#181

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 19.11.2010 12:13
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Die Badische Zeitung am 18.11.2010 zum Fall Bögerl:


Heidenheim
Fall Bögerl: Ein Kandidat für die Akte XY ungelöst?

Wer war es? Warum wurde Maria Bögerl entführt und ermordet? Welche Spur könnte die entscheidende sein? Das sind nur drei von vielen offenen Fragen rund um die Bluttat, der im Mai eine Heidenheimer Bankiersgattin zum Opfer fiel.

HEIDENHEIM (dpa). Wer war es? Warum wurde Maria Bögerl entführt und ermordet? Welche Spur könnte die entscheidende sein, um die Tat vom 12. Mai aufzuklären? Das sind nur drei von vielen offenen Fragen rund um die Bluttat, die vor einem halben Jahr die 54 Jahre alte zweifache Mutter aus dem Leben riss. Eine Sonderkommission der Polizei arbeitet weiter mit viel Aufwand daran, Licht ins Dunkel zu bringen. Zugleich kommen Erinnerungen an andere ungelöste Fälle auf. Wird der Fall Bögerl einer davon?

Heidenheim an der Brenz, eine beschauliche Kreisstadt an der Ostalb. 48 000 Menschen leben hier, 11 000 davon in Schnaitheim, wo Maria Bögerl mit ihrer Familie wohnte. Bewegt die Tat die Menschen noch immer?

"Es wird nicht mehr dauernd darüber gesprochen", sagt Oberbürgermeister Bernhard Ilg (CDU), "aber ein Schritt vorwärts würde uns alle sehr erleichtern." Ilg ist persönlich mit der Familie und dem Mann des Entführungsopfers, Kreissparkassendirektor Thomas Bögerl, bekannt. Ihn nimmt das Geschehen auch ein halbes Jahr danach noch mit. "Das ist doch klar", sagt er.

Mittwoch, 12. Mai: Maria Bögerl verschwindet aus dem Haus am Rande von Schnaitheim. Ihr Mann hinterlegt später 300 000 Euro an einer vereinbarten Stelle an der Autobahn. Doch das Lösegeld wird nicht abgeholt. Zwei Tage später tauchen das Handy und das Auto der 54-Jährigen auf. Schnell gehen die Angehörigen und die Polizei an die Öffentlichkeit – in einem Videoaufruf versuchen die Bögerls, die Ehefrau und Mutter wiederzufinden.

Knapp einen Monat später dann die Gewissheit: Sie lebt nicht mehr. Die Leiche Maria Bögerls wird in einem Waldstück gefunden. Trotz intensiver Ermittlungen: Fehlanzeige. Dafür sickerten immer wieder Details durch. Mal über eine verspätete Lösegeldübergabe, mal über angebliche Blutspuren. Sie führen zu einem Ermittlungsverfahren wegen des Verrats von Dienstgeheimnissen.

Für Polizeisprecher Horst Baur ist die Ermittlung nicht zur Routine geworden. Resignieren? Daran darf er nicht denken. Doch viel mehr tun als weiterermitteln und auf den Hinweis, die Spur zum Tätern hoffen kann er nicht. "Wir bekommen ab und zu neue Tipps, die wir überprüfen. Da kann sich schnell mehr daraus ergeben." 7800 Hinweise sind bis heute bei der Sonderkommission "Flagge" eingegangen.

Anfangs waren es 80, jetzt sind es noch 50 Ermittler. Das Auswerten der restlichen Spuren gehört zu ihren Hauptaufgaben. Auch Vernehmungen gibt es noch. Aber wie lange wird das auf diesem Level fortgesetzt? Und was ist mit der Kritik an der Polizei? "Die Pannen müssen auch ein Thema sein", gibt Baur zu. "Aber bei einem solchen Fall wird es im Nachhinein immer so sein, dass man nicht sagen kann, dass alles optimal gelaufen ist."

Der Heilbronner Polizistinnenmord vom April 2007 mit seinen Ermittlungspannen ist einer von ihnen. Das LKA kann keine genaue Zahl angeben, wie viele solcher Taten es gibt. Aber dazu gehört zum Beispiel auch noch der Mord am elfjährigen Tobias aus Schönbuch im Kreis Böblingen. Er war am 30. Oktober 2000 mit 37 Messerstichen ermordet worden. Der Täter wurde bis heute nicht gefasst, die Tatwaffe nie gefunden.

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/fall-boegerl-ein-kandidat-fuer-die-akte-xy-ungeloest--37861865.html
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#182

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 05.12.2010 20:00
von TheWhite1961 • 1.160 Beiträge
Ab und zu liest man doch noch was über den Fall Bögerl. Hier ein Bericht über einen Mann auf den es Hinweise von Dritten gab.
http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/aktuell/2010/12/02/mordverdacht-gegen-wirt/ich-bin-nicht-der-maria-boegerl-killer.html
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#183

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 08.12.2010 18:53
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Das ZDF will mit dem Fall nochmal Quote machen und präsentiert den Mord kommenden Samstag nochmal als eine der "spannendsten und aufregendsten Geschichten des Jahres 2010".

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/7840/1731336/zdf/rss
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#184

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 09.12.2010 14:09
von Astrid • 149 Beiträge
Ja die Betonung liegt auf Quote.

Eine Fahndungsergebnis wird kaum noch zu erwarten sein.
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#185

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 26.01.2011 21:35
von Ludwig • 523 Beiträge
Liebe Forumsteilnehmer !
Ich möchte jetzt, da das Interesse an diesem Fall etwas nachlässt, diese Tat nochmals aufgreifen, zumal ich ja in der Nähe wohne und die Örtlichkeiten zwar nicht wie meine Westentasche, aber doch recht gut kenne. Mir geht es auch gar nicht um mögliche Fehler der Polizei oder die zwölfte Variante der Lösegeldbeschaffung, sondern einfach um ein bißchen "Theorienbildung" beim Tatablauf und die möglichen Motive des Täters.
Ich denke doch, dass die finanzielle Lage des Täters angespannt ist und ihn zu dieser Tat bewogen hat. Und ich glaube auch, dass es die Frau Bögerl daher wegen ihrer Eigenschaft als Frau des Leiters der örtlichen Sparkasse getroffen hat. Die atypisch niedrige Lösegeldsumme erklärt sich für mich so: mit dem Geld ist der Täter aller Sorgen ledig, und da er die Tat als Blitzaktion geplant hatte, nahm er an, dass die Sparkasse Heidenheim das Lösegeld in dieser Stückelung zur Not unter Einbeziehung ihrer Zweigstellen in der kurzen Frist beschaffen kann ohne dass dabei ausreichend Zeit für die Registrierung besteht.
Er muß auch das Haus der Familie vorher ausgekundschaftet haben, was allerdings nicht weiter auffällt, da Schnaitheim von Handel und Gewerbe durchzogen ist mit entsprechend belebten Straßen. Er hat von vornherein geplant, das Auto der Familie als Fluchtfahrzeug zu nutzen (wie kam er dann zum Haus???) und er hatte, nach meiner Überzeugung, keine Schusswaffe zur Verfügung (das spricht gegen einen Profi, aber für eine Tat aus blanker Not heraus). Vielleicht hatte daher Frau Bögerl auch die Chance zur Flucht gesehen und mußte deswegen sterben, der Täter hat dann so schnell wie möglich ihre Leiche abgelegt und hat das Fahrzeug am späteren Fundort abgestellt ohne noch nach dem Lösegeld zu sehen (in diesem Fall wäre die Diskussion über die verspätete Ablage müßig). Irgendwie fällt es mir schwer zu glauben, dass der Täter tatsächlich an der Abholstelle des Lösegelds aufgekreuzt ist und auf Herrn Bögerl gewartet hat und wegen dessen Verspätung Frau Bögerl danach ermordet und in der Nähe abgelegt hat. Die Ablagestelle des Lösegeldes hat es in sich: sie ist sicherlich ungesehen zu erreichen, allerdings ist es sehr schwer, von dort wieder wegzukommen wenn das Gebiet überwacht wird, erst recht mit einem Fahrzeug. Offen bleibt, wo der Täter den Aufenthalt von Frau Bögerl vom Zeitpunkt des Anrufs bis zur Lösegeldabholung geplant hatte (gefesselt im Kofferraum?). Auf alle Fälle ist der Täter davon ausgegangen, dass er aufgrund des engen Zeitrahmens bereits entkommen sein würde, ehe die Polizei umfangreiche Maßnahmen einleiten kann.
Wie denkt Ihr darüber?

liebe Grüße
Ludwig
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#186

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 11.02.2011 11:18
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
Nach rund zwei Monaten (!) schreibt die Heidenheimer Zeitung auch mal wieder etwas zum immer noch ungeklärten Fall:

09.02.11
Fall Bögerl: Gerüchte dementiert - noch 1000 Spuren offen

Acht Monate nach der Entführung Maria Bögerls gibt es in dem bis heute ungeklärten Mordfall offenbar noch immer keine heiße Spur. Zum aktuellen Ermittlungsstand geben die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Polizeidirektion Heidenheim nach wie vor keine Auskunft. Die mit dem Fall befasste Soko „Flagge“ arbeitet weiterhin in der im September vergangenen Jahre verkleinerten Stärke weiter. 50 Beamte verschiedener Polizeidirektionen des Landes haben nach Angaben von Heidenheims Polizeisprecher Horst Baur derzeit noch etwa 1000 von insgesamt bislang eingegangenen 8050 Hinweisen zu bearbeiten. Momentan und auch in naher Zukunft gebe es keine Planungen, diese Personalstärke zu ändern. Während sich die Ermittler darüber hinaus in Schweigen hüllen, kocht in Heidenheim die Gerüchteküche. Dazu gehören Hinweise, wonach der Mann der getöteten Frau vor kurzer Zeit Vater geworden sein soll. Dieses Gerücht hat Sparkassendirektor Thomas Bögerl am Mittwoch auf Medienanfrage schriftlich als Lüge zurückgewiesen.

Quelle: http://www.hz-online.de/index.php?id=374&tx_ttnews[tt_news]=7730
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#187

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 11.02.2011 22:38
von TheWhite1961 • 1.160 Beiträge
Wenn da was dran ist, ist es sicherlich nicht unerheblich für die weiteren Ermittlungen. Allerdings wissen wir alle auch wie schlecht Menschen über andere Menschen reden können und wie viele Wichtigtuer es gibt. Von daher denke ich, daß die Polizei sehr skeptisch auf solche Sachen reagiert. Meiner Meinung wird der Fall eher nicht geklärt werden. Die Vergangenheit hat es uns gelehrt, daß Entführer oft schwer zu ermiiteln sind(z. B. im Fall Hans Herrmann, dort waren die Täter z. B. auch aus der Region). Der Fall Schlecker wäre, trotz sehr hoher Belohnung, auch nie geklärt worden wenn die Täter nicht wieder aktiv geworden wären.
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#188

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 12.02.2011 00:41
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
@ The White: Dutzende Soko-Beamte, die seit rund neun Monaten angeblich rund um die Uhr an dem Fall arbeiten, müssen jetzt aber mal etwas an Ergebnissen bringen. Okay, die Baden-Württemberger werben ja selbst damit, dass sie die sind, "wo kein deutsch können", aber so langsam wird es wirklich peinlich. Vielleicht sollte der NRW-Innenminister seinem Stuttgarter Kollegen mal anbieten, ein paar erfahrene westfälische Ermittler dorthin zu schicken.

Die Tatsache, dass immer noch derart viele Beamte da aktiv sind, lässt eigentlich nur zwei Schlüsse zu: Entweder man steht kurz vor dem Durchbruch und präsentiert bald einen Tatverdächtigen oder aber es ist eine reine politische Entscheidung, diese große Soko weiterhin bestehen zu lassen.
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#189

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 12.02.2011 02:03
von bd-vogel • 570 Beiträge
xyzuschauerseit72>@ The White: Dutzende Soko-Beamte, die seit rund neun Monaten angeblich rund um die Uhr an dem Fall arbeiten, müssen jetzt aber mal etwas an Ergebnissen bringen.

Nöö, find ich überhaupt nicht. Denn die Aufgabe einer Soko ist es ganz sicher nicht, einer wie auch immer gearteten "Erwartung der Öffentlichkeit" (sprich "jetzt müssen die aber mal was bringen") zu entsprechen. Die Aufgabe einer Soko ist es ausschließlich, ein Verbrechen aufzuklären - und sie tut m.E. sehr gut daran, sich in ihrer Ermittlungsarbeit nicht von Schlagzeilenjägern beirren zu lassen. Niemand sagt, die Polizei sei unfehlbar - aber zu fordern, es müsse regelmäßig öffentliche Rechenschaft über Polizeiarbeit abgelegt werden, ist m.E. geradezu absurd.

Bernhard.
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#190

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 20.02.2011 18:12
von vorsichtfalle • 660 Beiträge
irgendwie ist es irritierend, wie der Mann mal wieder in zwielicht gerät. weiß nicht was ich von der sache halten soll....


Fall Bögerl: Ein „alter Hut“ sorgt für neues Gerede
Anonymer Brief zur Lösegeldübergabe ist bereits im Oktober bei der Polizei eingegangen – Schreiber soll Kollege von Thomas Bögerl sein


SCHWÄBISCHE ZEITUNG vom 17.2.2011
Von Eckard Scheiderer


Im Heidenheimer Mordfall Maria Bögerl macht derzeit die Nachricht von einem anonymen Brief zur misslungenen Lösegeldübergabe am 12. Mai vergangenen Jahres die Runde. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, gebe es durch den Brief „jetzt neue Rätsel“ um die Lösegeldbeschaffung. Was so allerdings nicht stimmt, denn der Brief ist bereits im Oktober vergangenen Jahres bei der Heidenheimer Polizei eingegangen.

Der anonyme Brief, so der Sprecher der Polizeidirektion Heidenheim, Horst Baur, gegenüber den Aalener Nachrichten, sei damals in die weiteren Ermittlungen mit aufgenommen worden. Weitere Auskünfte gebe die Polizei dazu nicht. Laut „Bild“ stammt das zweiseitige Schreiben von einem Mitarbeiter der Kreissparkasse Heidenheim, deren Vorstandsvorsitzender der Witwer der zunächst entführten und dann ermordeten Maria Bögerl, Thomas Bögerl, ist. Der Verfasser des Briefes sei in der Bank verantwortlich für die Bargeldlogistik und zweifle den Ablauf der Lösegeldbeschaffung am 12. Mai vergangenen Jahres an. Er habe, so gibt die „Bild“ den Schreiber wieder, die Geldübergabe fiktiv nachgestellt, die Beschaffung des Lösegelds habe dabei nöchstens 80 Minuten gedauert.

Der oder die Entführer Maria Bögerls hatten an jenem 12. Mai telefonisch um 11.23 Uhr bei Thomas Bögerl 300 000 Euro Lösegeld gefordert. Das Geld sollte bis 14 Uhr an einer mit einer Deutschland-Flagge gekennzeichneten Stelle an der Autobahn A 7 zwischen den Anschlussstellen Heidenheim und Aalen/Oberkochen deponiert werden. Tatsächlich legte es Bögerl aber erst um 15.27 Uhr dort ab, bis zum nächsten Morgen wurde es dann nicht abgeholt. Der Entführer-Anruf hatte Bögerl im Niederstotzinger Rathaus erreicht, wo er sich zu einem geschäftlichen Termin aufhielt. Von dort aus beantragte Bögerl nach damals übereinstimmenden Zeitungsberichten die Lösegeldsumme – getarnt als „kommunalen Blitzkredit“ für eine Investition der Gemeinde Niederstotzingen – bei der Ulmer Filiale der Deutschen Bundesbank. Um 14.20 Uhr allerdings erst war eine Gemeindemitarbeiterin mit dem Geld wieder aus Ulm zurück in Niederstotzingen. Um 15.04 Uhr habe sich Bögerl dann auf den Weg zur vereinbarten Übergabestelle gemacht.

Dass der Übergabetermin 14 Uhr nicht eingehalten worden war, hatte die Polizei später damit begründet, wegen der engen Zeitvorgaben und der geforderten Stückelung sei es schwierig gewesen, das Lösegeld rechtzeitig zu beschaffen. Überlegungen der Polizei, das Geld parallel selbst zu beschaffen, seien verworfen worden. Es sei der zu diesem Zeitpunkt zielführendste Weg gewesen, dass dies Bögerl selbst tue, sagte damals der Heidenheimer Polizeisprecher. Bereits nach der misslungenen Geldübergabe hatte eine Sprecherin des Innenministeriums Baden-Württemberg gegenüber „Bild“ erklärt, den Begriff „kommunalen Blitzkredit“ gebe es in der Gemeindeordnung gar nicht. Eine Gemeinde könne nur Kassenkredite bis zu dem im Haushalt festgestellten Höchstbetrag aufnehmen.


(Quelle: http://www.schwaebische.de/region/ostalb/aalen/rund-um-aalen_artikel,-Fall-Boegerl-Ein-%E2%80%9Ealter-Hut%E2%80%9C-sorgt-fuer-neues-Gerede-_arid,5032228.html )

--
(Zitatkennzeichnung und Quelle ergänzt - bitte dran denken, die Quellen immer selbst zu vermerken. Halten wir hier schon länger so als "Gutti" Grüße, Bernhard/Mod. 22.2.2011)
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#191

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 28.02.2011 23:11
von loginator • 1 Beitrag
Zum voranstehenden Artikel habe ich dort einen Kommentar geschrieben der einige Informationen enthält, die hier offensichtlich nicht bekannt sind

Ich empfehle dazu von mir das hier
http://www.schwaebische.de/forum/showthread.php?p=13059#post13059
(inkl. der übrigen Beiträge dort über meine Recherchen)

sowie das hier
http://issuu.com/kleiderspender/docs/dossier_zum_fall_b_gerl_-_f_hren_zopfmann-ii

Damit wisst ihr auch, wer die Fahndungsidee zur XY-Fahndung im Fall Bögerl vom 19.05.10 bzgl. Touristenfotos entwickelt hat.
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#192

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 01.03.2011 12:13
von vorsichtfalle • 660 Beiträge
(Zitatkennzeichnung und Quelle ergänzt - bitte dran denken, die Quellen immer selbst zu vermerken. Halten wir hier schon länger so als "Gutti" Grüße, Bernhard/Mod. 22.2.2011)

ok, wird gemacht. nicht dass ich noch zurücktreten muss
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#193

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 05.04.2011 12:06
von vorsichtfalle • 660 Beiträge
Hallo an alle!


recht aktueller artikel zum fall:


"Unklar: Der Mordfall Bögerl wirkt mysteriöser denn je
Verbrechen ist knapp elf Monate nach der Tat weiter nicht aufgeklärt – Thomas Bögerl muss sich gegen Gerüchte wehren

Von Klaus Nachbaur

Heidenheim Es ist eines der spektakulärsten Verbrechen der letzten Jahre. Vor knapp elf Monaten, am 12. Mai, wird die 54-jährige Maria Bögerl im Wohnhaus der Familie im Heidenheimer Teilort Schnaitheim überfallen und entführt. Ihr Mann ist Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heidenheim.

Der Entführer verlangt von ihm 300000 Euro Lösegeld, aber die Übergabe scheitert. Am 3. Juni findet ein Spaziergänger die Leiche Maria Bögerls, mit Handschellen gefesselt. Die Frau ist erstochen worden. Das sind die dürren Rahmenfakten, aber das gleichermaßen Brisante wie Verstörende an diesem Kriminalfall liegt in der Tatsache begründet, dass er bis heute nicht aufgeklärt ist. Im Gegenteil: Das Verbrechen wirkt mysteriöser denn je.

Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten liegt in Baden-Württemberg bei 98 Prozent. Und zunächst deutet alles darauf hin, dass es nur eine Frage kurzer Zeit sein wird, bis der Mörder der Bankiersfrau gefasst ist. Der Täter hat nämlich ein ungewöhnliches, ein unprofessionelles Verhalten an den Tag gelegt. Um 11.20 Uhr an jenem 12. Mai ruft er auf dem Handy von Thomas Bögerl, dem Mann des Opfers an. Der ist gerade in einer Besprechung mit dem Niederstotzinger Bürgermeister Gerhard Kieninger im örtlichen Rathaus. Bögerl erkennt auf dem Display die Handy-Nummer seiner Frau, nimmt ab und verlässt den Raum. Das Gespräch dauert relativ lange. Als Bögerl zurückkommt, teilt er mit, seine Frau sei entführt worden, sie habe ihm gesagt, ihr Leben sei bedroht. Der Entführer – mit deutlich schwäbischem Akzent – verlange 300000 Euro in einer bestimmten Stückelung, das Geld müsse bis 14 Uhr an einer mit einer Deutschland-Fahne markierten Stelle an der Autobahn 7 zwischen Heidenheim und Oberkochen deponiert werden. Bögerl schaltet noch vom Rathaus aus die Polizei ein, dann organisiert er die Beschaffung des Lösegelds. Ein Mitarbeiter Bögerls und eine Rathausangestellte fahren nach Ulm zur Niederlassung der Deutschen Bundesbank. Gegen 13.45 Uhr liegen die Scheine dort bereit. Bis die Boten zurück sind, bis das Geld in dem vom Entführer geforderten blauen Müllsack verstaut ist, vergeht die Zeit. Um 15.27 Uhr erst deponiert der Sparkassenchef den Sack an einer Betriebsausfahrt der A7, neben der mit einer Deutschlandfahne markierten Stelle. Die Polizei observiert das Geschehen. Aber das Geld wird nicht abgeholt. Am nächsten Tag wird der Sack versehentlich von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei eingesammelt. Der Entführer meldet sich kein zweites Mal.

Schon zu diesem Zeitpunkt ist das ein atypischer, merkwürdiger Entführungsfall. Erstens: 300000 Euro stellen eine ungewöhnlich niedrige Lösegeldforderung dar. Zweitens: Der extrem enge Zeitrahmen, den der Entführer gesetzt hat, machte das Gelingen seines Plans fast unmöglich. Drittens: Auch die Tatsache, dass der Täter keinen zweiten Versuch unternimmt, an das Lösegeld zu kommen, ist eher ungewöhnlich. Dies trifft auch auf den Umstand zu, dass das Opfer im eigenen Auto, einem schwarzen Mercedes der A-Klasse, verschleppt wurde. Das Fahrzeug wird am 14. Mai im Hof des Klosters Neresheim entdeckt. Die Polizei findet darin Blutspuren von Maria Bögerl. Einige Stunden zuvor ist das Handy der Frau in einem Waldstück an der Autobahn gefunden worden.

Genau eine Woche nach der Entführung, am 19. Mai, wenden sich Thomas Bögerl und seine beiden Kinder in einer sehr emotionalen Videoaufzeichnung der Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ an den Täter und bitten ihn um die Freilassung von Maria Bögerl. Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ, Ausgabe 3. März 2011) hat aber dieser Auftritt Bögerls „bei einigen Kriminalisten... einen zwiespältigen Eindruck“ hinterlassen. Der Appell an den Entführer habe „unecht“ gewirkt. Fazit der FAZ: „Es gibt also einige Anhaltspunkte, die vielleicht doch für eine Beziehungstat sprechen könnten.“

Polizei ermittelt weiter

Ein böser, ein ungeheuerlicher Verdacht. Er dürfte vor allem der Tatsache geschuldet sein, dass die Polizei keinen Schritt weitergekommen ist. Noch immer arbeiten 50 Beamte in einer Sonderkommission die letzten 1000 von rund 8000 Hinweisen ab, die bei den Fahndern eingegangen sind. Sie haben Speichelproben genommen, sie haben nach einem Mann mit dem Pferdeschwanz gesucht – bisher alles vergeblich. In Heidenheim kursierte Anfang Februar das Gerücht, Thomas Bögerl sei Vater von Zwillingen geworden, der Bankier bezeichnete dies umgehend als Lüge. Ein weiteres Gerücht: Die Ehe der Bögerls sei zerrüttet gewesen, beide Partner hätten Verhältnisse gehabt.

Möglich, dass die Menschen nicht akzeptieren wollen, dass dieses Verbrechen noch nicht aufgeklärt ist, dass so jenes anfänglich überwältigende Mitgefühl für die Familie umschlägt in irrationale Bösartigkeit. Und weil man sich gegen Gerüchte kaum wehren kann, ist es möglich, dass das indirekte Verbrechensopfer Thomas Bögerl jetzt zum zweiten Mal Opfer wird. Horst Baur, der Heidenheimer Polizeisprecher, sagt dazu: „Uns sind keine Tatsachen bekannt, die diese Gerüchte stützen würden.“ Und: „Es hat sich bei uns keine Mutter von Zwillingen gemeldet.“ Zur Möglichkeit einer Beziehungstat zitiert er den zuständigen Staatsanwalt mit dem lapidaren Satz: „Alle Bereiche werden nach wie vor professionell berücksichtigt.“"

(Erschienen: 30.03.2011 22:00)

Quelle: www.schwaebische.de/region/ostalb/aalen/rund-um-aalen_artikel,-Unklar-Der-Mordfall-Boegerl-wirkt-mysterioeser-denn-je-_arid,5053514.html
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#194

Re: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 29.04.2011 06:51
von alex100 • 43 Beiträge
in budweis wurde der rockerboss von den bandidos verhaftet, angeblich soll er etwas mit der tat zu tun haben.http://www.krone.at/Welt/Tod_von_entfuehrter_Bankiersfrau_Rocker-Boss_in_Haft-Nach_fast_einem_Jahr-Story-259585 (hier der link )
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#195

Re[2]: 19.05.2010 Studiofall (Kripo Heidenheim) Entführungsfall Maria Bögerl

in Studiofälle 29.04.2011 10:37
von xyzuschauerseit72 • 1.079 Beiträge
alex100>in budweis wurde der rockerboss von den bandidos verhaftet, angeblich soll er etwas mit der tat zu tun haben.http://www.krone.at/Welt/Tod_von_entfuehrter_Bankiersfrau_Rocker-Boss_in_Haft-Nach_fast_einem_Jahr-Story-259585 (hier der link )

Laut Polizei soll kein Zusammenhang mit dem Fall Bögerl bestehen:
http://www.schwaebische-post.de/551738/
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