beiträge
Hallo billie,

billie>Es gibt scheinbar immer den gleichen Tatablauf, die gleiche Tatwaffe (ist es nur die gleiche Marke oder auch exakt die gleiche Schusswaffe ? )

Es war immer die gleiche Waffe: ein Ceska 83 Kaliber 7.65 mm

billie>und es sind stets türkische Mitbürger betroffen.

Ein Grieche war darunter.



billie> Seit 2006 ist nun Ruhe an der Front, vielleicht ist der Täter verhindert (inhaftiert ? )
billie>Was ich mich immer wieder frage : Was unternehmen die türkischen Einwohner gegen diese Mordserie, die eindeutig Ihnen gilt ? Wen vermuten sie hinter den Morden ? Warum hört man Ihre Stimmen nicht in den Medien ?

An die Öffentlichkeit dringt da nichts. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, daß beispielsweise die Dönerbudenbetreiber ihre Kunden
sehr genau beobachten. Die Angst ist bei den Leuten mit Sicherheit
da. Und wer spricht da schon gerne drüber, wenn er theoretisch der nächste sein kann?

billie>In der Presse findet man seltsamerweise keine türkischen Meinungen dazu.

Wundert mich auch ein wenig. Andererseits, was will man dazu für
eine Meinung haben, außer das der Killer geschnappt werden muß?

Danke für deinen Beitrag billie und
Liebe Grüße
Tom
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#4

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 20.05.2009 16:24
von Eckes981 • 54 Beiträge
Seitens der Ermittlungsbehörden hat man sich zumindest nach mir bekannten Informationen auf "Männer aus dem rechten Spektrum/Milieu/Dunstkreis" konzentriert, da man annimmt, dass die Mordserie wohl aus "Türkenhass" begangen wird/wurde. Dazu wurde offenbar gerade im Nürnberger (bzw. im mittel- und oberfränkischen) Raum nach bestimmten Rastern (u.a. sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse) nach Personen gesucht, da man, was den möglichen Täter anbelangt, einen Lebensmittelpunkt in Nürnberg oder im Nürnberger Raum vermutete.

Das hängt u.a. damit zusammen, dass drei der Taten in Nürnberg verübt wurden und beim ersten Mord an dem Blumenhändler Enver Simsek gehen/gingen die ermittelnden Behörden offenbar bislang davon aus, dass der Täter zumindest Ortskenntnis gehabt haben muss. Offen gestanden, so richtig vom Hocker haut mich die Theorie nicht. Der Tatort liegt in Autobahnnähe, bzw. an einer Art Zubringer und es kann sich genauso gut um einen Ortsfremden gehandelt haben.
Bei dem Mord an dem Griechen Theodoros Boulgarides nahm man seitens der Ermittler offenbar an, dass der Täter den Mann für einen Türken hielt.

Offenbar wurden auch abseits der breiten medialen Öffentlichkeit verdächtige Personen vernommen, ohne dass dabei etwas herauskam. Ob man sich mittlerweile auf eine andere Spur geheftet hat (z.B. Bereich der Schutzgelderpressung) weiß ich ehrlich gesagt nicht.
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#5

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 24.05.2009 16:39
von TomRai62 • 74 Beiträge
Hallo Eckes,

voll und ganz deiner Meinung. Ich denke auch an einen
geringqualifizierten Einzeltäter aus dem rechten Dunstkreis.

Die Ermordung des griechischen Staatsbürgers halte ich auch
für die Verwechslung eines Türkenhassers. Dem gering gebildeten
Täter fehlt hier vermutlich der Intellekt die Nationalitäten zu
unterscheiden.

Bei einer Tat aus dem Bereich der organisierten Kriminalität
(also Schutzgelderpressung) fehlt allerdings die Vorgeschichte.
Meist fangen solche Banden ja mit einer Art Mobbing an Ihre
Forderungen durchzusetzen (Sachbeschädigung aller Art,
Gäste aus dem Lokal treiben, Stinkbomben werfen etc. ). Denn ein Toter kann ja auch nicht mehr zahlen. Davon war leider gar
nichts zu hören. Ich denke, die Ermittler hätten sowas auch mit-
bekommen, trotz einer Mauer des Schweigens.

Grüße an alle,
danke für eure
Beiträge

tom
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#6

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 25.05.2009 12:14
von Konrad Gedöns • 69 Beiträge
Grüezi miteinand,

auch mich hat diese Mordserie schon interessiert, deshalb hier meine 5 Rappen dazu:

Ein paar Fakten zur Mordserie zuerst:

- Es wurden zwar laut allen von mir gesichteten Presseberichten alle Opfer mit einer Ceska 83 Kaliber 7,65 erschossen, aber: Bei zwei Morden (u. a. Simsek) war jedoch auch eine bisher unbekannte Pistole vom Kaliber 6,35 mit beteiligt, d. h. wohl, dass auch damit geschossen wurde.

- Keineswegs waren die Opfer alle unbescholten: Bei mehreren wurde von vorhergehenden Streitereien und Drohungen berichtet, mehrere sollen in illegales Glücksspiel verwickelt gewesen sein, bei einem wurde Rauschgift gefunden und andere sollen Kontakte ins Rotlicht-Milieu gehabt haben.
Quelle: http://www.welt.de/print-wams/article141576/Eine_Pistole_fuer_alle_Faelle.html

- Es wurde in der Türkei und türkischen Medien sehr wohl über die Mordserie ausführlich berichtet, hier allerdings nach meiner Erinnerung mit dem Verweis auf illegales Glücksspiel bzw. eine Art Lotterie in der Türkei, bei dem viele Geld verloren haben. Ich selbst kann leider kein türkisch und deshalb keine Originalquelle dafür herausfinden.
Beispiele:

http://hurriyet.de/haberler/gundem/252599/seri-cinayetleri-ceska-cozecek/enver%20simsek
http://www.welt.de/vermischtes/article94371/Schuesse_aus_der_Plastiktuete.html


Nun meine Vermutungen:

Einzeltäter scheidet m. E. aus, da in mindestens zwei Fällen zwei verschiedene Waffen beteiligt waren. Warum sollte ein Einzeltäter mit beiden Händen in je einer Plastiktüte mit zwei verschiedenen Pistolen schiessen? Viel zu auffällig! An mehreren Tatorten wurden zudem mehrere verdächtige Personen südländischen Aussehens beobachtet.

Rechter Hintergrund bzw. Hass auf Türken: Blödsinn, denn erstens muss Hass auf Türken keinen rechten Hintergrund haben (können auch linke PKK-Kurden sein) und zweitens müsste der Täter auch anderweitig auffällig geworden sein, z. B. durch Äusserungen oder Hinterlassen von Botschaften an den Tatorten. Dagegen spricht auch, dass es von türkischer Seite keinerlei entsprechende Unterstellungen gibt, mit denen sonst sehr schnell um sich geworfen wird, siehe Wohnhausbrand in Mannheim... Stattdessen stossen die Ermittler bei den türkischen Betroffenen auf eine Mauer des Schweigens, was eher für ein schlechtes Gewissen auf deren Seite spricht!
Auch scheint die bayerische Polizei, wenn sie nicht mehr weiter weiß, eine Neigung zu "rechten" Tätern zu entwickeln, gell Herr Mannichl!

Wahrscheinlich hatten die Opfer alle, bis auf die vermutlichen Verwechslungen Enver Simsek und Yunus "Mehmet" Turgut doch "Dreck am Stecken", Schulden oder Ähnliches.
Der bzw. die Killer sind in der türkischen Unterwelt bekannte Profis und wurden von u. U. durchaus verschiedenen Auftraggebern oder zumindest aus verschiedenen Anlässen angeheuert. Von daher muss es zwischen den Opfern nicht unbedingt einen anderweitigen direkten Zusammenhang gegeben haben. Die Ceska 7,65 ist das Markenzeichen des Haupttäters, sozusagen seine Visitenkarte. Bei zumindest mehreren weiteren Taten war noch eine zweite Person mit dabei, mit einer 6,35, vielleicht sogar eine Frau, zur Sicherheit oder Tarnung.

So, aber jetzt muss i wiader auf d'Alm und deutsches Schwarzgeld waschen, bevor die Kavallerie vom Herrn Steinbrück anrückt...

Auf wiaderluage

Konrad Gedöns
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#7

Re[2]: Döner-Mordserie

in Studiofälle 29.05.2009 15:10
von TomRai62 • 74 Beiträge
Hallo Konrad,



KG>- Es wurden zwar laut allen von mir gesichteten Presseberichten alle Opfer mit einer Ceska 83 Kaliber 7,65 erschossen, aber: Bei zwei Morden (u. a. Simsek) war jedoch auch eine bisher unbekannte Pistole vom Kaliber 6,35 mit beteiligt, d. h. wohl, dass auch damit geschossen wurde.

Das eine zweite Waffe im Spiel war, war mir bisher nicht bekannt.

KG>- Keineswegs waren die Opfer alle unbescholten: Bei mehreren wurde von vorhergehenden Streitereien und Drohungen berichtet, mehrere sollen in illegales Glücksspiel verwickelt gewesen sein, bei einem wurde Rauschgift gefunden und andere sollen Kontakte ins Rotlicht-Milieu gehabt haben.

KG>- Es wurde in der Türkei und türkischen Medien sehr wohl über die Mordserie ausführlich berichtet, hier allerdings nach meiner Erinnerung mit dem Verweis auf illegales Glücksspiel bzw. eine Art Lotterie in der Türkei, bei dem viele Geld verloren haben. Ich selbst kann leider kein türkisch und deshalb keine Originalquelle dafür herausfinden.
KG>Nun meine Vermutungen:


KG>geworfen wird, siehe Wohnhausbrand in Mannheim... Stattdessen stossen die Ermittler bei den türkischen Betroffenen auf eine Mauer des Schweigens, was eher für ein schlechtes Gewissen auf deren Seite spricht!

Ich würde sagen, ganz einfach aus Angst halten die Ihren Mund.

KG>Wahrscheinlich hatten die Opfer alle, bis auf die vermutlichen Verwechslungen Enver Simsek und Yunus "Mehmet" Turgut doch "Dreck am Stecken", Schulden oder Ähnliches.
KG>Der bzw. die Killer sind in der türkischen Unterwelt bekannte Profis und wurden von u. U. durchaus verschiedenen Auftraggebern oder zumindest aus verschiedenen Anlässen angeheuert. Von daher muss es zwischen den Opfern nicht unbedingt einen anderweitigen direkten Zusammenhang gegeben haben. Die Ceska 7,65 ist das Markenzeichen des Haupttäters, sozusagen seine Visitenkarte.

Visitenkarte kann man ja nicht sagen, denn sie ist ein Massenprodukt,
die in großen Mengen verschoben wird und keine Rückschlüsse auf einen
bestimmten Personkreis zuläßt.

Das ganze war also eine Abstraf-Aktion von türkischen Paten die Ihre säumigen
Schuldner aus der Welt schaffen wollten. Der Killer, der sozusagen die
"Außenstelle Deutschland" betreibt schaut den Kandidaten eine Weile bei
deren Geschäften zu und sieht, - da die meisten am Existenzminimum leben -
das da kein Geld zu holen ist. Er berichtet dies seinen Auftraggebern und
empfiehlt dann eine Liquidierung. Soweit die (etwas makabere) Auslegung
deiner Vermutungen.
Läge natürlich alles im Bereich des Möglichen, nur das ein (türkischer) Profi
aus Versehen einen Griechen hinrichtet, kann ich mir nicht vorstellen.

Grüße,

tom
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#8

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 12.12.2009 14:28
von Konrad Gedöns • 69 Beiträge
Grüezi miteinand,

in der Döner-Mordserie tut sich wieder mal was, d. h. die Ermittlungen gehe in die Richtung, die sich für Leute, die sich etwas näher damit befasst haben (wie u. a. mich ), auch schon länger abzeichnete: Wettmafia u. ä.:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,666670,00.html
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#9

Re[2]: Döner-Mordserie

in Studiofälle 13.12.2009 12:01
von TomRai62 • 74 Beiträge
KG>Grüezi miteinand,

Hallo Konrad,

danke für den Link. Mir tut irgendwie immer noch der hessische
Verfassungsschutzbeamte leid, der ganz entsetzliches Pech hatte.
Einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Der war
mit Sicherheit seinen Job los, weil gegen Ihn ermittelt wurde.

Grüße an alle
tom
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#10

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 12.09.2010 16:49
von TomRai62 • 74 Beiträge
Hallo zusammen,

anläßlich des 10. Jahrestags des Beginns der Mordserie hier ein
Artikel in der NZ:

http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/donermorde-waffe-bleibt-einzige-spur-1.153366?searched=true

Die Ergebnisse der jahrelangen Ermittlungen sind leider ernüchternd.
Kaum zu glauben, daß das schon wieder so lange her ist.
... die Zeit vergeht.

Grüße,
tom
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#11

Re[2]: Döner-Mordserie

in Studiofälle 30.11.2010 11:17
von TomRai62 • 74 Beiträge
Ich korrigiere mich hier mal selber:


TomRai62>Bei einer Tat aus dem Bereich der organisierten Kriminalität
TomRai62>(also Schutzgelderpressung) fehlt allerdings die Vorgeschichte.
TomRai62>Meist fangen solche Banden ja mit einer Art Mobbing an Ihre
TomRai62>Forderungen durchzusetzen (Sachbeschädigung aller Art,
TomRai62>Gäste aus dem Lokal treiben, Stinkbomben werfen etc. ). Denn ein Toter kann ja auch nicht mehr zahlen.

Der Tote nicht mehr. Die Liquidation säumiger Schuldner erhöht aber
die Zahlungsmoral bei den noch ausstehenden Krediten.
Eine Mischkalkulation also.

Schönen Tag noch allerseits.

Tom
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#12

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 24.01.2011 21:41
von Ludwig • 575 Beiträge
Hallo zusammen !
Also ich denke ja auch, dass das alles nach organisierter Kriminalität aussieht.
Es dürfte sich auch um eine Art "importierter" mafioser Strukturen handeln, so dass der eigentliche Schlüssel zur Lösung in der Türkei liegen dürfte. Zur Untermauerung meiner These:
1. es handelt sich bei den Opfern in der Regel um Kleingewerbetreibende mit akuten Zahlungsproblemen. Aufschlussreich, aber kaum zu ermitteln dürften die tatsächlichen Geldflüsse zu welchem Zweck auch immer sein, die vermutlich bar getätigt wurden und von denen die Banken und Finanzämter nichts wissen
2. es wird immer nur der Schuldner erschossen, die Angehörigen werden verschont, wissen dafür aber von nichts
3. der modus operandi signalisiert den Schuldnern, mit wem man sich da eingelassen hat und was bei Nichtbezahlung passiert, während das Sicherheitsbedürfnis der einheimischen Bevölkerung kaum tangiert wird, und das ist wichtig, damit diese Thematik nicht zu großes öffentliches Interesse erregt
4. bei 9 Toten ist davon auszugehen, dass noch viele hunderte weitere "Zahlungsverpflichtete" existieren, die nach Kräften abkassiert werden.
Geldwäsche und -transfer sollten über Schein- und Tarnfirmen kein Problem sein.
5. Die Art der Geschäfte riecht nach Wetten, illegalen Glücksspielen, Geldverleih zu Wucherzinsen, Schutzgeldern...
Die Paten sitzen für mich in der Türkei und dürften Einfluß und Verbindungen haben, hier gibt es lokale Statthalter. Es kann sogar sein, dass die Knarre(n) hier deponiert sind, während der Killer jedesmal anreist.

Wie denkt Ihr darüber ?


Ich frage mich dann allerdings, wie dann ein "Betriebsunfall" geschehen konnte (so stellt es sich ja momentan dar) und ein Grieche getötet wurde. Zumindest wäre das ein erheblicher Planungsfehler...
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#13

Re[2]: Döner-Mordserie

in Studiofälle 25.01.2011 12:24
von TomRai62 • 74 Beiträge
Hallo zusammen!


Ludwig>2. es wird immer nur der Schuldner erschossen, die Angehörigen werden verschont, wissen dafür aber von nichts
Ludwig>3. der modus operandi signalisiert den Schuldnern, mit wem man sich da eingelassen hat und was bei Nichtbezahlung passiert, während das Sicherheitsbedürfnis der einheimischen Bevölkerung kaum tangiert wird, und das ist wichtig, damit diese Thematik nicht zu großes öffentliches Interesse erregt

Hm, also mein Sicherheitsbedürfnis wird dadurch schon tangiert.
Was ist zum Bsp., wenn der Killer einen umlegt, und du gerade
zu dem Moment den Laden betrittst?


Ludwig>4. bei 9 Toten ist davon auszugehen, dass noch viele hunderte weitere "Zahlungsverpflichtete" existieren, die nach Kräften abkassiert werden.

Und deren Zahlungsmoral durch dieses Bundesweite "Muster" erhöht
wird. (Siehe weiter unten). Auch soll es signalisieren: Egal ob ihr in
München oder illegal in Rostock lebt, wir kriegen euch...


Ludwig>5. Die Art der Geschäfte riecht nach Wetten, illegalen Glücksspielen, Geldverleih zu Wucherzinsen, Schutzgeldern...

Von Wucherzinsen kann man bei solchen Barkrediten ausgehen.
Vielleicht 5% im Monat oder so. Das würde erklären, warum die
Döner-Leute täglich 14-16 Stunden arbeiten und sich kaum freie
Tage gönnen, obwohl der Laden gut läuft.





Ludwig>Ich frage mich dann allerdings, wie dann ein "Betriebsunfall" geschehen konnte (so stellt es sich ja momentan dar) und ein Grieche getötet wurde. Zumindest wäre das ein erheblicher Planungsfehler...

Eine Möglichkeit wäre, daß der Grieche türkische Sprachkenntnisse
hatte und diese auch benutzt hat, weil er viele türkische Kunden hatte.
Auch als Kreditnehmer käme er dann bei den Ganoven in Frage.


Gruß
Tom
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#14

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 25.01.2011 16:56
von Astrid • 149 Beiträge
"Es kann sogar sein, dass die Knarre(n) hier deponiert sind, während der Killer jedesmal anreist."

Ich gehe davon aus das die Knarre nicht mehr existiert.
(Die Mordserie endete ja nun auch schon vor knapp 5 Jahren!)
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#15

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 25.01.2011 19:38
von TheWhite1961 • 1.160 Beiträge
Es ist schon merkwürdig, daß die Serie auf einmal aufgehört hat. Außer bei dem Fall mit dem Griechen wurde ja nochmal anscheinend nicht der "Richtige" exekutiert. Das spricht nicht unbedingt für Profis. Meiner Meinung ist die Variante mit dem Einzeltäter oder den Rechtsradikalen nicht ganz von der Hand zu weisen. Allerdings favorisiere ich auch eher die Version mit der Wettschulden/Schutzgeld oder Drogenmafia.
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