#16

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 26.01.2011 09:20
von Konrad Gedöns • 69 Beiträge
Ob der Grieche nicht der "Richtige" war, wissen wir ja gar nicht und der andere Fall in Rostock mit dem erst unmittelbar vorher zugezogenen illegalen Verwandten als Vertreter im Laden war wohl ein Versehen, das nicht unbedingt gegen Profis sprechen muss, sowas ist selbst dem Mossad schon passiert (Lillehammer-Affäre).

Davon, dass die markante und verräterische Waffe mittlerweile beseitigt bzw. ausser "Betrieb" genommen wurde, gehe ich auch aus.

Falls meine Vermutung mit den Profikillern, die im Auftrag auch verschiedener krimineller Organisationen arbeiten stimmt, kann man m. E. auch nicht davon ausgehen, dass die Mordserie, die dann ja bis auf den Zusammenhang mit der Mordwaffe keine wäre, aufgehört hat. Die Täter verwenden vielleicht mittlerweile eine andere Waffe bzw. Tötungsmethode und sind weiterhin aktiv, nur ist ohne die Ceska ein Zusammenhang zur Döner-Ceska-Mordserie im allgemeinen "Hintergrundrauschen" der Ausländerkriminalität nicht mehr erkennbar.
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#17

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 26.01.2011 11:47
von Ludwig • 569 Beiträge
Hallo zusammen !

Ich will versuchen, in aller Kürze auf Eure Beiträge einzugehen:

Tom: also mein Sicherheitsbedürfnis wird davon schon auch tangiert, denn ich denke, wir beide orientieren uns bei uns selbst an Fallzahlen pro Delikt, Aufklärungsquoten und anderen "hard facts"; ich dachte dabei eher daran, dass ein großer Teil der Mitbürger hierin durch (Boulevard-)medien manipulierbar ist und ich hatte nicht das Gefühl, dass aus dieser Serie ein reißerisches Thema gemacht wurde
Astrid, TheWhite und Konrad: vermutlich wurde die Waffe zwischenzeitlich tatsächlich beseitigt, aber ich gehe doch davon aus, dass ihre bewußte und stetige Verwendung auch als klare Botschaft gedacht war. Auch darüber, warum die Serie vor knapp 5 Jahren abgerissen ist, läßt sich nur spekulieren: es kann sein, dass sich die Zahlungsmoral auf das gewünschte Maß gesteigert hat, dass der Mörder aus welchen Gründen auch immer verhindert ist oder dass einfach die Methode gewechselt hat...

Es ist halt sehr schwer für die Polizei, in derart abgeschottete Milieus vorzudringen (und das trifft für alle Arten von importierten kriminellen Strukturen zu), und wenn, dann erfordert dies einen immensen personellen und logistischen Aufwand (denkt z.B. hierbei nur mal an den Fußball-Wett-Skandal und seine globalen Dimensionen).

Was meiner Ansicht nach gegen ein politisches Motiv spricht ist der Umstand, dass gerade bei derartig motivierten Taten das Motiv öffentlich gemacht wird ("Bekennerschreiben") und dass in diesem Fall die Auswahl der Opfer nicht "zufällig" genug ist...

viele Grüße, und danke für Eure Beiträge
Ludwig
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#18

Re[2]: Döner-Mordserie

in Studiofälle 29.01.2011 15:52
von TomRai62 • 74 Beiträge
Hallo zusammen!

KG>der andere Fall in Rostock mit dem erst unmittelbar vorher zugezogenen illegalen Verwandten als Vertreter im Laden war wohl ein Versehen, das nicht unbedingt gegen Profis sprechen muss, sowas ist selbst dem Mossad schon passiert (Lillehammer-Affäre).

Versehen oder ein dummer Zufall. Wenn der Chef nicht da ist,
liquidiert man eben seinen Stellvertreter. Nochmaliges Auftauchen
am Tatort (wenn der Chef dann da ist) wäre zu gefährlich.
(= 1 Zeuge mehr) Seine abschreckende Wirkung verliert der Anschlag
dadurch nicht. Der Betreiber des Lokals wird sich ohnehin denken
können, daß der Mord eigentlich ihm gegolten hat.

Dank euch nochmal für euer großes Interesse an dem Thread!

Tom
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#19

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 19.02.2011 12:03
von Konrad Gedöns • 69 Beiträge
Neue Spekulationen in der Döner-Mordserie:

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,746547,00.html

Angeblich führen Spuren nicht nur zur organisierten Kriminalität sondern auch zu den "Grauen Wölfen" und dem türkischen Geheimdienst.

Mir leuchtet nur noch nicht ganz ein, warum die angeblich so eingeschüchterten Zeugen mit Informanten des Spiegel reden, aber nicht mit den Ermittlern selbst. Aus Sicht der Leute hinter den Morden müsste das ja eigentlich auf dasselbe hinauslaufen.

Es bleibt in dieser Sache jedenfalls weiterhin spannend...
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#20

Re[2]: Döner-Mordserie

in Studiofälle 20.02.2011 14:02
von TomRai62 • 74 Beiträge
Hallo,

KG>Mir leuchtet nur noch nicht ganz ein, warum die angeblich so eingeschüchterten Zeugen mit Informanten des Spiegel reden, aber nicht mit den Ermittlern selbst.

Hm, ich will ja niemand was unterstellen, aber kann es sein,
daß da mit Hilfe des Scheckbuchs etwas nachgeholfen wurde?

Gruß
Tom
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#21

Re: Döner-Mordserie

in Studiofälle 22.08.2011 12:14
von Konrad Gedöns • 69 Beiträge
Grüezi,

der Spiegel bespiegelt wieder die Döner-Mordserie:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,781472,00.html

Angeblich soll die gesuchte Waffe in einer Schweizer Villa am Bodensee versteckt sein.

Fragt sich natürlich nur, ob sie nach dieser Veröffentlichung noch dort liegt (falls sie je dort lag) und wie lange der Tippgeber, der sich anhand der im Artikel genannten Informationen für die Hintermänner identifizieren lassen sollte, noch zu leben hat, sofern er nicht ein Wichtigtuer ist, der nur einen Strafnachlass erzielen wollte.

Es scheint sich jedoch immer mehr ein "innertürkischer" Hintergrund herauszukristallisieren, von einem deutschen Ausländerhasser oder deutschen rechtsradikalen Täter scheint zwischenzeitlich keine Rede mehr zu sein, stattdessen von türkischen Nationalisten...

Auf wiaderluege

Konrad
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