#1

Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 21:27
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo, es gab ja einige Fälle bei XY, die sich später als erfunden herausstellten. Spontan fällt mir dazu FF 1 vom 28.01.1977(Kaspar Hauser) ein. Und es gab noch einen Fall, der garantiert!!! im Jahre 1992 bei XY ausgestrahlt wurde. Ich meine, bei diesem Fall hat es sich um eine Entführung? gehandelt, die sich später als frei erfunden herrausstellte. Weiß jemand gerade zufällig, um welchen Fall es sich gehandelt hat? Gab es vielleicht noch mehr von solchen Fimfällen, die sich später als frei erfunden herausstellten? Ich freue mich über eure Antworten. So denn, einen schönen Gruß von schildi
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#2

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 21:38
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Eventuell passt FF 2 vom 12.01.1996 in diese Fallkategorie:

Es ging um eine recht merkwürdige Entführung eines Soldaten. Die vom Opfer behauptete Entführung wurde von der Polizei angezweifelt. Wie auch immer: Bis heute ungeklärt.
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#3

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 21:42
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Und dann war da mal eine von einer Frau behauptete Entführung, die sich später als erfunden herausstellte: 7.2.1992 FF3 (Kripo Frankfurt/Main) "Dreitägiges Martyrium"

Siehe hier:

http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__mid=442102263
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#4

Re[2]: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 21:48
von Gelöschtes Mitglied
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xyzuschauerseit72>Und dann war da mal eine von einer Frau behauptete Entführung, die sich später als erfunden herausstellte: 7.2.1992 FF3 (Kripo Frankfurt/Main) "Dreitägiges Martyrium"

xyzuschauerseit72>Siehe hier:

xyzuschauerseit72>http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__mid=442102263
Genau, das war der Fall, den ich gemeint habe. Vielen Dank dafür! Ich habe mir vor kurzem diesen Fall auf dem bekannten Videoportal angesehen. Kaum zu glauben, das sich das vermeintliche Opfer alles nur ausgedacht hat. So denn, einen schönen Gruß von Schildi
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#5

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 21:48
von Rickybaby1977 • 299 Beiträge
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das auch zu deiner Kategorie passen könnte, aber mir fällt da sofort einer meiner absoluten Lieblingsfälle ein: Januar 2006, FF1: Mysteriöses Verschwinden von Fridolin Pf. Der Kerle hat sein Bankeroutfit in eine Hippiemontur mit cooler Sonnenbrille eingetauscht und hat sich mit dem Fahrrad (sic!) nach Spanien abgesetzt. Nix mysteriös. Einfach Aussteiger.
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#6

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 22:00
von Gelöschtes Mitglied
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Also, ich glaube, es könnte noch FF 2, Kripo Flensburg, vom 26.09.1997 in dieses Schema passen. Es wurde ja zunächst, von einem Verbrechen ausgegangen, ich meine es wurde zunächst von einem Mord ausgegangen. Später wurde dann in XY(ich meine sogar in der nächsten Folge vom 24.10.1997) über die Aufklärung berichtet. Zunächst ein mysteriöser Fall-aber dann: ERFUNDEN!!! Ich hoffe, ich habe das möglichst richtig wiedergegeben. So denn, einen schönen Gruß von Schildi
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#7

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 22:03
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Es gab auch mal bei XY einen Fahrer eines LKW, der Opfer eines Überfalls auf einer Autobahn wurde. Später kam heraus, dass er den Überfall nur erfunden und seine Ladung (ich meine Zigaretten) selbst weiterverscheuert hatte. Das Sendedatum habe ich aber leider grad nicht greifbar (war noch zu Edes Zeiten).
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#8

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 15.07.2010 22:16
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Ein weiterer FF fällt mir noch ein: Seinen eigenen Tod (verbrannt im Auto mit anschließender Beerdigung) hatte auch mal einer vorgetäuscht. In Wahrheit hatte er am Bahnhof in Innsbruck einen Betrunkenen mit passender Blutgruppe aufgegabelt, getötet und verbrannt. Siehe FF 1 vom 13.01.1984.
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#9

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 16.07.2010 01:15
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
FF, die sich als Fakes entpuppten, gab es einige in der xy History. Auf Anhieb fallen mir jetzt erstmal die Vermisstenfälle ein, die eigentlich keine waren.

ganz bekannt der Fall Reiner Reiber, Ehemann der damaligen Sylter Bürgermeisterin (xy Sendung September 1997).

Auch in Erinnerung geblieben der Fall Fridolin Pfanner (Januar 2006), der über diese Zeit sogar ein Buch geschrieben hat.
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#10

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 16.07.2010 01:27
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
Mit Sicherheit in diesem Thread auch eine Erwähnung wert. Der bekannte "Golfstreitfall", der Mord an Patricia Kramer. Der Mord war leider nicht erfunden, der Streit an einem Golf, welcher im FF eine große Bedeutung beigemessen wurde, stellte sich sehr schnell als Erfindung raus. xy Sendung 18.07.1986, Aufklärung Anfang 1987.
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#11

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 16.07.2010 11:47
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Zwar kein FF, aber trotzdem vom Täter phantasiereich erfunden und umgesetzt: ein SF vom 09.10.1987: Im Raum Aschaffenburg behauptete ein Juwelier, von Unbekannten entführt worden zu sein, die zugleich auch seine hochschwangere Frau ermordet hätten. Es stellte sich aber dann heraus, dass er selbst der Täter war. Hier ein SPIEGEL-Bericht zum damaligen Prozess:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497848.html
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#12

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 16.07.2010 23:00
von bd-vogel • 570 Beiträge
Super Idee für einen Thread, danke Schildi! Habe den Thread auch in die Linkliste aufgenommen (unten bei "Sonstiges").

Die Fälle, die mir spontan dazu einfielen, habt Ihr bereits alle genannt. Der "Kaspar-Hauser"-Fall ist natürlich legendär und sicher der dreisteste von allen - daneben ist auch mir vor allem das "Sylter Teehaus" (Fall Reiber) im Gedächtnis geblieben, der bereits erwähnt wurde.

Bernhard.
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#13

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 17.07.2010 22:19
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Zum Vermisstenfall Reiner Reiber ein Bericht von damals über die Klärung:

Geflohener Hausmann nach XY-Tip entdeckt

AUS ALLER WELT

WESTERLAND - Zwölf Monate rätselte ganz Sylt, bangte die Familie: Wo ist Reiner Reiber? Der Mann (39), der Bürgermeisterin von Westerland, war seit 19. September 1996 verschwunden. Jetzt ist er aufgetaucht. Kein Verbrechen, wie sich herausstellte.

Der Hausmann hatte einfach nur die Nase voll von Küche, Kindern und Karrierefrau - und setzte sich ab.Der Tip kam aus dem Rhein-Main-Gebiet. Eine Frau erkannte den vermißten Familienvater in der Sendung "Aktenzeichen xy", gab der Polizei seine Adresse. Reiber lebte unter seinem Geburtsnamen Born. Am Sonnabend klingelten die Beamten an seiner Wohnungstür. "Er war sehr ruhig, als wir ihn fanden, gesund und munter," sagt Sönke Büschenfeld, Kripo-Sprecher in Flensburg. Den Beamten beichtete Reiner Reiber, daß er von Frau und Familie nichts mehr wissen wolle. "Er hat uns gebeten, ihr seine neue Adresse nicht zu geben", so Büschenfeld.

1991 war Reiber mit Gattin Petra von Aschaffenburg nach Westerland gezogen. Dort wurde der Logistik-Manager zum Hausmann, kümmerte sich um Ruben (9), Thorge (5) und Rabea (1). "Es war immer klar, daß mein Beruf Vorrang hat. Er nahm Rücksicht, hat sich nie beklagt", sagt die Frau Bürgermeister.

Weil ihm zu Hause die Decke auf den Kopf fiel, begann Reiner Reiber mit Computern und Telefonen zu handeln. Das Geschäft lief mäßig. Ein "Cyber-Cafe", in dem Gäste im Internet surfen konnten, ging pleite. Schulden türmten sich. Und auch zuHause zerbrach der Frieden. Der Hausmann ließ den Haushalt schleifen, die Gattin drohte mit Scheidung.

Am 18. September packte Reiner Reiber Paß, Laptop und geliehene 12 000 Mark ins Auto, fuhr nach Süden. Bei Großburgwedel fand die Polizei vier Tage später seinen Peugeot 806. Am 27. September bekam Petra Reiber noch ein Fax. Absender: der Gatte. Er schrieb: "Ich möchte erst mal Abstand von Dir gewinnen."

Berliner Kurier, 29. September 1997

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/1997/0929/allgemeines/0008/index.html
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#14

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 18.07.2010 17:55
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Auch FF 3 vom 08.05.1998 passt hier gut: Es ging um Raub mit Geiselnahme, um an eine große Menge Briefmarken zu kommen. Später kam heraus, dass die angebliche Geisel mit den Tätern unter einer Decke steckte. Hierzu zwei Berichte von damals, einer vor der Klärung und einer danach:

19.11.1997
7 Stunden Todesangst
VON ZEBO

Schock im Traditionshaus Sellschopp. Unbekannte nahmen einen der Inhaber des Briefmarkenhauses und seine Frau als Geiseln, räumten Tresore aus. Beute: Eine knappe Million Mark. Ihre Opfer lebten sieben Stunden in Todesangst.
Ein Haus in Billstedt, 15.30 Uhr: Kaum tritt Diana B. aus dem Fahrstuhl, drängen sie zwei mit Pistole und Revolver bewaffnete Maskierte in die Wohnung. Und zwingen die 31jährige, ihren Mann anzurufen.
"Sie sagte, sie müsse etwas Wichtiges mit mir besprechen", erinnert sich Philatelist Klaus B. Nach Feierabend fuhr er nichtsahnend zu ihr. Schon an der Wohnungstür wird er niedergeschlagen. "Ich verlor die Brille, alle Räume waren stockdunkel - nur eine Kerze brannte", berichtet der 38jährige. Ein Täter verlangt Geld, droht "Ich erschieß' dich." Doch B. hat kein Bargeld. Immer wieder beteuert er, sein Besitz stecke in Briefmarken.
Während Klaus B. mit einem der Täter in der Wohnung zurückbleibt, fährt der Komplize mit Diana B. in das Briefmarkengeschäft an der Paulstraße. Klaus B. hatte ihm die Kombinationen und Schlüssel der Tresore geben müssen. Horror für Klaus B., der - gefesselt, ein Handtuch über dem Kopf - auf dem Bauch in der Wohnung liegt.
Verzweifelt versucht unterdessen seine Frau, Passanten auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Räuber zerrt sie in seinen blauen Mercedes und fährt zurück nach Billstedt. "Ich hatte Todesangst", erinnert sich ihr Mann. Er dachte an seinen Sohn, der bei Bekannten war.
Acht Holzkästen mit Briefmarken erbeuten die Gangster, Wert: mehr als 800 000 Mark. Dann verschwinden sie spurlos.
Jetzt sucht die Kripo die beiden Täter: Der erste ist etwa 38 Jahre alt, knapp 1,85 Meter groß und kräftig. Er hat einen Schnauzbart, trug Jeans, einen dunklen Mantel und schwarze Turnschuhe. Sein Komplize ist knapp 1,70 Meter groß, kräftig und trug ein blau-schwarz-kariertes Hemd. Hinweise bitte an die Kripo, Tel. 283 8731.

Quelle: http://archiv.mopo.de/archiv/1997/19971119/9168014338455.html


05.10.2000

Abgekartetes Spiel gegen den Ehemann
VON RENATE PINZKE

Die herausgewachsene Dauerwelle hat Diana B. (34) mit Haarspangen in Form zu bringen versucht. Müde, verlebt, schuldbewusst sitzt die ehemalige Prostituierte auf der Anklagebank des Landgerichts. Das Opfer ihrer Tat ist ihr Ehemann Klaus B. (40). Vorwurf: Geiselnahme und schwerer Raub.
Diana B. ist geständig. Ebenso wie die Mitangeklagten Andreas Sch. (33), Robert F. (40) - beide sind auch in das Verfahren gegen "Albaner-Willi" verstrickt - und Oliver K. (21). Ein Verbrechen, aus dem die Liebe bereits als Sieger hervorging. Doch die Justiz wird nicht so milde verfahren.
Es ist der 17. November 1997, als Diana B. ihren Mann in seinem Briefmarkenhaus "Sellschopp" anruft und ihm sagt, sie müsse etwas Wichtiges mit ihm besprechen. Kurz darauf lässt sich Diana B. von ihren Kumpanen mit Klebeband an Händen und Füßen fesseln. Als Klaus B. vor der Wohnungstür in Billstedt steht, wird er niedergeschlagen, ins Haus geschleppt und sieht, wie seine gefesselte Frau mit einem Schlagstock bedroht wird. Die drei maskierten Räuber hantieren mit Pistole und Messer, erpressen die Zahlenkombination der Geschäftstresore von Klaus B., fesseln auch ihn - mit einem Telefonkabel - an Händen und Füßen und legen ihm ein Handtuch übers Gesicht. Zwei Räuber fahren dann mit Ehefrau Diana ins "Sellschopp" an der Paulstraße, räumen drei Tresore leer: Sie nehmen Briefmarken im Wert von 1,2 Millionen Mark und knapp 6000 Mark in bar mit.
Ein Verbrechen, beinahe perfekt inszeniert - zunächst wird Ehefrau Diana B. ebenfalls für das Opfer dieser brutalen Räuberbande gehalten. Doch als die Kripo einen Hinweis aus Frankfurt erhält, wo die millionenschwere Beute in einem Auktionshaus auftaucht, platzt die Geschichte.
Vor Gericht lässt Diana B. über ihren Anwalt sagen: "Ich wollte als Prostituierte aussteigen. Robert F. verlangte von mir aber 10000 Mark ,Abstecke'. Ich hatte das Geld nicht, wollte meinen Mann auch nicht fragen. Ich stand sehr unter Druck." Sie habe sich nicht an der Planung der Tat beteiligt, aber darauf vertraut, dass ihrem Mann nichts passieren würde. "Ich glaube, er hat mir die Tat, die mir wie ein Albtraum aus ferner Zeit erscheint, verziehen. Wir leben nach wie vor in getrennten Wohnungen. Aber mein Mann und ich verbringen die Wochenenden zusammen und fahren auch gemeinsam in den Urlaub."
Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.

Quelle: http://archiv.mopo.de/archiv/2000/20001005/200010051216.html
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#15

Re: Filmfälle, die sich später als erfunden entpuppten

in Filmfälle 19.07.2010 00:17
von bastian2410 • 1.543 Beiträge
also, streng genommen passt der Sellschopp- Überfall nur halb in diesen Thread. Es gab ein Opfer (den Ehemann) und in dem Fall auch eine strafrechtliche Verfolgung von vier Leuten. Ein halber Fake.

Gerade bei Überfällen kam es in der History jedoch öfter vor, dass Opfer bei der Tatplanung bzw. -begehung beteiligt waren.

In meiner Erinnerung der FF 4 in der Sendung vom 9.2.06. Bei einem Überfall auf einen Billigladen stellte sich heraus, dass eine ehemalige Angestellte bei der Tat anwesend war.

Vor kurzem wurde gerade auch ein Überfall aufgeklärt auf einen Geldtransporter, bei dem ein Fahrer mit den Tätern gemeinsame Sache gemacht hat. (Sendung gerade nicht griffbereit).
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