#1

5.11.1990 SF5 (Kripo Berlin) Fahndung nach unbekanntem Mann mit Eisentstange am Vereinigungstag

in Studiofälle 22.06.2014 12:04
von Haddock • 99 Beiträge

Hallo,

in der XY-Sendung vom 5.11.90 wurden die schweren Krawalle vom Vereinigungstag (3.10.90) auf dem Berliner Alexanderplatz aufgegriffen.
Dabei wurde - übrigens von Annette Judt im damaligen Studio Berlin - wegen versuchten Mordes ein Mann gesucht, der mit einer Eisenstange eine Polizistin schwer verletzt hatte.
Die Szene wurde auch auf Video gezeigt.
Weiß jemand, ob der Fall geklärt wurde?

Schöne Grüße

Haddock


zuletzt bearbeitet 31.10.2015 20:45 | nach oben springen

#2

RE: 5.11.1990 SF5 (Kripo Berlin) Fahndung nach unbekanntem Mann mit Eisentstange am Vereinigungstag

in Studiofälle 31.10.2015 20:48
von Heimo • 1.285 Beiträge

Es hat sich niemand gemeldet. Ich meine aber, dass mal bei XY eine Aufklärung vermeldet wurde. Vielleicht kann @schildi helfen.

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#3

RE: 5.11.1990 SF5 (Kripo Berlin) Fahndung nach unbekanntem Mann mit Eisentstange am Vereinigungstag

in Studiofälle 31.10.2015 22:12
von Oma Thürmann • 731 Beiträge

1997 wurde ein 31-jähriger Schotte in Berlin angeklagt und freigesprochen. In Aktenzeichen wurde meines Wissens nicht darüber informiert. Hier die Berichte aus der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier:

20.02.1997
Anklage wegen Mordversuchs an Polizistin "Ich habe schreckliche Angst gehabt"
Von Fred Hasselmann
Ein 31jähriger Schotte steht seit gestern wegen versuchten Mordes an einer Polizistin vor Gericht. Er soll am 3. Oktober 1990 auf einer Anti-Einheits-Demo auf dem Alexanderplatz in Mitte die damals 22jährige mit einer Eisenstange niedergeschlagen haben. "No, no." Der angeklagte Schotte will nichts sagen. Kein "Yes", kein Kopfschütteln, kein Schulterzucken. Regungslos folgt er den Worten der Übersetzerin, hört sich gelangweilt die Anträge seiner Verteidiger an. Die monieren die "blumige Sprache" der Anklageschrift, beklagen angeblich fehlende Akten und vor allem, daß die beiden niederländischen Informanten, nach deren Hinweisen Alan C. im Januar vorigen Jahres in Amsterdam festgenommen worden ist, bisher nicht "namhaft" gemacht wurden. Doch die Anträge werden abgeschmettert. Für die Anwältin steht die Anklage - versuchter Mord - dennoch auf wackligen Füßen. Die 35. Strafkammer wollte den Prozeß nicht führen. Für sie stand lediglich schwerer Landfriedensbruch und Körperverletzung zur Debatte. Für Manuela T. sind die Minuten im Zeugenstand wie ein Alptraum. Nur schwer kann sie ihre Tränen unterdrücken, eine Sozialbetreuerin sitzt an ihrer Seite. Die heute 29jährige hat die Ereignisse vom 3. Oktober 1990 noch immer nicht psychisch verarbeitet. Jetzt werden die Erinnerungen wieder aufgewühlt. Rund 800 der linken Szene zugehörigen Demonstranten hatten die Polizei am Tag der Einheit in einer Straßenschlacht mit Flaschen und Steinen beworfen. Als der Befehl "Rückzug" kam, wollte die junge Frau zurück zum Polizeiauto. Doch die Tür des Einsatzfahrzeuges war von innen verriegelt. "Ich hatte schreckliche Angst, fühlte mich plötzlich allein", erinnert sich Manuela T. Als sie sich umdrehte, schlug ein fremder Kapuzenmann mit einer Stange zu. Sie prallte von ihrem Helm und verletzte ihre linke Schulter. Diagnose: schwere Gehirnerschütterung und Kapselriß am Ellenbogen. Manuela T. erkennt den Schläger im Saal wieder. Bei früheren Vernehmungen war sie sich allerdings nicht so sicher, hatte den mutmaßlichen Täter nicht eindeutig identifiziert. "Ich wollte keinen Falschen belasten", sagt sie leise. Immer wieder entschuldigt sie sich mit der langen Zeit, die seit dem vergangen ist. Auch ihre Kollegen, die damals bei dem Einsatz dabei waren, glauben, daß der Angeklagte mit dem Schläger vom Alex identisch ist. Auf einem Video - von ehemaligen Stasi-Kameras aufgenommen - sowie auf Fotos wollen sie Alan C. erkannt haben. Nicht zuletzt wegen seines "stechenden Blicks" und seines "markanten Gesichts". Nach C. war bundesweit - unter anderem bei Aktenzeichen XY - gefahndet worden. Der Prozeß wird am 3. März fortgesetzt.
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/an...90,9241540.html

03.04.1997
Mordversuch an Polizistin? Angeklagter freigesprochen
TIERGARTEN - Der Mordversuch an der Polizistin Manuela T. (29) bleibt ungesühnt: Der angeklagte Schotte Alan C. (31) wurde vom Landgericht freigesprochen. Fast sechs Jahre lang hatte die 4. Mordkommission nach einem Polit-Chaoten gesucht. Ein Unbekannter hatte der zierlichen Frau am 3. Oktober 1990 bei Krawallen am Rande der offiziellen Vereinigungsfeiern auf dem Alexanderplatz eine etwa 1,80 Meter lange Eisenstange auf den Kopf geschlagen. Ihr Helm rettete der Polizistin das Leben. Sie erlitt trotzdem eine schwere Gehirnerschütterung, hat das Erlebnis bis heute psychisch nicht verarbeitet (KURIER berichtete). In Alan C. (31), der am 7. Januar vergangenen Jahres nach einem Tip aus der Drogenszene in Amsterdam festgenommen und anschließend ausgeliefert wurde, sah die Staatsanwaltschaft den Mann mit der Eisenstange. Ein Videofilm hatte die brutale Szene festgehalten - allerdings aus sehr großer Entfernung. Manuela T. war sich vor Gericht ziemlich sicher: "Ich erkenne ihn wieder." Für das Gericht reichten die Beweise dennoch nicht aus. Alan C. schwieg im Prozeß. Mit dem Freispruch hat der gelernte Tischler nun auch Anspruch auf Entschädigung für die einjährige Untersuchungshaft. Ein Justiz-Experte: "Das sind 20 Mark pro Hafttag. Eventuell bekommt er auch Verdienstausfall erstattet." kah
http://www.berliner-kurier.de/archiv/mor...02,7434700.html


Auch die neuen Blumen wird Heidi B. mit sich herumtragen, bis sie verwelkt sind.
Sie besitzt keine Vase und auch keinen Platz, wohin sie die Blumen stellen könnte. (19.06.1970, FF 2)

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#4

RE: 5.11.1990 SF5 (Kripo Berlin) Fahndung nach unbekanntem Mann mit Eisentstange am Vereinigungstag

in Studiofälle 01.11.2015 02:50
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Heimo!
Ich glaube, die Aufklärung wurde in XY nicht bekanntgegeben. Sollte ich mich in diesem Punkt geirrt haben, so bitte ich mich zu entschuldigen.
So denn, einen schönen Gruß von schildi

Wenn du das schon nicht weisst und auch die Oma mir vehement widerspricht, dann werde ich es wohl falsch in Erinnerung behalten haben.


"Bitte denken Sie daran! Wer uns nicht einschaltet, der kann uns nicht sehen!" (Schlußwort von Butz Peters aus der Sendung vom 06.10.2000)
"Er bestellt sich zwar ein Bier, aber trinken wird er es nicht mehr." (Sprechertext Wolfgang Grönebaum aus dem YOGTZE-Fall, FF 1, 12.04.1985)
"Die Kriminalität hat manchmal ein häßliches Gesicht." (Zitat von Ede aus der Sendung vom 11.12.1981 wegen einem schrecklichen Bild von einem unbekannten Toten)

zuletzt bearbeitet 01.11.2015 09:59 | nach oben springen



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