#16

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch.

in Filmfälle 03.04.2010 21:43
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Ich gehe davon aus, dass eine vierte Person entweder den Mann oder die Frau töten und die beiden anderen Familienmitglieder als Zeugen beseitigen wollte. Und bei der Flucht hat der Täter wohl angenommen, dass alle drei tot sind.

Und dass der öffentlich vorab angekündigte Fall (bisher) nicht ausgestrahlt worden ist, liegt wahrscheinlich nicht an einem Rückzieher der Polizei, denn sie fahndet ja bis heute auf ihrer Webseite öffentlich in dieser Sache.

Es liegt wohl an redaktionellen Umplanungen. Falls hier jemand von der XY-Redaktion mitliest: Ihr solltet in solchen Fällen eine kurze Meldung machen und diese von dem Mann für Sport und Mord in der Sendung verlesen lassen. Oder dies zumindest aber auf der Webseite der Sendung kurz vermelden.
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#17

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch.

in Filmfälle 03.04.2010 22:03
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Jetzt nochmal zu der ermordeten Silke, gilt aber auch für diesen merkwürdigen ermordeten YOGTZE-Mann von der Sauerlandlinie und für die junge ermordete Frau aus dem Fall mit dem Topfdeckel um den Bauch:

Alle drei hatten offenbar Ängste/Vorahnungen, ermordet zu werden. Und keiner ist zur Polizei gegangen oder hat sonstwie versucht, sich irgendwo anderweitig zu verstecken zumindest für eine Weile. Stattdessen blieb die Silke frühmorgens allein daheim und die beiden anderen Opfer gingen jeweils allein bei Dunkelheit aus dem Haus. Das soll die Taten nicht entschuldigen, aber leichtsinnig ist dies schon.
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#18

Re[2]: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch.

in Filmfälle 03.04.2010 22:51
von Rickybaby1977 • 299 Beiträge
. Ich halte diese Familienvariante für sehr unwahrscheinlich.

Wahrscheinlich habt ihr recht. Es sei denn, die vierte beteiligte Person käme direkt aus dem Familienkreis. Natürlich reine Spekulation.

Aber gegen die Familientragödie spricht noch folgendes: Man hat ja sicher von den drei Familienmitgliedern Schmauchspuren-Tests von den Händen genommen. Dann hätte man ja eine sichere Aussage treffen können, ob und wer von den drei Opfern geschossen hat. Das scheint den Presseberichten nach wohl nicht der Fall gewesen zu sein. Folglich MUSS doch eine vierte, bislang unbekannte Person der Täter sein.

Was man sicher auch in Betracht ziehen muß: Vielleicht ist es ja bis heute zu keiner Aussage der Tocher gekommen, weil sie - ungeachtet der autistischen Erkrankung - tatsächlich gar nichts mitbekommen hat. Die Ermittlungen haben ja bei der Rekonstruktion der Tat ergeben, dass
die Waffe mit einem Schalldämpfer versehen war.

Meine Güte - je mehr man sich mit dem Fall beschäftigt, desto rätselhafter wird er. Ich frage mich jetzt auch, ob der Fall für XY bereits abgedreht und dann rausgenommen worden ist. Oder ob für die Redaktion schon länger feststand, dass es zu keiner Verfilmung/Ausstrahlung kommt. Ich finde auch: Man hätte die Zuschauer in irgendeiner Form über die geänderten Filmfälle in der letzten Sendung informieren müssen. Sonst gehen eben die Spekulationen los...

Gruß, Ricky
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#19

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch.

in Filmfälle 03.04.2010 23:22
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
@Ricky

so ist es halt immer. Je mehr man diskutiert, desto mehr Fragen stellen sich am Schluß.

@yxZR72

Es ist auch immer die Frage, wie das Unfeld mit solchen Leuten umgeht, die denken, sie könnten jederzeit Opfer von Verbrechen werden. Sind wir mal ehrlich, in 99% der Fälle ist ja auch Einbildung. Und der Gang zur Polizei ist halt schwer. Erstens können die in diesem Fall nichts tun, zweitens kommen wahrscheinlich mehrere solche Leute am Tag auf eine Polizeistation. Was machst du, wenn deine Frau/Freundin sagt, sie werde morgen Opfer eines Verbrechen. Die meisten denken erstmal, die spinnt.

In solchen Fällen muss halt abwägen und einen Weg finden, wie am besten mit dieser Situation umgeht.

Das mit den Schmauchspuren ist wirklich ein Argument, obwohl diese Spuren auch vorhanden sein können, wenn man nicht schießt. (Schüsse aus nächster Entfernung)

Aber wirklich, eine Familiensache ist wirklich ausgeschlossen. Möglich ist alles, aber bei einem erweitertem Suizid beseitigt ja man keine Spuren.
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#20

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichen)

in Filmfälle 03.04.2010 23:38
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Ich habe mir erlaubt, damit wir nicht in naher Zukunft den Überblick verlieren, die Überschrift des Threads von Rickybaby1977 zu ändern und habe den Zusatz "Doppelmord Babenhausen ergänzt. Wir haben jetzt doch zwei Fälle miteinander vermischt, die aber wegen der örtlichen Parallelen durchaus in einem Thread behandelt werden können und mir das auch durchaus sinnvoll erscheint..

Ich hoffe, das ist in Ordnung. Sollten sich dich daher Veränderungen in den Fällen ergeben, bitte in diesem Thread posten und nicht bei der allgemeinen Diskussion über die Sendung.
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#21

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 04.04.2010 11:48
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Hier noch eine ältere Meldung zum ersten Fall, wo deutlich wird, wie schlimm sich die Lage (zusätzlich zum eigentlichen Mord) für die Hinterbliebenen in einem solchen Fall darstellt:


Ungeklärt: Silke Schroth (31) aus Babenhausen wurde vor 1 Jahr zu Hause erschlagen

"Es war am 2. Mai des vergangenen Jahres, am Vormittag. Ausnahmsweise verlässt der Ehemann einmal sehr früh das Haus – eine der Merkwürdigkeiten. Als er nach Stunden zurück kommt, die Wohnungstür aufschließt, seiner Frau ruft, Türen öffnet, findet er sie. Blutüberströmt. Erschlagen. Die Polizei wird wenig später feststellen, dass der Todeszeitpunkt sehr nahe beim Verlassen der Wohnung durch den Ehemann liegt. Tatwaffe und Motiv fehlen. Die Ehe des jungen Paares in Babenhausen gilt als vorbildlich, überaus liebevoll. Beinahe wie in einem Märchen. Viele Zärtlichkeiten, keine bösen Worte. Doch die äußeren Umstände sprechen gegen den Ehemann. In verzweifelter Trauer um seine geliebte Frau steht er schnell unter dem Verdacht, die schreckliche Tat selbst ausgeführt zu haben...Unterdessen quälen sich die engsten Verwandten mit der Frage, ob der Täter mit ihnen an einem Tisch sitzt...Der Bruder hat – wie seine Mutter – so gut wie keinen Kontakt mehr zum Ehemann und dessen Familie. Der 30 Jahre alte Witwer sagte vor einiger Zeit gegenüber dem „Darmstädter Echo“: „Das schlimmste Opfer ist meine Frau – dann komme ich.“ Quelle: Echo


Quelle: http://www.odenwald-geschichten.de/odenwald_geschichten_18_50.html
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#22

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 04.04.2010 23:25
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Ich glaube, es gibt nichts schlimmeres, wenn man nach so einem Verlust eines geliebten Menschen selbst in Verdacht gerät. Ich bin mir sicher, dass es der Ehemann nicht war, die Ermittlungen sind ja gegen ihn ja auch eingestellt, aber solange nicht der wahre Mörder gefaßt wird, bleibt immer ein Makel. Das sein Umfeld darauf so reagiert, finde ich sehr traurig.
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#23

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 06.04.2010 01:44
von Rickybaby1977 • 299 Beiträge
Ich habe mir den Fall Silke Sch. nochmal auf unserem Lieblingsportal angesehen und hab mal die Kommentare dazu gelesen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich sie aufgrund der doch manchmal recht eigenwilligen Rechtschreibung nicht verstehe... Jedenfalls gab mir ein ganz kurzer Hinweis doch einiges an "Denkfutter". :

Was ist, wenn Silke Sch. wirklich in ihrem "früheren" Leben (z.B zu ihrer Studentenzeit?) als Prostituierte gearbeitet hat? Ich glaube jeder weiß mittlerweile, wie hart es für die Frauen nach einer solchen "Lebensphase" ist, ohne Schaden zu nehmen, wieder auszusteigen. Folgt man dieser Theorie entschlüsseln sich plötzlich sämtliche Rätsel um diesen Fall mühelos:

Die permanente Angst des späteren Opfers war selbstverständlich die ganzen Jahre über real.Einfach ein ehemaliger Zuhälter, der sich mit ihrem Ausstieg nie abgefunden hat und sie über Jahre hinweg unter Druck gesetzt hat. Und eventuell hat sie ja wirklich dem Ehemann nichts über ihre diesbezügliche Vergangenheit gesagt. Wäre ja auch verständlich.In diesem Fall wäre es auch ein leichtes, das spätere Opfer zu erpressen.

Es gibt plötzlich ein klares Motiv.: Nämlich für andere Prostituierte, die auch aussteigen wollen, ein "Exempel" statuieren. (Klar - ein grausamer Gedanke, aber sicher nicht ganz neu...) Oder nicht mehr gezahlte Erpressungssummen.

Sogar die Frau, die sich nach ihr erkundigt hat drei Tage vor dem Mord bekommt dadurch für mich einen völlig neuen Aspekt: Was ist, wenn sie nicht eine Komplizin des Täters war, sondern im Gegenteil: Vielleicht wollte diese Frau sogar Silke Sch. WARNEN. Dann wäre auch klar, warum sie sich auch nach dem Mord nicht bei der Polizei gemeldet hat. Vielleicht war die Gefahr zu groß, dass sie dann die nächste auf der Liste gewesen wäre...

Natürlich sind das alles Spekulationen. Und ich möchte mich auch ausdrücklich schon jetzt bei Leuten entschuldigen, die das Opfer persönlich kannten und diese Theorie für völlig abwegig halten. Nur kommt man manchmal im Leben der Wahrheit näher, wenn man alle möglichen Aspekte einer Sache beleuchtet. Auch die unangenehmen.

Was haltet ihr von meiner Theorie, bzw. von der "geklauten" Theorie aus der Tube?

Gruß, Ricky
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#24

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 06.04.2010 11:37
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Klingt in sich schlüssig, es könnte so gewesen sein. Man kann davon ausgehen, dass die Polizei diese Variante auch gecheckt hat, aber auch dadurch ist man bisher ja nicht zum Täter gekommen.

Genauso könnte es sein, dass die Frau sich durch etwas anderes einen Todfeind zugezogen hat, z.B. ein hartnäckiger Verehrer, der bei ihr nicht zum Zuge kam, oder ein Ex-Freund, der was wiederaufleben lassen wollte. Oder sie hatte mal ne Affäre und sich den Zorn einer eifersüchtigen Frau zugezogen (kann ja auch eine Täterin gewesen sein). Vielleicht hatte sie auch Schulden bei Person X. Oder sie ist mal Zeugin eines Verbrechens geworden und der Täter wollte sichergehen, dass sie dauerhaft schweigt. Evtl. hat sie wen erpresst. Es gibt also viele Möglichkeiten.

Dass die andere Frau, die kurz vor der Tat in Sachen Mädchennamen da auftauchte (um zu warnen? oder um zu vermitteln?), sich nicht gemeldet hat, kann daran liegen, dass sie den Täter kennt und Angst vor ihm hat. Oder ihn schützen will, weil sie vielleicht mit ihm verwandt ist. Oder weil sie selbst die Mörderin ist.
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#25

Re[2]: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 07.04.2010 12:28
von Moskito6 • 78 Beiträge
xyzuschauerseit72> Oder weil sie selbst die Mörderin ist.

Eher unwahrscheinlich. Weltweit gibt es kaum Fälle wo eine Frau die andere erschlägt oder ersticht. Dies sind wenn es geschieht wirklich große Ausnahmen.
Zudem schien diese Frau auch älter zu sein, mit dem Täter könnte sie aber durchaus schon zu tun haben.

Auf das Opfer wurde mit einer derartigen Gewalt eingeschlagen (ihr wurde u.a.mehrmals massiv ins Gesicht geschlagen) , so dass es sich beim Täter nur um einen Mann handeln kann, nämlich um einen Mann der die Lebensumstände des Opfers offensichtlich bestens kannte und der weder Sex noch Wertgegenstände von ihr haben wollte.

Handelt es sich um den großen Unbekannten aus der Vergangenheit
der jungen Frau oder sind Märchen (Quelle:Echo) manchmal doch zu schön um wahr zu sein?
Fakt ist, es gibt wohl leider nichts Neues in dem Fall und keine neuen Ansätze, aber das Gute ist, dass die Kripo und Sta manchem Täter der sich zu sicher wähnte, noch nach Jahrzehnten auf die Schliche kam.
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#26

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 07.04.2010 14:57
von Rickybaby1977 • 299 Beiträge
Je länger ich mich mit dem Fall beschäftige, desto eindeutiger ist für mich, dass Silke Sch. in der Vergangenheit "Schuld" auf sich geladen hat. Und zwar in einer Form, die es ihr unmöglich gemacht hat, sich irgendwem zu offenbaren. In der Hinsicht scheiden dann eigentlich Dinge wie Verbrechen beobachtet, Schulden etc. aus, weil es da keinen plausiblen Grund gibt, warum sie sich nicht zumindest ihrem Ehemann offenbart hat. Alles deutet ja auch irgendwie auf eine Beziehungstat, was dann auch eine Erklärung wäre, warum der Ehemann nichts wußte.

Was mich beim Filmfall irritiert: Einerseits wird ja beschrieben, dass das spätere Opfer deswegen oft zu den Geschäftsfahrten ihres Mannes mitgefahren ist, weil sie halt nicht alleine zu Hause bleiben wollte. Als sie dem Ehemann nach dem Telefonat mit der Mutter für die nächste Dienstfahrt am kommenden Morgen absagt, bekommt man eher den Eindruck, als müsse sie sich für ihr Fernbleiben bei ihm entschuldigen. ("Es geht doch bestimmt auch ohne mich...") Ich habe beim Gucken des Filmfalls immer wieder im Hinterkopf: Und wenn das abendliche Gespräch nach dem Anruf ihrer Mutter völlig anders verlaufen ist? Zumindest kriegt man ja als Zuschauer den Eindruck, als gäbe es keine Zeugen für den Abend vor dem Verbrechen. Alles wird harmonisch beschrieben, aber was ist, wenn der Ehemann total sauer war, weil sie so kurzfristig für die Fahrt abgesagt hat. (Du und deine Mutter... Warum kann die das Geschenk nicht selber einkaufen? Warum ruft die erst jetzt an? Jedes mal, wenn die anruft, springst du sofort...etc.)
Man(n) kennt das...
Ich finde den Aspekt deswegen so wichtig, weil Silke Sch. ja nur durch dieses Telefonat an diesem Morgen zufällig(!) alleine zu Hause war. Und das war ja wohl sozusagen "Vorraussetzung" für den Mord. Schon sehr, sehr seltsam.
Zu DNA- Spuren bei dem Fall wurde ja nichts gesagt, oder hab ich da was überhört? Auch das finde ich mehr als bemerkenswert, bei dem beschriebenen Ablauf der Tat.

Grüße, Ricky
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#27

Re[3]: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 07.04.2010 20:09
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Moskito6>Auf das Opfer wurde mit einer derartigen Gewalt eingeschlagen (ihr wurde u.a.mehrmals massiv ins Gesicht geschlagen) , so dass es sich beim Täter nur um einen Mann handeln kann

Ob man eine Frau hier wirklich pauschal ausschließen kann? In Extremsituationen können Frauen Kräfte entfalten, die man ihnen gemeinhin nicht zutraut.


Allgemein: Die Entscheidung, dass Silke Sch. ein paar Stunden morgens allein daheim ist, viel ja erst am Vorabend. Davon können also nur wenige Leute gewusst haben, was für einen Täter/Täterin aus dem engsten Umfeld spricht.
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#28

Re[4]: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 07.04.2010 20:26
von Moskito6 • 78 Beiträge
Moskito6>>Auf das Opfer wurde mit einer derartigen Gewalt eingeschlagen (ihr wurde u.a.mehrmals massiv ins Gesicht geschlagen) , so dass es sich beim Täter nur um einen Mann handeln kann

xyzuschauerseit72>Ob man eine Frau hier wirklich pauschal ausschließen kann? In Extremsituationen können Frauen Kräfte entfalten, die man ihnen gemeinhin nicht zutraut.

xyzuschauerseit72, sei mir bitte nicht böse, aber die Spekulation das eine Frau die Gewalttäterin und Mörderin sein könnte, ist gerade in diesem Fall und statistisch gesehen mehr als unwahrscheinlich.
Diese Diskussion hier driftet so ins Fantasieland ab.

Auch das "ungewöhnliche und ominöse" Fantom löste sich wie allseits bekannt in Luft auf, siehe:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,511094,00.html
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#29

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 07.04.2010 23:52
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Also die Prostituierten- Variante hat was. Da die Polizei aber von einer Beziehungstat ausgeht, und in diesen Fällen das persönliche Umfeld der Opfer immer ganz genau untersucht wird, frage ich mich natürlich, ob so ein früheres Leben sich verbergen lässt. Möglich, das der Ehemann von diesem Leben nichts gewußt hat, verstehe ich ja; aber Mutter, beste Freundin etc. vertraut man sich doch dann an, gerade wenn Angst hat, es könnte etwas passieren.

Aber ich gebe Ricky Recht, der Grund des Mordes liegt in der Vergangenheit des Opfers.

Jetzt aber zu spekulieren, eine Tat des Ex- Zuhäters oder die Rache der betrogenen Ehefrau liegt vor, halte ich für sehr abwegig. Ich finde es ja gut, über mögliche Mörder bei ungeklärten Fällen nachzudenken. Wenn wir aber halt kein Motiv finden, sollten wir nicht den nächstmöglichen Täter aus dem Hut zaubern. Dies könnten wir ja dann bei allen ungeklärten Fällen machen, was im Endeffekt zu einem ziemlichen Durcheinander führen würde.
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#30

Re: 10.10.2003 FF1 (Kripo Darmstadt) Mord an Silke Sch./Doppelmord Babenhausen 10.03.10(gestrichener FF)

in Filmfälle 15.04.2010 22:29
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Zum Doppelmord wurde heute mal wieder etwas veröffentlicht:


Ein Jahr danach: Keine heiße Spur

Babenhausen ? Samstag, 18. April 2009: Gegen 13.20 Uhr finden Passanten eine schwer verletzte junge Frau im Vorgarten eines Reihenhauses in der Friedrich-Ebert-Straße. Es ist die 37-jährige Astrid Toll, die bei ihren Eltern wohnt; sie überlebt die Schussverletzungen nach einer Notoperation. In dem Haus bietet sich den Rettungskräften ein Bild des Grauens. Von Stefan Scharkopf

Der Täter hat mehrere Magazine abgefeuert. Die 62 und 58 Jahre alten Eheleute Klaus und Petra Toll haben die Schüsse nicht überlebt. Ihre Tochter muss stundenlang blutend durchs Haus geirrt sein, bevor sie den Weg ins Freie fand. Die Frau kann bis heute keine Angaben zu dem Verbrechen machen. Auch knapp ein Jahr nach dem Doppelmord und dem Mordversuch an der Tochter bleibt der Fall rätselhaft. Bislang wurden über 1 000 Vernehmungen geführt, Hinweisen nachgegangen, und es gibt immer noch keine heiße Spur. Das Ehepaar lebte sehr zurückgezogen, das Privatleben war überschaubar und die Recherchen der Sonderkommission sind entsprechend schwierig. „Das Motiv liegt im Verborgenen, aber es gibt eins, da sind wir sicher“, sagt Polizeipressesprecher Karl Kärchner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Als ein „sehr mysteriöses Verbrechen“ hatte Kriminaldirektor Rudolf Balß den Doppelmord im vergangenen September bei einem Pressetermin beschrieben. Aus dem beruflichen und privaten Hintergrund der Familie ergibt sich bislang kein Zeichen auf ein Motiv. „Es ist ein äußerst aufwändiges Ermittlungsverfahren“, so Karl Kärchner. „Wir haben keine heiße Spur. Wie es sich für uns darstellt, ist der Täter in der Absicht gekommen, um zu töten. Es steckte schon ein sehr entschiedener Wille dahinter, die drei Menschen umzubringen. Auch die Tochter sollte sterben, glücklicherweise hat sie aber überlebt.“

Heute lebt die Frau an einem sicheren Ort und wird betreut. Ihre physischen Verletzungen sind verheilt, über ihren psychischen Zustand sind Aussagen schwer möglich. „Wer kann schon in die Seele eines Menschen schauen?“, fragt Kärchner. Trotz kontinuierlicher Berichterstattung in den Medien, einem Schaukasten in der Friedrich-Ebert-Straße mit weiteren Hinweisen auf die Tat, ist die Nachrichtenlage übersichtlich. Gemessen an der Schwere des Delikts, so Kärchner, erhielt die Polizei vergleichsweise wenige Hinweise. Nichtsdestotrotz besteht die Sonderkommission weiter, wurde aber personell abgespeckt. Begonnen hatte die Soko FES 36 mit 20 Kollegen, später waren es 30, mittlerweile beschäftigt sich etwa eine Hand voll Beamte mit dem schwierigen Fall. „Es sind nach wie vor noch Gutachten auszuwerten von Befunden vom Tatort“, sagt Kärchner. Der Polizeipressesprecher beschreibt die kriminalistische Arbeit mit einem Bild: „Es ist eine sehr aufwändige Puzzlearbeit. Wir bewegen uns auf verschiedenen Straßen. Eine wird zum Ziel führen, da sind wir zuversichtlich.“ Eine dieser Straßen wurde auch am Abend des 3. Juni beschritten. Erneut hörten Nachbarn Schusssalven durch ihr Wohnviertel peitschen. Zeugen eines tatsächlichen Verbrechens wurden sie dabei aber nicht. Rund ein Dutzend Kripobeamte stellte das Tatgeschehen aus dem April mit scharfen Waffen nach.

Denn den Ermittlern war bislang nicht ganz klar, ob Nachbarn die tödlichen Schüsse überhaupt gehört haben können. Schüsse mit unterschiedlicher Intensität sollten diese Frage klären: bauartgetreu, mit Schalldämpfer und schallgedämpft „Marke Eigenbau“ - so wie es der Täter gemacht haben muss. Geschossen wurde mit einer Walther P 38, einer Waffe, wie sie auch der Mörder benutzte. Hilfe holte sich die Soko auch beim Bundeskriminalamt und gar von Spezialisten aus dem Ausland.

So wie sich die Befunde nun darstellen, hatte der Täter ein Behältnis mit Schaumstoff gebaut und dieses vor die Tatwaffe gehalten oder aufgeschraubt, um möglichst keine Geräusche zu machen. Dennoch wurden die Schüsse in der Nachbarschaft gehört. Die Tatwaffe ist nach wie vor verschwunden. Bei der Walther P 38 handelt es sich um ein millionenfach für Wehrmacht und Bundeswehr produziertes Fabrikat. In einem Umkreis von 100 Kilometern hatte die Polizei rund 650 legal gemeldete Pistolen dieses Typs untersucht, die Tatwaffe war nicht darunter. Auch wenn es derzeit keine Hinweise aus der Bevölkerung mehr gibt: „Unsere Motivation ist weiterhin hoch“, sagt der Polizeisprecher.

Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/babenhausen/jahr-danach-keine-heisse-spur-715766.html
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