#1

FF1 22.04.1977 Mord an Luise St. (Taschentuchmord)

in Filmfälle 03.06.2014 21:51
von MSVFan • 33 Beiträge

Liebe XY-Fans,

als Mülheimer habe ich großes Interesse an weiteren Informationen zum o.g. Mordfall an der Mülheimer Lehrerin. In meinem Blog habe ich dazu bereits einen Artikel verfasst, die Informationen hierzu sind allerdings leider nur aus XY selbst und aus der Hörzu-Serie von Friedhelm Werremeier. Der Fall ist bis heute ungeklärt, war aber - vor allem aufgrund des Spleens der Lehrerin, die Liebesbriefe ihrer Männerbekanntschaften zu korrigieren und benoten - recht interessant.

Hier ein Link zu dem von mir geschriebenen Text (ich hoffe gestattet): http://www.blogxy.de/?p=1008

Vielleicht kann sich jemand der äteren Generation sogar noch an weitere Einzelheiten erinnern oder hat eine Idee (Stadtarchiv? WAZ?), wo man an weitere Informationen kommen könnte.

Gruß
MSVFan


zuletzt bearbeitet 03.06.2014 21:52 | nach oben springen

#2

RE: FF1 22.04.1977 Mord an Luise St. (Taschentuchmord)

in Filmfälle 06.06.2014 09:44
von Jiri Brei • 535 Beiträge

Hallo,
wenn Du vor Ort bist, wäre eine Anfrage, ob privaten Recherchen bei der lokalen Zeitung möglich sind sicher ein guter Ansatz. Manche Zeitungen bieten sogar einen entsprechenden Service und kopieren und versenden die gesuchten Artikel sogar (gegen Kostenerstattung).

JB


Mord verjährt nicht.
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#3

RE: FF1 22.04.1977 Mord an Luise St. (Taschentuchmord)

in Filmfälle 23.10.2014 18:39
von MSVFan • 33 Beiträge

Ich war heute im Stadtarchiv und habe ein Stündchen alte Zeitungsartikel der WAZ durchgeblättert, namentlich die Monate März und April 1965. Hochinteressant, nicht nur wegen der umfangreichen Artikel zum Mord an Luise St.! Hier werde ich in den kommenden Tagen den Blogeintrag durch ein paar Hintergrundinformationen noch erweitern, die mir bis dato unbekannt waren.

Kann ich im Allgemeinen jedem nur empfehlen. Die Nutzung des Stadtarchive ist idR kostenlos - bei uns in Mülheim gibt es sämtliche Ausgaben der regionalen und lokalen Zeitungen monatlich oder zweimonatlich gebunden, auch Kopien können gegen ein geringes Entgelt vor Ort gemacht werden. Nicht nur, um weitere Informationen zu den hier disktuierten Fällen zu erhalten, auch so ist das Blättern in alten Zeitungen ein echtes Erlebnis.


zuletzt bearbeitet 23.10.2014 18:40 | nach oben springen

#4

RE: FF1 22.04.1977 Mord an Luise St. (Taschentuchmord)

in Filmfälle 23.10.2014 20:20
von Heimo • 1.320 Beiträge

Zum Fall kann ich nichts beisteuern. Deine Erlebnisse kann ich aber nachvollziehen, habe ich auch schon gemacht. Hin und wieder habe ich auch in mir fernen Städten bei den Archiven angerufen. Den musste ich erläutern, was ich wollte... denen war ich ziemlich suspekt.

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#5

RE: FF1 22.04.1977 Mord an Luise St. (Taschentuchmord)

in Filmfälle 25.10.2014 00:07
von Rickybaby1977 • 299 Beiträge

Ich kann noch eine kleine Anekdote zu dem Fall beisteuern:
Vor einigen Wochen lief im Zdf im Rahmen der Serie "37 Grad" eine Doppelfolge zum Thema Rechtsmedizin. Als TV-Junkie mußte ich das natürlich sehen. Unter anderem wurden auch Rechtsmediziner in Duisburg nach ihren Erfahrungen befragt. (Oft sehr beklemmende Interviews, weil die Antworten der Ärzte klar machten, dass ein großer Bereich der Rechtsmedizin auch dem Aufspüren und Nachgehen von Mißhandlungen bei Kindern gehört. Also in der Regel meist eine eher sehr traurige Geschichte, die wenig mit Rätsel lösen und Mysterien aufstöbern zu tun hat.) Jedenfalls konnte man an einer Stelle der Doku sehr genau das Plakat zur Suche nach dem Mörder von Louise St. sehen, was die Leute offensichtlich immer noch in der Rechtsmedizin dort hängen haben. Ich muß sagen: Mir hat das sehr imponiert. Meiner Meinung nach strahlte dieses Plakat eine gewisse "Message" aus, die ich auch hier im Forum oft meine zu bemerken, und die "Außenstehenden" ( also XY-Fremden...) fremd sein dürfte: Es ist sicher schwer in Worte zu fassen, aber ich versuchs mal dennoch.
Kürzlich erzählte ich einer Freundin von meinem "Hobby", mir alte Xy-Fälle anzusehen. Sehr bald brachte sie vor, das sei "irgendwie eine Form von Leichenfledderei". Es war ungeheuer schwer, ihr klar zu machen, dass ich persönlich genau das Gegenteil empfinde.

Es ist niemand vergessen. Schicksale bleiben in Erinnerung. Der Respekt vor dem Schicksal der späteren Opfer ist geradezu Voraussetzung, um auch nach 30 Jahren einen ungelösten Fall zu sehen und sich darüber auszutauschen.
Und genau auf dieser Schiene verstehe und interpretiere ich das Plakat von Louise St. bei der Rechtsmedizin Duisburg... Hier wird nichts vergessen. Wir bleiben dran. Und Mord verjährt nicht.

P.S.: Ich nehme an, die Doppelfoge gibts noch in der Mediathek vom ZDF zu sehen. Ich würde euch ja auch schon einen Link dazu liefern, wenn ich könnte. Aber wie sagte Ede schon mal sinngemäß: "Der Umgang mit der Technik (ich glaub, es war bei ihm ein Telefon) ist mir nicht immer gegeben .

Love & Peace von Ricky & Lotty
.


"Ich kann nicht alleine sein mit einem ungeklärten Fall." (aus: "Rücksicht" von Hoffmann & Hoffmann 1978)
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#6

RE: FF1 22.04.1977 Mord an Luise St. (Taschentuchmord)

in Filmfälle 30.10.2014 18:52
von MSVFan • 33 Beiträge

Vielen Dank für den kleinen Einschub. Die 37 Grad Sendung kann hier in der Mediathek angeschaut werden: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v.../Unter-Verdacht

Das Fahndungsplakat im Mordfall Luise St. habe ich bei meinen Recherchen im Stadtarchiv auch in der Zeitung gefunden, leider dort recht unscharf, so dass man nichtmal die Fragen der Polizei an die Bevölkerung richtig lesen konnte. Irgendwo müssten diese Fahndungsplakate aber ja auch archiviert werden, zumindest ja in den Akten der Polizei. Würde gerne zu den Fällen auch solche Plakate in meinem Blog veröffentlichen, leider zahlt man im Stadtarchiv für vernünftige Digitalfotografien der Zeitungsausschnitte schon ordentlich Geld - und die Nutzungsrechte für so'n Blog hat man damit immer noch nicht!

Der Blog-Beitrag wurde übrigens durch die Infos aus dem Stadtarchiv ergänzt, am meisten überraschte mich, dass in XY überhaupt nichts über den weißen Wagen berichtet wurde. Die einzige Erklärung müsste ja sein, dass sich die Spur in den 12 Jahren zwischen Mord und Ausstrahlung als falsche Fährte herausgestellt hat. Das kriegt man aber wohl durch Recherchen in den Zeitungsarchiven kaum raus. Ich wusste bisher ebenfalls nicht, dass die Rollos der Wohnung bis auf eines heruntergelassen waren, aber nirgendwo Licht brannte. Außerdem stand in der Zeitung, dass in einem Aschenbecher zwar Asche gefunden wurde, aber keinerlei Zigarren- oder Zigarettenstummel - auch davon war in XY keine Rede, man sieht im Gegenteil im Aschenbecher einen Zigarettenstummel liegen.

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