#16

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 13.10.2009 16:54
von Jiri Brei • 514 Beiträge
Gut erkannt, man hat keine Zeit sich um aktuelle Fälle zu kümmern, weil man allen Ernstes nach 20 Jahren anfängt nach Zeugen für Uraltfälle zu suchen.
Das ist, gelinde gesagt, etwas blauäugig.
Selbst wenn man einen Zeugen finden sollte, was ist deren Aussage/Erinnerung nach 20 Jahren noch wert?
Jeder Kriminalist sollte wissen, dass die Aufklärungs-Chance degressiv mit der Zeit abnimmt.
Und falls man wirklich mal einen neuen Strohhalm (oder auch Granitstein) hat, würde es reichen, daraus einen kompakten Studiofall zu machen, anstatt -sichtlich bemüht- eine Strassenszene der 80er nachzustellen.
Aber vielleicht brauchen die Verantwortlichen von heute einfach länger, um sich einzugestehen, dass sie in einem konkreten Fall nicht mehr weiterkommen. Doch dann sollte die Redaktion kritisch abwägen, ob es in einer vertretbaren Aufwand-Chancen-Relation steht, einen Uralt-Fall in die Sendung aufzunehmen, denn XY ist keine Beschäftungstherapie für Journalisten und Regisseure, sondern hat einen klaren Auftrag. Und die Chance zur Erfüllung dieses Auftrags nimmt nun mal mit der Zeitspanne zum Tatzeitpunkt hab (s.o.).
Da helfen auch keine theoretischen Aufklärungs-Chancen oder pathetischen Ansichten, was man "Opfen schuldig ist".

JB
nach oben springen

#17

Re[2]: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 13.10.2009 19:00
von Mercutio • 83 Beiträge
JB>Gut erkannt, man hat keine Zeit sich um aktuelle Fälle zu kümmern, weil man allen Ernstes nach 20 Jahren anfängt nach Zeugen für Uraltfälle zu suchen.

Mit der Suche nach Zeugen hat man sicher nicht erst nach 20 Jahren begonnen. In diesen 20 Jahren haben die Ermittler wohl alle möglichen Spuren ausgewertet und sämtliche Zeugen befragt, die man in dieser Zeit ausfindig machen konnte. Nun kann man den Fall entweder aufgeben und sich damit abfinden, daß die Tat niemals geklärt wird, oder man wendet sich eben über ein Format wie XY an eine sehr breite Öffentlichkeit, um auch das letzte Mittel noch auszuschöpfen, den Täter zu fassen. Ich finde das absolut richtig, ganz besonders wenn sich auch noch neue Ermittlungsansätze ergeben haben (z.B. Granitstein), die auf die Spur des Täters führen könnten.

JB>Selbst wenn man einen Zeugen finden sollte, was ist deren Aussage/Erinnerung nach 20 Jahren noch wert?

Den Erinnerungen eines möglichen Zeugen müßte natürlich nachgegangen werden. Es ist durchaus gut möglich, daß Beobachtungen von Zeugen auch nach 20 Jahren noch auf die Spur des Täters führen. Gerade bei z.B. einem Tramper-Mord könnte es noch einige Zeugen geben, die das Mädchen damals mitgenommen haben und sich bisher nicht bei der Polizei gemeldet haben. Und wie gesagt, es ist auch nicht unüblich, daß Mörder im Lauf ihres Lebens mit irgendjemandem über ihre Taten sprechen.

JB>Jeder Kriminalist sollte wissen, dass die Aufklärungs-Chance degressiv mit der Zeit abnimmt.

Das bestreitet niemand, ist aber kein Grund die Ermittlungen in einem Mordfall einfach so einzustellen, ohne wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben.

JB>Und falls man wirklich mal einen neuen Strohhalm (oder auch Granitstein) hat, würde es reichen, daraus einen kompakten Studiofall zu machen, anstatt -sichtlich bemüht- eine Strassenszene der 80er nachzustellen.

Also wenn man einen so alten Mordfall nochmal in die Sendung aufnimmt, dann sollte man es auch in einem ausführlichen Filmfall tun, um die Erinnerungsfähigkeit möglicher Zeugen noch einmal zu befördern.

JB>Aber vielleicht brauchen die Verantwortlichen von heute einfach länger, um sich einzugestehen, dass sie in einem konkreten Fall nicht mehr weiterkommen. Doch dann sollte die Redaktion kritisch abwägen, ob es in einer vertretbaren Aufwand-Chancen-Relation steht, einen Uralt-Fall in die Sendung aufzunehmen, denn XY ist keine Beschäftungstherapie für Journalisten und Regisseure, sondern hat einen klaren Auftrag. Und die Chance zur Erfüllung dieses Auftrags nimmt nun mal mit der Zeitspanne zum Tatzeitpunkt hab (s.o.).

Sollte XY nun keine Kriminalfälle mehr behandeln, die länger als drei Jahre zurückliegen? Ich halte das für Unsinn, auch ältere Fälle, in denen sich neue Ansätze ergeben haben oder in denen die Ermittler noch einmal eine Chance der Aufklärung mit Hilfe von XY sehen, gehören für mich in diese Sendung. Ich gehe auch davon aus, daß die XY-Redaktion sich mit den Ermittlern da sehr genau abspricht, die Filmfälle werden ja wohl nach Absprache auch so inszeniert, daß es für die Ermittlungsziele und Ansatzpunkte der Kripo nützlich ist.

Es sind vielleicht 5 oder 6 Fälle im Jahr, die älter als 10 Jahre sind. Das ist völlig in Ordnung. Ich finde es viel schlimmer, wenn z.B. Banküberfälle in "Alarm für Cobra 11"-Manier in einem 10-Minütigen Filmfall dargestellt werden, obwohl der Film an sich für die Fahndung nutzlos ist und man so viel Zeit mit solchen Lückenfüllern vergeudet, anstatt einfach nur die Fotos auf den Überwachungkameras im Rahmen eines Studiofalls zu zeigen.
nach oben springen

#18

Re[3]: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 13.10.2009 21:48
von CroqueGrec09 • 116 Beiträge
JB>>Aber vielleicht brauchen die Verantwortlichen von heute einfach länger, um sich einzugestehen, dass sie in einem konkreten Fall nicht mehr weiterkommen. Doch dann sollte die Redaktion kritisch abwägen, ob es in einer vertretbaren Aufwand-Chancen-Relation steht, einen Uralt-Fall in die Sendung aufzunehmen, denn XY ist keine Beschäftungstherapie für Journalisten und Regisseure, sondern hat einen klaren Auftrag. Und die Chance zur Erfüllung dieses Auftrags nimmt nun mal mit der Zeitspanne zum Tatzeitpunkt hab (s.o.).

Mercutio>Sollte XY nun keine Kriminalfälle mehr behandeln, die länger als drei Jahre zurückliegen? Ich halte das für Unsinn, auch ältere Fälle, in denen sich neue Ansätze ergeben haben oder in denen die Ermittler noch einmal eine Chance der Aufklärung mit Hilfe von XY sehen, gehören für mich in diese Sendung. Ich gehe auch davon aus, daß die XY-Redaktion sich mit den Ermittlern da sehr genau abspricht, die Filmfälle werden ja wohl nach Absprache auch so inszeniert, daß es für die Ermittlungsziele und Ansatzpunkte der Kripo nützlich ist.

Und vergisst nicht: Auch in der Ede-Zeit wurden lange zurückliegende Fälle aufgegriffen: bestes Beispiel: Stückwerk / 22.5.'70! Da lag einer der Fälle 15 Jahre zurück.

Auch der 22.4.'77 / FF1 ist hier zu nennen. Auch hier geht es 12 Jahre zurück.

Also ist der Manier alte Fälle aufzugreifen keineswegs als neuer Quatsch zu verteufeln. Gut, dass das in letzter Zeit (zu) oft geschehen ist, ist natürlich unsinnig - heutzutage werden auch verzwickte Fälle verübt, die man auch nicht unberücksichtigt lassen sollte.
nach oben springen

#19

Re[4]: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 14.10.2009 07:06
von Jiri Brei • 514 Beiträge
CroqueGrec09>Und vergisst nicht: Auch in der Ede-Zeit wurden lange zurückliegende Fälle aufgegriffen.

Darauf hatte ich ja bereits in anderen Fäden hingewiesen. Diese Versuche (!) blieben übrigens genauso ergebnislos.

JB
nach oben springen

#20

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 17.10.2009 17:14
von Peter Poppy Köhler • 244 Beiträge
Ich bin eher Jiris Meinung und halte insbesondere die Tatsache, Uralt-Fälle regelmäßig als "XY-History"-Fall in der Sendung zu platzieren, für unangemessen.

Dass solche Fälle als FF behandelt werden, wenn es tatsächlich wesentliche neue Ermittlungsansätze gibt, befürworte ich. Nur geht für mich die Idee, daraus eine "Rubrik" mit reißerischem Titel zu machen, am eigentlichen Zweck vorbei. Denn zum einen war für mich bspw. im FF der vorletzten Sendung (ein Ehemann verschwindet nachts nach einem Streit mit seiner Ehefrau spurlos) kein "neuer" Ermittlungsansatz erkennbar (natürlich mit der Ausnahme, dass nach Zeugen gefragt wurde). Zum anderen verschiebt sich für mich die filmische Aufbereitung weg von der dokumentierenden Sachlichkeit hin zu einer "Nostalgie"-Stimmung (alte Autos, altes Geld, keine Handys, DDR), die dem Zuschauer eine gewisse Abwechslung bietet, aber dessen Erinnerungsvermögen sicher nur bedingt fördert.

Der Granitstein der letzten Sendung ist sicher ein neuer Ansatz gewesen, aber er kam im Film selbst überhaupt nicht vor, und von daher stellt sich auch mir die Frage, wie man die Behandlung als FF begründet. Allgemein: Das Verhältnis zwischen Aufwand (Film) und Ertrag (Zeugen) ist bei den History-Fällen ein sehr ungleiches.
nach oben springen

#21

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 20:44
von CroqueGrec09 • 116 Beiträge
Also den ersten Kommentar lass ich mir nicht nehmen ;)

Zur Sendung heute: es hätte besser gehen können. Warum wird schon wieder in den FF unterbrochen? Das hätte prima im Sprechertext untergebracht werden können!

Und wo blieb mal wieder der Rückblick?!

Ziemlich durchwachsen heute ...
nach oben springen

#22

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 21:03
von YummySugs • 15 Beiträge
Mein Eindruck:
der erste FF (Vergewaltigung) stellte die schlimmen Folgen einer solchen Tat in den Mittelpunkt. Und auch bei diesem Fall vermisste ich etwas, was sich leider durch die gesamte Sendung zog: fehlende und z.T. doch dilettantische Ermittlungsansätze...

Da werden Orte unzureichend beschrieben. Eine unbekannte Tote, die man auffindet und deren Identität (aber Hallo!) man klären will, für Sekunden mal ins wackelige Bild eingeblendet. Die unnötige Abfragerei gegen 21.00Uhr wieder eingeführt. Leider wird auch ein FF wieder zerstückelt...
Der Überfall auf die 2 Männer in Tirol war auch ziemlich zerissen und wenig chronologisch...

Ach, was solls...höre lieber auf.

Fazit: In meinen Augen eine etwas magere Sendung, die mir wenig gefallen hat, und von der ich in einer Woche nicht mehr viel in Erinnerung haben werde.

Ich grüße Euch alle herzlichst!

LG
Y.
nach oben springen

#23

Re[2]: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 21:11
von schildi • 856 Beiträge
CroqueGrec09>Also den ersten Kommentar lass ich mir nicht nehmen ;)

CroqueGrec09>Zur Sendung heute: es hätte besser gehen können. Warum wird schon wieder in den FF unterbrochen? Das hätte prima im Sprechertext untergebracht werden können!

CroqueGrec09>Und wo blieb mal wieder der Rückblick?!

CroqueGrec09>Ziemlich durchwachsen heute ...
Dem kann ich mich nicht anschließen. Ich fand die heutige Sendung gelungen. Die FF waren gut umgesetzt. In nur einen FF war ein Kriminalbeamte zu sehen. Die anderen FF liefen in einem Stück durch-in früheren Sendungen waren Aussagen von Kripobeamte oder auch von Opfern in jedem FF zu sehen. Natürlich war es auch ein Muß, das man am Anfang nochmal an unseren guten alten Ede(Gott hab ihn selig) gedenkt und alte Fotos von Ihm und Meinungen über Eduard Zimmermann einspielt. Meine Note für die heutige Sendung: 2. Ich wünsche mir, das es bei der nächsten Sendung so weitergeht. Das es nicht zur Note 1 gereicht hat, hat für mich nur einen Grund: Wo war der Rückblick??? Der gehört doch zur Sendung einfach dazu. So, das war meine persönliche Meinung zur heutigen Sendung. Auf zur nächsten Sendung: 11.11.2009! Einen schönen Gruß von Schildi
nach oben springen

#24

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 21:21
von bd-vogel • 570 Beiträge
Mau, ganz mau... zumal mir etwa in der Mitte der Sendung ein längerer Anruf dazwischenkam, hab ich das Mitschreiben am Ende aufgegeben. Die Berg- und Talfahrt geht anscheinend weiter, diesmal war mal wieder stellenweise tiefes Tal angesagt.

Die Ede-"Bilderhymne" am Anfang (gesprochen von Michael) fand ich sehr nett, bei den FF von der Inszenierung her allenfalls den "History"-Fall ansprechend.

Für Daten usw. schau ich mir dann nochmal meine Vid-Aufzeichnung an.

Bernhard.
nach oben springen

#25

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 21:21
von Muench76 • 32 Beiträge
Es gab doch einen Rückblick ! Und zwar wurde bezug auf die letzte Sendung genommen. Der am Fundort der 1986 ermordeten Tramperin abgelegte Stein mit der chinesischen Inschrift hat nichts mit dem Mord zu tun. Eine Frau hat ihn während eines Umzugs im Wald entsorgt ohne von dem Fall zu wissen.
nach oben springen

#26

Re[2]: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 21:37
von Heimo • 1.262 Beiträge
Muench76>Es gab doch einen Rückblick ! Und zwar wurde bezug auf die letzte Sendung genommen. Der am Fundort der 1986 ermordeten Tramperin abgelegte Stein mit der chinesischen Inschrift hat nichts mit dem Mord zu tun. Eine Frau hat ihn während eines Umzugs im Wald entsorgt ohne von dem Fall zu wissen.

Danke, ich habe auch schon überlegt, was CroqueGrec mit keinem Rückblick meinte. An diese Aufklärung konnte ich mich nämlich erinnern.

Mir fehlten allerdings die Nachrichten über die Klärung des Schuh-Falls und der Delikatessenfahrerin...

FF 1 erinnerte mich etwas an die Iserlohner Sache. Vielleicht hätte man etwas weniger das Schicksal der Frau ausschmücken können.

FF 2 fand ich akzeptabel. Diese Vorgehensweise mit dem Zeitsprung hat mich an viele ältere Fäller erinnert, bei denen ähnlich verfahren wurde.

FF 3 ganz schlimm. Dem Regisseur hätte auffallen müssen, dass die Zerstückelungen sinn- und zwecklos waren. So schont man nur die Stimmbänder von Brennicke. Das habe ich nicht ganz mitbekommen: Was sollte der Golfschläger?

FF 4 gefiel mir gut. Okay, History-Fall, aber der Film war gut umgesetzt.

FF 5 Juwelierüberfall die drei Damen waren zum Schmunzeln. Mittelmäßig.

FF 6 Zu viel Action beim Einbruch, wenngleich der Mann mich immer weider zum Schmunzeln brachte.

Es gab auch wieder drei Studio-Fälle Guadeloupe, Frau bei Koblenz, und der Fall mit dem Schneeballsystembetrüger (erinnerte mich irgendwie an Hartmut Engler von PUR - nicht nur wegen des Nachnamens)

Cerne war heute unkonzentriert und die Zwischenabfrage war unnötig.

Eine mäßige Sendung.
nach oben springen

#27

Re[3]: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 21:58
von Muench76 • 32 Beiträge
Heimo>FF 3 ganz schlimm. Dem Regisseur hätte auffallen müssen, dass die Zerstückelungen sinn- und zwecklos waren. So schont man nur die Stimmbänder von Brennicke. Das habe ich nicht ganz mitbekommen: Was sollte der Golfschläger?

Den hatten ihm seine Mitarbeiter geschenkt, damit er sich verteidigen kann.

Heimo>FF 4 gefiel mir gut. Okay, History-Fall, aber der Film war gut umgesetzt.

Am besten fand ich die Antwort des Sohnes des Opfers auf die Frage warum er nicht auf der Geburtstagsfeier seiner Mutter war: "Mir schmeckt dort das Bier net."
nach oben springen

#28

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 21.10.2009 23:11
von Dennis • 19 Beiträge
Ich bin eigentlich über die ganzen Jahre nie allzu kritisch gewesen mit XY, habe stoisch Betacam ertragen, zerstückelte Filmfälle und Fälle, in denen gänzlich auf Sprechertexte verzichtet wurde. Ich habe mich an das sinnfreie Hin- und Hergerenne im Studio, an die immer gleichen Interview-Phrasen von Rudi Cerne und an die dämliche Abfrage in der Mitte der Sendung gewöhnt.

Aber: Jetzt finde ich, dass es irgendwie langweilig wird. In den letzten Monaten sind alle Sendungen "gleich" gestrickt. Es ist seit Monaten eigentlich immer wieder die Vergewaltigung drin - und der Film beschreibt nie die Tat selbst, den Tatort, den Täter usw., sondern ständig die traumatischen Umstände für das Opfer. Was ist daran sachdienlich?

Es ist eigentlich immer der Raubüberfall auf den Juwelier drin, immer tagsüber, immer bewaffnet, mehr oder weniger viel Gewalt etc.

Es ist immer der Uralt-Fall drin, in dem es keinerlei neue Ansatzpunkte gibt - außer meist die jetzt ausgewertete DNA-Spur. Diese Fälle sind dann zumindest stilistisch immer noch die am besten gemachten Fälle.

Ständig sehen wir auch den brutalen Übergriff auf einen allein arbeitenden Gebrauchtwagenhändler/Waschstraßenbetreiber usw. Auch dies immer gleich inszeniert.

Gleich Dutzendfach durften wir in den letzten Monaten mit Angehörigen bange Minuten auf dem Krankenhausflur erleben. Gleiches gilt für gemeinsames Aufwachen mit dem Partner oder völlig sinnfreie Dialoge - die für die Aufklärung des Kapitalverbrechens absolut unwichtig sind.

Statt die Ermittlungsfragen - wie früher - ins Drehbuch der Fälle einzuarbeiten, werden wahlweise Rühr- oder Actionstücke aufgeführt. Und in den konfusen Interviews nach dem Filmfall kommt eigentlich auch nie Licht in den Fall.

Ergo gehen meiner Meinung nach auch die durch XY geklärten Fälle deutlich zurück. Wenn man nicht gerade ein perfektes Foto/Video (wie kürzlich beim Kinderschänderfall) gehabt hat, waren die meisten in letzter Zeit vorgestellten Erledigungen offenbar nicht auf die Fernsehfahndung zurück zu führen.

Zusammengefasst: Es ist nicht mehr das Problem des Kameraführung oder der Regie. Aber: Die Filmfälle brauchen endich wieder vernünftige Bücher und müssen eine vernünftige Balance zwischen Ermittlungsfragen und "Personality" finden. Das ist XY weit über 30 Jahre gelungen - warum soll das jetzt zu Ende sein?
nach oben springen

#29

Re: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 22.10.2009 07:06
von Jiri Brei • 514 Beiträge
Mitten in der Woche! Mittwoch. Da hat man doch anderes zu tun, als fern zu sehen...

Ich hab´s dem Aufnahmestudio...äh... dem Aufnahmegerät überlassen, sich die Sendung rein zu ziehen. War gestern abend noch unterwegs und kam so irgendwie zum Tirol-Fall nach Hause. Erstmal Abendbrot machen, nebenher etwas XY dudeln lassen. Aha, Messerstecher, Golfschläger irgendwo im Hintergrund. Dann der Uralt-Fall. War gespannt auf die Umsetzung und die neuen Ansätze. Umsetzung? Ganz ordentlich gemacht, die Schwaben bei XY schwäbeln immer noch, wie vor 30 Jahren. Neue Ansätze? Hmmm... ja... wo sind sie denn? Wer kennt jemand, der vor 21 Jahren eine Motorcross-Maschine und einen weissen Helm hatte, bitte melden. Gigantische 1.500 Euro winken. Aber nur, wenn der Täter überführt wird, das ist wichtig.

Ach, wie sehn ich den Freitag abend zurück. An denen der sachlich ernste EZ Verbrechen vorstellte, die einen echten Lösungsansatz hatten. Die von einem KG spannend und mit wichtigen Infos gespickt umgesetzt wurden. Eine Sendung, bei der man ständig auf die Uhr schaute und hoffte, dass doch noch ein Fall kommt...

Nach dem heute-journal hab ich dann noch den Anfang angeschaut, weil ich gespannt war, wie man EZ´s Tod würdigt. Ganz nett gemacht, mit Bildern, die man teilweise nicht kannte. Warum die nicht chronologisch waren, muss ich nicht verstehen. Angemessen, wenngleich ich am Ende den Satz vermisst habe: Wir werden uns bemühen, die Sendung im seinem Sinne weiter zu führen.

Aber was solls, das machen sie ja schon seit Jahren nimmer.

Mal sehen, ob und wann ich mir den Rest anschaue. Spätestens am 11.11.09 wirds überspielt.

JB
nach oben springen

#30

Re[3]: Sendung vom 21.10.2009

in XY-Hauptsendungen 22.10.2009 08:34
von CroqueGrec09 • 116 Beiträge
Muench76>>Es gab doch einen Rückblick ! Und zwar wurde bezug auf die letzte Sendung genommen. Der am Fundort der 1986 ermordeten Tramperin abgelegte Stein mit der chinesischen Inschrift hat nichts mit dem Mord zu tun. Eine Frau hat ihn während eines Umzugs im Wald entsorgt ohne von dem Fall zu wissen.

Heimo>Danke, ich habe auch schon überlegt, was CroqueGrec mit keinem Rückblick meinte. An diese Aufklärung konnte ich mich nämlich erinnern.

Heimo>Mir fehlten allerdings die Nachrichten über die Klärung des Schuh-Falls und der Delikatessenfahrerin...

Genau das meinte ich mit einem ordentlichen Rückblick, wo mal echte Klärungen (und keine Updates!) berichtet werden, wie Ede es vor 12 (!) Jahren auch noch machte!
nach oben springen



Besucher
2 Mitglieder und 9 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: motorradkarlus
Besucherzähler
Heute waren 9 Gäste und 2 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 1457 Themen und 18556 Beiträge.

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de