#1

06.12.2002 FF4 (Kripo Aachen) Vermißtenfall Louise Kerton

in Filmfälle 29.04.2008 06:42
von Dielaschten • 37 Beiträge
Hallo!
Habe eben gerade den Vermißtenfall der Engländerin
Louise K. in der Tube gesehen, die zu Besuch in Deutschland war. Sie ist auf ihrer Heimreise verschwunden. Ihr Fotoapparat blieb in Deutschland zurück, worauf Fotos von älteren Personen waren. Bei der Nachbesprechung wird nach diesen Personen gefragt. Mich würde interessieren, ob dabei irgendetwas herausgekommen ist. Der Fall ist nämlich bis heute ungeklärt.
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#2

Re: Vermißtenfall 6.12.2002

in Filmfälle 29.04.2008 08:21
von Peter Poppy Köhler • 244 Beiträge
Soweit ich weiß, konnte man festgestellt, wer die abgebildeten älteren Personen sind. Sie hatten allerdings nichts mit der Vermissten zu tun.
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#3

Re: Vermißtenfall 6.12.2002

in Filmfälle 29.04.2008 17:21
von Dielaschten • 37 Beiträge
Noch eine Frage zu dem Fall: Hatte man denn herausfinden können, ob sie in England noch eingereist war. Laut FF gab es dazu wohl keine Hinweise.
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#4

Re: Vermißtenfall 6.12.2002

in Filmfälle 09.05.2010 12:44
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Laut BKA geht die sachbearbeitende Dienststelle inzwischen von einem Tötungsdelikt aus und hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

Quelle: http://www.bka.de/fahndung/personen/mordfaelle/kerton/index.html
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#5

Re: Vermißtenfall 6.12.2002

in Filmfälle 09.05.2010 12:46
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Weitere Fallinformationen (allerdings aus 2006) finden sich in einem Artikel der Kölnischen Rundschau:


Schicksal auch nach fünf Jahren ungeklärt
Von BERND ZIMMERMANN, 31.07.06, 07:18h

Sie verbrachte einen sechswöchigen Urlaub in Straßfeld bei der Familie ihres Verlobten, wollte nach England zurückkehren - doch dann verschwand die damals 24-jährige Krankenschwester Louise Kerton aus New Ash Green in der Grafschaft Kent auf der Fahrt von Aachen nach Ostende. Genau fünf Jahre ist das her.

SWISTTAL-STRASSFELD / EUSKIRCHEN. Seit 30. Juli 2001 fehlt von der zierlichen Frau mit den dunklen Haaren jede Spur, ihr Schicksal ist nach wie vor ungeklärt. An jenem 30. Juli, so die bisherigen Erkenntnisse der deutschen Polizei, habe Louise Kertons Gastgeberin, die Mutter ihres Verlobten, die junge Frau in einem Peugeot mit britischen Kennzeichen von Straßfeld nach Aachen zum Zug gebracht. Von dort sollte Louise mit dem Schnellzug 420 um 12.04 Uhr in Richtung Küste abfahren, um dann mit der Fähre von Ostende auf die britische Insel zu gelangen.

Doch Louise kam nie an. Bis heute weiß niemand, ob die Verschwundene tatsächlich den Aachener Bahnhof betreten hat, ob sie tatsächlich den Schnellzug erreicht hat, ob sie Opfer eines Verbrechens wurde oder ob sie einfach nur untergetaucht ist. Nach dem Verschwinden der jungen Frau passierte in Deutschland erst einmal nicht viel: Der „Fall Louise Kerton“ wurde von der Aachener Polizei als Vermisstenfall registriert, während in Kent die Familie der jungen Krankenschwester schon bald an ein Verbrechen glaubte. Unter dem zunehmenden Druck der englischen und auch deutscher Medien wandelte sich die Haltung der Er mittlungsbehörden.

Gut ein Jahr nach dem Verschwinden initiierte die Aachener Staatsanwaltschaft eine groß angelegte Suchaktion in Kiesgruben rund um Straßfeld. 180 Beamte von zwei Einsatzhundertschaften aus Aachen durchkämmten zugewachsene Böschungen, durchtauchten Baggerseen und ließen Spürhunde in unwegsamem Gelände suchen. Ergebnislos. Mittlerweile glaubte auch die deutsche Polizei an ein Verbrechen.

In Großbritannien hatte die Polizei von Anfang an ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen wollen. Immer wieder kam deutliche Kritik von der Insel an der Ermittlungsarbeit der deutschen Polizei. DNA-Material von Luise Kertons Aufenthalt in Straßfeld sei nicht gesichert worden, wertvolle Spuren habe man durch lange Untätigkeit der Zerstörung preisgegeben. Vor der deutschen Botschaft in London protestierten die Angehörigen vermisster Personen gegen die ihrer Meinung nach schleppende Ermittlungsarbeit in Deutschland, und Botschafter Thomas Matussek versprach, sich für die Belange der Kertons einzusetzen.

Familie heuerte Privatdetektive an

Auch die Weigerung belgischer Behörden, sich in die Suchaktion einzuschalten, löste in England Proteste aus. Die Belgier wollten erst dann Ermittlungen aufnehmen, wenn durch die deutschen Kollegen recherchiert sei, dass Louise Kerton tatsächlich Aachen verlassen hätte. Die Familie der Vermissten hingegen konzentrierte ihre Sucharbeit auf die Umgebung der englischen Gastfamilie in Straßfeld, heuerte britische Privatdetektive an, die in Japan bereits den Mord an einer Klassenkameradin von Luise Kerton aufgeklärt hatten. Vergebens.

Der ehemalige Superintendent Bob Moffat und sein Kollege tappten genauso im Dunklen wie alle anderen Ermittler auch. Die ZDF-Sendereihe „Aktenzeichen XY" veröffentlichte einen Beitrag über den Vermisstenfall. Doch damals wurden Bilder aus einem Fotoapparat, den man gefunden hatte, irrtümlich dem Fall Louise Kerton zugeordnet. Die „verheißungsvollen Hinweise" verpufften im Nichts. Vor zwei Jahren nun klappte der in Aachen ermittelnde Staatsanwalt Alexander Geimer die Akten zu. Es bestehe keine Hoffung mehr, den Fall anhand der bisherigen Ermittlungsergebnisse lösen zu können. Es gebe Zeugenaussagen, die eine Person im Bahnhofsbereich gesehen haben wollten, die Louise Kerton hätte sein können. Dann wäre die junge Frau aus England vielleicht doch aus eigenem Willen nicht nach Hause gefahren und habe ihrer Familie den Rücken gekehrt? Eine Variante, die die Kertons stets von sich gewiesen hatten.

Neue Hoffnung, über das vielleicht schreckliche Schicksal der Verschwundenen zu erfahren, flammte auf, als die belgischen Behörden den als „Ardennenförster“ bezeichneten Serienkiller Michel Fournirait festnahmen und auf seinem Grundstück in Nordfrankreich mehr als ein halbes Dutzend Leichen gefunden wurde.

Doch bislang gibt es keine Verbindung zwischen dem Serientäter Fournirait und Louise Kerton. In den britischen Medien ist das Interesse an dem Fall auch nach fünf Jahren ungebrochen. Tageszeitungen und Fernsehsender haben angekündigt, den Fall wieder aufzurollen. Und auch auf den Fahndungsseiten des Bundeskriminalamtes wird nach wie vor nach der Vermissten gesucht.

Quelle: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1152898569356.shtml
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#6

Re: 06.12.2002 FF4 (Kripo Aachen) Vermißtenfall Louise Kerton

in Filmfälle 19.07.2011 23:15
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Die online-Ausgabe der Kölnischen Rundschau hat den nach wie vor ungelösten Fall jetzt nochmals thematisiert:


Vermisst in Swisttal
Spurlos verschwunden, Akte geschlossen

Von Markus Bierlein und Bernd Zimmermann, 19.07.11, 12:12h, aktualisiert 19.07.11, 12:14h

Seit zehn Jahren wird die junge Britin Louise Kerton nach einem Besuch bei ihrem Verlobten in Swisttal vermisst. Nun ist die Akte geschlossen - gelöst ist der Fall jedoch noch immer nicht. Der Vater der Frau glaubt längst an den Tod seiner Tochter.

SWISTTAL/EUSKIRCHEN. Die Akte ist geschlossen. "Vorläufig", wie Staatsanwaltschaft Jost Schützeberg aus Aachen betont. Zehn Jahre nach dem Verschwinden der Krankenschwester Louise Kerton auf der Heimreise von Swisttal-Straßfeld in die englische Grafschaft Kent fehlen neue Ermittlungsansätze. "Den vorhandenen Spuren sind wir allen nachgegangen", sagt Schützeberg der Rundschau.

Vor wenigen Tagen hat der Vater, Philip Kerton, in einem BBC-Interview die Hoffnung geäußert, dass die Ermittler eines Tages neue forensische Methoden finden, mit denen sie Indizien neu bewerten können, die sie gesammelt haben. Kerton, der nach dem Verschwinden seiner Tochter mehrmals in Deutschland war und die Behörden zu intensiveren Nachforschungen aufforderte, sagte, seine Familie habe entschieden, dass ihre Tochter tot sein müsse. Louise Kerton verbrachte im Juli 2001 einen sechswöchigen Urlaub in Straßfeld bei der Familie ihres Verlobten und wollte nach England zurückkehren - doch dann verschwand die damals 24-jährige Krankenschwester aus New Ash Green in der Grafschaft Kent auf der Fahrt von Aachen nach Ostende. Seit dem 30. Juli 2001 fehlt von der zierlichen Frau mit den dunklen Haaren jede Spur.

An jenem Tag, so die Erkenntnisse der deutschen Polizei, habe die Mutter ihres Verlobten Louise Kerton in einem Peugeot nach Aachen zum Zug gebracht. Von dort sollte Louise mit dem Schnellzug 420 um 12.04 Uhr in Richtung Küste abfahren, um dann mit der Fähre von Ostende auf die britische Insel zu gelangen. Doch Louise kam nie an. Niemand weiß, ob die Verschwundene tatsächlich den Aachener Bahnhof betreten hat, ob sie tatsächlich den Schnellzug erreicht hat, ob sie Opfer eines Verbrechens wurde oder ob sie einfach nur untergetaucht ist.

Der "Fall Louise Kerton" wurde von der Aachener Polizei als Vermisstenfall registriert, während in Kent die Familie der jungen Krankenschwester schon bald an ein Verbrechen glaubte. Unter dem zunehmenden Druck der Medien wandelte sich die Haltung der Ermittlungsbehörden. Gut ein Jahr nach dem Verschwinden initiierte die Aachener Staatsanwaltschaft eine groß angelegte Suchaktion in Kiesgruben rund um Straßfeld. Ergebnislos.

Die ZDF-Sendereihe "Aktenzeichen XY" veröffentlichte einen Beitrag über den Vermisstenfall. Doch damals wurden Bilder aus einem Fotoapparat, den man gefunden hatte, irrtümlich dem Fall zugeordnet. Die "verheißungsvollen Hinweise" verpufften.

Bis heute kreisen die Gedanken von Philip Kerton darum, was passiert sein könnte - und er wird zornig. Teilweise sei es einfacher, sich seine Tochter tot vorzustellen, als am Leben, aber in einer qualvollen Lage. "Es gibt immer noch Hoffnung, und eines Tages werden wir erfahren, was passiert ist", sagt er. Die Spuren verlieren sich in Straßfeld, dem damaligen Urlaubsort von Louise Kerton. Die Familie ihres Ex-Verlobten ist inzwischen von dort weggezogen.

Quelle: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1310723274154.shtml
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#7

Re: 06.12.2002 FF4 (Kripo Aachen) Vermißtenfall Louise Kerton

in Filmfälle 12.09.2011 15:57
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Hier ein weiterer Fallrückblick vom 30.07.2011 aus dem Bonner General-Anzeiger, der auch auf den evtl. seelischen Zustand der Frau eingeht:


Ermittler schließen die Akte Louise Kerton
Von Jörg Manhold Swisttal-Strassfeld
Die Akte Louise Kerton ist geschlossen. Nach zehn Jahren hat die Aachener Staatsanwaltschaft jetzt die Suche nach der vermissten Engländerin beendet. Am 30. Juli 2001 wurde die junge Frau, die davor mehrere Wochen in Swisttal-Straßfeld zu Besuch war, am Aachener Bahnhof zuletzt gesehen.

Die Mutter ihres Verlobten hatte sie dort abgesetzt. Kerton wollte in Aachen in den Zug nach Oostende steigen, doch da verliert sich die Spur der 24-Jährigen. Zwar könnten die Ermittlungen erneut aufgenommen werden, falls sich neue Anhaltspunkte ergeben, die Staatsanwaltschaft habe aber keinerlei Hinweis auf ihr Schicksal.

Ihr Vater Phil Kerton geht davon aus, dass seine Tochter einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Die ebenfalls britische Familie ihres damaligen Verlobten ist inzwischen aus Straßfeld weggezogen.

Vor neun Jahren drehten 180 Polizisten auf der Suche nach der Leiche von Louise Kerton jeden Stein um. Die Bereitschaftsbeamten aus Aachen und Köln suchten mit Eisenstangen und Hunden Feldränder und Kiesgruben ab. Auch Taucher wurden an den Tümpeln eingesetzt.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Louise Kerton aus Kent in England bereits mehr als ein Jahr lang vermisst. Laut Aussage ihrer Schwiegermutter in spe hatte diese ihren Gast am 30. Juli zum Aachener Hauptbahnhof gebracht. Dort wollte die junge Frau um 12.04 Uhr den Zug Richtung Oostende in Belgien nehmen.

Noch am selben Tag hatte sie die Fähre nach Dover nehmen wollen, wo ihr Verlobter auf sie wartete. Doch sie kam nie an. Ihr Freund wartete nach eigenen Angaben noch fünf Tage auf Louise. Wie Verwandte und Freunde berichteten, war die 24-Jährige zum Zeitpunkt ihres Verschwindens möglicherweise in einem labilen seelischen Zustand: Wenige Wochen zuvor war ihre Freundin Lucie Blackman, mit der sie auf die Walthamstow Hall School in der Rheinbacher Partnerstadt Sevenoaks zur Schule gegangen war, ermordet worden.

Außerdem war Kerton gerade durch das Abschlussexamen als Krankenschwester gefallen.

Straßfelder Nachbarn ihrer angehenden Schwiegereltern sagten aus, die 24-Jährige habe depressiv gewirkt. Auch ihr Verlobter und dessen Mutter bestätigten den Ermittlern, sie sei sehr krank gewesen und habe sich zeitweise schlecht bewegen können. Zudem habe Louise stark an Gewicht verloren.

Nach dem 30. Juli 2001 gab es kein Lebenszeichen mehr von Louise, die sich gewöhnlich per Telefon oder Brief regelmäßig bei Verwandten und Freunden meldete. Von ihrem Konto wurde nichts abgebucht, die Kreditkarte nicht benutzt.

Allerdings hatte sie kurz vor ihrer Abfahrt einen Brief an Bekannte geschickt. Eine Untersuchung ergab, dass der Brief zwar von Louise Kerton verfasst wurde, Art und Inhalt aber eher untypisch für sie sind. Möglicherweise habe sie ihn unter Zwang geschrieben. Die Eltern fürchteten zunächst, sie könnte wegen ihrer labilen Gemütsverfassung von einer Sekte verführt worden sein. Später gingen sie davon aus, dass ihre Tochter tot sei.

Nachdem sich die deutschen Ermittlungsbehörden beim Bekanntwerden des Vermisstenfalles zunächst wegen fehlender Indizien zurück hielten, ist später ein Informationsaustausch zwischen der Aachener Polizei und den Kollegen in Kent geregelt worden.

Abstimmungsschwierigkeiten sollten so ausgeräumt werden. Der Fall hatte erhebliche Aufmerksamkeit in den englischen Medien erregt. Am Jahrestag des Verschwindens von Louise Kerton hatten Angehörige vor der deutschen Botschaft in London demonstriert und Botschafter Thomas Matussek aufgefordert, die Suche in Deutschland forcieren zu lassen.

Daraufhin waren die Ermittlungen wieder aufgenommen worden. Auch in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde der Fall Ende 2002 gezeigt. Dabei gab es eine Panne. Rudi Cerne zeigte Fotos, die angeblich aus der Kamera Louise Kertons stammten. Die war aber im Labor verwechselt worden. So blieben die Ermittlungen bis heute ohne Erfolg.

Artikel vom 30.07.2011

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&itemid=10001&detailid=919949
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#8

RE: 06.12.2002 FF4 (Kripo Aachen) Vermißtenfall Louise Kerton

in Filmfälle 11.05.2015 11:58
von vorsichtfalle • 691 Beiträge

Hall an alle,


auch wenn das dortige Forum hier nicht so wohlgesonnen ist, möchte ich bei diesem Fall ausdrücklich auf den Thead zu diesem Fall bei allmystery hinweisen:https://www.allmystery.de/themen/km118629

Interessant ist dieser vor allem auch deshalb, weil dort viele Artikel aus England zum dem Fall zusammengetragen wurden


VG


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