#1

„YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 03.04.2025 15:12
von Miracle01 • 28 Beiträge

Hallo liebe Interessierte

Heute veröffentlicht WELT Online folgen Artikel:

Neue Erkenntnisse
Verletzter Mann saß nackt in Auto – Mysteriöser Kriminalfall „YOG’TZE“ nach 40 Jahren gelöst

https://www.welt.de/vermischtes/article2...en-geloest.html
Link: https://www.welt.de/vermischtes/article255855812/Verbrechen-Mysterioeser-Kriminalfall-YOG-TZE-nach-40-Jahren-geloest.html

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#2

RE: „YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 03.04.2025 15:29
von Jiri Brei • 639 Beiträge

Was ist denn an dem Fall jetzt bitteschön "gelöst"?
Nix, nada, niente!

Jahrzehnte lang war man sich einig, dass die Verletzungen NICHT vom Unfall stammen konnten, dass Stoll nackt überrollt wurde. Jetzt fährt er allein gegen die Böschung, trennt sich dabei fast komplett einen Arm ab und klettert dann auf den Beifahrersitz? Zwei Zeugen sehen unabhängig von einander Personen von der Unfallstelle laufen, auch nur Einbildung? Alle Fachleute, die sich mit dem Fall befasst haben sind auf einmal deppert?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass da nur jemand eine Akte schließen will...

JB


Mord verjährt nicht.
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#3

RE: „YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 03.04.2025 18:08
von Eckensteher • 32 Beiträge

Ein Hallo ins Forum,

Ich muss zugeben, ich war auch sehr erstaunt, als ich diese Artikel heute gelesen habe und kann mich da nur @Jiri Brei anschliessen.

Was gab es nicht alles für Theorien und nun war das so "einfach"?

Meine ersten Gedanken:

1.Der sagenumworbene "YGOTZE"-Zettel. Ich fand es damals schon seltsam, das die Ehefrau diesen Zettel einfach so entsorgt haben will. Mal abgesehen davon, das es sehr fahrlässig wäre mit einem Beweismittel so umzugehen habe ich mir vorhin überlegt, das die Frau unter den Angststörungen ihres Mannes gelitten hat und irgendwann war ich soweit in meinen Gedanken abgedriftet, das ich darüber philosiphiert habe, das diese FRau diesen Zettel erfunden haben könnte um einen Hilferuf zu senden, damit sie und ihr Mann Hilfe bekommen. Damit es nicht machweisbar ist entstand die Behauptung, das sie gedankenlos den Zettel weggeworfen hat.

Das seitens der Ermittelnden die (Nicht)existenz dieses Zettels als "nun ohnehin nicht mehr relevant" bezeichnet wird geht in die Gedanken meines Vorredners.

2. Ich erinnere mich noch daran, das einer (oder beide?) LKW-Fahrer eines zweiten Mann am Autowrack gesehen haben wollen, der einen (blutverschmierten) Anzug getragen haben soll und der dann im Wald verschwunden sein. Sollte damit der später wohl gesehene Anhalter gemeint gewesen sein hätte die Kleidung auffallen müssen, so es denn so war.

Soweit meine ersten Gedanken dazu.


From dream to dream we´re flowing like a neverending stream
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#4

RE: „YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 03.04.2025 23:35
von bastian2410 • 1.728 Beiträge

Sorry Freunde- aber die Annahme der Behörden ist ein reiner Witz.

Ich habe selten so ein Fall gesehen in der History von xy, bei dem so viele Anzeichen auf ein Fremdverschulden zeigen wie im YOGTZE- Fall.

Das Opfer soll sich ausgezogen und selbst überfahren haben? Ich hoffe sehr, dass es Angehörige des Opfers gibt, die gegen die Einstellung vorgehen.

Sollte wirklich der Fall aufgrund dieser Einschätzung eingestellt werden, wäre das für mich der (zweit-)größte Skandal in der Vergangenheit von xy. (der erste war die falsche Identifizierung eines unschuldigen Bankräuber, der 10 Jahre unschuldig im Knast verbracht hat)


Zwei Fälle, die wieder einmal nachdenklich machen, gerade im Hinblick auf das Anhalterunwesen." (Zitat Zimmermann FF 3 17.01.1986)
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#5

RE: „YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 05.04.2025 11:58
von Punker • 635 Beiträge

Diskussionen und Thesen ohne die Akten je zum Fall gesehen zu haben sind etwas ermüdend.

Ich warne davor, sämtliche alten Berichterstattungen sowie Gutachten als
" fehlerfrei' zu deklarieren.

Jeder, der sich mit XY intensiver beschäftigt hat, kennt den geschilderten Fall, den ich als sehr ungewöhnlich betiteln würde.

Den Fall habe ich damals als Teenager "live" im TV gesehen und ich fand ihn schwer verständlich und (hier tanze ich sicherlich aus der Reihe) als viel zu spekulativ.

Mir fehlte hier eindeutig der Blick auf den damaligen Zustand des Opfers als möglicher Erklärungsansatz. Ein mögliches Motiv für Fremdverschulden ist nicht richtig erkennbar. Zumal beim Opfer "nichts zu holen" war. Ein mysteriöses Leben für mich nicht ersichtlich...

Meiner Meinung nach wurde sich viel zulange an der Buchstabenkombination aufgehalten sowie ein Gutachten zur Grundlage genommen, dass von einem Überfahren des Opfers spricht.

Fakt ist: Es gibt keinen eindeutigen (!) Beweis eines Fremdverschuldens. Alle Ermittlungen führten ins Leere. Das heißt sicherlich nicht, dass es ein Unfall war, aber die neuen Anhaltspunkte sprechen eindeutig dafür und reihen sich förmlich in die vorhandene Aktenlage ein.

Allein die (nicht auffindbare?) Buchstabenkombination dürfte ganze Aktenschränke mit möglichen Erklärungsansätzen füllen. Jahrzehntelange Ermittlungen in jegliche andere Richtungen ergaben aber keine neuen Erkenntnisse, was letzten Endes eher immer wieder die Unfalltheorie bekräftigt.

Es verblieben also die Aussagen des Opfers selber, die alleine noch die These erhalten haben. ( Bei den Aussagen der LkW- Fahrers bzgl. eines Mannes, der um den Wagen stand, kann es sich möglicherweise um das Opfer selbst gehandelt haben. Hier kenne ich die dazugehörige Aktenlage nicht.)

Die neuerliche kriminalistische Untersuchung sowie zwei unabhängige Gutachten widersprechen aber nun mal einem Fremdverschulden eindeutig . Hier von einer Absicht auszugehen, dass man die Akten schließen will, wird der Sache meiner Meinung nach nicht gerecht.

Von einem Überfahren des Opfers, wie im ersten Gutachten erwähnt, ist keine Rede mehr, so dass sich der Ermittlungsstand deutlich vetändert hat.

Restzweifel werden sicherlich bleiben; vom Gefühl her würde ich diese aber als eher niedrig ansiedeln.

Meiner Meinung nach ist der Fall eher ein tragischer Unfall eines Menschen, der schwer erkrankt war. Er hat sich dann zu einem Mordfall durch das Verhalten des Opfers "verselbstständigt".

Es ist nur meine Meinung. Ich empfinde die Einstellung nur nicht als Skandal, sondern als logische Konsequenz. Mehr kann ein Staat m.E. mit so einem Fall nun wirklich nicht machen.

@bastian2410
Die Frau des Opfers ist laut Presse verstorben; die Tochter müsste ca. 45 Jahre alt sein. Ob sie gegen die Einstellungen der Ermittlung Einspruch erheben kann...da bist du der Fachmann.

VG und alles Gute!

zuletzt bearbeitet 05.04.2025 12:49 | nach oben springen

#6

RE: „YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 07.04.2025 10:18
von Jiri Brei • 639 Beiträge

Halten wir uns doch einfach an die bekannten Fakten:

Ich habe die Erstausstrahlung damals auch selber als Unterstufenschüler gesehen und erinnere mich noch eindringlich, wie im FF die Armverletzung von Stoll durch den LKW-Fahrer beschrieben wurde. Ein Arm war fast komplett abgetrennt (Fakt 1) und Stoll saß auf dem Beifahrersitz (Fakt 2) seine Schuhe waren ausgezogen (Fakt 3) und standen ordentlich vor dem Fahrersitz (autobild 27.5.2016). Der Autoschlüssel war abgezogen (Fakt 4, autobild). Stoll ist so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort stirbt (Fakt 5). Das Auto hat auf einer Länge von 60m Büsch und kleinere Bäume umgefahren (Fakt 6).

Wenn die aktuelle Begründung stimmt, dann hat Stoll seinen Golf allein und eigenständig auf der Autobahn bewegt, nackt und ohne Schuhe. Mit einer Geschwindigkeit, mit der man bis zum Stillstand noch 60 Meter Straßenbegleitgrün durchpflügen kann. Bei dem Unfall wird ihm ein Arm fast komplett abgerissen und er fügt sich weitere Verletzungen zu, die der Gutachter seinerzeit nicht mit Verletzungen "innerhalb des Fahrzeuges" in Verbindung bringen konnte (autobild). Er klettert im Wagen (an der geschlossenen Fahrertüre sind außen keine Blutspuren zu erkennen, wie man an dem jetzt erst veröffentlichten Foto sehen kann) auf den Fahrersitz, zieht mit der noch funktionierenden Hand den Zündschlüssel ab und wirft hin auf die Hutablage, dann verlassen ihn die Kräfte und er stirbt.

Ich bleib dabei...
Schon in dem Artikel der autobild von 2016 wird sehr deutlich, dass der Kommissar von den ganzen Hobby-Detektiven aus allmystery sichtlich genervt ist und ich denke, dass das eine Motivation sein kann, den Fall (zumindest offiziell) nach jetzt 40 Jahren für abgeschlossen zu erklären.
Aktendeckel zu, Affe tot.

JB


Mord verjährt nicht.
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#7

RE: „YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 15.04.2025 11:23
von Jiri Brei • 639 Beiträge

PS: Ich hoffe nur, die Redaktion kommt nicht auf die Schnapsidee, uns den Fall am Mittwoch als "XY gelöst" aufzutischen...!


Mord verjährt nicht.
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#8

RE: „YOG'TZE“ Fall gelöst - Günter Stoll

in Filmfälle 16.04.2025 23:24
von ug68 • 814 Beiträge

Hallo Jiri Brei, in der Sendung ja (zum Glück) doch nicht, im Internet, (ZDF-Homepage) allerdings schon. So ein bisschen zumindest: In eher kleiner Schrift heißt es da zuerst: "Aktenzeichen-XY-Fall aufgeklärt", dann aber die große, wie ich finde auch passendere, Überschrift:

Nach 41 Jahren: Wende im Cold Case Yogtze

Gruß, Uli


Das ist der Rollstuhl, meine Damen und Herren, den die Täter in Neckargemünd benutzt haben“.

Eduard Zimmermann am Schluss eines sehr kurzren Filmfalles, nachdem einer der beiden Täter nach seiner „Wunderheilung“ den nicht mehr benötigten Rolli aus dem Film direkt ins XY-Studio geschoben hatte. Ede fing ihn schließlich äußerst elegant auf.

XY 181 vom 29.11.1985; FF 3; Kripo Heidelberg: Raubüberfall mit Rollstuhl.
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