#1

6.12.1996 FF2 (Heidelberg) Banküberfälle / Gentlemen-Räuber

in Filmfälle 11.12.2010 21:04
von der_kommissar • 69 Beiträge
Die betreffende Bankraubserie scheint nun geklärt zu sein. Am 10.12.2010 wurden zwei Räuber nach einem Bankraub in Karlsruhe getötet, bei den beiden handelt es sich nach Vermutungen der Polizei um die gesuchten Räuber.

Hier ein Auszug aus dem Nachrichtenportal von Yahoo:



Polizei erschießt zwei Bankräuber in Karlsruhe

Bei einem Banküberfall in Karlsruhe sind am Nachmittag beide Täter getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei einem Schusswechsel zwischen den Räubern und den Einsatzkräften eine Beamtin schwer verletzt. Die Polizisten waren demnach zu dem Geldinstitut gefahren, nachdem dort Alarm ausgelöst worden war.

Die Täter, ein 40 Jahre alter Mann und eine 38 Jahre alte Frau, die ersten Erkenntnissen zufolge verheiratet waren, hatten laut Polizei kurz vor 16 Uhr die Bankfiliale unweit der Karlsruher Innenstadt betreten. Als dort Alarm ausgelöst wurde, begab sich eine Polizeistreife, die sich in der Nähe aufhielt, zum Tatort. Sie trafen auf die beiden Bankräuber, als diese das Gebäude gerade verlassen hatten. Der Mann und die Frau eröffneten nach Angaben eines Polizeisprechers sofort das Feuer auf die Polizeibeamten, es kam zu einem Schusswechsel.

Der Mann wurde bei dem Schusswechsel in unmittelbarer Nähe des Bundesgerichtshofs getötet. Er starb noch am Tatort, nachdem ein Notarzt eingetroffen war. Die Frau erschoss sich nach Angaben des Polizeisprechers möglicherweise selbst. Dafür sprächen Zeugenaussagen und die Art der Verletzungen. Die Polizistin erlitt einen Oberschenkeldurchschuss und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr bestehe nicht, sagte der Polizeisprecher, die Wunde sei bereits versorgt worden. Passanten wurden bei der Schießerei nicht verletzt, auch die Bankangestellten blieben unverletzt.

Bei den Tätern handelte es sich nach Angaben des Polizeisprechers mit "hoher Wahrscheinlichkeit" um ein Räuberpaar, das in der Region als "Gentlemen-Täter" bekannt war. Sie sollen in den vergangenen 15 Jahren in Baden-Württemberg 20 Banken ausgeraubt und dabei rund zwei Millionen Euro erbeutet habe. Den Namen hatten sie, weil sie bei ihren ersten Überfällen die Angestellten der Banken "zuvorkommend" behandelt hatten, wie der Polizeisprecher sagte. So schickten sie einen Autoschlüssel, den sie bei einem Überfall erbeutet hatten, mit Entschuldigungskarte an den Besitzer zurück. Der Name täusche aber, sagte der Polizeisprecher. Die Täter hätten "rücksichtslos" von der Waffe Gebrauch gemacht. Hinweise auf Mittäter gab es der Polizei zufolge nicht.
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#2

Re: 6.12.1996 FF2 (Heidelberg) Banküberfälle / Gentlemen-Räuber

in Filmfälle 12.12.2010 11:50
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Zum damaligen FF: Da war von zwei Männern die Rede, es dürfte also zumindest noch einer fehlen.

Im Thread zur Sendung vom 20.2.2008 hatte ich auch schon was gepostet zu diesem tschechischen Räuberpaar (dort auf Seite 4):

http://azxy.communityhost.de/thread/?thread__mid=416935211

Die Zeitung mit den großen Buchstaben meldet mittlerweile einige Details zum familiären Hintergrund dieser Leute:

http://www.bild.de/BILD/news/2010/12/12/karlsruhe-bankueberfall-raeuber-paar/sohn-raeuberin-dachte-mutter-in-prag.html
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#3

Re: 6.12.1996 FF2 (Heidelberg) Banküberfälle / Gentlemen-Räuber

in Filmfälle 13.12.2010 15:23
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
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#4

Re: 6.12.1996 FF2 (Heidelberg) Banküberfälle / Gentlemen-Räuber

in Filmfälle 13.12.2010 21:45
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Medienberichten zufolge lebten die beiden toten Räuber in Tschechien unauffällig und zurückgezogen, der Mann soll gebürtiger Deutscher namens Johann K. sein,was auch erklären würde,dass von Bankzeugen keine Hinweise auf einen ausländischen Akzent vorlagen. Vom dritten Täter aus der Anfangszeit der Überfallserie scheint immer noch jede Spur zu fehlen.

Hier einige Berichte/Fotos:

http://www.praguemonitor.com/2010/12/13/robber-couple-%C4%8Dr-killed-german-bank-raid

http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/aktuell/2010/12/13/gentlemen-raeuber/das-geheime-doppelleben.html

http://www.mediendenk.de/index.php?AID=0000025117
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#5

Re: 6.12.1996 FF2 (Heidelberg) Banküberfälle / Gentlemen-Räuber

in Filmfälle 14.12.2010 18:01
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Am 03.12.2009 verübte das Täterduo einen Überfall auf die VR Bank Rhein-Neckar, Filiale in Mannheim-Käfertal, Mannheimer Straße 51. Der Tatablauf ist auf zwei Videos gut zu erkennen:

http://bka.de/fahndung/personen/raub/gentlemen/raub19.html
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#6

Re: 6.12.1996 FF2 (Heidelberg) Banküberfälle / Gentlemen-Räuber

in Filmfälle 23.12.2010 00:11
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Hier die neueste Erklärung der Behörden:


Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Regierungspräsidiums Karlsruhe

21.12.2010
Ermittlungen zum Schusswaffengebrauch nach bewaffnetem Banküberfall in Karlsruhe am 10. Dezember 2010

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und des Dezernats Sonderfälle/Organisierte Kriminalität des Regierungspräsidiums Karlsruhe sowie die bisherigen kriminaltechnischen Untersuchungen ergeben in Bezug auf den Schusswaffeneinsatz der Polizeibeamten folgenden aktuellen Sachstand:

Die Polizeibeamten erwiderten den gegen sie gerichteten Angriff mit insgesamt 19 Schüssen. Beide Beamte benutzten dabei ihre Polizei-Dienstpistole, Heckler & Koch P 2000.

Wie bereits berichtet, hatten mehrere Zeugen bestätigt, dass die beiden Täter das Feuer auf die Polizeibeamtin und den Polizeibeamten eröffnet hatten. Von Seiten der Täter wurden dabei mindestens zehn Schüsse abgegeben, wobei die Schüsse wahrscheinlich alle aus der Waffe des Mannes stammten.

Außerdem trug der männliche Täter zwei weitere gefüllte Magazine mit jeweils 14 Schuss Munition am Körper.

Bei der Waffe des Täters handelte es sich um eine halbautomatische Selbstladepistole tschechischer Herkunft, 9 mm „Luger“. Von der weiblichen Täterin wurde eine halbautomatische Selbstladepistole polnischer Herkunft, 7,62 mm „Tokarew“ mitgeführt. Damit schoss sie sich einmal in den Kopf. Ob sie davor auch selbst einmal auf die Beamten geschossen hatte, ist offen. Ein solcher weiterer Schuss aus ihrer Waffe ist kriminaltechnisch nicht auszuschließen.

Die 28 Jahre alte Polizeiobermeisterin wurde durch einen Treffer aus der Waffe des männlichen Täters schwer verletzt.

Der Streifenwagen der beiden Polizeibeamten wies zudem mehrere Einschüsse auf.

Aufgrund dieses Ermittlungsstandes ist weiter davon auszugehen, dass der Schusswaffengebrauch durch die Polizei im Rahmen der Notwehr geboten war.

Quelle: http://www.stakarlsruhe.de/servlet/PB/menu/1175939/index.html?ROOT=1175932#Top
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