#1

Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 25.08.2013 13:56
von vorsichtfalle • 663 Beiträge

Hallo,

im September wird es wohl zwei Ausgabe geben. Auf den offiziellen Seiten konnte ich aber noch nix finden. Nur diesen Artikel, der aber schon die Fälle andeutet:

http://www.weser-kurier.de/freizeit/tv_a...rid,644335.html

Aktenzeichen XY... ungelöst - Mi. 25.09 - ZDF: 20.15 Uhr - 23.08.2013

Spur in die Vergangenheit
Von Andreas Schöttl
Mittels einer neuen Folge von "Aktenzeichen XY ... ungelöst" sollen Schläger, Räuber und ein Vergewaltiger gefasst werden. Zudem bittet die Kriminalpolizei um Mithilfe in einem Fall, der ihr seit 28 Jahren Kopfzerbrechen bereitet.

Die Polizei kann die meisten ihrer Fälle aufklären. Vor allem bei Mord ist die Quote sehr hoch: 90 Prozent. Bei den verbleibenden zehn Prozent bittet sie gerne auch über Fernsehen um Mithilfe. Seit 46 Jahren bereitet das ZDF-Traditionsformat "Aktentzeichen XY... ungelöst" nun schon bisher ungeklärte Fälle in nüchternen und realistischen Filmen auf. Und das immer noch sehr erfolgreich. Erst im August erreichte die Verbrecherhatz mit einer sehr aufwendig produzierten Sendung über einen Tunnelraub 5,17 Millionen Gesamtzuschauer und holte sich so auch den Tagessieg. In einer neuen "XY"-Ausgabe hofft Moderator Rudi Cerne auf Publikumsreaktionen, die sachdienliche Hinweise im Fall einer hinterhältigen Schlagstock-Attacke geben können. Ein Frau wurde nach einem Party-Abend mit einem Gumiknüppel von hinten angegriffen. Lebensgefährlich verletzt, gelingt es ihr, mit letzter Kraft die 112 zu wählen. Hinweise werden außerdem im Fall eines Volksfest-Vergewaltigers und eines flüchtigen Schmuck-Räubers gesucht. Der Tod eines erst achtjährigen Mädchens berührt besonders. Gerade, weil die Polizei noch immer im Dunkeln tappt - seit 28 Jahren. Ihr Verschwinden versetzte 1985 eine ganze Großstadt in Aufregung. Wochenlang suchten Polizei-Hundertschaften mit Hubschraubern und Spürhunden nach der Kleinen. Vergeblich! Nach Wochen die traurige Nachricht: Das Mädchen ist tot. Und der Mörder noch immer auf freiem Fuß...


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#2

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 25.08.2013 14:05
von vorsichtfalle • 663 Beiträge

Bei dem Mord an der 8-Jährigen könnte es sich um den Fall Manuela Eisch handeln. Natürlich werden nicht viele Fakten genannt, aber diese passen alle:

8 Jahre alt
1985 Tatbegehung
Großstadt
erst ein paar Wochen später gefunden

Über diesen Fall habe ich schon ein wenig gelesen und es war auch einer meiner "Wunschfälle". Ich hoffe die Umsetzung gelingt!


Edit: Auf der privaten Trauerseite von Manuela Eisch wird die Austrahlung bestätigt


zuletzt bearbeitet 25.08.2013 14:11 | nach oben springen

#3

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 26.08.2013 16:06
von Jiri Brei • 516 Beiträge

Der Fall wurde übrigens auch schon in der RTL2-Serie ungeklärte Morde behandelt.

JB


Mord verjährt nicht.
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#4

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 30.08.2013 13:46
von XY-Webmaster • 299 Beiträge

Exakt der Fall ist es!

Zitat von vorsichtfalle im Beitrag #2
Bei dem Mord an der 8-Jährigen könnte es sich um den Fall Manuela Eisch handeln. Natürlich werden nicht viele Fakten genannt, aber diese passen alle:

8 Jahre alt
1985 Tatbegehung
Großstadt
erst ein paar Wochen später gefunden

Über diesen Fall habe ich schon ein wenig gelesen und es war auch einer meiner "Wunschfälle". Ich hoffe die Umsetzung gelingt!


Edit: Auf der privaten Trauerseite von Manuela Eisch wird die Austrahlung bestätigt

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#5

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 26.09.2013 14:44
von Ludwig • 525 Beiträge

Hallo zusammen!

Heute gestatte ich mir einmal das "Recht der ersten Kritik".
FF1: Mord an Michaela E.: Die Verfilmung fand ich durchaus gelungen, dennoch bin ich hinsichtlich neuer Ermittlungsergebnisse eher skeptisch, da in diesem bekanntesten ungelösten Münchener Mordfall schon ausgiebigst gefahndet wurde.
FF2: Schlägerattacke auf Discogängerin in Biberach: Vermittelte in der Umsetzung sehr gekonnt die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen von heute, beklemmend der überraschende Angriff und die zunächst zwangsläufig hilflose Einsatzleitstelle; vermutlich recht guter Fahndungsansatz dank des mit ungewöhnlichen Methoden erstellten Phantombildes
FF3: Unbekannte Brandleiche im Englischen Garten: Eine ganz neue Variante, es wird nur nach der Identität des Toten gefragt, ansonsten ist die Verfilmung eher eine Leistungsschau der modernen Forensik. Aber ein Wundermittel sind auch Isotopengutachten und Fingernägeluntersuchungen nicht; am vielversprechendsten ist hier vermutlich noch die altbewährte Veröffentlichung des Zahnstatusses des Toten in entsprechenden Fachjournalen.
FF4: Einfach großartig! Und so herrlich politisch unkorrekt (Jiri müsste begeistert sein)! Und informativ dazu, jetzt wissen wir, wie es bei Zockers & Co. so zugeht. Der Vermisste scheint ja eine wahrlich schillernde Figur gewesen zu sein. Feinde dürfte er genug gehabt haben, aber woraus diese Feindschaften wohl resultierten: aus dem Pokern, dubiosen "Nebengeschäften" oder doch dem Einsatz des "Kartenlesegeräts der besonderen Art"? Wie gesagt, ein herausragender Fall, aber ob er wegen der ungewöhnlichen Lebensweise des Vermissten auch geklärt werden kann? Da melde ich doch so meine Zweifel an.
FF5: Juwelierüberfall in Wiesbaden: das Übliche halt, einmal abgesehen von der ausgiebig dargestellten Stauszenerie...

SF1: Verschwundene Prostituierte: gut und knapp dargestellt
SF2: Millionen-Schmuckraub bei alter Dame: Fällt für mich eher in die Rubrik Prävention. Bei aller Liebe: Wer nach einem Millionen-Diebstahl seine restlichen Klunker immer noch zuhause aufbewahrt, der ist vermutlich schon recht beratungsresistent...

XY-Preis: prägnant und kurz dargestellt, der Helfer wäre ein würdiger Preisträger.
XY gelöst: Derart spektakuläre Erfolgsmeldungen werten jede Sendung auf!

Für mich insgesamt eine recht ansprechende, kurzweilige Sendung!

Viele Grüße
Ludwig


Hier hält aber auch der Bus zur Siedlung Muckensturm, den Anja benutzt, wenn sie bei Dunkelheit allein nach Hause kommt.
(Sendung vom 15.01.1988, Filmfall 1, Mord an Anja A.)
Ihr Interesse gilt, so wie das von Tausenden Gleichaltriger, heißer Musik und effektvoll ausgeleuchteten Discotheken.
(Sendung vom 06.04.1979, Filmfall 1, Sexualmord an Christiane "Kiki" M.)
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#6

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 26.09.2013 19:12
von schildi • 856 Beiträge

Hallo!
Diese Folge hatte alles, was eine gute Sendung so braucht. Die FF waren gut umgesetzt. Außerdem waren viele Tötungsdelikte zu sehen: Mord in FF 1 und bei der unbekannten Brandleiche aus dem englischen Garten vielleicht auch Selbstmord, versuchter Mord oder Totschlag(bei FF 2), Vermisstenfall(der sich aber später noch als Mordfall herausstellen kann) und schließlich noch ein Raubüberfall auf einen Juwelier. Dazwischen Rudi Cerne, der souverän durch die Sendung führte(OK, einmal hat er kurz in die falsche Kamera geschaut, aber das kann schon mal passieren und er hat seinen Fehler auch gleich bemerkt). Selbst den Bericht zu dem Anwärter auf den diesjährigen XY-Preis gegen Ende der Sendung fand ich sehr gelungen und muß dazu sagen: Hut ab vor so einer Leistung!
Ich freue mich immer, wenn Fälle geklärt werden können, aber diesmal hat es mich besonders gefreut, das sie den Mord an Christina aus den Jahr 1987 aufklären konnten. Vielleicht gelingt es der Kripo nun auch endlich den Mord an den kleinen Mädchen aus München aus den Jahr 1985 aufzuklären-man hat ja gesehen, das auch nach so langer Zeit solche schreckliche Verbrechen aufgeklärt werden können. Warten wir einfach mal ab!
Ich freue mich schon jetzt auf die nächste XY-Folge am 16.10-hoffentlich wieder mit guten FF und mit aufgeklärten Fällen.
So denn, einen schönen Gruß von schildi


"Bitte denken Sie daran! Wer uns nicht einschaltet, der kann uns nicht sehen!" (Schlußwort von Butz Peters aus der Sendung vom 06.10.2000)
"Er bestellt sich zwar ein Bier, aber trinken wird er es nicht mehr." (Sprechertext Wolfgang Grönebaum aus dem YOGTZE-Fall, FF 1, 12.04.1985)

zuletzt bearbeitet 26.09.2013 19:16 | nach oben springen

#7

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 27.09.2013 04:37
von Nadine • 24 Beiträge

Zu Kadir Karabulut:
Der Mann gehört(e) zum engsten "Freundeskreis" rund um den Pokespieler Ali Tekintamgac (das sollte wohl der im FF dargestellte Geschäftspartner/Freund sein), der 2010 das WPT Finale in Barcelona gewann. Preisgeld etwas mehr als 200K €. Auf Youtube kann man zahlreiche Videos sehen wo man sieht, dass er mit Bauernfunk gewinnt. Nach dem Sieg kommt Karabulut gleich auf ihn zugestürmt:
http://www.youtube.com/watch?v=U7mS76wmeGY
Karabulut selbst wurde aus einem Tunier in Utrecht geworfen. Dabei streikten andere Spieler, weil sie bemerkten das Karabulut Zeichen von "Bloggern" bekam (genauso wie sein Freund Ali in Barcelona). Der Vorfall ist in der Pokerszene bekannt als "Der Skandal von Utrecht".
Kadir Karabulut scheint Teil einer Betrügerbande zu sein, die tatsächlich auf großen WPT, EPT Tunieren etc. betrügen. Sie haben wahrscheinlich schon Beträge in Millionenhöhe ergaunert.

Wer den Fall interessant findet - googlen lohnt hier auf jeden Fall. Vielleicht auch ein eigener Thread im Unterforum.

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#8

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 27.09.2013 08:39
von Konrad Gedöns • 69 Beiträge

Grüezi miteinand,

die letzte Sendung war interessant und kurzweilig, was mir jedoch negativ aufgefallen ist, waren im Fall der verbrannten Leiche im Englischen Garten die sehr offenen Gespräche des Ermittlers zuhause mit seiner Frau. Normalerweise fallen solche Interna doch unter das Dienstgeheimnis, sofern der Gesprächspartner nicht ebenfalls der Schweigepflicht unterliegt... Da kann man nur hoffen, dass kein Datenschützer die Sendung gesehen hat.

In diesem Sinne

auf wiaderluaga

Konrad Gedöns

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#9

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 27.09.2013 10:21
von Punker • 324 Beiträge

Diese Ausgabe von XY hatte für mich einige Kritikpunkte. Zum Teil wurde extrem deutlich, dass die Drehbuchautoren einfach nicht überzeugend den Spagat zwischen dem FF eines real verübten Verbrechens (das aufgeklärt werden soll) und einer normalen (zum Teil kitschigen) "Unterhaltuns-Sendung" hinbekommen.
Dies trifft nicht auf FF2 (als Beispiel) zu, aber in meinen Augen auf FF1 und besonders auf FF3.

Im FF 1 wird kaum auf die eigentliche Tat eingegangen. Im Prinzip besteht der FFnur auf die Hinleitung zur Tat und die Nachbearbeitung bzw. das Auffinden der Leiche. Schließlich erfährt man ganz neben bei, dass das Mordopfer von Zeugen (in Begleitung) gegen 18 Uhr (?) gesehen wurde. Warum wird solch ein wichtiger Teil dieses Falles nicht genauer dargestellt?
In der Nachbesprechung (der Zuschauer weiß nicht zu 100%, jedenfalls ich nicht, wo die Fahrtstrecke zur Mutter eigentlich genau liegt) wird hauptsächlich auf Kneipen eingegangen, die die Mutter damals frequentiert hat. Hmm...Und was ist eigentlich mir dem leiblichen Vater? Welche U-Bahn (?)- Linie wollte das Mädchen denn nehmen?
Zum Hauptbahnhof?
Sorry, aber dieser FF hat mich wenig überzeugt.

Richtig überzeugt hat mich FF 2. Das war endlich mal eine Nachbesprechung, die auch den Namen verdient.

FF3 (siehe oben schon Einwand von Konrad Gedöns) hat einen groben Fehler, nicht inhaltlich, sondern was das Taktgefühl angeht. Da verbrennt ein lebendiger Mensch im Englischen Garten und die Regie zeigt parallel den Kommissar beim romantischen Abendessen mit seiner Frau. Welch ein überflüssiger und völlig unpassender Kontrast. Auch bespricht der Kommissar die Auffindung des Mordopfers (?) mit seiner Frau. Kocheinlagen und ein Glas Wein...Ach was! Das ist vielleicht bei einem lang ausgedehnten Tatort der ARD angemessen, hat aber bei XY, wo es um ein verübtes (!) Verbrechen geht, nichts zu suchen.
Kann mich nicht erinnern, so was mal bei XY gesehen zu haben. Absolut daneben. Ansonsten ist nämlich der FF relativ gut gelungen.

Auf die zweite Hälfte der Sendung, wobei der 4. FF durchaus (teilweise) überzeugte nebst XY - Preis, möchte ich nicht eingehen, weil die gezeigten Fälle mich nicht so bewegt haben.

Fazit:
Für mich war das eine schlechtere Sendung als die vor ca. 3 Wochen.Gelungen ist der Studiofall (bulgarische Prostituierte). Studiofälle waren einst ein fester Bestandteil von XY.

Noch was zu "XY-geklärt". Zu Beginn der Sendung wird die Aufklärung verkündet (der Zuschauer denkt sich gerade mal in den Fall hinein) und dann wird diese später dann genau verkündet/aufgeklärt. "Dazu dann später mehr...". Wenn schon, dann sollte man das , meiner Meinung nach, am Anfang gleich erledigen. Oder soll hier der Zuschuer daran gehindert werden, umzuschalten?
Gesamtnote: Befriedigend.


zuletzt bearbeitet 27.09.2013 10:31 | nach oben springen

#10

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 27.09.2013 19:22
von Hasenqnui • 2 Beiträge

100% Zustimmung, Punker ! Der FF 1 (Mordfall Michaela Eisch) war für mich, als langjähriger `Aktenzeichen XY Beobachter` ein absoluter Tiefpunkt und an Dilettantismus kaum zu überbieten Die Hauptgründe meiner Kritik hast Du schon treffend aufgeführt. Der FF ohne `detailgenauer` Beschreibung der Fahrstrecke (für eventuelle Zeugen sehr wichtig), welche U-Bahn Linie und vorallem, für mich sehr unsinnig, absolut KEINE Ähnlichkeit des Mädchen im FF mit dem Mordopfer! Ich könnte mir gut vorstellen, das sich heutige XY Zuschauer, die zur Tatzeit etwas wichtiges beobachtet haben, aufgrund des Aussehen des Mordopfer, wieder an gewisse Details erinnert haben (nach dem Motto: Mensch, das Mädchen habe ich tatsächlich gesehen). Bei völliger Unähnlichkeit der Darsteller im FF für mich unmöglich! Warum immer diese pseudo-spannungsaufbauenden Szenen (Mutter auf dem Bett liegend). Schauen wir einen Tatort oder soll ein reales Verbrechen aufgeklärt werden? `Unterhaltungs-Sendung` ist der treffende Ausdruck, für diese Art von Filmfällen. Effekthascherei ohne detaillierten Informationswert! Nein, so nicht....

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#11

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 06.10.2013 02:28
von Hans • 18 Beiträge

Hallo,

Zitat
Zum Teil wurde extrem deutlich, dass die Drehbuchautoren einfach nicht überzeugend den Spagat zwischen dem FF eines real verübten Verbrechens (das aufgeklärt werden soll) und einer normalen (zum Teil kitschigen) "Unterhaltuns-Sendung" hinbekommen.


da hast du vollkommen Recht.

zum FF4:

vielen Dank für die Information Nadine.

Mir ist der Filmfall um Karabulut auch auf besondere Art und Weise aufgefallen.
Zunächst möchte ich vorwegnehmen, dass ich mir bewußt bin, dass ich mitunter eine vielleicht , naja, etwas spießige Meinung vertrete, aber ich denke meine Bemerkungen sind nicht ganz unberechtigt. Außerdem möchte ich das Opfer in keinster Weise diskreditieren.

Was genau haben wir in diesem Fall gesehen?

Ein türkischer Staatsbürger der in illegales Glücksspiel involviert ist und dabei betrügt. Betrug offenbar nicht nur bei Illegalem, sondern auch bei offiziellen Veranstaltungen.

Also das Motiv wird einem doch quasi auf dem Präsentierteller vor die Nase gehalten, oder nicht?
Ein Krimineller (und ich denke das Wort ist angebracht, trotz der so herzerweichenden Darstellung im FF), der in zwielichtige Aktivitäten verwickelt ist, dabei betrügt, auffliegt und letztendlich ermordet wird.

Natürlich müssen in einem Rechtsstaat auch die Rechte Krimineller gewahrt werden, ich will diesen Mord keinesfalls bagatellisieren.
Aber das solche Aktionen gewaltig nach hinten losgehen können, muss dem Opfer doch eigentlich glasklar gewesen sein. Meines Erachtens - ohne alle Informationen zu haben - mehr als gröbst fahrlässig.

Was mir nun negativ aufgefallen ist, war die Bagatellisierung der kriminellen Aktivitäten des Opfers im Filmfall: Die Worte "illegales Glücksspiel" sind - soweit ich weiß - nicht einmal gefallen. Genauso verhält es sich mit "Betrug".
Stattdessen geht das Opfer (hier gleichzeitig Täter) zu seiner Schwester und erklärt stolz seinen Poker-Analüzer (soll wahrscheinlich ein Analyzer sein) und alle sind fröhlich und happy, als ob das alles nichts besonderes sei und jeden Tag vorkomme.
Die Darstellung des kriminellen Gehaltes wurde völlig vernachlässigt.

Mein Eindruck ist, dass sich die Regisseure hier wieder ordentlich ausgetobt haben und eigentlich das 0815 Opfer-Täter-Bild (unschuld vs. schuld) wie in jedem anderen FF gezeichnet haben; aber dieses "heile-Welt-Schema" passt hier nun wirklich überhaupt nicht.

Ich habe mich zunächt auch durch die Darstellung einlullen lassen. Erst bei späterem Nachdenken fiel mir das auf, und dann las ich den Beitrag von Nadine.

Was meint ihr dazu?

ps: wenn mich nciht alles täuscht gab es die gleiche Problematik schonmal einen ähnlichen Fall, mit einem "Geschäftsmann" aus der nähe Hamburgs...


zuletzt bearbeitet 06.10.2013 02:42 | nach oben springen

#12

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 08.10.2013 10:25
von Haddock • 99 Beiträge

@ Hans: Ich würde deiner Sichtweise zustimmen.
Allerdings hat es ja bei XY eine gewisse Tradition, etwaige moralische oder gar strafrechtliche Verfehlungen des Opfers allenfalls anzudeuten.

Für mich ist es aber auch offensichtlich, dass die Verbrechensaufklärung inzwischen allenfalls sekundären Charakter hat. Ansonsten wird auf Teufel komm raus "unterhalten".

Was mir in diesem Zusammenhang besonders sauer aufstößt, ist die Lieblosigkeit und fehlende Akribie im Umgang mit wichtigen Informationen (u.a. in den Nachgesprächen).

Das alles stört mich deutlich mehr als der XY-Preis, an den ich mich inzwischen gewöhnt habe - einfach weil ich den Grund-Impetus, zu mehr Zivilcourage aufzurufen, sinnvoll finde.


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#13

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 08.10.2013 16:47
von Hans • 18 Beiträge

Ja, da hast du Recht, diese Andeutungen haben tatsächlich Tradition. Aber ich denke, dass es schon notwendig ist, zwischen etwaigen moralischen und strafrechtlichen Verfehlungen zu unterscheiden!

Sollten die Anschuldigungen gegen K. tatsächlich wahr sein, wäre es schon bemerkenswert, dass eine Sendung, die sich der Aufklärung von Verbrechen verschrieben hat, das Verschwinden eines Verbrechers im FF thematisiert.

Wenn einem all die Informationen aus dem FF Karabulut vorlägen, ohne die Sendung gesehen zu haben, und man dann die Frage stellte: Handelt es sich hier um das Opfer in einem FF oder um eine Fahndung als Studiofall/FF? - Ich wüsste nicht, was ich antwortete.

Fiktiver Sprechertext:

"Die Polizei bittet um Hinweise auf den Aufenthaltsort von Kadir K.
K. steht im Verdacht in den letzten Jahren zusammen mit einigen Komplizen einen hohen Betrag bei internationalen Pokerturnieren erschlichen zu haben. Hierbei bedienten sich die Täter z.T. auch technisch aufwändiger Gerätschaften.
Überdies soll K. auch in illegales Glückspiel verwickelt gewesen sein, möglichweise eine Verbindung ins Milieu der organisierten Kriminalität.
Nach der Rückkehr von einem Pokerturnier aus Zypern ist K. nun verschwunden. Ein Tötungsdelikt kann nicht ausgeschlossen werden.
Die Staatsanwalt hat für sachdienliche Hinweise eine Belohnung von XXXX Euro ausgelobt." o.ä.


zuletzt bearbeitet 08.10.2013 16:48 | nach oben springen

#14

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 08.10.2013 18:00
von Haddock • 99 Beiträge

Gute Idee, das mit dem Studiofall.
Volle Zustimmung!


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#15

RE: Sendung vom 25.09.2013

in XY-Hauptsendungen 08.10.2013 19:44
von Oma Thürmann • 708 Beiträge

Die Diskussion geht gerade in eine Richtung, die sowohl der deutschen Rechtsordnung als auch dem Geist der Sendung widerspricht: Für die Aufklärung eines Verbrechens sind weder moralische noch strafrechtliche Verfehlungen des Opfers relevant. In der Aktenzeichen-Geschichte gab es immer wieder "zwielichtige" Opfer, und Eduard Zimmermann hat regelmäßig darauf hingewiesen, dass der Status des Opfers keine Rolle spielt. Die Aufklärung der Tat dient dem Rechtsfrieden, es gibt keine "guten" und keine "bösen" Opfer.


Auch die neuen Blumen wird Heidi B. mit sich herumtragen, bis sie verwelkt sind.
Sie besitzt keine Vase und auch keinen Platz, wohin sie die Blumen stellen könnte. (19.06.1970, FF 2)

zuletzt bearbeitet 08.10.2013 19:45 | nach oben springen


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